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Zeitschrift Flugsport, Heft 20/1937

Auf dieser Seite finden Sie das komplette Heft 20/1937 der Zeitschrift „Flugsport“ in Textform (vgl. Übersicht). In der von Oskar Ursinus herausgegebenen illustrierten, flugtechnischen Zeitschrift für das gesamte Flugwesen wurde über die Luftfahrt sowie den Luftsport zur damaligen Zeit berichtet. Der gesamte Inhalt steht Ihnen nachstehend kostenlos und barrierefrei zur Verfügung. Beachten Sie bitte, dass es bei der Digitalisierung und Texterkennung zu Textfehlern gekommen ist. Diese Fehler sind in den verfügbaren PDF Dokumenten (Abbild der Originalzeitschrift) natürlich nicht vorhanden.

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Illustrierte technische Zeitschrift und Anzeiger für das gesamte Flugwesen

ßrief-Adr.: Redaktion u. Verlag „Flugsport", Frankfurt a. M., Hindenburg-Platz 8 Bezugspreis f. In- u. Ausland pro K Jahr bei 14täg. Erscheinen RM 4.50

Telef.: 34384 — Telegr.-Adresse: Ursinus — Postscheck-Konto Frankfurt (Main) 7701 Zu beziehen durch alle Buchhandlungen, Postanstalten und Verlag. Der Nachdruck unserer Artikel ist. soweit nicht mit „Nachdruck verboten" versehen, nur mit genauer Quellenangabe gestattet.

Nr. 20

29. September 1937

XXIX. Jahrgang

Die nächste Nummer des „Flugsport" erscheint am 13. Oktober 1937

II. Internationale Luftfahrt-Ausstellung Mailand.

2.—17. Oktober.

Das italienische Flugwesen hat sich in den letzten Jahren ganz gewaltig entwickelt, und diese Entwicklung verdankt es vor allem Mussolini, welcher seit der faschistischen Revolution den Anstoß zu dieser Entwicklung gegeben hat. Es sei nur an eine Ansprache erinnert, welche der Duce im November 1923 anläßlich einer Tagung vor den Fliegern hielt. Er sagte damals : „Ich spreche zu euch als Regierungschef und als Flieger, der geflogen ist und noch sehr viel fliegen wird." Inzwischen ist der Aufbau der italienischen Luftwaffe vollzogen. Was er versprochen hat, ist durchgeführt.

Ebenso wurde der zivile Luftverkehr ausgebaut. Durch Verschmelzung der bisherigen verschiedenen kleinen Luftverkehrsgesellschaften (Aero Espresso, SANA. u. a.) entstand die „Ala Littoria", deren Aufgabe es ist, die Fluglinien nach Italienisch-Ostafrika, Addis Abeba bis nach Mogadiscio über Tripoli, Bengasi, Kairo sowie die Anschlußstrecken an die Lufthansa nach Deutschland und anderen Ländern zu betreiben. Während im Jahre 1935/36 5 736 746 km gegenüber 3 609 181 km im Vorjahre zurückgelegt wurden, betrug die Zahl der beförderten Fluggäste 61 574 gegenüber 46 872 im Vorjahre.

Bereits die I. Intern. Luftfahrt-Ausstellung Mailand 1935 überraschte durch Reichhaltigkeit und hohen Stand der Entwicklung. Die italienischen Maschinen überraschten nicht nur als Ausstellungsob-

irSALONE INTERNAZIONALE AERONAUTICO

1937-XV FIERA DI MILANO

Verehrte Leser des Flugsport! Bitte sparen Sie unnütze Nachnahmespesen und senden Sie uns die fällige Bezugsgebühr für das IV. Vierteljahr 1937, RM 4.50, möglichst auf unser Postscheckkonto 7701 Frankfurt a. M. Nach dem 6. Oktober werden wir diese zuzüglich 30 Pf. Spesen durch Nachnahme einziehen.

Diese Nummer enthält DIN-Samnilung für Luftfahrt Nr. 1.

jekte, sondern auch im praktischen Fluge. Die Leistungen von Istres— Damaskus—Paris sind noch in frischer Erinnerung. Man fühlt schon jetzt, daß die italienische Entwicklung nicht stillsteht. Man darf daher auf die Ausstellung in Mailand gespannt sein.

