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Zeitschrift Flugsport, Heft 05/1942

Auf dieser Seite finden Sie das komplette Heft 05/1942 der Zeitschrift „Flugsport“ in Textform (vgl. Übersicht). In der von Oskar Ursinus herausgegebenen illustrierten, flugtechnischen Zeitschrift für das gesamte Flugwesen wurde über die Luftfahrt sowie den Luftsport zur damaligen Zeit berichtet. Der gesamte Inhalt steht Ihnen nachstehend kostenlos und barrierefrei zur Verfügung. Beachten Sie bitte, dass es bei der Digitalisierung und Texterkennung zu Textfehlern gekommen ist. Diese Fehler sind in den verfügbaren PDF Dokumenten (Abbild der Originalzeitschrift) natürlich nicht vorhanden.

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GEGRÜNDET 1908 u. J1ERHUSGEGEBEN VON OStfflFL URSINUS * CIVIL-MG. J

Illustrierte flugtechnische Zeitschrift

und Anzeiger für das gesamte Flugwesen

Brief-Adr.: Redaktion und Verlag „Flugsport", Frankfurt a. M., Hindenburg-Platz 8 Bezugspreis für In- und Ausland pro Vierteljahr bei 14täglichem Erscheinen RM 4.50

Teiefon: 34384 — Telegr.-Adresse: Ursinus — Postscheck-Konto Frankfurt (Main) 7701

Zu beziehen durch alle Buchhandlungen, Postanstalten und den Veriag Der Nachdruck unserer Artikel ist, soweit nicht mit „Nachdruck verboten" versehen, nur mit genauer Quellenangabe gestattet.

XXXIV. Jahrgang

Nr. 5

4. März 1942

Die nächste Nummer des „Flugsport'' erscheint am 18. März 1942

Lufttransporter.

Die Staffeln der Luftwaffentransportverbände haben im Osten in Schnee und Eis bei niedrigsten Kältegraden Leistungen vollbracht, über die zu berichten einer späteren Zeit vorbehalten bleibt. Nachschub aller Art, Betriebsstoff, Munition, Verpflegung, Waffen, Geräte sowie geschlossene Heereseinheiten mußten in Tag- und Nachtflügen über Hunderte von Kilometer nach vorn gebracht werden. Oft wurden ganze Truppenteile auf diesem schnellsten Wege zu den in vorderster Linie kämpfenden Einheiten gebracht. Neben den weit vorgeschobenen Feldflugplätzen lagen vielfach auch die Sammelplätze für die Bodentruppen. Diese Unterstützung war für die Truppe wiederholt von schlagentscheidender Bedeutung. Bei ihren RückflLigen standen die Transportflugzeuge für Verwundete zur Verfügung, um diese schnell in die Heimat zu befördern. Daß dabei auch vielfach Post in die Heimat befördert wurde, ist naheliegend.

Die zurückgelegten Transportkilometer sind so ungeheuer, daß sie einen tausendmaligen Erdumfang wesentlich überschreiten. Und so hat unsere Luftwaffe auch die Schwierigkeiten des Winters gemeistert, dank der Einsatzbereitschaft des fliegenden und Bodenpersonals und der ausgezeichneten deutschen Flugzeuge und Motore.

Piaggio „P. 108 C" 4 Motor=Verkehrsflugzeug.

P. 108 C der Firma Piaggio & Co., Genua, ist ein Langstrecken-Verkehrsflugzeug, Tiefdecker in Ganzmetallbauweise.

Flügel freitragend, 2-holmig, nach Tiefe und Dicke hin sich stark verjüngend, Halbflügel abnehmbar, Flügelvorderkante Schlitzflügel, leichte V-Form. Betriebsstoff behälter im Flügelstumpf zwischen Motor und Rumpf.

Rumpf runder Querschnitt, Schalenbauweise, innen versteift mit Formringen und Längsprofilen, Verstärkungen, Führerkabine, 2 Sitze nebeneinander, dahinter Radiotelegraphist und Bordmechaniker, Fluggastraum für 32 Pers. f. Tagesreisen, 16 Schlafplätze für Nachtreisen, Bar,

Diese Nummer enthält Profilsammlung Nr. 36 und Patentsammlung Nr, 24, Bd. IX.

Piaggio „P. 108 C" 4-Motor-Verkelirsflugzeug.

L Ala d'ltalia

Toiletten. Gepäckraum in Rumpfnase, außer dem unter dem Fußboden des Fluggastraumes.

Leitwerk freitragend in Dural und Stahl-Konstruktion. — Höhenruder aerodynamisch ausgeglichen. Statisch und dynamisch ausgeglichene Ausgleichsklappen vom Führersitz aus steuerbar.

Seitenflosse aus dem Rumpfende herauswachsend mit kielartiger Verlängerung auf der Rumpfoberseite nach vorn.

Hydraulisch einziehbares Fahrwerk.

4 Piaggio-Motoren von je 1350 PS, Gesamtkraft 5400 PS. Dreiblatt-Luftschraube mit gleichbleibender Steigung. Leicht austauschbare Mo-torenvorlagerung, um die Wartung zu erleichtern.

