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Zeitschrift Flugsport, Heft 17/1938

Auf dieser Seite finden Sie das komplette Heft 17/1938 der Zeitschrift „Flugsport“ in Textform (vgl. Übersicht). In der von Oskar Ursinus herausgegebenen illustrierten, flugtechnischen Zeitschrift für das gesamte Flugwesen wurde über die Luftfahrt sowie den Luftsport zur damaligen Zeit berichtet. Der gesamte Inhalt steht Ihnen nachstehend kostenlos und barrierefrei zur Verfügung. Beachten Sie bitte, dass es bei der Digitalisierung und Texterkennung zu Textfehlern gekommen ist. Diese Fehler sind in den verfügbaren PDF Dokumenten (Abbild der Originalzeitschrift) natürlich nicht vorhanden.

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Illustrierte flugtechnische Zeitschrift und Anzeiger für das gesamte Flugwesen

Brief-Adr.: Redaktion und Verlag „Flugsport", Frankfurt a. M., Hindenburg-Platz 8 Bezugspreis für In- und Ausland pro Vi Jahr bei 14tägigem Erscheinen RM 4.50

Telef.: 34384 — Telegr.-Adresse: Ursinus — Postscheck-Konto Frankfurt (Main) 7701

Zu beziehen durch alle Buchhandlungen, Postanstalten und Verlag Der Nachdruck unserer Artikel ist, soweit nicht mit ,.Nachdruck verboten" versehen, nur mit genauer Quellenangabe gestattet.

Nr. 17 17. August XXX. Jahrgang

Die nächste Nummer des „Flugsport" erscheint am 31. August 1938

19. Rhön-Wettbewerb 1938 Ende.

13 000 Starts, 75 998 km Gesamtstrecke, größte Höhe 8100 m, Durchschnitt je Wettbewerbsteilnehmer 1500 km Gesamtöugstrecke, 265 000 Fahrkilometer der Transportmannschaften. 17 Segelflugzeuge erreichten an einem Tage Berlin.

Korpsführer Generalleutnant Christiansen richtete an den Führer folgendes Telegramm:

„Ich melde den 19. Rhön-Segelflug-Wettbewerb des NS.-Fliegerkorps vom 24. 7. bis 7. 8. mit 63 Segelflugzeugen beendet. Höhen-Weltrekord von elf Segelflugzeugen überboten. Größte erreichte Höhe 8100 Meter. 40 Höhenflüge über 4000 Meter. Durch unerhörten Einsatz von Flugzeugführern und Mannschaften wurden erreicht 75 998 Kilometer Gesamtflugstrecke auf Segelflugzeugen und 265 000 Kilometer für Transporte zum Rückholen der Maschinen.

Fr. Christiansen, Korpsführer des NS.-Fliegerkorps."

Telegramm des Staatssekretärs der Luftfahrt, General der Flieger Milch, an den Korpsführer Generalleutnant Christiansen:

„Die Meldung über den Verlauf des 19. Rhön-Segelflugwettbewerbes des NSFK. hat mich mit Stolz und Freude erfüllt. Ich spreche Ihnen zu den hervorragenden Leistungen meine herzlichen Glückwünsche und meine Anerkennung aus.

Heil Hitler! Ihr (gez.) Ehrhard Milch."

Wohl selten hat ein Wettbewerb so unerhört große Anforderungen an Flieger, Mannschaften und Flugzeuge gestellt wie der diesjährige 19. Rhön-Wettbewerb. Nur wer den Wettbewerb in allernächster Nähe in allen Einzelheiten beobachten konnte, kann sich eine Vorstellung von dem Einsatz der Kräfte machen. Wenn man in Tageszeitungen liest: „Der 19. Rhön-Segelflug-Wettbewerb hat eine Fülle von Leistungen gebracht, die allerdings darauf zurückzuführen sind, daß ungewöhnlich schönes Wetter herrschte", so erscheint es nicht ganz klar, was darunter zu verstehen ist. Oder sind unter dem schönen Wetter die Tage zu verstehen, wo unsere Flieger unter Einsatz ihres Lebens in den Wolkentürmen der Gewitter mit den Naturgewalten kämpften, die Segelflugzeuge innerhalb der Gewitter von Hagel durch-

Diese Nummer enthält Patent-Sammlung Nr. 25.

siebt vielfach flugunfähig wurden, wo unsere Flieger bis zum letzten Ende aushielten und dann ausstiegen, um ihr Leben zu retten. Unter schönem Wetter kann man da wirklich etwas anderes verstehen. Oder sollten etwa mit dieser Bezeichnung die gewaltigen Leistungen unserer Segelflieger verkleinert werden? Nein! Im übrigen haben diese es nicht nötig, ihre Leistungen von dieser Seite beurteilen zu lassen. Die Leistungen sprechen für sich selbst.

Wenn wir in der Höhenleistungssteigerung Fortschritte gemacht haben, so liegt es auch mit daran, daß in Deutschland vorerst nur der Raum in der Höhe frei ist. In der Entfernung ist er beschränkt. Es wird wohl kein Geheimnis verraten, wenn hier festgestellt wird, daß den Fliegern verboten war, die Grenzen der Tschechoslowakei und andere zu überfliegen. Es gab eben nur die einzige Möglichkeit in Richtung Rotterdam, und dann kam das Meer. Wo sollten sie anders hinfliegen, um höhere Streckenleistungen herauszuholen? Der Erfolg unserer Männer, der Flieger, der Mannschaften und aller was dazu gehört, war überragend.

Am 7. 8. 16 Uhr fand vor dem Groenhoff-Haus die Preisverteilung und Siegerehrung durch den Korpsführer Generalleutnant Christiansen statt. Der Korpsführer gedachte der an der Front der Flugforschung Gefallenen und rief sie mit Namen: Schulz, Blech und Lemm. Die angetretenen 536 Mann antworteten mit lautem: Hier! Er forderte die Mannschaft auf, diesen Männern in ihrem Fliegergeist nachzueifern und das Vermächtnis der Toten zu erfüllen. Dann gab der Korpsführer einen Ueberblick über die diesjährigen Leistungen, die alle früheren Leistungen übertroffen haben.

Der Korpsführer ist mit seiner Weihe auf der Wasserkuppe gelandet. Bild: Flugsport.

Seite 443: Oben: Der Korpsführer mit Sönningsen, dahinter Wettbewerbsleiter

Kunz. Knöpfle denkt sehr scharf--und schreibt Meldung. Ob er wohl auch

an den Absprung schon gedacht hat? Daneben Conrad. Rechts: Jachtmann, Braeutigam mit Leistungsabzeichen und Hanna Reitsch. Unten: Wolf Hirth schreibt Autogramme. Rechts: Romeis, Drechsel lassen sich von Fick belehren. Unten: Kurt Schmidt wird angezogen. Rechts: Indischer Besuch und Rhönvaters Nachwuchs. Ltn. Werner U. überragt ihn um Haupteslänge. Unten links: Gruppenführer Dr. Eckert mit seinen Männern. Rechts: Japan. Prof. Sato mit Gumbert

(Ostmark). Bilder: Flugsport

Der gesamte Segelflugbetrieb auf der Wasserkuppe zeigte dieses Jahr ein vollkommen verändertes Bild. Der Wettbewerbsleiter, NSFK-Standartenführer Kunz, Referent des Korpsführers, hat in dieser Umgestaltung mit den bisherigen Gewohnheiten gebrochen. Um den Rücktransport und unnütze bruchgefährliche Außenlandungen zu vermeiden, war ein neuer Motor- und Segelfluglandeplatz „Tränkhof" unterhalb des Pferdskopfes eingerichtet worden, damit Flugzeuge, die unbedingt landen mußten, schnell wieder mit Schleppstart in die vorgeschriebene Höhe gebracht werden konnten. Der Hangstart auf der Kuppe wird auch in Zukunft die Hauptstartart bleiben. Daneben können selbstverständlich auf dem Motorlandeplatz unterhalb des Lagers am Eingang der Lagerstraße Schleppstarts durchgeführt werden.

Vom 19. Rhön-Wettbewerb. Der Korpsführer Generalleutnant Christiansen ehrt seine Gefallenen. Vorbeimarsch der Teilnehmer vor dem Korpsführer. Unten: Die Männer, die auch nie zur

Ruhe kamen. Bilder: Flugsport

Ergebnisse

Wertungsliste Klasse A.

Bewerber

Flugzeug-

Wettb*-

Flugzeug-

erfloe.

Gesamt

 

führer

Nr.

muster

Punkte

km

DFS.

Späte

41

Reiher I

3855,9

2504

NSFK.-Gr.

16 Schmidt

50

Mü 13 d

3613,5

2865

NSFK.-Gr.

8 Treuter

14

Gö 3

3231,6

2317

NSFK.-Gr.

7 Braeutigam

11

Weihe

3159,1

2500

NSFK.-Gr.

11 Opitz

21

Cond. IIa

2943,6

2098

NSFK.-Gr.

4 Hofmann

7

Weihe

2766,7

2254

NSFK.-Gr.

4 E. G. Haase

5

Gö 38

2678,5

2240

NSFK.-Gr.

15 Beck

29

Gö 3

2663,5

2277

DVL.

Peter, Gotth.

34

B 6

2653,1

1690

NSFK.-Gr.

9 Boy

18

Rhönadler

2590,0

1618

DVL.

Flinsch

35

Windspiel

2540,1

2113

NSFK.-Gr.

15 Kraft

28

Reiher 3

2394,1

2274

NSFK.-Gr.

4 Lemm

6

Gö 3

2302,1

1273

DVL.

Ruthardt

37

FS 18

2257,5

1943

NSFK.-Gr.

8 Peters

15

Cond. IIa

2249,3

1934

NSFK.-Gr.

2 Fick

3

Gö 3

2184,6

1362

NSFK.-Gr.

7 Kühnold

12

Gö 3

2118,6

1578

NSFK.-Gr.

6 van Husen

8

Rhönadler

2092,1

1623

NSFK.-Gr.

12 Heidrich

25

FVA 10b

2025,7

1940

NSFK.-Gr.

9 Müller, Kurt

17

Gö 3

1961,0

1448

Luftwaffe

Flakowski

46

Rhönadler

1942,0

1385

NSFK.-Gr.

14 v. Treuberg

27

Gö 3

1774,0

1388

NSFK.-Gr.

         

Lufthansa Drechsel

40

Gö 3

1622,0

432

NSFK.-Gr.

10 Nieland

19

Rhönadler

1528,6

1631

NSFK.-Gr.

6 Sauerbier

9

Rhönadler

1488,8

1193

NSFK.-Gr.

17 Hütter

32

Sperber

1377,6

1154

NSFK.-Gr.

1 Loose

2

Rhönadler

1364,6

1174

Luftw. Köln Blech

44

Horten 3

1344,6

827

NSFK.-Gr.

13 Medicus

49

Gö 3

1308,5

1284

NSFK.-Gr.

16 Habicht

51

Cond. 2

1252,5

1075

NSFK.-Gr.

15 Knöpfle

30

Gö 3

1106,0

1196

NSFK.-Gr.

1 Pomper

53

Kranich

1076,6

1003

NSFK.-Gr.

10 Gierlich

20

Rhönadler

1039,1

1071

NSFK.-Gr.

16 Haase, Arth.

52

Mü 13d

1000,0

939

NSFK.-Gr.

6 Steinig

10

Rhönadler

984,6

1081

NSFK.-Gr.

3 Stoltzenburg

48

Gö 3

972,0

1052

NSFK.-Gr.

2 Müller, Karl

4

Rhönadler

939,5

948

NSFK.-Gr.

7 Steinert

13

Gö 3

770,1

962

Luftw. Köln Scheidhauer

43

Horten 3

755,5

883

NSFK.-Gr.

8 Feuerrohr

16

Rhönadler

705,5

722

NSFK.-Gr.

17 Fiedler

31

Göpping. 3

594,5

667

DVL.

Wünscher

39

C 11

545,0

758

NSFK.-Gr.

11 Weißenberger

22

Mü 13

526,0

774

NSFK.-Gr.

12 Weimer

24

FVA 10b

522,0

667

Luftw. Wien Gumpert

55

Schwalbe II

461,0

586

NSFK.-Gr.