Vorschau.

Den weitaus größten Raum der Ausstellung nehmen naturgemäß die Stände der

italienischen Luftfahrtindustrie

in Anspruch. Wir geben nachstehend einen kurzen Ueberblick. Ueber die wichtigsten, z. T. noch nicht bekannten Flugzeuge, Motoren und Zubehörteile berichten wir im nächsten Heft ausführlich.

Von der Cantieri Riuniti dell'Adriatico wird der Salon mit der dreimotorigen Zweischwimmermaschine „Cant.. Z. 506", die eine Reihe von Rekorden aufstellte und auf S. 385 und 659 des Jahrganges 1936 besprochen ist, dem ebenfalls durch zahlreiche Rekordflüge bekannten dreimotorigen Flugboot „Cant, Z. 508", einem zweimotorigen Kampfflugzeug „Cant. Z. 1011" und dem einmotorigen Aufklärungsflugzeug „Cant. Z. 1012" beschickt.

Die Firma Societa Aeroplani Caproni mit den zahlreichen angeschlossenen Werken zeigt das Aufklärungsflugzeug „Ca. 134" und den zweimotorigen Bomber „Ca. 135". Diese beiden Baumuster werden in dem Stammwerk in Taliedo gebaut, während die ebenfalls im Original ausgestellten Typen „Ca. 109-Qhibli" (Beschreibung s. „Flugsport" 1937, S. 483), „Ca. 311-Borea" (s. 1936, S. 183) und „Ca. 310-Libeccio" aus den Werkstätten der Cantieri Aeronautici Bergamaschi hervorgegangen sind. Das Caproniwerk in Vizzola bringt den Hochdecker „Ca. 133", den wir 1937 auf S. 385 besprochen haben, der Betrieb Reggiane einen zweimotorigen Bomber zur Schau. Außerdem sind die beiden

Staatsmann und Flugzeugführer. Das vor einiger Zeit vom Duce erworbene Militärfliegerzeugnis, rechts: Mussolini im Führersitz einer Savoia-Marchetti „S. 81".

Weltbild,

Cant. „Z. 506", eine der erfolgreichen Konstruktionen von Zappata. Eine ausführliche Beschreibung ist auf S. 385 des Jahrganges 1936 veröffentlicht.

Werkbild

in dem Zweigwerk in Rom von der Compagnia Nazionale Aeronautica gebauten Sportflugzeuge „C. N. A. 15" und C. N. A. 25" zu sehen.

Den Mittelpunkt des Standes der Gesellschaft Savoia-Marchetti bildet der dreimotorige Tiefdecker „S. 79", dessen hervorragende Flugleistungen durch den dreifachen Sieg im Luftrennen Istres—Damaskus—Paris nachdrücklich bewiesen sind. Von der Weiterentwicklung dieses Baumusters, dem Verkehrsflugzeug „S. 83", bringen wir in Heft 21 eine eingehende Beschreibung. Daneben kommen noch das dreimotorige Flugboot „S. 77" und der zweimotorige Bomber „S. 79B" zur Ausstellung.

Die Societa Italiana Ernesto Breda entsendet das Militärflugzeug „Ba 65" und den auf S. 160 des Jahrganges 1936 besprochenen Reise-Hochdecker „Ba S. 79".

Die drei von Fiat gezeigten Typen sind unseren Lesern bereits bekannt. Der zweimotorige Bomber ,,B. R. 20", von dem auch zwei Maschinen an dem Damaskus-Rennen teilgenommen haben, ist 1937 auf S. 182 besprochen. Eine Beschreibung des Verkehrstiefdeckers „G. 18 V" findet sich 1936 auf S. 255 und 1937 auf S. 321, während die gleichfalls für Verkehrszwecke gebaute zweimotorige „A. P. R. 2" auf S. 346 dieses Jahrganges behandelt ist.

Plaggio ist mit dem zweimotorigen Bomber „Pegna 32" vertreten. Die der Breda-Gruppe angehörende Industrie Meccaniche Aeronau-tiche Meridionali, deren Baumuster „Ro. 37", „Ro. 41" und „Ro. 43" auf S. 179 ff. des Jahrganges 1937 besprochen sind, bringt eine neue Maschine mit der Bezeichnung „Ro. 51" zur Schau. Der Stand der Firma Macchi in Varese hat das dreimotorige Amphiblum „M. C. 99" zum Mittelpunkt. Die zweimotorige Variation dieser Maschine, mit der

Ein Bild vom Besuch des Ministerpräsidenten Generaloberst Göring in Rom im Januar dieses Jahres. Rechts von Mussolini'Graf Ciano und Frau Emmy Göring.