Lastvielfaches bei einem Fluggewicht von 26 000 kg ist 5 (nach RA1-

Norm).

Spannweite 33,05 m, Länge 25 m, Flügelfläche 142,85 m2, Leergewicht 16 000 kg, Zuladung 10 000 kg. Fluggewicht 26000kg. Flügelbelastung 182 kg/m2, Leistungsbelastung 4,81 kg/PS, Höchstgeschwindigkeit in 5000 m 480 km/h, Reise- in 3000 m bei Vio Motorleistung 350 km/h; Steigfähigkeit auf 5000 m in 13 Min., prakt. Gipfelhöhe 8000 m, Reichweite je nach Geschwindigkeit und Fluggast zahl von 2700 bis 4000 km. Bordpersonal 5 Mann.

See=Fernerkunder BV 138.

Von dem hochsee- und katapultfähigen, 3motorigen Flugboot von Blohm & Voß haben wir bereits im „Flugsport" 1938 auf Seite 693 eine Baubeschreibung veröffentlicht.

Charakteristisch für diese Ausführung ist der kurze zentrale Boots-

körper mit zwei gesonderten, freitragenden Leitwerksträgern. Rohrholm-Fiügel, Mittelflügelhohn aus Stahl, zugleich Kraftstoffbehälter, Außen-flügelholm aus Dural.

Heute sind wir in der Lage, einige neuere Abbildungen, aus welchen die Gefechtsstände im Vorder- und Hinterteil zu erkennen sind, zu bringen.

3 Junkers Schweröl-Motoren Jumo 205 A von je 700 PS.

Spannweite 27,0m, Länge (Gesamt) 20,0 m, Höhe m. laufender Schraube 6,6 m, Fläche 112 m2, Bootslänge 15,1 m; Leergewicht 9300 kg, Zuladung 4300 kg, Fluggewicht (normal) 13 600 kg, höchstes Fluggewicht 16 500 kg, Flächenbelastung 122 kg/m2, Leistungsbelastung 6,5 kg/PS, Flächenleistung 18,8 PS/m2; Motorleistung 2100 PS; Höchstgeschwindigkeit 300 km/h, Reise-275 km/h, Lande- 100 km/h, Dienstgipfelhöhe 4150 m, Steigzeit 0—3 km 21 min. Reichweite bei normalem Fluggewicht 2500 km, höchste Reichweite 5000 km.

Fieseier Storch mit Schneekufen. Weitbild

Vollautomatisch arbeitendes Gewinde-Prüfgerät

zum Prüfen des Durchmessers von zylindrischen Werkstücken, wie z. B. von Stift-schrauben o. dgl., mit welchem serienmäßig hergestellte Werkstücke in beziig auf Genauigkeit ihrer Gewindegänge und ihres Durchmessers untersucht und diejenigen Werkstücke ausgeschieden werden, deren Gewinde oder Durchmesser ein gefordertes Maß unter- oder überschreiten.

Die bisher übliche Methode der Prüfung von Gewindestücken, bei der die Maßhaltigkeit jedes einzelnen Stückes von Hand in besonderen Lehren oder durch Nachmessungen festgestellt wird, ist besonders bei Schrauben und ähnlichen Werkstücken, die in großen Mengen gebraucht werden, zeitraubend, kostspielig und abhängig von der Sorgfalt des Prüfens.

In Erkenntnis dieser Mängel ist in den Magdeburger Betrieben der Junkers Flugzeug- und -Motorenwerke A.-G. von Gerhard Trabert ein vollautomatisch arbeitendes Gerät geschaffen worden.

Abb. 1 zeigt eine Gesamtansicht der Einrichtung; Abb. 2 einen Ausschnitt aus Abb. 1, und zwar den Prüfstückträger mit den Meßbacken von der Seite gesehen, und Abb. 3 eine schematische Darstellung der elektrischen Kipprinnenbetätigung.

Die Prüflinge werden in den Trichter 1 (Abb. 1) der Prüfeinrichtimg eingefüllt. Der durch den Antriebsmotor auf- und abbewegte Stößel 2 nimmt bei jeder Hubbewegung einen Prüfling auf. Bei richtiger Lage des Prüflings wird derselbe an der obersten Stellung des Stößels in das Zuführungsrohr 3 abgegeben. Ist die Lage des Prüflings auf dem Stößel nicht richtig, so hält ein verstellbarer Drahtbügel den Prüfling fest und kippt ihn bei der nächsten Abwärtsbewegung des Stößels um, so daß er bei dem darauffolgenden Hub des Stößels richtig liegt und in das Ablaufrohr 3 gleiten kann. Das Ende des Ablaufrohres mündet in Bohrungen, die sich auf den Außenumfang eines über den Exzenter 4 (Abb. 2) von dem Antriebsmotor bewegten scheibenartigen Prüfstückträgers 5 befinden. Der sich ruckartig entsprechend der Bewegung des Exzenters fortbewegende Prüfstück-

Abb. 1. Gewinde-Prüfgerät, vollautomatisch.