3 Güssefeldt

47

Rhönadler

354,5

597

Luftw. Stade Garz

54

Handrik

320,0

425

NSFK.-Gr.

1 Ruhnke

1

Göpping. 3

314,4

618

Luftw. Merseb Blessing

45

Kolibri

259,0

416

NSFK.-Gr.

11 Held

23

Rhönadler

214,0

358

NSFK.-Gr.

12 Franke

26

FVA 10b

208,0

253

DVL.

Kracht

33

FVA II

. —

DVL.

Schulz

36

AFH 4

Luftw. Fürth Hieckmann

42

Horten II

32

Preise

Goldene Plakette, Erinnerungspr. des Reichmin. d. Luftf. Silberne Plakette, Ehrengabe für die größte Gesamtflugstrecke: 1 Leica

Silberne Plakette

Bronze-Plakette

Wertungsliste Klasse B

Lfd. Bewerber Nr.

1 NSFK-Qr. 14

2 NSFK-Gr. 4

3 NSFK-Qr. 17

4 NSFK-Gr. 10

5 DVL

6 Luftwaffe

7 NSFK-Gr. 13

8 NSFK-Gr.

Lufthansa

Flugzeugführer

Romeis/Acker/

Schillinger Vergens/Trippke Kahlbacher-/Tau-

schegg Ruhl/Hlacer Diehl/Holzbaur Barthel/Mudin/

Liese

Deeg/Döbler Jachtmann/Stre-letzki

Wettb. Flgz. Nr. Muster

IV Kranich

II Kranich

V MG 9 a

III Kranich

VI Eßlingen I Kranich

VIII Kranich

VII Kranich

erflog. Gesamt- Preise

Punkte km

Gold. Plak., Erinner.-1777,0 1297 Pr. d. Staatssekr. d.

Luftfahrt 1585,9 1702 Silberne Plakette 1127,5 888 Silberne Plakette

1080,5 1102 Bronze-Plakette 968,6 1112 Bronze-Plakette 831,0 1120 Bronze-Plakette

719,0 1115 Bronze-Plakette

303,5 480 Bronze-Plakette

1. Für den größten Streckenflug

Mindestleistung 400 km.

Flugzeug- Wett- Klasse führer bewerb Nr. .

1. Preis

2. Preis

Späte

41

Braeutigam 11 A

Leistung in km und Landeort

445 km Colbitzow

Kr. Stettin 429 km Toitenwinkel

Kr. Rostock

Preise

RM 500.— und Goldene Plakette RM 250.— und Silberne Plakette

2. Für die größte erzielte Höhe über NN

Mindestleistung 4000 m.

   

Flugzeugführer

Wettbewerb Nr.

40

Klasse

 

Leistung in m über NN

1.

Preis

Drechsel

A

8 100

(7 070)

2.

Preis

Fick

CO

A

6 500

(5 550)

3.

Preis

Blech

44

A

6 380

(5 400)

Preise

RM 400.— und Goldene Plakette RM 200.— und Silberne Plakette Ehrengabe des Oberbürgermeisters der Stadt Darmstadt

3. Größte Gesamtzielflugstrecke

gemäß § 41.

   

Flugzeug-

Bewerber

Wettb-

Klasse

Leistg.

Preise

   

führer

 

Nr.

 

in km

 

1.

Preis

Späte

DFS

41

A

1435

Goldene Plakette und RM 500.—

2.

Preis

Braeutigam

NSFK.-Gr.

7 11

A

1255

Silberne Plakette und RM 250.—

3.

Preis

Hofmann

NSFK.-Gr.

4 7

A

1127

Ehrengabe Silberpokal

4.

Preis

Ruthardt

DVL.

37

A

1042

 

5.

Preis

Treuter

NSFK.-Gr.

8 14

A

1012

 

Gesamtergebnis-Aufstellung.

1. Erflogene Gesamtkilometer: 75 998 km.

2. Erflogene Gesamtzielflugkilometer: 24 350 km.

3. Startzahl: A 571, B 382, C 332, Eschwege 15, Gesamt: 1300, davon Gummiseilstart: 571, Flugzeugschleppsart: 729,

4. Gesamtflugzeit: 2750 Std.

5. Größte Strecke: Späte, 445 km, nach Colbitzow.

6. Größte Zielstrecke: Späte, 320 km, nach Freiburg i. Br.

7. Zielstrecke Eschwege mit Rückkehr in kürzester Zeit: Späte, 160 km, Waku— Eschwege—Waku, 5 Std. 4 Min.

8. Größte Höhe über NN: Drechsel, 8100 m.

9. Anzahl der Zielflüge (einschließlich Rückkehrzielflüge): 161, davon Zielflüge über 195 km: Freiburg i. Br., 320 km, 1; Offenburg: 272 km, 2; Saarbrücken: 257 km, 9; Trier: 255 km, 10; Düsseldorf: 236 km, .1; Baden-Baden: 230 km, 1;

Ulm: 229 km, 1; Regensburg: 224 km, 2; Köln: 221 km, 1; Braunschweig: 209 km, 1; Karlsruhe: 198 km, 11; Bonn: 198 km, 4; Hornberg: 197 km, 1; Kaiserslautern: 195 km, 6.

10. Anzahl der erfüllten Zielflüge mit Rückkehr zur Startstelle 7.

11. Gesamtfahrkilometer: 305 148 km.

(Etwa V4 aller Rücktransporte erfolgte durch Flugzeugschlepp.)

12. Anzahl der Flüge über: 400 km = 5, 350 km = 3, 300 km = 24, 250 km = 38, 200 km — 30.

13. Anzahl der Zielflüge über: 300 km = 1, 250 km = 21, 200 km = 7, 150 km = 45, 120 km = 24, 100 km = 19, 75 km = 37, 50 km = 7.

Zielflüge waren nur an 9 Wettbewerbstagen ausgeschrieben.

14. Anzahl der Höhenflüge mit Höhe über NN: über 8000 m = 1, über 6500 m = 1, über 6000 m = 1, über 5500 m = 3, über 5000 m = 5, über 4500 m — 11, über 4000 m = 40, über 3500 m = 13, über 3000 m = 26, insgesamt über

3000 m = 70 Flüge.

Wctt-bew. Nr.

35 7

. Flugzeugführer

FJinsch

Hofmann

Treuter

Fick

Boy

Weißenberger Haase, E. G. van Husen Opitz

v. Treuberg

Beck

Knöpfle

Sauerbier

Braeutigam

Kühnold

(*

Tagesberichte vom Rhön-

(Fortsetzung von

vom 27. Juli 1938.

Flug- Lande- Strecke Höh.-

Segelflugwettbewerb

Seite 416.)

4°02' 5°53' 3°45' 4°34' 5°44' 3°12' 3°21' 4°14' 3°28' 3°13' 4' 3°12' 3°46' 16' Zie

ort

km

Gew.

Tränkhof

Reichenschwand 151

Greiz Erlangen Bayreuth Gößweinstein Bayreuth Koburg Bayreuth Bayreuth Bayreuth Tränkhof Bamberg Nürnberg Tränkhof lflug)

154 127 133 125

200* 180* 200* 200* 200*

141* 210*

780

1040 1340 1100 1340 1000

860 1490

810

1090 1490

Wett

- Flugzeug-

Flug-

Lande- Strecke

Höh.-

bew Nr.

führer

zeit

ort

km

Gew.

25

Heidrich

2°17'

Koburg

120*

770

20

Gierlich

2°56'

Bamberg

141*

1050

53

Pomper

3°20'

Bamberg

141*

900

6

Lemra

8'

Tränkhof

   

34

Peter

4°09'

Acendorf

110

910

37

Ruthardt

4°37>

Koburg

180*

1200

15

Peters

2°38'

Koburg

180*

970

4

Müller, Karl

11'

Tränkhof

   

10

Steinig

4°04'

Naila

127

860

16

Feuerrohr

10'

Tränkhof

   

51

Habicht

3°29'

Bamberg

141*

1240

31

Fiedler

4°13/

Bindlach

132

1750

40

Drechsel

2°42'

Klein-Schmal-

   
     

kalden

39

1270

1

Ruhnke

4°19'

Kersbach

121

1090

2

Loose,

3042'

Bamberg

141*

1430

Zielflug)

Oben: Mannschaft von Flakowski. Unten links: Der lange Fiedler (Ostmark).

Rechts: Heinemann und Wettbewerbsleiter Kunz. Bilder: Flugsport

Seite 448

Nr. 17/1938, Bd. 3(l

Wett- Flugzeug-

Flug-

Lande- Strecke

Höh.. GeV/|

bew. führer Nr.

zeit

ort

km

32

Hütter

2°17/

Koburg

120*

1000 88(i

19

Nieland

2°27/

Bamberg

141*

28

Kraft

3°46'

Zeulenroda

146

I24(i 112H

12

Kühnold

4°33'

Nürnberg

210*

54

Demandt

10'

Tränkhof

 

39

Wünscher

6'

Tränkhof

   

54

Demandt

10'

Tränkhof

   

48

Stoltzenburg

4029'

Bamberg

141*

1460

49

Medicus

4°08'

Kirchahorn

128

930

46

Flakowski

3°53'

Bamberg

141*

1230

44

Blech

55'

Ostheim

22

770

VIII

Deeg/Döbler

2050'

Koburg

120*

890

IV

Romeis/Acker

4023'

Nürnberg

210*

12011

50

Schmidt

3°51'

Bayreuth

200*

1290

47

Güssefeldt

21'

Tränkhof

   

III

Ruhl/Hlacer

4003'

Almeshof

138

800

45

Blessing

17'

Motorplatz

   

43

Scheidhauer

3°18'

Bertelsdorf

77

135H

VI

Diehl/Holzbaur

3°57'

Hollfeld

111

9fin

33

Kracht

10'

     

45

Blessing

50'

Batten

8

 

VII

Jachtmann/ Streletzki

34'

Waku

   

42

Hieckmann

6'

Motorplatz

   

42

Hieckmann

1°07'

Tränkhof

   

35

Flinsch

3°59'

Bayreuth

200*

1530

30

Knöpfle

3°30'

Bayreuth

200*

1400

12

Kühnold

8'

Südhang

   

6

Lemm

4°03'

Koburg

120*

1630

4

Müller, Karl

3°54'

Königsfeld

105

106Ö

47

Qüssefeldt

3001'

Koburg

79

910

16

Feuerrohr

3°09'

Bamberg

141*

1220

33

Kracht

10'

     

54

Demandt

5'

Südhang

   

39

Wünscher

3°24'

Blankenburg/Th

95

960

VII

Jachtmann/ Streletzki

24'

Waku

   

54

Demandt

15'

Motorplatz

   

42

Hieckmann

21'

Motorplatz

   

(* = Zielflug)

vom 28. Juli 1938.

11

Braeutigam

7°03'

Teitenwinkel

429

1610

22

Weißenberger

11'

Tränkhof

   

46

Flakowski

1°33'

Gumpfershausen

29

755

48

Stoltzenburg

5°18'

Kothen

199

1570

21

Opitz

6°41'

Tempelhof

328

1260

35

Flinsch

6°36'

Zehdenick

365

1860

23

Held

2015'

Tambach

54

1000

9

Sauerbier

7°28'

Halbe

319

1840

8

van Husen

6°59'

Rangsdorf

315

2100

15

Peters

6°51'

Rangsdorf

315

1230

27

v. Treuberg

1°27'

Langensalza

85

620

18

Boy

3°50'

Unterfarnstädt

157

1995

37

Ruthardt

7°13'

Uckro

299

1220

49

Medicus

1°47'

Kumbach

64

1180

47

Güssefeldt

10'

Tränkhof

   

5

Haase, E.-G.

5°54'

Tempelhof

328

2550

20

Qierlich

6°33'

Tempelhof

328

1560

7

Hofmann

6°29'

Kreuzbruch

355

1520

41

Späte

7016'

Colbitzow

445

1680

16

Feuerrohr

1°23'

Ohrdruf

70

870

28

Kraft

5°28'

Tempelhof

328

1220

Vorn 19. Rhön-Wettbewerb. Der Korpsführer Generalleutnant Christiansen verkündet die Ergebnisse und begückwünscht die Sieger.