Weltbild

Hochgeschwindigkeits-Kampfflugzeug Fiat ,,B. R. 20", das in zwei Exemplaren an dem Rennen Istres—Damaskus—Paris teilnahm. Beschr. 1937, S. 182.

Werkbild

vor einiger Zeit mehrere Rekorde aufgestellt wurden, haben wir in diesem Jahre auf S, 203 beschrieben,

Ein Wasserflugzeug und die beiden Typen „Saiman 200" und „Saiman 201" werden von der „Societa Anonima Industrie Meccaniche, Aeronautiche e Navali" nach Mailand geschickt, während Piero Magni eine neue Maschine mit der Bezeichnung „Magni 1937" zeigt.

Der von der Societa Aeronautica Italiana ausgestellte Tiefdecker „S. A. I. 2 S." ist eine Kabinenmaschine für Sport und Reise. Mit einem Motor von nur 140 PS erreicht er mit 5 Insassen eine Höchstgeschwindigkeit von 240 km/h. Ueber das Muster „S. A. I. 3" der gleichen Firma ist noch nichts bekannt. Dagegen ist der Tiefdecker „F. N. 305" der Brüder Nardi unseren Lesern durch den Bericht auf

Seite 70 dieses Jahrganges schon bekannt.

Das „Centro Studi ed Esperience per il Velo a Vela" (Versuchsanstalt für Segelflug) an der Königlichen Technischen Hochschule zu Mailand stellt auf dem Stand der Reale Unione Nazionale Aeronautica den Uebungssegler „Asiago Q. P. 2" im Bau aus.

Die Maschine ist aus den Erfahrungen der Segelflugschule in Asiago entstanden und ist für die C- und Leistungsflugschulung im Thermik- und Wolkenflue: gedacht. Die Konstrukteure Qarbell und Preti haben daneben auch die mit dem „Qrunau-Baby", dem polnischen Komar und der „H 17" gemachten Erfahrungen verwertet. Mit Rücksicht auf den Wolkenflug hat die Maschine ein Lastvielfaches von 9 und Luftbremsen auf der Flügeloberseite.

Profile Q 535 und M 6 mit allmählichem Uebergang. Die Mehrzahl der Beschläge ist aus rein italienischem Dural. Weiterhin ist an allen schwach beanspruchten Stellen Pappelsperrholz an Stelle des nordischen Birkensperrholzes angewendet worden. Der Rumpf ist vorne sechseckig mit abgerundeter Haube und geht hinten in einen viereckigen Querschnitt über. Offener Führersitz.

Spannweite 13,7 m, Länge 6,5 m, Fläche 12,7 m2, Flügelstreckung 1 : 14,8, Leergewicht 120 kg, Fluggewicht 210 kg, Flächenbelastung 16,5 kg/m2, Gleitzahl 1 : 20, Sinkgeschwindigkeit 80 cm/sec.

Die von den gleichen Konstrukteuren im vergangenen Sommer gebaute Maschine „Pinguine G. P. 1", die der Sperberklasse angehört, kann aus Raumgründen nicht ausgestellt werden. Diese Maschine ist nur zu Studienzwecken erbaut worden und wird daher nicht in Serie gehen. Gleich nach der Ausstellung wird dieses Flugzeug, das eine interessante Profilauswahl zeigt (NACA 0015, G 535, NACA 23 012), eingehenden Versuchen auf dem Gelände von Sezze-Littoria (Agro Pontino) unterzogen.

Ueber den von der Aeronautica Lombardia, der Nachfolgerin der Aeronautica Bonomi, ausgestellten Mitteldecker „Alcione B. S. 28" (Konstr. Silva) berichten wir im nächsten Heft ausführlich.