JF Werkbild

träger 5 trägt, durch Blattfedern geführt, die Prüflinge in seinen Bohrungen in den Bereich einer

Andruckfeder 6, durch die die Stiftschrauben vor dem Durchgange zwischen den Meßbacken 7 in die Bohrung eingedrückt und ausgerichtet werden. Die eine Meßbacke ist seitlich abgefedert und verschiebbar angeordnet und betätigt einen in einem mit Quecksilber angefüllten Zylinder beweglichen Kolben 8

(Abb. 3). Nach Vorbeigleiten an den Meßbacken fällt der Prüfling durch sein Eigengewicht aus der Bohrung heraus in die Leitrinne. Es ergeben sich bei der Prüfung der Werkstücke drei Möglichkeiten:

1. Der Prüfling hat zu geringen Durchmesser.

2. Der Prüfling ist einwandfrei und verwendungsfähig.

3. Der Prüfling ist zu stark und muß nachbearbeitet werden.

Im erstgenannten Falle wird der Prüfling die Meßbacken nur wenig oder überhaupt nicht berühren, so daß der Kolben 8 (Abb. 3) in dem Zylinder stehen bleibt und keiner der durch die in den Rohren 9, 10 bei Bewegung des Kolbens 8 ansteigenden Quecksilbersäulen sich schließenden Kontakte 11, 12 betätigt wird.

Der Prüfling fällt nach Vorbeigang an den Meßbacken durch sein eigenes Gewicht in die Rinne 13 und wird in den

Ausschußbehälter geleitet. Im zweiten Falle verlagert der Prüfling die bewegliche Meßbacke so stark, daß der Kolben 13 das Quecksilber in den Rohren 9, 10 ansteigen läßt, bis der Kontakt bei 11 geschlossen ist. Bei diesem Kontaktschluß wird die Rinne 14 durch einen Elektromagneten so gekippt, daß der Prüfling in den Behälter für einwadfreie Prüflinge fällt.

Abb. 3.

Ist der Prüfling in seinem Durchmesser zu stark, so daß Nachbearbeitung erforderlich ist, so bewegt er ebenfalls die Meßbacke 7, so daß zuerst der Kontakt 11 geschlossen und die Rinne 14 gekippt wird. Das Quecksilber in dem Rohr 10 steigt jedoch weiter bis zum Kontakt 12 an und betätigt über diesen die Kipp rinne 15, in die der Prüfling von der Kipprinne 14 fällt und in den Behälter für Nacharbeit geleitet wird.

Die Kontakte 11, 12 sind einstellbar, so daß vor Inbetriebsetzung der Einrichtimg die Toleranzgrenze der einwandfreien Prüflinge gegenüber den noch nachzuarbeitenden und als Ausschuß zu betrachtenden Prüflingen genau eingestellt werden kann.

An Stelle der beschriebenen Quecksilberschaltung kann das Gerät auch mit den auf dem Markt befindlichen Schaltkästen ausgerüstet werden.

FLUG

UNDSCHÄl

Inland.

Görmgs Tagesbefehl zum 1. März. Kameraden der Luftwaffe!

An unserem Ehrentage grüße ich euch, meine von unerschütterlichem Kampfgeist beseelten Männer, mit Stolz und Dankbarkeit. In knappen sieben Jahren hat sich unsere junge Waffe eine Geschichte geschrieben, die den kühnsten Heldenliedern aller Zeiten gleichkommt. Aus den gewaltigen Siegen dieses Schicksalskampfes werden euch immer neue Kräfte zufließen.

Bald ist der harte Winter durchgestanden. Mit steigender Sonne wird Deutschlands Luftwaffe in vielfacher Wucht den Gegner treffen.

Wir gedenken äm heutigen Tage in Ehrfurcht und Liebe unserer toten Kameraden. Sie werden unter uns sein, auch bei jenem Einsatz, der dem letzten Feind die Waffe aus der Hand schlagen und die ewige Größe und Freiheit des Reiches Adolf Hitlers bekrönen wird.

Heil dem Führer!

1. März 1942. gez.: G ö r i n g ,

Reichsmarschall des Großdeutschen Reiches und Oberbefehlshaber der Luftwaffe.

Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verlieh der Führer und Oberste Befehlshaber der W ehr macht an: Hptm. Baer, Staffelkapt. im „Jagdgeschwader Mölders" anläßlich seines 90. Luftsieges als 7. Offizier der deutschen Wehrmacht.

Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verlieh der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht an: Generalfeldmarschall Kesselring, Luft-flottenchef; Oberstltn. Hagem Kommodore eines Sturzkampfgeschwaders.

Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verlieh der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht an: Hptm. Johann Zemsky, Grpkommd.; Ob It. Hans Stepp, Staffelkapt.; Oblt. Johann Waldhauser, Staffelkapt.; Oblt. Heinrich Schweikardt, Staffelkapt., sämtlich in einem Sturzkampfgeschw.; Oblt. Wilhelm Kaiser, Adjutant i. e. Sturzkampfgr.; Ofw. Karl Kempf, Flugzeugf. i. e. Jagdgeschw.