Bilder: Flugsport

Kr. 17/1938, Bd. 30_Seite 449

Wett- Flugzeug-

Flug-

Lande- Strecke

Höh.-

bew. führer

zeit

ort

km

Gew.

Nr.

         

12

Kühnold

6°58'

Rangsdorf

315

1020

1

Ruhnke

2°23'

Trügleben

70

875

29

Beck

6°38'

Tempelhof

328

1120

3

Fick

7°34'

Neuruppin

336

2000

13

Steinert

6°31'

Schönefeld

327

1640

32

Hütter

6°36'

Rangsdorf

315

1650

6

Lemm

7°09'

Düben

313

1490

10

Steinig

6°12'

Bortewitz

234

1190

2

Loose

6°50'

Tempelhof

328

1440

39

Wünscher

6°39'

Karnitz

251

1210

14

Treuter

6°19'

Rangsdorf

315

1840

45

Blessing

3°35'

Hartmannsdorf

153

840

24

Weimer

18'

Tränkhof

   

30

Knöpfle

5°21'

Premsendorf

264

1290

22

Weißenberger

5°59'

Altenburg

190

1835

19

Nieland

6°06'

Rangs dorf

315

1310

50

Schmidt

7°19'

Bellingen

401

2200

51

Habicht

10'

Tränkhof

   

34

Peter

6°47'

. Rangsdorf

315

1220

27

v. Treuberg

3°10'

Wöllnitz

211

1640

31

Fiedler

1008'

Seiferts

5

 

II

Vergens/Trippke

4'

Motorplatz

   

VII

Jachtmann/

       
 

Streletzki

5'

Motorplatz

   

42

Hieckmann

5'

Motorplatz

   

VIII

Deeg/Döbler

5'

Motorplatz

   

43

Scheidhauer

6°20'

Kirchhain

286

1385

44

Blech

25'

Motorplatz

   

II

Vergens/Trippke

6°41'

Tempelhof

328

1560

54

Dernandt

10'

Tränkhof

   

VII

Jachtmann/Streletzki

nicht startklar

 

42

Hieckmann

20'

Tränkhof

   

VI

Diehl/Holzbaur

10'

Tränkhof

   

III

Ruhl/Hlacer

13'

Tränkhof

   

I

Barthel/Mudin

53'

Stepfershausen

29

650

IV

Romeis/Acker

6°16'

Naundorf

253

1750

53

Pomper

6007'

Zeuthen

330

2180

VIII

Deeg/Döbler

5'

Motorplatz

   

VII

Jachtmann/

       
 

Streletzki

5°46'

Alsleben

182

1340

44

Blech

4°37'

Merseburg

172

1055

55

Gumpert

4033'

Nietleben

179

 

VIII

Deeg/Döbler

5°28'

Pretzsch

242

1170

42

Hieckmann

48'

Anderhausen

21

470

25

Heidrich

5023'

Rangsdorf

315

1540

52

Haase, Arth.

4018'

Laucha

149

1090

22

Weißenberger

15'

Waku

   

47

Güssefeldt

6°54'

Wittenberg

241

1150

42

Hieckmann

 

Motorplatz

   

24

Weimer

3°40'

Bennstedt

173

 

51

Habicht

4°02'

Kattersmaundorf

203

1160

VI

Diehl/Holzbaur

5°03'

Rangsdorf

315

1300

III

Ruhl/Hlacer

6°31'

Finsterwalde

294

1370

54

Demandt

50'

Lahrbach

14

 
 

vom 29. Juli 1938.

   

22

Weißenberger

2035'

Etterwinden

51

850

49

Medicus

3°25'

Friesenhausen

53

810

IS

Boy

30'

Tränkhof

   

28

Kraft

54'

Saal

36

500

27

Treuberg

3°10'

Rosbach

69

1080

10

Steinig

1°38'

Motorplatz

   

16

Feuerrohr

30'

Tränkhof

   

Vom 19. Rhön-Wettbewerb, j^ie Maschinen drängen zum Start. Eifriges Studium der Karten: Wie kommt man am

weitesten? Unten: Starttafel.

Bilder: Flugsport

Wett bcw Nr.

- Flugzeugführer

Flugzeit

Lande- Strecke ort km

Höh-Gew.

Wett bew Nr.

- Flugzeugführer

Flugzeit

Lande- Strecke ort km

54

Garz

22'

Tränkhof

   

43

Scheithauer

3'

Motorplatz

 

26

Franke

10'

Tränkhof

   

1

Ruhnke

5°07'

Bayreuth

133

20

Gierlich

10'

Tränkhof

   

42

Hieckmann

46'

Motorplatz

 

40

Drechsel

10'

     

43

Scheithauer

10'

Tränkhof

 

45

Blessing

V

Tränkhof

   

I

Barthel/Mudin

57'

Südhang

 

46

Flakowski

4°27'

Fürth

134

840

44

Blech

1°14'

Thaiden

 

51

Habicht

3°48'

Poppenhausetv

76

810

5

Haase E. G.

37'

Nordheim

25

48

Stoltzenburg

4°01'

Haßlach

85

1160

42

Hieckmann

12'

Tränkhof

 

39

Wünscher

       

VIII

Deeg/Döbler

1°30'

Motorplatz

 

37

Ruthardt

3°24'

Bayreuth

133

880

42

Hieckmann

20'

Motorplatz

 

52

Haase, A.

1°09'

Seifert

   

4

Müller, Karl

1°08'

Nordhang

 

21

Opitz

4°29'

Weiden

183

1510

II

Vergens/Trippke

18'

Motorplatz

 

24

Weimer

27'

Tränkhof

   

26

Franke

15'

Tränkhof

 

34

Peter, Gotth.

3°15'

Erfurt

97

1500

20

Gierlich

1°45'

Klein-Walbur

 

17

Müller, Kurt

3°07'

Miesitz

132

2830

     

b. Koburg

68

31

Fiedler

2°49'

Leutenberg

51

1000

40

Drechsel

30'

Motorplatz

 

41

Späte

2°18'

Plauen

153

2830

45

Blessing

15'

Tränkhof

 

50

Schmidt

2°18'

Bayreuth

133

1850

54

Garz

1023'

Mäßfeld

32

40

Drechsel

1°19'

Frankenheim

10

 

43

Scheithauer

10'

Tränkhof

 

44

Blech

19'

     

45

Blessing

26'

Motorplatz

 

V

Kahlbacher

2°22'

Thewar

31

990

26

Franke

20'

Tränkhof

 

4

Müller, Karl

15'

Tränkhof

   

24

Weimer

19'

Tränkhof

 

44

Blech

5'

Motorplatz

   

4

Müller, Karl

10'

Motorplatz

 

I

Barthel/Mudin

10'

Motorplatz

   

42

Hieckmann

4'

Motorplatz

 

44

Blech

10'

Motorplatz

   

24

Weimer

10'

Motorplatz

 

1

Ruhnke

12'

Motorplatz

   

26

Franke

4'

Motorplatz

 

I

Barthel/Mudin

10'

     

43

Scheithauer

13'

Motorplatz

 

Hochleistungssegelflugzeug Kolibri,

Entworfen von Blessing, gebaut von der Segelflugabteilung Luftwaffensportverein I. — Kampfgeschwader 153. Es bestand die Absicht, ein möglichst leichtes und sehr wendiges Hochleistungssegelflugzeug zu bauen, das keine großen baulichen Schwierigkeiten bieten sollte. Um die schweren Holmbeschläge zu sparen, wurde ein durchgehender Holm verwendet, an dem mit Qurten das Boot fest verleimt ist. Der Holm wiegt 19 kg, ist aber überdimensioniert. Der nächste wird nur noch 11 kg wiegen. Leergewicht 106 kg, das bei nächster Ausführung

Ltn. Horten und Blech vor seiner Maschine. Unten links: Der Transportwagen.

Bild: Flugsport

um 15 kg vermindert werden soll. Das Rumpfhinterteil wird mit 3 Bolzen im letzten Drittel der Flächentiefe abgenommen. Leitwerk übliche Bauweise, gedämpft. Der Führerraum besitzt einen halb-elliptischen Querschnitt, die Füh-rerraumüberdachung ist in der ganzen Hälfte des Rumpfes abnehmbar. Um dem Führer mehr Platz zu verschaffen, wurde der Fallschirm im oberen Teil des Rumpfes hinter dem Kopf des Führers liegend untergebracht.

Spannweite 12 m, Gesamtlänge 5,3 m, Höhe 0,91 m, Fläche 10 m2, Flächenbelastung 18 kg/m2, Leergewicht für Wettbewerb (2 Barographen) 108 kg, größter Rumpfquerschnitt 3000 cm2, Gleitwinkel 1/23, Sinkgeschwindigkeit 75m/sek., auf 100 km Fahrt 1,5 Fall, Profil Göttingen 535, und zwar bis zum Knick 10°/o verdünnt, von da an bis zur Flügelspitze 15% verdünnt, geometrische Schränkung vom Knick bis zum Ende 3%.

Hochleistungs-Segelflugzeug Kolibri.

Zeichnung: Flugsport

Kolibri des Merseburger Luftwaffensportvereins I. Erkennungszeichen historisches Merseburger Bild: Rabe mit gestohlenem goldenen Ring im Schnabel.

Bilder: Flugsport

Kolibri des Merseburger Luftwaffensportvereins I. Links: Fallschirmunterbringung.

Rechts: Höhenleitwerk. Unten: Führerraum. Bilder: Flugsport

Hochleistungssegelflugzeug FS 18,

Die Flugtechnische Fachgruppe der Technischen Hochschule Stuttgart hat einen neuen Typ, Hochdecker mit scharfem Knick im Flügel nach der Oberseite des Rumpfes, stark verjüngtem Leitwerksträger, herausgebracht. Im Entwurf wurde unter Berücksichtigung eines gewählten „aerodynamischen Wirkungsgrades4' eine beste Sinkgeschwindigkeit von vs = 0,6 m/sec bei einer möglichst geringen Horizontalgeschwindigkeit von Vh = 40 km/h und einem E = 20 bei Vh=80 km/h angestrebt. Besonderer Wert wurde auf gute aerodynamische Formgebung gelegt.

Flügel ungeschränkt, Umriß innen rechteckig, außen trapezförmig. Dreiteilige Fläche, Mittelstück fest am Rumpf. Rumpf-Flächenübergang nach NACA-Forschungsergebnissen (schädliche Interferenz) unter Berücksichtigung guter Sicht ausgebildet. Im Abstand von 4 m von Flügelwurzel leichter Knick von 3°. Bis zum Knick Wölbungsklappen von 30% Tiefe. Ausschlag 15°. Vom Knick ab zweiteiliges Querruder von 30% Tiefe. Antrieb durch Stoßstangen. DFS.-Sturzflugbremsen.

Rumpfboot nach hinten übergehend in hochgezogene Leitwerksröhre, um die benetzte Oberfläche klein zu halten und bei Start und Landung einen genügend großen Bodenabstand des Leitwerks zu erhalten.

Hochleistungssegelflugzeug FS 18. Links: Man beachte den hochgezogenen, sich stark verjüngenden Rumpf und das hoch verlagerte Leitwerk. Rechts: Der Knickflüeel steht senkrecht zur Rumpfmitte. Bilder: Flugsport

Hochleistungssegelflugzeug FS 18. Links: Seitenruder mit selbsttätiger zusätzlicher Trimmung. Mitte: Pendelruder mit zusätzlicher Trimmung. Rechts oben: Flügelansatz. Fahrwerk hochziehbar mit selbsttätig sich schließender Verkleidung.

Unten: Flügelansatz. Bilder: Flugsport

Höhen- und Seitenruder als Pendelruder mit stabilisierend wirkenden Wölbungsklappen ausgebildet. Höhenruder-Wölbungsklappen trimmbar.

Bremsbares Einradfahrwerk mit Seilen nach vorn in den Rumpf einziehbar. Abdeckbleche durch Stoßstangen mit Fahrwerk gekoppelt.

Spannweite 18 m, Flügelinhalt 18 m2, Rüstgewicht 190 kg, Profil NACA 43012.