Von den italienischen Motorenfirmen ist zahlenmäßig am stärksten Piaggio mit 6 Motoren vertreten. Davon ist das Muster „P. XI R. C. 40", ein 18-Zylinder, auf S. 278 dieses Jahrganges besprochen. Der Neunzylinder „P. X. R." besitzt 145 mm Bohrung und 165 mm Hub, entsprechend einem Hubraum von 24,8 1. Die Höchstleistung wird mit 700 PS bei 2300 U/min angegeben. Die Propellerwelle ist über ein Farmangetriebe im Verhältnis 1 : 0,658 untersetzt.

Der Neunzylinder „P. IX. RC. 40" leistet am Boden 610 PS und in 4000 m Höhe 600 PS. Er ist mit einem zweistufigen Schleudergebläse und Untersetzungsgetriebe ausgerüstet. Das Muster „P. VII C. 16" ist ein Sieben-Zylinder mit 460 PS Höchstleistung bei 325 kg Trockengewicht. Auf die beiden Typen „P. VII C. 40" und „P. XII RC." kommen wir später zurück.

Isotta-Fraschini stellt 5 Motoren aus. Als Glied der „Asso"-Reihe ist der wassergekühlte 18-Zylinder „Asso-750 R. C." zu erwähnen, der mit 47 1 Hubraum eine Höchstleistung von 890 PS in 4400 m Höhe bei 2000 U/min erreicht. Die Schraubenwelle ist trotz der niedrigen Kurbelwellendrehzahl im Verhältnis 1 : 0,658 untersetzt. Das Trockengewicht wird mit 730 kg angegeben.

Die übrigen Reihenmotoren der gleichen Firma mit den Bezeichnungen „121 RD 40" und „A 120 IRCC 15/40" sind noch nicht näher bekannt. An Sternmotoren stellt Isotta-Fraschini den Sieben-Zylinder „Astro 7 C 40" mit einer Nennleistung von 450 PS in 4000 m Höhe bei

Ein Bild von der Parade, die der Duce am 14. Jahrestag der Gründung der faschistischen Luftwaffe auf dem Flugplatz von Ciampino abnahm. Rechts eine Staffel von Jagddoppeldeckern des Typs Fiat „C. R. 32". Weltbild.

Isotta-Fraschini „Astro 7 C 40". Hub 160 mm, Bohrung 154 mm, v Gesamthubraum 20,8 1, Verdichtung 1:6, Verdichter mit lOfacher

Motordrehzahl laufend. Nennleistung bei 2000 U/min in 4000 m Höhe 450 PS,

Gewicht 328 kg, Durchmesser 1200 mm. Länge (ohne Getriebe) 1127 mm. Leistungsgewicht (bezogen auf Nennleistung) 0,73 kg/PS,

Hubraumgewicht 15,8 kg/1, Hubraumleistung 21,6 PS/1, mittlerer nutzb. Druck 9,7 atü,

Werkbild

2000 U/min und einem Gewicht von 328 kg und das Muster „140 RC 40" aus.

Alfa Romeo bringt 4 Motoren (110—1, 115—1, 136 RC 34, 135 RC 33) und 5 Verstellpropeller, während Fiat seine beiden Typen „A—74 RC 38" und „A—80 RC 41" (s. auch S.5557) zeigt. Die Firma Cam-pagnia Nazionale Aeronautica von der Gruppe Caproni stellt ebenfalls einen Motor aus.

Ueber die italienische Zubehörindustrie berichten wrir im nächsten Heft, ebenso über die Firmen aus dem übrigen Ausland, da zur Zeit noch nicht endgültig festliegt, wie die einzelnen Länder vertreten sein werden.

Eine Staffel von dreimotorigen Bombern Savoia-Marchetti „S. 79"

bei einem Uebungsflug, Werkbild

Das Reichsluftfahrtministerium

selbst beteiligt sich an der Ausstellung mit Nachbildungen des Flughafens Tempelhof und des RLM.-Qebäudeblockes, ferner mit Lichtbildern von Forschungsanstalten und einem Modell des Focke-Hub-schraubers.