Deutsches Kreuz in Gold verlieh der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht an: Major Angel Salas, Staffelkap. einer span. Jagdstaffel an der Ostfront; Hptm. Heinz Schumann, Jagdflieger.

Flugzeugbesatzung Dr. Todts wurde unter militärischen Ehren in ihren Heimatorten beigesetzt. Flugzf. Ltn. Hoz in Ettlingen bei Karlsruhe, Funker Heilfort in Berlin-Schöneweide, Bordmech. Uffz. Hauptmann in Schloß Weigsdorf über Böblitz-Oberlausitz.

August von Parseval, Prof. Dr.-Ing. h. c, ist am 22. 2. in Berlin vor seinem Steglitzer Heim durch Herzschlag gestorben. Mit Parseval verliert Deutschland einen ihrer verdienstvollen Luftschiffpioniere und begeisterten Förderer der deutschen Luftfahrt.

Prof. Dr.-Ing. Hermann Föttinger, Ordinarius für Strömungslehre und Turbomaschinen an der TH. Berlin, wurde für seine großen Verdienste in der Strömungsforschung anläßlich seines 65. Geburtstages vom Führer die Goethemedaille verliehen.

Ausland. ■ •

Messen in Utrecht und Prag sind abgesagt.---

Köpang auf Timor, der größten der kleinen Sunda-Inseln. wurde von der jäpan. Luftwaffe am 18. 2. angegriffen und mit Bomben belegt.

Port Darwin, an der Nordküste Australiens, wurden am 19. 2. von der Japan. Luftwaffe 26 feindliche Flugzeuge abgeschossen oder am Boden zerstört. Versenkt wurden ein 6000-t-Kreuzer, 2 Zerstörer, 1 Tanker, 1 U-Bootjäger und 9 Transportschiffe. Ein weiterer Zerstörer wurde schwer beschädigt. Neben großen Zerstörungen der Hafenanlagen wurden Flugzeughallen, Kasernen und andere militärische Einrichtungen schwer getroffen. Die Japan. Verluste betrugen zwei Flugzeuge. Bei den vernichteten Flugzeugen handelt es sich um die gesamten dort stationierten.

USA.-Flugzeugträger „Yorktown" für 1200 Mann und etwa 60 Flugzeugen von japanischen Flugzeugen nordöstlich von Neuguinea am 21. 2. versenkt.

Fallschirme aus Papier sind nach Londoner Meldungen der schwedischen Presse, von den bei Palembang eingesetzten Japan. Fallschirmtruppen verwendet worden.

Aluminiumvorräte in USA. nach einer Meldung aus Washington vom Kriegsproduktionskomitee beschlagnahmt.

Luftwaffe.

Führerhptquart., 13. 2. 42. (DNB.) OKW.: In den Gewässern ostwärts der Krim beschädigte die Luftwaffe durch Bombenwurf ein großes Transportschiff. Am 12. 2. kam es im Zuge von Operationen deutscher Seestreitkräfte im Kanal sowie in der westl. Nordsee zur Gefechtsberührung mit engl. Streitkräften. Durch den unter Führung des Vizeadmirals Ciliax stehenden Verband, der aus den Schlacht': schiffen „Scharnhorst", „Gneisenau" und dem Kreuzer „Prinz Eugen" bestand, wurden nach den bisherigen Meldungen ein engl. Zerstörer versenkt und ein weiterer in Brand geschossen. Die angreifenden starken Verbände der englischen Luftwaffe wurden unter schweren Verlusten abgewehrt. Nur ein deutsches. Torpedoboot wurde durch Bombentreffer leicht beschädigt. Ein Vorpostenboot ist gesunken, nachdem es das angreifende Flugzeug abgeschossen hatte. Die Operationen unserer Seestreitkräfte wurden durch starke Luftwaffenverbände unter dem Oberbefehl des Generalfeldmarschalls Sperrle unterstützt. Die Verluste der feindl. Luftwaffe betragen nach bisherigen Meldungen 43 Flugzeuge, von denen die Mehrzahl durch deutsche Jagdflugzeuge, die übrigen durch die Flakartillerie der Seestreitkräfte und der Luftwaffe abgeschossen wurden. Im Verlaufe der heftigen Luftkämpfe gingen 7 eigene Flugzeuge verloren. — An der engl. Südküste belegten Kampfflugzeuge im Tiefflug Hafenanlagen und Flugplätze mit Bomben

Transportflieger. Links: Motoren werden überprüft, Ventile gefettet, Kabel nachgesehen, Schrauben nachgezogen u. a. m. — Rechts; Die Motoren werden mit

heißer Luft vorgewärmt. Weltbild (2)

schweren Kalibers. — In Nordafrika warfen deutsche Kampf- und Sturzkampfflugzeuge bei Tages- und Nachtangriffen kriegswichtige Anlagen des Hafens Tobruk in Brand und setzten durch Bombenvolltreffer Flakbatterien außer Gefecht. Auf engl. Flugplätzen der Marmarica wurden mehrere Flugzeuge am Boden zerstört oder beschädigt. In Luftkämpfen verlor der Feind 5 weitere Flugzeuge. — Bei Angriffen deutscher Kampfflugzeuge auf Flug- und Seestützpunkte der Insel Malta schössen die zum Begleitschutz eingesetzten Jäger zwei feindliche Flugzeuge ab.