Oben: Darmstadt D-30 mit Flügeln in Normalstellung. Darunter: Mit hochge-, stellten Flügelenden. Darunter: Mit nach unten gestellten Flügelenden. Unten: Mit nach oben gestellten Flügelenden in der Kurve. (Siehe Typenbeschr. „Flugsport" 38 S." 359.) Bild: Focke Wulf. Freigegeben d. R. L. JVL, Verfügung v. 11. 7. 38, u. Nr. 13806/38.

Kolibri des Merseburger Luftwaffensportvereins I. Links: Fallschirmunterbringung.

Rechts: Höhenleitwerk. Unten: Führerraum. Bilder: Flugsport

Hochleistungssegelflugzeug FS 18-

Die Flugtechnische Fachgruppe der Technischen Hochschule Stuttgart hat einen neuen Typ, Hochdecker mit scharfem Knick im Flügel nach der Oberseite des Rumpfes, stark verjüngtem Leitwerksträger, herausgebracht. Im Entwurf wurde unter Berücksichtigung eines gewählten „aerodynamischen Wirkungsgrades" eine beste Sinkgeschwindigkeit von vs = 0,6 m/sec bei einer möglichst geringen Horizontalgeschwindigkeit von Vh = 40 km/h und einem E = 20 bei Vh = 80 km/h angestrebt. Besonderer Wert wurde auf gute aerodynamische Formgebung gelegt.

Flügel ungeschränkt, Umriß innen rechteckig, außen trapezförmig. Dreiteilige Fläche, Mittelstück fest am Rumpf. Rumpf-Flächenübergang nach NACA-Forschungsergebnissen (schädliche Interferenz) unter Berücksichtigung guter Sicht ausgebildet. Im Abstand von 4 m von Flügelwurzel leichter Knick von 3°. Bis zum Knick Wölbungsklappen von 30% Tiefe. Ausschlag 15°. Vom Knick ab zweiteiliges Querruder von 30% Tiefe. Antrieb durch Stoßstangen. DFS.-Sturzflugbremsen.

Rumpfboot nach hinten übergehend in hochgezogene Leitwerksröhre, um die benetzte Oberfläche klein zu halten und bei Start und Landung einen genügend großen Bodenabstand des Leitwerks zu erhalten.

Hochleistungssegelflugzeug FS 18. Links: Man beachte den hochgezogenen, sich stark verjüngenden Rumpf und das hoch verlagerte Leitwerk. Rechts: Der Knickflügel steht senkrecht zur Rumpfmitte. Bilder: Flugsport

Hochleistungssegelflugzeug FS 18. Links: Seitenruder mit selbsttätiger zusätzlicher Trimmung. Mitte: Pendelruder mit zusätzlicher Trimmung. Rechts oben: Fitigelansatz. Fahrwerk hochziehbar mit selbsttätig sich schließender Verkleidung.

Unten: Flügelansatz. Bilder: Flugsport

Höhen- und Seitenruder als Pendelruder mit stabilisierend wirkenden Wölbungsklappen ausgebildet. Höhenruder-Wölbungsklappen trimmbar.

Bremsbares Einradfahrwerk mit Seilen nach vorn in den Rumpf einziehbar. Abdeckbleche durch Stoßstangen mit Fahrwerk gekoppelt.

Spannweite 18 m, Flügelinhalt 18 m2, Rüstgewicht 190 kg, Profil NACA 43012.

Oben: Darmstadt D-30 mit Flügeln in Normalstellung. Darunter: Mit hochge-. stellten Flügelenden. Darunter: Mit nach unten gestellten Flügelenden. Unten: Mit nach oben gestellten Flügelenden in der Kurve. (Siehe Typenbeschr. „Flugsport" 38 S." 359.) Bild: Focke Wulf. Freigegeben d. R. L. M., Verfügung v. 11. 7. 38, u. Nr. 13806/38.

Vom 19. Rhön-Wettbewerb. Zerhagelte Horten III D-12-348 v. Scheidhauer. Faustgroße Löcher auch in der

Sperrholznase. Bilder: Flugsport

Ital. Einsitzer Ambrosini 3 S.

Im 3. Ital. Rundflug war das italienische Flugzeug Ambrosini 3 S, gebaut von der Societa Aeronautica Italiana Ing. A. Ambrosini & C, Mailand, mit Bramo Sh 14 A, welches im Geschwindigkeitswettbewerb dien 2. Platz belegte, schärfster Konkurrent gegenüber der zweimotorigen Siebel Fh 104. Die Maschine schied leider am Tag vor dem letzten Wettbewerb durch Fahrgestellbruch aus der Wertung aus.

Der Ambrosini 3 S ist ein freitragender Mitteldecker in Gemischtbauweise, Flügel elliptisch mit Landeklappen und Querrudern, Höhenleitwerk ist verhältnismäßig hoch angeordnet, Fahrwerk fest, nicht einziehbar. Motor Bramo Sh 14A4 150 PS.

Ital. Flugzeug SAI-Ambrosini 3S mit BRAMO Sh 14 A-Flugmötor "(160 PS). Hauptkonkurrent im italienischen Rundflug 1938 zu den deutschen Maschinen. Die Ambrosini entwickelte anläßlich des Wettbewerbes eine Geschwindigkeit

VOn 270 km/h. Werkbilder

Abmessungen geschätzt: Spannweite 9—10 m, Länge 10—11 m, Gesamthöhe 2,2 m.

Leergewicht 602 kg, Zuladung 316 kg, Fluggewicht 918 kg, Gipfelhöhe 6200 m, Startlänge 200 m, Landelänge nach 8 m hohem Hindernis 160 m, Flächenbelastung 76 kg/m2, Tankinhalt 150 1, Oeltank 14 1, Reisegeschwindigkeit bei 2050 U/min 210 km/h, Höchstgeschwindigkeit in 300 m Höhe 250 km/h, Höchstgeschwindigkeit in Bodennähe 270 km/h, Steigleistung in 28 Min. auf 4100 m.

Consolidated XPB2Y-1 Bomben-Flugboot

Die amerikan. Marine hat bei Consolidated Aircraft Corporation, San Diego, ein Großflugboot für Patrouillen- und Bombenaufgaben bestellt. Dieses Flugboot, Hochdecker, Ganzmetall mit freitragenden Flügeln, ist mit vier Pratt & Whitney Motoren von je 1050 PS ausgerüstet. Bei der Konstruktion wurde die Aufgabe gestellt: Unabhängiges Arbeiten von einer Flugbasis, somit Manövrierfähigkeit ohne fremde Hilfe. Zu diesem Zweck sind ausbaubare Vorrichtungen, Win-

Consolidated XPB 2Y-1 Bomber. Werkbilder

Bordgeräte-Behandlung.

Anläßlich des diesjährigen Askania-Bordgeräte-Hilfsdienstes auf der Waku wurden folgende 10 Punkte für die grundsätzliche Behandlung von Bordgeräten und deren Einbau herausgestellt:

1. Bordgeräte sind keine Holzböcke, sondern Feinmeßgeräte und als solche zu behandeln.

2. Unsachgemäßes Blasen und Saugen an Schlauchtüllen verkürzen ihre Lebenszeit und sind zu unterlassen.

3. Auf richtige Verbindung der einwandfrei gekennzeichneten Anschlüsse ist unbedingt zu achten, da die Geräte sonst nicht arbeiten können.

4. Wendezeiger dürfen bei Fluglage der Maschinen höchstens 10° geneigt sein.

5. Meß- und Förderdüsen sind durch entsprechende Schellen haltbar zu befestigen und in Richtung der vorbeistreichenden Luft zu montieren, um einwandfreie Meß- und Förderwirkung zu erreichen.

6. Die Verbindung von den Düsen zu den Geräten muß stets auf kürzestem Wege erfolgen. Knicke in der Leitung sind zu vermeiden.

7. Beanstandete Geräte dürfen nie selbst repariert werden, da hierbei aus Unkenntnis fast immer eine Verschlechterung der Meßeigenschaften eintritt.

8. Gerätebretter sind unbedingt abgefedert zu lagern, da hierdurch die Geräte nur geschont werden können, was bei Start und Landung sowie beim Rollen im Transportwagen wichtig ist.

9. Bei Inanspruchnahme des Hilfsdienstes ist es erforderlich, diesem rechtzeitig Bescheid zu geben, um in Ruhe eine anständige Arbeit leisten zu können.

10. Man sollte sich vor Wettbewerbsbeginn auch einmal darüber klar werden, mit welcher Geräteausrüstung hochwertige Leistungen zu erzielen sind und diese rechtzeitig anschaffen. Wenn diese aufgestellten Punkte auch einmal wirklich Beachtung finden, werden die einzelnen Teilnehmer viel mehr Freude an der Durchführung ihrer Flüge haben. F. Baader.

Berlin—New York in 25 Std. und zurück in 20 Std. auf Focke-Wulf Fw 200 „Condor".

Start des „Condors", einer normalen Serienmaschine, Zulassungszeichen D-ACON, Flugplatz Staaken am 10. 8., 19.53 h, Landung New York, Floyd-Bennet-Flugplatz, am 11. 8., 20.53 h (Berliner Zeit). Ge-samtflugzeit ohne Zwischenlandung 24 Std. 54 Min. Reisegeschwindigkeit 260 km/h. Führer des Flugzeuges Flugkapt. Henke, Mit diesem

den und sonstige Fortbewegungsmittel, vorgesehen, damit das Boot an Land gebracht werden kann. Dementsprechend sind auch die Räume für die Besatzung für längeren Aufenthalt auf dem Wasser eingerichtet.

Auch für geräuschlose Ventilation beim Stilliegen und verhältnismäßig umfangreiche Werkstatteinrichtungen sind vorgesehen.

Die seitlichen Stützschwimmer bilden im eingefahrenen Zustand die Flügelspitzen der Flügel. Die Verständigung zwischen der Besatzung im Boot wird durch eine umfangreiche Telephonzentrale vermittelt.

Der Navigationsturm liegt im Hinterteil des Flügels auf der Oberseite mit außerordentlich gutem Gesichtsfeld nach oben.

Ueber die Geschütz- und MG.-Stände sowie Bombenlanzierein-richtung konnte noch nichts in Erfahrung gebracht werden.

Die Leistungs- und Versuchsflüge werden zu dieser Zeit in San Diego ausgeführt und nach Uebernahme durch eine Marinestation vollendet.

Flug hat er zum 16. mal den Ozean überquert. 2. Flugzeugi Hauptm. v. Moreau von der deutschen Luftwaffe, Oberfunkermasch. Dierberg und Oberflugzeugfunker Kober (4 Ozeanflüge). Der Fw 200 „Condor" ist den Lesern des „Flugsport" bekannt. (Siehe „Flugsport" 1937, S. 571 u. 696.)

Der Ohne-Halt-Flug Berlin—New York kam für die Welt überraschend, um so mehr, da die National Broad Casting Company stündlich Berichte über den Stand des Flugzeuges mitteilte. In den New Yorker Blättern konnte man lesen, daß dieser Flug wieder einen Fortschritt darstellt.

Der „Condor" startete mit einem Fluggewicht von annähernd 18 t. Die vier 750 PS BMW-Motoren brachten die Maschine spielend vom Boden weg, und nun setzten die Funkverbindungen nach den Erdstationen ein. Alle Stunde wurde der Standort gemeldet.

20.45 h wurde Hamburg überflogen, Mitternacht über Glasgow. Meist über den Wolken fliegend, hielt das Flugzeug bisher bei gutem Wetter eine Flughöhe von etwa 2000 m ein.

„Condor" meldete seinen Standort um 12 h 52.00 Nord, 49.00 West. Die Flughöhe beträgt nach wie vor etwa 2000 m.

Funkspruch von Bord „Condor": Um 13.40 h sichteten wir Neufundland.

Standortmeldung des „Condor" um 14 h lautete: Notre Dame Bay (Neufundland). Flughöhe 2000 m.

10 h New Yorker Ortszeit wurde vom „Condor" gefunkt, daß sich das Flugzeug über Kap St. George an der Südwestküste Neufundlands, in der Nähe des St.-Lorenz-Golfs befinden würde. Flughöhe beträgt unverändert 2000 m.