Auch das Nationalsozialistische Fliegerkorps nimmt mit Modellen der Reichssportfliegerschule Rangsdorf und mehrerer Ausbildungsstätten teil. Die Deutsche Versuchsanstalt für Luftfahrt zeigt einen Ausschnitt aus ihren Forschungsarbeiten, der Stand umfaßt u. a. Dehnungsschreiber, Schwingungsschreiber, Beschleunigungsmesser, Kraftstoffwaagen usw. Als weiterer Repräsentant der deutschen Luftfahrtforschung tritt das DFS. mit einem Rauchkanal, verschiedenen Modellen und Bildmaterial in Erscheinung, während die Deutsche Lufthansa einen Querschnitt durch ihre Verkehrsleistungen zeigt. Die

deutsche Luftfahrtindustrie unterstreicht die Bedeutung der Mailänder Ausstellung durch eine besonders umfangreiche Beteiligung. Die Ago-Flugzeugwerke Q. m. b. H., Oschersleben, zeigen ihr zweimotoriges Kurierflugzeug „Ao 192" im Original. Wir haben dieses Baumuster, das bisher noch nicht an die Oeffentlichkeit getreten ist, auf S. 264 dieses Jahrganges besprochen. Das zweisitzige Ganzmetallflugzeug „Ar 96" der Arado-Flugzeug-werke G. m. b. Ii, Nowawes, ist, wie in Brüssel und Haag, auch hier wieder zu sehen. (Beschreibung s. S. 263.) Auf dem Stand der Bayerischen Flugzeugwerke AG., Augsburg, bildet das vor einiger Zeit durch seinen Demonstrationsflug über 6500 km, der in zwei Tagen ausgeführt wurde, hervorgetretene Schnell-Reiseflugzeug BFW Me 108 „Taifun" mit dem Argus-Motor „As 10 C" den Mittelpunkt. Neu ist der zweimotorige Tiefdecker „Fh 104" der Firma Flugzeugwerk Halle GmbH., den wir auf S. 376 besprochen haben. Diese Maschine ist sogar zweimal im Original vertreten, einmal in der Ausstellung, das andere Mal auf dem Flugplatz Taliedo, wo sie für Vorführungsflüge bereitsteht.

Schnellverkehrsflugzeug; Ago Ao 192 „Der Kurier". Werkbiiaer

Ago Ao 192 „Der Kurier". Links auf dem Bilde erkennt man die Einziehstrebe für das Fahrwerk. Charakteristisch sind die

lange, schlanke Rumpfnase und die beiden großen Nebenhauben an den beiden Argus-Motoren. Spannweite 13,5 m, Länge 9,8 m, Leergewicht 16401 kg, Fluggew. 2480 kg, Höchstgeschwindigkeit 335 km/h.

Werkbild

Die Gothaer Waggonfabrik stellt ihr Baumuster „Go 146" aus. Diese Maschine ist unseren Lesern von der Brüsseler Ausstellung her (S. 262) bekannt. Eine bisher kaum an die Oeffentlichkeit getretene Konstruktion zeigen die Ernst-Heinkel-Flugzeugwerke GmbH., Rostock, in dem Jagdeinsitzer „He 112" mit „Jumo 210". Dieser an die „He 70" erinnernde freitragende Tiefdecker wurde bisher nur in Zürich bei Vorführungsflügen gezeigt. Beschreibungen dieses Baumusters und der viermotorigen „He 116" s. S. 548 und 553 dieses Heftes. Auch der Sturz-Kampfeinsitzer „Hs 123" der Henschel-Flugzeugwerke GmbH, in Schönefeld ist zum erstenmal auf einer Luftfahrtausstellung. Diese Maschine ist vor allem durch ihren eindrucksvollen Sieg hinter der neueren Messerschmitt „Bf 109" im Züricher Steig- und Sturzflugwettbewerb in den Vordergrund getreten. Ausführliche Typenbe-schreibung auf S. 547.

l-U / I \ I Modell gezeigte „Ju

86 K", die militärische Type des Verkehrsflugzeuges „Ju 86" (s. „Flugsport" 1936, S. 161, 206, 476 und 642) ist der

Hauptanziehungspunkt des Standes der Junkers Flugzeug- und Motorenwerke AG., Dessau. Als letztes Originalflugzeug ist noch das zweisitzige Segelflugzeug „Kranich" zu nennen, das die Firma Karl Schweyer AG., Mannheim, zeigt. Im „Flugsport" ist mehrfach über diese Maschine berichtet

worden, eine aus-

Verkehrsflugzeug Gotha „Go 146".

Zeichnung: Flugsport

führliche Beschreibung findet sich auf Seite 250 des Jahrganges 1936.