Führerhptquart., 14. 2. 42. (DNB.) OKW.: An der Ostfront zersprengten starke Kräfte der Luftwaffe feindl. Ansammlungen und Nachschubkolonnen und bekämpften mit guter Wirkung Feldstellungen der Sowjets sowie Eisenbahnziele. An der Murmanskfront vernichteten Jagdverbände ein feindliches Feldlager. Die Verluste der Sowjet-Luftstreitkräfte betrugen am gestrigen Tage 39 Flugzeuge. — Im Seegebiet nördlich Tobruk erzielten deutsche Kampfflugzeuge Treffer auf je zwei Kriegs- und Handelsschiffen eines stark gesicherten Geleitzuges. Mit dem Untergang eines Zerstörers und eines Transportschiffes von 10 000 BRT. ist zu rechnen. Außerdem wurde im Hafen von Tobruk ein kleineres Frachtschiff schwer beschädigt. In der westl. Marmarica vernichteten Kampfflugzeuge mehrere britische Panzer- und Lastkraftwagen. Begleitende Jäger schössen 5 feindl. Jagdflugzeuge ab. — Auf der Insel Malta warfen Kampf- und Sturzkampfflugzeuge Material- und Betriebsstofflager des Hafens La Valetta in Brand. — Britische Bomber griffen in der vergangenen Nacht einige Orte in Westdeutschland an, wobei unter anderem ein Kinderkrankenhaus in Essen getroffen wurde. Die Zivilbevölkerung hatte einige Verluste an Toten und Verletzten. Bei diesen Angriffen wurden zwei feindl. Bomber abgeschossen, 3 weitere Flugzeuge verlor der Feind durch Jagd- und Flakabwehr an der Küste der besetzten Westgebiete.

Führerhptquart., 15. 2. 42. (DNB.) OKW.: Im Osten griffen trotz schwieriger Wetterverhältnisse Kampf- und Sturzkampfflugzeuge der Luftwaffe feindl. Truppenbewegungen wirkungsvoll an, rieben mehrere Marschkolonnen des Feindes völlig auf und vernichteten zahlreiches Nachschubmaterial. Im hohen Norden wurden Anlagen der Murmansk-Bahn zerstört. — In Nordafrika bombardierten Sturzkampfflugzeuge der deutschen Luftwaffe motorisierte Abteilungen des Feindes im Raum um Ain el Gaza. Im Seegebiet nördl. Bengasi versenkten deutsche Kampfflugzeuge aus zwei gesicherten britischen Geleitzügen je einen Transporter von 9000 BRT. und beschädigten zwei weitere Frachter mit zusammen 15 000 BRT. so schwer, daß mit der Vernichtung auch dieser Schiffe gerechnet werden kann. Außerdem erhielten zwei Leichte Kreuzer, zwei Zerstörer und ein großes Handelsschiff Bombentreffer. — Ostwärts Malta wurde ein Vorpostenboot durch Luftangriff vernichtet. — Britische Bomber führten in der vergangenen Nacht militärisch erfolglose Störangriffe auf einige Orte Südwestdeutschlands durch. — Die Verluste der britischen Luftwaffe bei dem See- und Luftgefecht im Kanal gebiet am 12. 2. erhöhen sich auf 49 Flugzeuge. Mit dem Abschuß von 13 weiteren feindl. Flugzeugen in diesen Luftkämpfen ist zu rechnen. Bei den Kämpfen zeichneten sich die unter dem Oberbefehl des Generalfeldmarschalls Sperrle stehenden Ver-

Flugplatz im Osten. Ju 88, deren Motore überprüft werden. Zum Schutz gegen die Witterung sind große Zelte über die Motoren gespannt. Weltbild

bände, geführt von General der Flieger Coeler und Oberst Galland, besonders aus. Die Sowjet. Luftwaffe verlor in der Zeit vom 7. 2. bis 14. 2. 153 Flugzeuge. Davon wurden 88 in Luftkämpfen und 38 durch die Flakartillerie abgeschossen, der Rest am Boden zerstört. Während der gleichen Zeit gingen an der Ostfront 25 eigene Flugzeuge verloren.

Führerhptquart, 16. 2. 42. (DNB.) OKW.: Im Kampf gegen die sowjetischen Luftstreitkräfte wurden am gestrigen Tage bei zwei eigenen Verlusten 46 feindliche Flugzeuge vernichtet. — Auf Malta wurden durch Bombentreffer deutscher Kamp filieger-verbände erhebliche Zerstörungen an militärischen Anlagen und Verladeeinrichtungen des Hafens La Valetta angerichtet. Bei Luftangriffen gegen Flugplätze der Insel wurden drei britische Bomber am Boden vernichtet und Betriebsstofflager in Brand geworfen. In Luftkämpfen über Malta und in der östl. Cyrenaika schössen deutsche Jäger ohne eigene Verluste 15 britische Flugzeuge ab.