Focke-Wulf „Condor" Non-Stop-Flug Berlin—New York, New York—Berlin. Unten: Nach der Landung auf dem Floyd-Bennet-Flugplatz in New York. Unten: Ankunft des „Condor" in Tempelhof von New York nach 19 Std. 54 Min. Flugzeit. Oben (von links): Kober, Dierberg, Henke, v. Moreau. Daneben: Staatssekretär der Luftfahrt Qeneral der Flieger Milch, Dr. Lippert, Generalmajor Udet, Generalmajor Stumpft, Wolfgang v. Gronau. Bilder: Weltbild

16 h MEZ. teilte die Besatzung des „Condor" mit, daß sich das Flugzeug über der Magdalenen-Insel im St.-Lorenz-Golf (zwischen Neufundland und dem Festland) befindet.

Funkspruch vom „Condor" 17 h besagte dann, daß USA. bereits erreicht worden ist. „Condor" überflog St. John in der Fundy-Bucht

Der Rückflug von New York des „Condor 200" erfolgte bereits am 13. 8. 9 h 3 New Yorker Zeit (14 h 03 mittelem. Zeit). Der Start mit 10 130 1 Betriebsstoff verlief einwandfrei. Für den Rückflug wurde eine etwas südlicher liegende Strecke, die etwas günstiger erschien, gewählt. Das Flugzeug gab fortgesetzt Standortmeldungen, die von mehreren Rundfunksendern weitergegeben wurden. So wurde z. B. gemeldet:

15 h: Das Flugzeug befindet sich über der Sakonnetspitze (Rhode Island). Die Flughöhe beträgt 2000 m. 17 h: 43 Grad 43 Min. nördl. Breite und 61 Grad 18 Min. westl. Länge. Flughöhe 3000 m. 19 h: 46 Grad 20 Min. nördl. Breite und 57 Grad 40 Min. westl. Länge. Flughöhe 3000 m. 20.30 h: 25 Seemeilen nordöstlich von Cap Race. Flughöhe 3000 m (über den Wolken). 21 h: 48 Grad 10 Min. nördl. Breite und 48 Grad 5 Min. westl. Länge. Flughöhe 4000 m, bisher 2112 km zurückgelegt; Durchschnittsgeschw. 316 km. 22 h: 48 Grad 30 Min. nördl. Breite und 43 Grad 40 Min. westl. Länge. Flughöhe 4000 m, Kumuluswolken in einer Höhe von 1000 m, darunter wolkenlos.

Nach diesen Standortmeldungen sammelte sich programmäßig zum Empfang der deutschen Flieger in Tempelhof der Staatssekretär der Luftfahrt General der Flieger Milch, der Oberbürgermeister und Stadtpräsident Dr. Lippert, der Präsident des Aero-Clubs Wolfgang von Gronau und eine große Volksmenge, welche die Landung der Ozeanflieger mit großer Begeisterung um 10 h erlebte.

Am 26. 3. 28 flog das Flugzeug „Bremen" D 1167 unter Führung von Köhl, mit Fitzmaurice und v. Hünefeld, über den Ozean von Osten nach Westen. Flugzeit damals 38 Std., heute sind es 25 bzw. 20. Damals eine einmotorige Maschine ohne allen Komfort, heute eine viermotorige Maschine, für die Luftverkehrssicherheit gebaut, mit allen Bequemlichkeiten ausgestattet. Der Fortschritt ist augenscheinlich! —

Australien-Luftverkehr.

Um von Europa nach Australien zu fliegen, kann man heute 2 Luftlinien benutzen: Die Imperial Airways in Verbindung mit der Qantas Empire Airways oder die KLM und die KNILM. Ende Juni wurden von beiden Luftverkehrsgesellschaften zu gleicher Zeit der Flug bis Sydney in 7 bzw. 9 Tagen durchgeführt.

Diesem großen Erfolg geht naturgemäß eine lange Entwicklungsgeschichte voraus. Schon seit vielen Jahren befliegt die holländische Gesellschaft, Koninklijke Luchtvaart Maatschappij, die 15 000 km lange Strecke von Amsterdam nach Batavia und schuf somit eine enge Verbindung zwischen Niederländisch-Indien und dem Mutterland. Mitte Juli 1928 wurde die KNILM gegründet, die dann im Laufe der Jahre Jaya, Sumatra und Malaya erschloß. In enger Zusammenarbeit mit der KLM übernimmt sie in Batavia deren Passagiere sowie die Luftpost, um über Soerabaja, Den Passar, Koepang, Port Darwin (Australien), Cloncurry, Longreach, Brisbane nach Sydney zu fliegen. Jeden Dienstag und Samstag starten in Amsterdam die Douglas DC 3 der KLM, die 12 Fluggäste und 5 Mann Besatzung in 5% Tagen nach Batavia bringen. Dort starten die Lockheed Super Elektra mit 10 Fluggästen und 4 Mann Besatzung und erreichen in 2V2 Tagen Sydney. Die Strecke Amsterdam—Sydney von 20 880 km wird demnach in 8 Tagen zurückgelegt.

Aehnlich ist die Entwicklung des englischen Luftverkehrs nach dem Fernen Osten. Die Imperial Airways hat schon seit langem Indienflugzeuge eingesetzt, die die Dominien fester mit dem Mutterland verbinden sollten. Um nun den Verkehr von Singapore aus weiter fortzusetzen, wurde die Qantas Empire Airways gegründet. Mit 4 De Havilland D. H. 86 (viermotorige Landflugzeuge) wurde Dezember 1934 der Flugdienst Singapore—Brisbane eröffnet. Schon 1936 wurde die Strecke 2mal wöchentlich beflogen. 1938 wurden die neuen Short Empire Boats (Flugboote) eingesetzt, die nun von Singapore über Batavia, Soerabaja, Rambang, Koepang, Port Darwin, Cloncurry, Longreach nach Brisbane und seit Juli 38 bis Sydney fliegen.

Australien selbst besitzt mehrere Luftverkehrsgesellschaften, die teilweise gemeinsam bestimmte Strecken zweimal, dreimal oder sogar täglich befliegen. Die australische Regierung unterstützt den Lufttransport auf 2 Wegen. Einige Gesellschaften erhalten direkte Subsi-dien. Andere, nicht unterstützte, besitzen dafür Sonderverträge auf Postbeförderung. Eine dritte Gruppe dagegen arbeitet vollständig selbständig. Von größeren Gesellschaften sind zu nennen: Australien National Airways Pty. Ltd., Airlines of Australia Ltd., North Queensland Airways Pty. Ltd. und Aircrafts Pty. Ltd. Man hofft jedoch, daß die vielen Gesellschaften in einigen Jahren zu einer großen alles umfassenden Luftverkehrsgesellschaft zusammengeschlossen werden für ein Luftnetz von über 40 000 km (September 1937).

In allerletzter Zeit ist von den Airlines of Australia Ltd. ein 3mal wöchentlich beflogener Luftverkehrsdienst von Sydney nach Rockhampton mit Zwischenlandungen in Lismore, Brisbane und Mary-borough eingerichtet worden. Die Guinea Airways kündigen eine Verbindung Darwin—Adelaide auf der Nord-Süd Transkontinent-Route an. Für diese Strecke soll ein Lockheed Super-Electra eingesetzt werden.

Das englische Projekt einer Luftverkehrslinie über Bathurst— Borna — quer durch Afrika über den Ozean (Seychelle und Cocos-inseln) nach Onslow/Australien ist noch immer nicht verwirklicht worden. Ein dringendes Bedürfnis für diese Linie ist vorhanden. Bedeu-

Zeichnunjr: Flugsport

tende Flughäfen, die zum Teil mit Nachtbeleuchtung ausgerüstet sind, findet man in: Sydney (Mascot), Adelaide (Parafield), Melbourne (Essendon), Perth (Maylands), Darwin und bei Hobart (Cambridge).

Der Maschinenpark der australischen Gesellschaften setzt sich hauptsächlich aus folgenden Typen zusammen: D. H. 83 Fox Moth, D. H. 60 G und D. H. 60 M Moth, 80 A Puss Moth, D. H. 84 Dragon, D, H. 89 Dragon Rapide, D. H. 90 Dragonfly, Douglas DC 2 und DC3, Lockheed Electra 10 B und Fokker Universal.

Gerade in Australien kann sich der Luftverkehr so stark entwickeln, weil das Flugzeug bei den riesigen zu überwindenden Strecken das einzige rentable Verkehrsmittel ist. So finden wir seit 1936 auch ein starkes Ansteigen des privaten Luftverkehrs. Besonders günstig hat sich hier der „Fliegende Doktor" bewährt. Von 5 verschiedenen Stationen aus kann der Arzt in verhältnismäßig kurzer Zeit im Flugzeug Kranke erreichen: Im Südosten Bröken Hill Base, Nordost Cloncurry Base, Nordwesten Wyndham Base, Westen Port Hedland Base, Südwesten Kalgoorlie Base und im Inneren des Landes Alice Springs Base. So legte der bekannte Arzt Dr. Alberry in der ersten Hälfte des Jahres 1936 33 000 km zurück, um dringende Fälle aufzusuchen.

Den Luftverkehr zwischen den Küstenstädten in dem benachbarten Neuseeland besorgen 4 Luftverkehrsgesellschaften: Air Travel Ltd., Union Airways of New Zealand, Cook Strait Airways Ltd. und Last Coast Airways Ltd. Der Luftverkehr ist dort stark im Anwachsen. Von 70 in Angriff genommenen Flughäfen sind 38 vollendet, weitere 50 sind geplant. Eine Verbindung mit den anderen Kontinenten gibt die Pan American Airways, deren „South Sea Clipper" von San Francisco über Honolulu, Kingman Reef, Rose Island nach Auckland (New Zealand) fliegen. Ebenso ist eine Verbindung mit Sydney geplant. Die Gesellschaften verwenden ähnliche Maschinen wie oben angeführt.

So wird es nicht mehr lange dauern, bis man bequem von Europa nach Australien, Neu-Seeland und über Amerika wieder zurückfliegen kann. Die Reise um die Welt, die einst viele Monate dauerte, wird jetzt, wie es auch der Flieger Bertram bewiesen hat, in nur wenigen Tagen möglich sein. G. U.

Italo Balbo, Luftmarschall des italienischen Imperiums, welcher bereits am 9. 8. von Qeneralfeldmarschall Göring auf dem Flughafen Berlin-Staaken empfangen wurde, nahm als Gast des Oberbefehlshabers der Luftwaffe Generalfeldmarschall Göring an gefechtsmäßigen Vorführungen größerer Verbände der Lehrtruppen der Luftwaffe auf dem Luftwaffenübungsplatz Zingst an der pommer-schen Küste am 11. 8. teil. Er wurde mit seiner Begleitung von Staatssekretär der Luftfahrt General der Flieger Milch um 9 h 30 auf dem Flughafen Tempelhof erwartet und in 2 dreimotorigen Junkers-Maschinen nach dem Fliegerhorst Barth in der Nähe des Luftwaffenübungsplatzes Zingst geleitet, wo ihn Generalfeldmarschall Göring erwartete und er 10 h 30 eintraf. Der italienische Luftmarschall konnte sich während der Vorführungen (gefechtsmäßiges Schießen der leichten und schweren Flakartillerie, Tiefangriffe der Kampfflieger, Angriffe schwerer Kampfflugzeuge und Sturzkampfflüge auf ein Ziel und deren Abwehr durch Zusammenwirken der Flakartillerie und schneller Jagdflugzeuge, über den Leistungsstand der deutschen Luftwaffe sowie den Fliegergeist ihrer Träger überzeugen und gab seiner uneingeschränkten Anerkennung Ausdruck.

UMISCHA1

Inland.

Hans Bertrams „Weltflug auf die Minute", gestartet am 14. 7. Berlin-Tempelhof, Landung daselbst wieder am 4. 8., Flugstrecke Berlin — Bagdad — Karachi — Kalkutta — Bangkok — Honkong — Manilla — Honolulu — San Franzisko — New York — Horta (Azoren) — Berlin, fast 40 000 km in 21 Tg., im flugplanmäßigen Luftverkehr zurückgelegt, beendet.