Flugzeugmodelle sind in großer Anzahl zu sehen. An erster Stelle sei die Nachbildung des Hubschraubers ,,Fw 61" von Prof. Focke genannt, die auf dem Stand des Reichsluftfahrtministeriums gezeigt wird. Den ebenfalls im Modell ausgestellten Doppeldecker Arado „Ar 95" behandeln wir an anderer Stelle in diesem Heft ausführlich. Focke-Wulf-Flugzeugbau GmbH., Bremen, ist mit den Mustern „Stieglitz", „Stößer", „Weihe" und dem viermotorigen Verkehrsflugzeug Fw 200 „Condor", das 24 Fluggästen Raum bietet, vertreten. Weitere Modelle sieht man bei Gotha (Uebungsdoppeldecker „Go 145), Heinkel („He 116"), Schweyer, Sportflugzeugbau Göppingen (Segelflugzeuge „Mini-moa" und „Göppingen Wolf I") und auf dem Stand des Deutschen Forschungsinstitutes für Segelflug („Habicht", „Reiher", „Sperber Junior" und „Kranich").

Von den ausgestellten Motoren interessieren vor allem der neue Vergasermotor von Junkers mit der Bezeichnung „Jumo 211", der eine Startleistung von 1100 PS aufweist, sein etwas kleinerer Bruder „Jumo 210" (1937, S. 472) und der Neunzylinder Bramo 323 J „Fafnir" der Brandenburgischen Motorenwerke, den wir auf S. 555 dieses Heftes ausführlich besprechen. Die gleiche Firma zeigt weiter ihren „Bramo Sh 14 A 4", von dem kürzlich der 3000. Motor das Werk verließ und der in 14 Staaten geflogen wird. Hirth-Motoren GmbH., Stuttgart, stellt die vier gleichfalls schon verschiedentlich besprochenen Typen „HM 60 R", „HM 504 A", „HM 506 A" und „HM 508 H", ferner Einzelteile, darunter die geteilte Rollenlagerkurbelwelle mit Stirnverzahnung aus. Die neueste Ausführung des Achtzylinders „As 10 C", den die außerdem durch Bremsanlagen und Zubehörteile vertretene Firma Argus zeigt, haben wir auf S. 425 anläßlich der Haager Ausstellung behandelt.

Die deutsche Zubehör-Industrie hat den Salon ebenfalls gut beschickt. Askania-Werke AG., Berlin-Friedenau, bringen ihre auch im Ausland seit langem eingeführten Bordgeräte, Prüfeinrichtungen und meteorologischen Instrumente zur Schau. Robert Bosch A.-G., Stuttgart, zeigt Zündanlagen, Generatoren, Umkehrmotoren für Verstellpropeller und andere elektrische Ausrüstungsgegenstände. Die wesentlichen Neuerungen auf diesem Gebiet sind auf S. 303 dieses Jahrganges behandelt. Meßgeräte aller Art, Drehzahlmesser, Wendezeiger, Fahrtmesser, Thermometer usw. sind bei Deuta-Morell zu sehen.

Focke-Wulf „Weihe". Mehrzwecke-Uebungsflugzeug „Fw 58" mit zwei Motoren Argus „As 10 C" von je 240 PS. Ausführliche Typenbeschreibung s. „Flugsport"

1936, S. 49. Werkbild

Die Firma Elektromecha-nik List, Berlin-Teltow, deren Handstroboskop auf S. 162 beschrieben ist, zeigt neben diesem Gerät einen

Tastschwin-gungsschreiber und andere elektrische Meßgeräte. Fahrwerks-einzelteile, Räder, Stoßdämpferstreben, komplette Einziehfahrwerke und Leichtmetallkolben in seltener Reichhaltigkeit sind auf dem Stand der Elek-tron-Co. GmbH., Stuttgart-Cannstatt, aufgebaut. Von weiteren Zubehörfirmen zeigen: R. Fuess, Berlin-Steglitz, Instrumente aller Art, darunter Höhenschreiber, Barometer, Thermographen usw., Paul Gebhardt Söhne, Berlin, die bekannten Kartenroller „Viator I" und „Viator II", das Goetzewerk in Burscheid Kolbenringe aller Größen und Dichtungen für die verschiedensten Zwecke, Hartmann & Braun, Frankfurt a. M., elektrische Meßgeräte, u. a. Temperaturmesser, Vorratsanzeiger usw., Curt Heber, Berlin-Britz, Modelle der Bombenabwurfvorrichtungen „BV 2 C 50" und „SUF 2" und Abbildungen anderer Geräte, „Original Bruhn", Berlin, Drehzahlmesser, Fahrtmesser, Stroboskope und andere Ueber-wachungsgeräte.