Führerhptquart., 17. 2. 42. (DNB.) OKW.: Die Sowjet. Luftstreitkräfte verloren am gestrigen Tage 48 Flugzeuge. Vier eigene Flugzeuge werden vermißt. — Bei Einflügen einzelner britischer Bomber in die Deutsche Bucht wurde in der vergangenen Nacht ein feincll. Flugzeug abgeschossen.

Führerhptquart., 18. 2. 42. (DNB.) OKW.: Die Luftwaffe stetzte zur Unterstützung des Heeres vor allem im Mittel- und Nordabschnitt der Ostfront starke Verbände von Kampf-, Sturzkampf- und Jagdflugzeugen ein. Sie zersprengten mehrere feindl. Kolonnen und vernichtete große Mengen an rollendem Material. Bei den gestrigen Kämpfen wurden 51 Flugzeuge des Gegners abgeschossen. — Vor der engl. Ostküste beschädigten Kampfflugzeuge am Tage ein kleineres Handelsschiff. Weitere Luftangriffe richteten sich gegen Versorgungsanlagen des Hafens Great Yarmouth. — In Norclafrika bombardierten Verbände der deutschen und ital. Luftwaffe Tobruk sowie einen britischen Flugplatz und griffen feindl. Kolonnen mit Bomben und Bordwaffen an. — Einzelne britische Bomber unternahmen in der vergangenen Nacht wirkungslose Störangriffe auf nordwestdeutsches Gebiet.

Führerhptquart., 19. 2. 42. (DNB.) OKW.: Die Sowjets verloren am gestrigen Tage 44 Flugzeuge, während nur ein eigenes Flugzeug vermißt wird. — Im Seegebiet um England beschädigten Kampfflugzeuge am Tage ein größeres Handelsschiff durch Bombenwurf und versenkte einen britischen Bewacher. — Britische Flugzeuge, die in der vergangenen Nacht in die Deutsche Bucht einflogen, wurden durch das Feuer der Flakartillerie zum Abdrehen gezwungen. Marineartillerie schoß einen feindl. Bomber ab.

Führerhptquart., 20. 2. 42. (DNB.) OKW.: Die Sowjet. Luftwaffe verlor gestern 39 Flugzeuge. Vier eigene Flugzeuge werden vermißt. — In Nordafrika griffen deutsche Kampfüiegerkräfte trotz schwieriger Wetterlage motorisierte britische Abteilungen in der östlichen Cyrenaika erfolgreich an. — Einzelne britische Bomber flogen in der vergangenen Nacht mit geringer Eindringtiefe nach Westdeutschland ein.

Abgeschossenes engl. Jagdflugzeug Curtiss P 40 in Nordafrika.

Weltbild

Führerhptquart., 21. 2. 42. (DNB.) OKW.: An der Ostfront fügten Verbände des Heeres, unterstützt durch starke Kräfte der Luftwaffe, den Sowjets bei ihren erfolglosen Angriffen schwere Verluste zu. Im Hohen Norden belegten Sturzkamp fflugzeuge Teilstrecken der Murmanbahn mit Bomben schweren Kalibers. — Auf der Insel Malta erzielten deutsche Kampfflugzeuge Bombentreffer in Truppen-Unterkünften und Flugplatzanlagen. — In der Zeit vom 11. bis zum 20. Februar verlor die britische Luftwaffe 99 Flugzeuge, davon 38 über dem Mittelmeer und in Nordafrika. Während der gleichen Zeit gingen im Kampf gegen Großbritannien 28 eigene Flugzeuge verloren.

Führerhptquart., 22. 2. 42. (DNB.) OKW.: Im mittleren Frontabschnitt der Ostfront vernichtete die Luftwaffe allein am gestrigen Tage über 200 Fahrzeuge des Feindes. Weitere schwere Luftangriffe richteten sich gegen Eisenbahnanlagen, Transportzüge und belegte Ortschaften der Sowjets. — An der engl. Ostküste erzielten Kampfflugzeuge bei Tage Bombenvolltreffer schweren Kalibers in einer Fabrikanlage. — In Nordafrika belegten Sturzkampfflugzeuge Schiffsziele sowie Verladeeinrichtungen des Hafens Tobruk mit Bomben. Jagdflugzeuge griffen motorisierte Kolonnen der Briten im Raum Ain el Gazala an. — Auf Flugplätzen der Insel Malta vernichteten Kampffliegerkräfte durch Bombenwurf sechs abgestellte britische Flugzeuge sowie verschiedene militärische Anlagen. — Der Feind unternahm in der vergangenen Nacht planlose Stör angriffe auf west- und südwest-deutsches Gebiet. Zwei britische Bomber wurden abgeschossen.