Sternflug Breslau veranstaltete NSFK.-Gruppe 6 am 24. 7., an welchem auch NSFK.-Qruppe 11 mit 2 Maschinen teilnahm.

Lilienthal-Preis 1938, gestiftet im.Vorjahre von Reichserziehungsminister Rust, anläßlich des Todestages von Lilienthal am 10. August, stud. phil. Reimar Horten, Bonn, in Anerkennung seiner Leistungen für die Entwicklung des Nur-Flügel-Flugzeuges zuerkannt. Der Ludwig-Prandtl-Preis wurde geteilt an die Oberrealschule Rheinhausen-Hochemmerich mit RM 1500.—, die Oberrealschule Zwickau mit RM 750.— und das Staatliche Gymnasium Allenstein mit RM 750.— vergeben.

D-30 d. Flugtechn. Fachgr. a. d. Techn. Hochschule Darmstadt. Die Maschine, welche leider beim Start auf der Wasserkuppe am ersten Tag des Wettbewerbs durch Fehlstart ausfiel, hat bereits ausgezeichnete Flüge, darunter einen von 306 km von Bremen über Hamburg nach Lübeck und zurück, ausgeführt. Dieser von Bernhard Flinsch ausgeführte Flug ist von der FAI wie folgt anerkannt worden: Klasse D — 1. Kategorie, Entfernung mit Rückkehr zum Startpunkt: Bernhard Flinsch auf Segelflugzeug D—11—180, Typ D—30, Bremen-Lübeck und zurück den 7. Juli 1938 305,624 km.

Was gibt es sonst Neues?

227,03 km/h über 2000 km flog am 29. 7. Flugzeugführer Seelbach auf Arado Ar 79.

100. Ozeanflug vollendete Flugkapt. Joachim Blankenburg mit der Landung des Lufthansa-Postflugzeuges „Nordmark" in New York.

Ritter v. Schleich 9. August 50 Jahre. Oberstltn. Ritter v. Schleich, Inhaber des Pour-le-merite mit 35 Luftsiegen, führte zuletzt das Jagdgeschwader Nr. 4.

Ausland

„Hawai-Klipper", überfällig seit 28. 7. mit 15 Mann Besatzung, angeblich von japanischem Dampfer „Caeberra Maru" gesichtet, noch keine Nachricht.

Lewis, engl. Jagdflieger, der letzte, den Richthofen abgeschossen hat, besucht zur Zeit Deutschland auf Einladung des Deutschen Luftfahrt-Ministeriums und des Richthofen-Geschwaders.

Moth Minor Leichtflugzeug, freitragender Tiefdecker, zwei Sitze nebeneinander, bei De Havilland im Bau.

Links: Engl. Flugzeugschützen in voller Kriegsausrüstung mit Levis MG., Fallschirm und Sauerstoffgerät, um in großer Höhe einsatzfähig zu bleiben. Mit der R/T-Sauerstoffmaske sind gleichzeitig Mikrophon und Kopfhörer verbunden. Rechts: USA-Atmungsmaske für Atmung in dünnerer Luft d. oberen Luftschichten.

Weltbild

Engl. Luftmanöver, 4. 8., nahmen teil 900 Flugzeuge, 17 000 Mann Bodenpersonal und 3000 bis 4000 Beobachter.

Engl. Nordatlantik-Ueberquerungs-Versuchsflüge für 1938 wurden am 20. 7. von Capt. Balfour, dem Unterstaatssekr. für Luftfahrt, bekannt gegeben. Die Liste der Flüge ist folgende: 15.—20. 7. Mercury: Southampton, Foynes, Botwood, Montreal, New York. 21.—28. 7. Mercury: New York, Montreal, Botwood, Azoren, Lissabon, Southampton. 15.—20. 8. Mercury: Southampton, Foynes, Botwood, Montreal, New York. 21.—28. 8. Mercury: New York, Montreal, Botwood, Azoren» Lissabon, Southampton. 1—9. 9. Albatros Nr. 1 (De Havilland 4-Motor): Hatfield, Collinstown (Dublin), Neufundland, Montreal, New York. 11.—16. 9. Albatros Nr. 1: New York, Montreal, Neufundland, Collinstown, Hatfield. 20.—25. 9. Cabot (verbessertes Short-Flugboot): Southampton, Foynes, Botwood, Montreal, New York. 26.—30. 9. Cabot: New York, Botwood, Foynes, Southampton. 1.—5. 10. Albatros Nr. 1: Hatfield, Collinstown, Neufundland, Montreal, New York. 5.—10. 10.: Albatros Nr. 2: Hatfield, Collinstown, Neufundland. 6.—11. 10. Albatros Nr. 1: New York, Montreal, Neufundland, Collinstown, Hatfield. 10.—15. 10. Cabot: Southampton, Foynes, Botwood, Montreal, New York. 15.—20. 10. Mercury: Southampton, Foynes, Botwood, Montreal, New York. 16.-21. 10. Cabot: New York, Montreal, Botwood, Foynes, Southampton. 21.—26. 10. Mercury: New York, Montreal, Botwood, Azoren, Lissabon, Southampton.

Inzwischen hat der „Mercury" den ersten Hin- und Rückflug bereits vollendet. Den „Albatros" haben wir im „Flugsport" 1937, S. 271 u. 445, beschrieben. Der Cabot ist der erste einer neuen Serie besonders verstärkter Flugboote, die das Air Ministry schon seit einiger Zeit in Auftrag gegeben hat. Das Fluggewicht soll 3600 kg mehr betragen als bei den seitherigen Empire-Flugbooten. Man hofft dadurch bei den Atlantikflügen mehr Raum für Post und Fracht zu gewinnen.

Das Starten mit dem Composite-System hat man anscheinend wieder aufgegeben, da es doch nicht die Erwartungen erfüllt hat.

Farman Viermotor 2231, Landflugzeug, umgebaut für die Air France für Trans-Atlantikflüge, ausgerüstet mit luftdichten Kabinen für Stratosphärenflug, soll in Irland starten. Startbahn von Sachverständigen ungeeignet befunden, muß erst verstärkt werden.

Intern. Flugrennen in Dinard, veranstaltet vom franz. Luftminister, findet am 28. August statt. Zugelassen Sportflugzeuge mit nicht mehr als 450 PS.

USA.-Kriegsflugzeug- und Zubehör-Ausfuhr 1938 im 1. Halbjahr 37 Millionen Dollar (128%) mehr als im 1. Halbjahr 1937. Im Juni betrug allein die Ausfuhr 7 953 000 Dollar. Hauptbezieher sind Argentinien, Japan und China.

Lockheed Aircraft Corporation Tochterfabrik für Produktion monatlich 15 bis 20 Flugzeuge errichtet.

Elmira-Wettbewerb 1938 berichteten wir „Flugsport" 38, S.439. Die Gesamtwertung mit einer Gesamtkilometerzahl von 1798 km (Späte erreichte beim diesjährigen Rhönwettbewerb in derselben Wettbewerbsdauer eine Gesamtkilometerzahl von 2504 km) und 1456 Punkten gewann Peter Riedel vor dem Amerikaner Emil Le-hecka, der 1256 Punkte erreichte. Für seinen Zielstreckenflug nach Washington erhielt Peter Riedel einen 1000-$-Preis der National Fidoucery Council und die goldene Bendix-Trophäe mit 500.— $ für die größte Strecke; außerdem erhielt er für die drittgrößte Höhe den A.-Felix-Dupont - Preis in Bronce. Der andere deutsche Vertreter, Alfred Bayer, hatte Pech. In der ersten Hälfte des Wettbewerbs machte er leichten Bruch,

PATENTSAM M LU NG

1938

des

Band VII

Nr, 25

Inhalt: 661 595; 662 083, 132, 268, 269, 372, 426, 493, 621, 729; 663 051, 052

703 ,

Flugwerk für Flugzeuge mit Kraftantrieb (Gr. 3—24).

Pat. 662 132 v. 10. 12. 35, veröff. 6. 7. 38. Dipl.-Ing. Willy Messer-schmitt, Augsburg. Metallener Flugseugrumpf.

Zeichnung ist Längsschnitt durch den Rumpf, sche-niatisch. Schüsse a, deren vordere und hintere Kanten nach dem Rumpfinnern zu umgebogen sind, wechseln

gekennzeichnet, daß zur Weiterdrehung der Landeklappe (11) über ihre steuerliche Verdrehbarkeit hinaus eine an sich bekannte Federstoßstange dient, deren Federänschlag (18) durch die Bewegung des Hebelarmes (1) im Führerraum über einen Seilzug (3) im Stoßstangenzylinder (7) jeweils so weit verschiebbar ist, daß die Landeklappe (11) in die senkrechte Treppenstellung und in ihre äußerste Steuerstellung zurückgebracht werden kann.

Pat. 662 372 v. 5. 2. 37, veröff.

b3

gemäß der Erfindung mit Schüssen b ab, deren glatte Vorder- und Hinterkanten die abgebogenen Kanten der benachbarten Schüsse a überlappen.

Patentanspruch: Metallener Flugzeugrumpf mit in Schüssen aufgebauter tragender Außenhaut und mit Spanten, die aus den Rändern der Schüsse geformt sind, dadurch gekennzeichnet, daß Rumpfschüsse, deren hintere und vordere Ränder nach dem Innern des Rumpfes zu abgebogen sind, von Rumpfschüssen überlappt sind, deren hintere und vordere Ränder glatt sind.

b>T Pat. 662 268 v. 1. 7. 37, veröff. 8, 7. 38. Gothaer Waggonfabrik Akt.-Ges,, Gotha*). Einsteigevorrichtung an Flugzeugen.

Patentansprüche:

1. Einsteigevorrichtung an Flugzeugen, bei der ein herunterklappbarer Teil der Flügelhinterkante als Auftritt ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die mit einem Auftritt versehene Landeklappe durch zwangsläufige Betätigung eines Hebelarmes, beispielsweise einer Armlehne (l) im Führerraum, über ihre normale steuerliche Verdrehbarkeit hinaus um so viel weiter verdreht werden kann, daß sie annähernd senkrecht zum Boden steht und als Treppenstufe benutzbar ist.

2. Einsteigevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch

10 11. 7. 38. Dornier-Werke G. m. b. H., Friedrichshafen a. B.*) In die Liegestellung verschieb- und klappbarer Flug seil gführ er sitz.

Der Sitz 1 ist mit einem Rahmen 2 fest verbunden. Letzter führt sich auf Schienen 3. An dem Rahmen 2 ist bei 4 ein Gestänge 5 und dieses bei 6 an die eigentliche Schutzvorrichtung angelenkt. Die Schutzvorrichtung besteht aus einer Abdeckung 7, die an ihrem einen Ende bei 8 mittels Scharnier 9 an einem Bauteil 17, welcher im Rumpf unverrückbar fest anliegt, angelenkt ist. An ihrem anderen Ende ist die Abdeckung 7 durch ein Scharnier 10 mit der Abdeckung 11 verbunden. Die Abdeckung 11 ist mit einer klappbaren Verlängerung 12 versehen. Durch eine bei 18 angelenkte Stange 13 ist die Abdeckung • 11 mit dem Gestänge 5 bei 14 verbunden. Bringt man den Sitz 1 in die strichpunktiert dargestellte Lage (in Richtung des Pfeiles P), so klappt die Schutzvorrichtung, die zwangsläufig mit dem Rahmen 2 verbunden ist, auseinander und legt sich über das Fußhebelwerk 16.

*) Walter Wundes, Gotha, ist als Erfinder benannt worden.

Patentanspruch: In die Liegestellung verschieb- und klappbarer Flugzeugführersitz, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem eigentlichen Sitz ein Schutz zwangsläufig verbunden ist, welcher sich über das Fußhebelwerk legt, wenn der Sitz in die Liegestellung gebracht wird.

*) Richard Oßwald, Fischbach, ist als Erfinder benannt worden.

b4o4Pat 662426

v. 24. 11. 34, veröff. 13. 7. 38. Hans James Schwade, Erfurt. Auftriebsvorrichtung an Flugseugen.