Luftschrauben werden von Heine, Schwarz und den Vereinigten Deutschen Metallwerken, Heddernheim, die außerdem noch mit Fahrwerken, Bremsrädern und Werkstoffen für den Flugzeug- und Motorenbau erschienen sind, ausgestellt. Das Modell einer Funkbake und

Focke-Hubschrauber im Augenblick des Abhebens. S. auch 1937, S. 435.

Bild: Schmidt

Vom Stand der Firma Fueß, Berlin. Links ein Aneroidbarograph, rechts ein Stengelthermograph. In dem links sichtbaren Schutzkörper ist der Thermokörper

aus Bimetall untergebracht. Werkbilder

weitere FT-Geräte zeigt die durch ihre Blindlandeeinrichtungen bekannte Firma C. Lorenz AG., Berlin, während die Siemens Apparate und Maschinen GmbH, mit einer automatischen Kurssteuerung, die wir auf S. 442 dieses Jahrganges besprochen haben, Schleppflug-Fernsprechanlagen und verschiedenen Bordanlagen aufwartet. Telefunken gibt eine Uebersicht moderner Funkgeräte (s. auch S. 563).

Fallschirme zeigen die beiden Berliner Firmen R. Kohnke & Co. GmbH, und von Kehler & Stelling. Letztere bringt außerdem ihre Schlauchboote zur Schau. Von deutschen Leichtmetallfirmen sind die Dürener Metallwerke AG., Berlin, und die Vereinigten Leichtmetallwerke GmbH., Hannover-Linden, mit einer Zusammenstellung von Halbfabrikaten und Musterteilen aus den verschiedenen Legierungen erschienen.

Mehrzwecke-Qanzmetall-Doppeldecker Arado „Ar 95".

Die Maschine, von der wir schon auf S. 423 dieses Jahrganges eine kurze Beschreibung brachten, wird sowohl mit Landfahrwerk als auch mit Schwimmern geliefert und ist für folgende Verwendungszwecke vorgesehen: Aufklärer bzw. Artillerie-Flugzeug, Fernaufklärer, Nebler, Kampfflugzeug, Torpedoflugzeug, Scheiben-Schlepper für Zielübungen. Als Zweischwimmermaschine ist das Flugzeug katapultfähig, mit Landfahrwerk kann es nach Anbringung eines Landehakens auch auf Flugzeugträgern eingesetzt werden.

Arado „Ar 95" mit BMW „132 De". Man beachte die schmale Basis für die Schwimmerbefestigung,' die den Raum unter dem Rumpf für die Aufhängung von

Kampfmitteln frei läßt. Werkbilder

Doppeldeckerzelle, zweiholmige Bauweise. Auf jeder Seite ein paralleles Stielpaar mit Tiefenkreuzverspannung. Mittelteil des Oberflügels in Tiefe und Dicke verjüngt, um bessere Sicht zu erhalten. La= gerung auf einem breit gehaltenen Baldachin. Unterflügel nicht direkt am Rumpf, sondern an zwei kräftigen Stummeln angesetzt. Von diesen Stummeln aus läuft eine Strebe nach dem Stielknoten des Ober-flügelvorderholmes, die die gesamten Auftriebskräfte überträgt. Zum Schutz gegen Schwingungen ist sie nach dem Oberflügel abgestützt. Tragwerk leicht nach vorn gestaffelt, Unterflügel im Außenteil V-förmig. An beiden Flügeln Querruder und Landeklappen. Tragwerk auf 5,8 m Gesamtbreite beiklappbar.

Rumpf Schalenbau, annähernd runder Querschnitt. Die Besatzung besteht aus Führer, Beobachter und einem Schützen. Der Raum über den beiden vorderen Sitzen ist durch eine Schiebehaube aus Plexiglas abgedeckt.