Führerhptquart, 23. 2. 42. (DNB.) OKW.: Bei Luftangriffen im Donezgebiet und im Nordteil der Ostfront wurden 26 Eisenbahnzüge der Sowjets schwer getroffen. Der Feind verlor am gestrigen Tage an der Ostfront 44 Flugzeuge. — In der Zeit vom 1. Januar bis 20. Februar verlor die sowjetische Luftwaffe 699 Flugzeuge in Luftkämpfen, 159 durch Flakartillerie und 331 durch Zerstörung am Boden. Diesem Verlust von 1189 feindlichen Flugzeugen steht ein Verlust von 127 deutschen Flugzeugen gegenüber. — In Nordafrika griffen italienische Jäger mit großem Erfolg einen feindlichen Flugplatz im Ostteil der Cyrenaika an und zerstörten dabei 15 britische Flugzeuge. Im östlichen Mittelmeer vernichteten deutsche Kampfflugzeuge bei Tage in wiederholten kühnen Angriffen trotz starker Jagd- und Flakabwehr einen von Zerstörern gesicherten britischen Geleitzug im Seegebiet nördlich Sidi Barani. Sie versenkten zwei Frachtschiffe mit zusammen

Ritterkreuzträger. 1. Reihe v. 1. n. r.: Obst. Lichtenberger, Maj. Kolb, Hptm. Hogeback, Oblt. Spaete; 2. Reihe: Oblt. Rudel, Oblt. Fahlbusch, Lt. Seelmann,

Stfw. Bock. Weltbild (8)

16 000 BRT. und beschädigten auch das dritte Schiff des Geleitzuges durch Bombentreffer so schwer, daß es mit Schlagseite liegen blieb. — Auf der Insel Malta wurden Flugplätze sowie Werftanlagen und Schiffsziele des Hafens La Valetta durch deutsche Kampffliegerkräfte erfolgreich bombardiert. •— Die britische Luftwaffe flog mit schwachen Kräften in der vergangenen Nacht das norddeutsche Küstengebiet an. Zwei britische Bomber wurden abgeschossen.

Führerhptquart., 24. 2. 42. (DNB.) OKW.: An verschiedenen Stellen der Ostfront brachten Verbände der Luftwaffe auch gestern feindl. Angriffe zum Scheitern. Kampf verbände der Luftwaffe setzten die Zerstörung sowjetischer Eisenbahnlinien fort. Hierbei wurden südostwärts des Ilmensees mehrere Transportzüge vernichtet und Teilstrecken der Murmanbahn getroffen. Bei Nachtangriffen deutscher Kampf-fliegerkräfte auf die Festung Sewastopol entstanden große Brände. — In Nordafrika richteten sich erfolgreiche Luftangriffe gegen rückwärtige Verbindungen und motorisierte Kolonnen des Feindes. Deutsche Jäger schössen ostwärts Sollum vier britische Flugzeuge in Luftkämpfen ab. — Auf der Insel Malta wurden Flugplatzanlagen und Flakstellungen bei Tag und Nacht mit Bomben belegt. — Bei Einflügen einzelner britischer Bomber in die Deutsche Bucht schoß Marineartillerie in den frühen Morgenstunden des 24. Februar ein feindliches Flugzeug ab.

Führerhptquart., 25. 2. 42. (DNB.) OKW.: Rollende Luftangriffe auf Sewastopol verursachten ausgebreitete Brände im Stadt- und Hafengebiet. In den Gewässern der Festung wurde ein Sowjetkreuzer von Bomben schwer getroffen. — In Nordafrika schössen deutsche Jäger vier britische Flugzeuge ab. — Auf Malta trafen Bomben schwersten Kalibers Unterseebootliegeplätze im Hafen von La Valetta. — Im Seegebiet um England zersprengte die Luftwaffe in der vergangenen Nacht nördlich Cromer einen britischen Geleitzug. Zwei größere Handelsschiffe wurden so schwer getroffen, daß mit ihrer Vernichtung zu rechnen ist. — Bei Einflügen einzelner britischer Bomber in die deutsche Bucht verlor der Feind in der letzten Nacht drei Flugzeuge. — Feldwebel Koppen, Flugzeugführer in einem Jagdgeschwader, schoß am gestrigen Tage vier Gegner ab und errang damit seinen 72. Luftsieg.

Führerhptquart., 26. 2. 42. (DNB.) OKW.: Im Osten bombardierten im hohen Norden Kampffliegerkräfte bei Tag und Nacht Teilstrecken der Murman-Bahn und erzielten Volltreffer in den Bahnhofsanlagen von Kandalakscha. — In der Zeit vom 15. bis 24. Februar verlor die sowjetische Luftwaffe 403 Flugzeuge. Davon w^urden 265 in Luftkämpfen und 44 durch Flakartillerie abgeschossen, der Rest am Boden zerstört. Während der gleichen Zeit gingen an der Ostfront 28 eigene Flugzeuge verloren. — In Nordafrika wurden die rückwärtigen Verbindungen des Feindes zwischen Tobruk und Sidi Barani mit Bomben belegt. In Luftkämpfen schössen deutsche Jäger 3 britische Flugzeuge ab. — Die Luftangriffe auf militärische Anlagen der Insel Malta wurden fortgesetzt. — Britische Bomber griffen in der letzten Nacht einige Orte im Küstengebiet der Ostsee, u. a. auch die Stadt Kiel, an. Die Opfer unter der Zivilbevölkerung sind gering. Der Feind verlor 5 Flugzeuge.