Abb. 1 und 2 zeigen ein Strompumpenflugzeug nach der Erfindung, jedoch mit abgenommenen Saugdüsensystemen, a Sternmotor, b Hauptturboluftpumpe (Kompressor oder Gebläse), c Strahldüsen.

Bei der Motorenhaube k wird die Primärluft in Richtung 1 für die Hauptluftpumpe, das Gebläse b, angesaugt.

Abb. 3 zeigt die bereits bekannte Ausführung eines Querschnittes eines solchen Strompumpenflügels ohne Saugdüsensysteme, während Abb. 4 und 5 die Erfindung darstellen, f ist der Flügel, n der Querschnitt der Primärluftleitung e, o die abgesaugte Luft vor und über den Flächen, p sind die abströmenden Luftstrahlen.

t in Abb. 4 und 5 sind die Leitflächen, die die angesaugte Luft zum Hauptstrom führen.

Patentanspruch:

Vorrichtung zur Vortriebs- und Auftriebserzeugung an Flugzeugen durch Gasstrahlen, die aus Düsen oberhalb des Vorderrandes der Tragfläche austreten und an der Oberseite der Fläche entlang strömen, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der Strahlen zusätzliche Saugleitflächen angeordnet sind, die Saugdüsensysteme nach Art von Ejektoren bilden. U A Pat. 662729 v. 3. 4. 32, veröff. 20. U *t08 7 38 2ap Development Corporation, New York, V. St. A. Vorrichtung zur Erhöhung des Auftriebes von Flugzeugtragflügeln

Um horizontale Hinterkanten und unter der Hinterkante des Flügels angeordneten Achsen verschwenkbare Hilfsflügel sind bereits vorgeschlagen. Weiterhin ist es bekannt, die Wölbung der Unterfläche des Tragflügels mittels einer in Scharnieren beweglichen und einstellbaren Fläche, die aus der Unterfläche des Flügels herausbewegt werden kann, zu verändern. Bei allen diesen bekannten Einrichtungen liegen die Unterkanten der Ablenkfläche und die Hinterkanten des Tragflügels nicht untereinander. Die Vorrichtung gibt den Tragflügeln einen sehr hohen Auftrieb nebst sehr kleiner Verschiebung ihres Druckmittelpunktes. Die Erfindung gestattet, die Luftzirkulation um den Flügel herum in

der Weise zu ändern, daß die normale Menge der ^wirksamen Luftzirkulation vergrößert wird und über-- dies sowohl während des Fluges als auch insbesondere während des Startens oder Landens geändert werden kann. Die Erfindung gestattet weiter, den Wirbelpunkt, welcher gewöhnlich bei hohen Anstellwinkeln auftritt, wesentlich zu verzögern und die Auftriebskurve allmählich von ihrem Maximum absinken zu lassen, anstatt eines plötzlichen Abfalles, so daß die Gefahr des, Abrutschens des Flugzeuges auf ein Minimum verringert oder vermieden und die Möglichkeit des Ueber-schlagens vollständig ausgeschaltet wird. Die Unterbrechung des Luftstromes in Nähe der Hinterkante des Tragflügels wird verhindert und die Strömungsverhältnisse an der Oberseite des Flügels werden sehr stark verbessert.

Nach Fig. 1 ist an einem Flügel 10 eine schwenkbare starre Klappe 12 an der Hinterkante 11 des. Flügels 10 angeordnet. Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, sind besondere Mittel vorgesehen, um die Klappe 12 zu verschwenken. Hierzu verwendet man einen gebogenen Hebel 13, an welchem ein endloses Seil 14 befestigt ist, ähnlich der Art, wie Steuerflächen an Flugzeugen bewegt werden. Das Gelenk 15 kann in irgendeiner Art aufgebaut sein, jedoch ist im Ausführungsbeispiel eine Form gewählt, die darin besteht, daß eine Stange 16 an der Hinterkante 17 des Flügels befestigt ist, während Teile 18 der Klappe 12 um die Stange 16 herumgewunden sind.

Patentansprüche:

1. Vorrichtung zur Erhöhung des Auftriebes von Flugzeugtragflügeln mittels einer Ablenk- und Staufläche an der Unterseite des Flügels, dadurch gekennzeichnet, daß eine an der Hinterkante des Flügels an-gelenkte Klappe (12) so weit verschwenkbar ist, daß in ausgeschwenkter Lage ihre Unterkante gerade unter der Hinterkante des Tragflügels liegt.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Klappe in die Tragflügel versenkbar ist.

fl Ac\* Pat 663051 v- 16- 7- 36' veröff. 28. 7. U ^09 38. Henschel Flugzeug-Werke A.-G., Schönefeld, Kr. Teltow. Einholmflügel mit verdrehsteifer beplankter Nase.

Patentansprüche: 1. Einholmflügel mit verdrehsteifer beplankter Nase, bei der die Beplankungen an der Flügelober- und -Unterseite über den Holm hinaus nach hinten verlängert sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Beplankung unter Bildung eines nach hinten offenen Kastens eine für die Aufnahme der in oder entgegengesetzt der Flugrichtung wirkenden Kräfte geeignete Vergrößerung der Trägerhöhe in waagerechter Richtung bilden..

2. Einholmflügel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß hinter dem Holm die Unterseite oder die Oberseite zu einem Anschlußpunkt auf der Ober- oder Unterseite zusammengezogen ist.

tk ifs Pat 662 493 v, 18. 9. 35, veröff. P 1V01 14 7 38 Fritz Faudi> Kronberg,

Taunus. Gelenk für Steuerungsgestänge, insbesondere an Flugseugen.

Patentanspruch:

Gelenk für Steuerungsgestänge, insbesondere an Flugzeugen, bei dem einer der Qelenkteile am anderen Qelenkteil kugelig gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, daß die kugelige Gelenkbolzenbüchse (6) des gabelartigen Scharniergelenkteiles (1) im zweiten Gelenkteil (2) durch Federringe (7, 8) gegen seitliche Verschiebung abgestützt ist.

Schraubenflugzeuge (Gr. 25—30).

h Pat. 662 269 v. 27. 7. 35, veröff.

U 9 7 38 Kay Gyroplanes Ltd.,

Edinburgh, Schottland. Steil auf steig fähig er Tragschrauber.

Die Erfindung ist vorzugsweise anwendbar auf Tragschrauber, bei welchen der Rotor unter der Einwirkung des Flugwindes selbstdrehend ist.

Wie an sich bekannt, werden vor Beginn des Aufstieges die Flügel mit einem Einstellwinkel gleich Null oder mit einem negativen Einstellwinkel . eingestellt und dann in Umlauf versetzt, z. B. dadurch, daß sie an den Antriebsmotor der Maschine angekuppelt werden. Wenn der Führer glaubt, daß die Flügel-geschwindigkeit genügend hoch ist, um den erforderlichen Auftrieb zu geben, so stellt er sie so ein, daß sie einen positiven Einstellwinkel haben, und erhöht dann die Geschwindigkeit der Zugschraube, worauf die Maschine hochsteigt. Bevor sie sich jedoch vom Boden abhebt, ist es nötig, den Rotor wieder von dem Antrieb abzuschalten, weil sonst, wenn der direkte Antrieb des Rotors andauert, das Drehmoment zwischen Motor und Rumpf den letzteren veranlassen würde, in der entgegengesetzten Richtung zum Rotor zu kreisen. Um diese notwendige Abschaltung zu bewirken, ist es bisher üblich gewesen, eine < Steuerung vorzusehen, mittels der der Führer den Rotorantrieb nach seinem Willen ein- und ausschalten kann.

Es ist auch bereits ein Sprungstarttragschrauber bekannt, bei welchem die Veränderung des Einstellwinkels der Flügel nicht überwacht werden kann, bei welchem vielmehr die Einstellwinkelveränderung abhängig ist von der Umlaufsgeschwindigkeit des Rotors. Hat der letztere in Verbindung mit dem Antriebsmotor die erforderliche Umlaufsgeschwindigkeit erreicht und wird dann die Verbindung mit dem Motor unterbrochen, so kommt eine Veränderung des Einstellwinkels der vorher auf Null oder auf einen negativen Winkel eingestellt gewesenen Flügel nach dem Trägheitsgesetz selbsttätig dadurch zustande, daß der Flügelholm sich um einen Zapfen nach rückwärts dreht, wodurch der Einstellwinkel vergrößert wird. Die Veränderung des Einstellwinkels ist bei dieser vorveröffentlichten Bauweise nicht steuerbar und entzieht sich völlig der Beeinflussung durch den Führer. Da die Veränderung des Einstellwinkels völlig abhängig von der den Flügeln vorher durch den Vor-

Fig.

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triebsmotor gegebenen Umlaufgeschwindigkeit ist, so> entsteht unmittelbar nach Abschaltung des Antriebes, infolge des dadurch bedingten plötzlichen Ueberganges zu einem positiven Einstellwinkel ein sprunghafter Abhub des Flugzeuges.

Patentansprüche:

1. Steil aufsteigfähiger Tragschrauber mit einstellbaren und vor dem Abflug mittels des kuppelbaren: Vortriebsmotors in hohe Umlaufzahl zu versetzenden Rotorflügeln, gekennzeichnet durch eine an die Steuerung für die Winkeleinstellung der Rotorflügel angeschlossene Einrichtung, die die Kupplung selbsttätig abschaltet, wenn der handgesteuerte Flügeleinstellwinkel auf dem Wege durch die Null- zur Größt-einstellung eine regelbare Größe überschreitet.

2. Tragschrauber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kupplungshebel (17A) vermittels, eines Zahnbogens (20) und einer mit einer Nase (26) um einen Stützpunkt der Stange (25) schwenkbaren, den Kupplungshebel (17A) in der Kupplungsstellung sperrenden Klinke (21) kraftschlüssig mit einer gleitbar gelagerten, an das Einstellwinkelsteuergestänge angeschlossenen Stange (25) verbunden ist und die Abschaltung der Kupplung in einer einstellbaren Stellung dieser Stange (25) zwangsläufig erfolgt, wenn nach einer gewissen Längenverschiebung der letzteren ein Stangenausschnitt (27) in den Bereich der Klinken-stütznase (26) gelangt.

3. Tragschrauber nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die gleitbar auf einem Schwenkzapfen (22) gelagerte und unter der Einwirkung einer Feder (24) im Bereich des Zahnbogens (20) in Stellung gehaltene Sperrklinke (21) bei Bruch, dieser Feder selbsttätig sowohl aus dem Wirkungsbereich des Zahnbogens (20) als auch aus dem der Schieberstange (25) gelangt.

U Qfi.- Pat. 662621 v. 24. 7. 35, veröff. U 18 y 38 Raoul Hafner> Wien, u.

Audrey Gretchen Coats, geb. Wilmot,

London. Steilschrauberflügel.

Patentanspruch: Steilschrauberflügel mit einer drehelastischen, auf ■einen vorbestimmten Einstellwinkel abgestimmten Stahlstange nach Patent 630 238, gekennzeichnet durch eine an sich bekannte einstellbare Verriegelung an den Gewindeverbindungen der Stahlstange mit der Nabe bzw. der Flügelspitze.

Triebwerk (Gr. 12—25). n IC) Pat. 662 083 v. 9. 2. 35, veröff. ^ 1-401 7 7 38 Dornier-Werke G. m. b. H., Friedrichshafen a. B.*) Vorrichtung sunt Bewegen von Klappen an Kühllufthanben, insbesondere von Flug seng-Sternmotoren.

Patentansprüche:

1. Vorrichtung zum Bewegen von Klappen, die zum Regeln der Kühlluftzu- oder -ableitung bei durch Hauben oder Ringe umkleideten Motoren, insbesondere Flugzeugsternmotoren, dienen, mittels durch Luft oder Flüssigkeit aufblähbare Hohlkörper, dadurch gekennzeichnet, daß zum gleichzeitigen Bewegen mehrerer Klappen ein unter oder über den Klappen hindurchgeführter schlauchförmiger Hohlkörper angeordnet ist.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1 mit mindestens zwei Klappensätzen, von denen der eine Satz durch Aufblähen der Hohlkörper, der andere gleichzeitig durch Entleeren der Hohlkörper bewegt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitungen von den Hohlkörpern des einen Klappensatzes an dem einen Ende eines Arbeitszylinders angeschlossen sind, in dem ein doppelt wirkender Kolben vorhanden ist, die zu den Hohlkörpern des anderen Klappensatzes gehörenden Leitungen an dem anderen Ende des gleichen Arbeitszylinders angeschlossen sind.

*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden: Dipl.-Ing. Hans Keitel, Friedrichshafen a. B.

c | ff Pat. 663052 v. 13. 1. 34, veröff. <U 1^01 2g 7 38 Sjemens Apparate und

Maschinen G. m. b. H., Berlin*). Einrichtung mir Freigabe von Flüssigkeiten, s. B. Verlieb elun gsflüssig keilen.

Patentansprüche: 1. Einrichtung zur Freigabe von Flüssigkeiten, z. B.

zu Pat. 662 621

Vernebelungsflüssigkeiten, vom Luftfahrzeug aus, bei der die Oeffnungen des Flüssigkeitsgefäßes und der etwa ihm zugeordneten Druckflasche von der Luftfahrzeugkabine aus fernbedienbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß dem Auslaufventil des Flüssigkeitsgefäßes (1) und dem Handbedienungsorgan (4c) zur Oeffnung eines Vorventils (4d) der Druckflasche (4) je eine aus Schaltorgan (10, 11 bzw. 13) und Signal (12) bestehende Einrichtung zur Meldung der Offenstellung beider Ventile zugeordnet ist.

2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Auslaufventil des Flüssigkeitsgefäßes (1) zugeordnete Vorrichtung (10, 11) mit der dem Vorventil (4d) der Druckflasche zugeordneten Vorrichtung in Reihe liegt und beide auf ein gemeinsames Schauzeichen o. dgl. arbeiten, so daß dieses erst beim Oeffnen des Auslaufventils und des Vorventils betätigt wird.

*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden: Franz Fanselow, Berlin-Mariendorf.

r f Pat- 661 595 v- 8- 8- 35' veröff-

^ AU01 22. 6. 38. Dornier-Werke G. m. b. H., Friedrichshafen, Bodensee*). Vorrichtung zum Verhüten ungewollter Stellbewegungen bei hydraulischen Fernbetätigungseinrichtungen an Bord von Luftfahrzeugen. Patentanspruch: Vorrichtung zum Verhüten ungewollter Stellbewegungen bei hydraulischen Fernbetätigungseinrichtungen, die aus einem an Bord von Luftfahrzeugen befindlichen zweizylindrigen Impulsgeber- und einem zwei-zylindrigen Impulsempfängergerät besteht, insbesondere zum Bedienen des Triebwerkes oder der Steuerung, dadurch gekennzeichnet, daß senkrecht zu den als Zahnstangen ausgebildeten, gemeinsam von einem Zahnrad angetriebenen parallelen Kolbenstangen beider oder eines der genannten Geräte Bremsbolzen angeordnet sind, die unter einstellbarem, in Richtung auf das Antriebszahnrad wirkenden Federdruck stehen und deren innere Enden als Führungen der primatischen Zahnstangenrücken ausgebildet sind.

*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden: Dipl.-Ing. Hans Keitel, Friedrichshafen, Bodensee.

zu Pat. 661 595

zu Pat. 663 052

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Pat.-Samml. Nr.25 wurde im „FLUGSPORT" XXX., Heft 17, am 17.8. 1938 veröffentlicht.

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konnte sich aber trotzdem auf dem siebten Platz behaupten. — Am Wettbewerb nahmen 22 Hochleistungsmaschinen und 54 Flugzeugführer teil.

13 Std. 27 Min. segelte H. O. Pick auf Grünau Baby in Sutton Bank am 31. 7. Damit wurde die engl. Höchstleistung im Dauer-Segelflug, die Neilan vor 3 Jahren aufstellte, um 20 Min. überboten.

Tschechoslow. Verkehrsflugzeug Prag—Straßburg—Paris stieß im Nebel gegen den Buchwalder Kopf in der Nähe von Offenburg. 16 Insassen kamen ums Leben.

Japan besitzt 6 Flugzeugmutterschiffe: „Ryuzyo", „Kaga", „Hosyo", „Akagi" und 2 ,Soryu".

Potez 63 Kampfdreisitzer, Serienfabrikation in dem Werk Meaulte (Somme), Spannweite 16 m, Länge 10,9 m, Höhe 3 m, Leergewicht 2450 kg, Fluggewicht 3640 kg, Höchstgeschwindigkeit 500 km, Motoren Hispano-Suiza 14 Hbs. (Vgl.

Typenbeschreibung „Flugsport" 1936, Nr. 23, S. 570.) Weltbild

Südafrikanisches Luftrennen Durban—Bethlehem—Bloemfontain—Kimberley —Johannesburg und zurück nach Durban am 23. 7. nahmen 19 Maschinen teil. Sieger Mr. J. J. Oosthuizen auf Hörnet Moth.

Ungar. Presseflugzeug am 10. 8. während des internat. Flieger.treffens mit 12 Insassen bei Debreczen verunglückt. (Nun erst recht! Weiterfliegen!)

Abessinien-Fluglinien für Post- und Privatverkehr zwischen den Hafenplätzen und dem Innern sollen von einer neugegründeten Gesellschaft für Flugtransporte (erhält keine staatlichen Subventionen) in Ostafrika betrieben werden: 2 Fluglinien Addis Abeba in nördlicher Richtung über Dessie—Gondar—Asmara nach Massaua und Addis Abeba, in nordöstlicher Richtung nach Diredaua und Assab, sollen bereits im Oktober beflogen werden. Eine 3. Linie führt über eine Rundstrecke von Addis Abeba über Lekempti—Gambela (oder Dembidollo), Gore—Gimma, zurück nach Addis Abeba.

Elmira-Wettbewerb USA.

Irvington, N. J., den 25. 7. 1938. Ueber den Ausgang des diesjährigen Segelflug-Wettbewerbes in Elmira wird der „Flugsport" sicher die offiziellen Berichte bereits erhalten haben.

Die Begeisterung für den Segelflug hier ist leider nicht so groß wie in Deutschland, wo der Segelflug entstanden ist. Segelflugpiloten in USA. leiden unter chronischem Geldmangel. Es ist schwer, die Rücktransportkosten, die außerordentlich hoch sind, aufzubringen. Nachstehend einiges über verschiedene am Elmira-Wettbewerb teilgenommene Maschinen:

Stanley Hochleistungssegelflugzeug zeigte viele Neuerungen. Ganzmetallrumpf, einziehbares Fahrwerk, Holzflügel, sehr schneller Aufbau. Die Maschine zeigte gleich bei den ersten Flügen ganz außerordentlich gute Leistungen, mußte leider zu früh aus dem Wettbewerb ausscheiden, da ein Andenkenjäger das Höhensteuer mitgenommen hatte.

Cinema,

von Corcoran entworfen, gebaut und geflogen, ist uns vom letzten Jahre bekannt, hat viel geflogen, aber keine außerordentlichen Leistungen gezeigt. Dieses Jahr hat uns Corcoran überrascht. Wie die Bilder zeigen, ist es eine verhältnismäßig einfache Konstruktion, die in die Klasse der Uebungssegler gehört.

„Baby Albatroß"

von Bowlus wurde zum erstenmal vorgeführt und brachte gute Leistungen. Auch

Vom Elmira-Wettbewerb. Verkleidung der „Cinema". Rechts: Corcoran.

Bild: Archiv Flugsport

diese Maschine zeigte verschiedene Neuerungen. Vor allem hat der Hersteller versucht, eine Maschine zu bauen, die bei guter Leistung billig verkauft werden kann, was auch erreicht wurde. Der Preis in Baukastenform ist 385 Dollar. Alle Beschläge sind in Leichtmetall gegossen, der Leitwerksträger ist aus einem gezogenen Leichtmetallrohr hergestellt. Der Führer sitzt in einem Holzboot, Flügel einholmig und abgestrebt.

Ein anderer Neubau ist die

Hochleistungsmaschine von Roß. Diese zweite Maschine wurde etwas verstärkt und steht den deutschen Maschinen an Erscheinung und Leistung nicht nach.

Der Gummiseil- und Autostart wurde dieses Jahr durch Windenstart ersetzt, und nur, wenn es unmöglich war, „Anschluß" zu bekommen, wurde Flugzeugschlepp angewendet.

Der Windenschlepp in USA. wurde beim Aero-Club Albatroß von dessen Präsidenten Gustav Scheurer nach den ersten Versuchen 1931 eingeführt. Es war schwer, die führenden Leute des ACA. von der Windenmethode zu überzeugen, und erst 1936 wurde beim nationalen Wettbewerb in Elmira der Windenschlepp vorgeführt. Scheurer verwendet statt Drahtseil Hanfseil von 5/ig Zoll. Vorteile: Große Sichtbarkeit des Seiles, ferner leicht zu schneiden und elastisch beim Schleppen.

Vom Elmira-Wettbewerb. Von oben nach unten: Cinema, Entwurf Corcoran. Flgz.-Führ. Corcoran. Entfernüngsflüge: 330, 300 u. 214 km. Bowlus-Uebungssegler. Flgz.-Führ. Jack O'Meara. Prof. Franklin mit Fahne. Ross-Segelflugzeug. Zielflug nach Washington D. C. 350 km von Stanley. Riedels Kranich in Elmira. Riedel, Gronhoff, Peters, Kamp, Scheurer, Rörig.

Binder: Archiv Flugsport

«5 Ulfflteüe

Intern. Modellflug - Wettbewerb Antwerpen 7. 8. Sieger Schweden mit 23 Min. 31 Sek., 2. Frankreich mit 15 Min. 3 Sek., 3. USA. mit 14 Min. 45 Sek.

Intern. Wakefield Modell-Wettbewerb, 31. 7., fand statt in Guy an -court (Paris) auf dem Flugplatz von Caudron-Renault. Vertreten waren 14 Länder mit 80 Modellen: Amerika, Australien, Belgien, Canada, Deutschland, England, Frankreich, Holland, Norwegen, Polen, Schweden, die Schweiz, Süd-Afrika und die Tschechoslowakei. Das Wetter war günstig, schwacher Wind, starke Sonneneinstrahlung, für die Modelle mit Gummimotor. Sieger wurde der Amerikaner James Cahill mit 32 Mm. Er erhielt den Wakefield-Pokal. Zweiter der Franzose Bougeret mit 6 Min. 58 Sek., Dritter Erich Klose (Deutschland) 6 Min. 15 Sek., Vierter Gunnar Magnusson (Schweden) 6 Min. 7 Sek.

Österr. 27 Jahre alt, ledig, arisch, reiche Auslandserfahrung, Flugzeugführerschein A 2, Auto-führerschein, gutes technisches und kaufmänn. Wissen. Perfekt Englisch, Französisch, gute talienische und spanische Sprachkenntnisse,

sucht Sportf lugzeug-Vertretung

oder als Verkaufs-Repräsentant für das In- und Ausland. Zuschriften unter: „Repräsentativ 62 7 5" an Kratz-Anzeigen, Innsbruck.

Junger Kaufmann, Sportflieger, sucht

ige Beteiligung.

mögl. Luftfahrtunternehmen, mit 100-200000 RM. Angebote unter 3962 an die Expedition des „Flugsport", Frankfurt-M., fiindenburgplatz 8, erbeten.

Segelflug-Hauptlehrei

amtlicher Sachverständiger mit Schleppergenehmigung, sucht entsprechende Stellung. Angebote unter Nr. 3969 an Verlag des „Flugsport".

Wir haben abzugeben:

Fieseier R 5

Baujahr 1933, 450 Flugstunden, zugelassen, RM 3600.— ;

Eigenkonstruktion

Kobold

einsitziger Tiefdecker mit 20 PS luftgekühltem JLO-Motor, 120 km Reisegeschwindigkeit, 20 Flugstunden, nur für Platzflüge zugelassen, Reiseflugerlaubnis auf besonderen Antrag bei P. f. L., RM 2100.—. Beide Maschinen sind in einwandfreiem, flugklarem Zustand und werden ohne Zuschlag auf dem Luftwege nach jedem deutschen Flughafen überführt.

F. H.Schule G.m.b.H., Hamburg 26