Segelflug

Ungar. Segelflugrekord 29 Stcl. 37 Min. Oblt. Kiralyi auf „Olympia" im November 1941 aufgestellt. Der deutsche Rekord im Dauersegelflug Einsitzer 36 Std. 35 Min. und Doppelsitzer 50 Stcl. 26 Min. Bei 25° unter Null flog Kiralyi zunächst 24 Std. in 1400 m Höhe. Nach Eintreten der Vereisung ging er auf 400 m herunter und blieb 5 Std. 37 Min. in der Luft. Eine ausgezeichnete Leistung.

Oblt. Kiralyi, ungar. Segel-flieger. Bild Magyar Szarnyak

Trinkwassersack für Seeflugzeuge besteht aus imprägniertem Segeltuch mit einem Schraubverschluß mit Korkelichtung. Fassungsvermögen 5 Liter.

Genormte Anzeigegeräte, Gehäuse und Zifferblätter, vergleiche DIN L 30, Druckmesser DIN L 32, Thermometer DIN L 33, Vorratsmesser DIN L 34, Drehzahlmesser DIN L 35, Fahrtmesser DIN L. 36, Höhenmesser DIN L 37, Variometer DIN L 38. Vergleiche Normblattsammlung des „Flugsport" Nr. 1, Seite 3 und 4, Heft 20 1937.

Literatur.

Werkpiloten. Einflieger und Versuchsingenieure berichten. Fritz Kienert. Mit 112 Abb. Schützen-Verlag, Berlin. Preis 4.80 RM.

Der Fernstehende kann sich über den verantwortungsvollen Beruf des Werkpiloten kaum ein richtiges Bild machen. Leichtfertigkeit, Leichtsinn, wie er oft in amerikan. Sensationsfilmen zum Ausdruck kommt, ist in der Praxis der Einflieger ei unmöglich. Verfasser läßt den Werkpiloten in den Vordergrund treten und selbst sprechen. Man erlebt die fliegerische Erprobung von neuen Flugzeugmustern und das Einfliegen von Serienflugzeugen. Die Beschäftigung des Werkfliegers ist sehr vielseitig. Wenn er das Flugzeug zu guten Eigenschaften und Qualitäten erziehen will, muß er nicht nur das Flugzeug in allen Einzelheiten kennen, sondern muß möglichst auch den Bau miterlebt haben; das gilt besonders bei der Erprobung neuer Baunmster. Werkpilot und Flugversuchsingenieur gehören unlösbar zusammen. Das Ideal ist, wenn sich beide, wie beim Flugbaumeister, in einer Person vereinigt haben. Die Berichte über besondere Flugleistungen der deutschen Flugzeugindustrie sind auch sehr belehrend und geben ein Bild der Größe der zu überwindenden Schwierigkeiten.

Modellflug im NS.-Fliegerkorps von NSFK.-Stdf. Gustav Bengsch und NSFK.-Hptstf. Wilhelm Haas mit einem Geleitwort des Korpsführers des NS.-Fliegerkorps General der Flieger Christiansen. 235 Abb. u. Zeichn. Verlag Dr. M. Matthiessen & Co., Berlin SW 68. Preis 4.— RM.

Der Modellflug ist das beste Erziehungs- und Prüfmittel bei der Erfassung der Jugend zum Zwecke der vormilitärischen fliegerischen Ausbildung im NSFK. geworden. Gerade hierin unterscheidet sich der deutsche Modellflug von der Ausübung in anderen Ländern. Die handwerkliche fliegerische Ausbildung im Modellflug ist ein umfangreiches Arbeitsgebiet geworden, welches in vorliegendem Buch eingehend erfaßt wird.

Ausgehend von den Aufgaben, der Bedeutung und der Entwicklung des Modellfluges sind behandelt: Die Reichsmodellflugschulen, Flugmodellbauunterricht als Pflichtfach in allen deutschen Schulen, Ausbildungsplan in den Modellfluggruppen von Jungvolk und HJ., Verarbeitung der Werkstoffe im Flugmodellbau, Flugmodellbau-Werkstatt und Werkzeuge, Lesen und Zeichnen von Flugmodellbauplänen, Flugmodelle für Anfänger, Leistungs-Segelflugmodelle, Flugmodelle mit Gummi-, Benzinmotorantrieb und sonstige Antriebsquellen, Gummimotorbehandlung, Luftschraube, Entwurf und Bau von Saalflugmodellen, Grundsätzliches und Entwicklung der Schwingenflugmodelle, Metallbauweise, Selbst- und Fernsteuerung, Flugstabilität, Starten von Segelflug-, Gummi- und Benzinmotor-Flugmodellen, Übungsfliegen, Vergleichsfliegen, Modellflug-Wettbewerbe und Bauvorschriften.

Fähige Konstrukteure

für die Mitarbeit an der Entwicklung neuer Flugzeuge gesucht.

Bewerbungen an Ferd. Schmelz, Herzogenrath bei Aachen.

DIEDERICHS FLUGZEUGBAU EMMERICH/Rh.

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Segelflugzeugbaumeister,

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(Ausbaufähige Dauerstellungen.) Segelflugwerkschar wird gegründet.

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