Leitwerk in der von dem Zweisitzer „Ar 96" her bekannten charakteristischen Form. Kielflosse etwas vor dem Höhenleitwerk, Seitenruder über der Höhenflosse, mit Außenausgleich versehen.

Schwimmer mit je 5 Streben an Rumpf und Flügelstummel befestigt. Hochziehbare Wasserruder.

Triebwerk: Sternmotor BMW „132 De" von 880 PS. Verkleidung durch eine NACA-Haube mit Stromlinienkappen für die Zylinderköpfe.

Militärische Ausrüstung: Ein starres MG, durch den Schraubenkreis feuernd, mit 500 Schuß, ein bewegliches MG für den Beobachter mit 600 Schuß, 6 Bomben zu 50 kg am Unterflügel, FT-Gerät für Senden und Empfang. An der Rumpfunterseite können aufgehängt werden: ein Nebelgerät von 375 kg, ein Torpedo bis zu 800 kg, eine Bombe von 500 kg.

Spannweite 12,5 m, Länge 11,1 m, Fläche 45,2 m2, Leergewicht als Landflugzeug 2190 kg (als Zweischwimmermaschine 2385 kg), Fluggewicht 3220 (3525) kg, Flächenbelastung 71 (77,7) kg/m2, Leistungsbelastung 3,66 (4,0) kg/PS, Höchstgeschwindigkeit am Boden 292 (276) km/h, in 3000 m Höhe 332 (315) km/h, Landegeschw. 84 (89) km/h, Steigzeit auf 1000 m 2,0 (2,3) min, auf 4000 m 7,5 (9,0) min, auf 6000 m 12,5 (15,5) min, Gipfelhöhe 9200 (8400) m, Startzeit 17 sec.

Arado-Mehrzwecke-Flugzeug „Ar 95 See". An beiden Flügeln sind die Spaltquerruder deutlich zu erkennen. Werkbilder

Kampf-Einsitzer Henschel 9fHs 123u.

Einige Abbildungen von diesem Doppeldecker haben wir 1936 auf S. 585 veröffentlicht. Nachstehend bringen wir nun eine nähere Beschreibung dieses Musters, das durch seine Teilnahme am Züricher Flugmeeting bekannt wurde und auch in Mailand ausgestellt ist.

Tragwerk in Leichtmetallkonstruktion. Druckseiten teilweise mit Stoff bespannt. Oberflügel zweiteilig, an einem Strebenbaldachin angeschlossen. Zwei Holme, Unterflügel durchlaufend, einholmig, tragende Beplankung. Die Auftriebskräfte des Oberflügels werden durch je einen schräg gestellten I-Stiel nach dem kleineren Unterflügel weitergeleitet. Querruder nur im Oberflügel, statisch ausgeglichen. Am Unterflügel eine Spreizklappe als Landehilfe.

Leichtmetall-Schalenrumpf von ovalem Querschnitt. Versteifung durch leichte Spanten und Längsprofile. Am Vorderteil sind zur Kontrolle die Verkleidungsbleche leicht abnehmbar. Offener Führersitz weit hinter dem in der Mitte eingezogenen Oberflügel.

Verspanntes Leitwerk in Leichtmetallkonstruktion. Ruder stoffbespannt. Höhenruder durchgehend, mit vom Führersitz aus verstellbaren Trimmklappen versehen. Am Seitenruder ebenfalls eine Trimmklappe. Beide Ruder gewichtlich ausgeglichen.

Fahrwerk fest, freitragende Stoßdämpferstreben mit großem Federweg, am Unterflügel angreifend. Räder und Streben verkleidet. Schwenkbares Spornrad, wie die Anlaufräder mit Uerdinger-Ring-federn ausgerüstet.

lienschel-Kampfeinsitzer „Iis 123". I// Werkbilder

Triebwerk: Sternmotor „BMW 132" mit NACA-Haube oder ein anderer Motor ähnlicher Leistung und annähernd gleichen Gewichtes. Metall-Verstellpropeller. Brennstofftank im Rumpf hinter dem Brandspant.

Spannweite oben 10,5 m, unten 8,0 m, Länge 8,6 m, Höhe 3,4 m, Fläche 24,85 m2, Leergewicht 1460 kg, Fluggewicht 2220 kg. Leistungen werden noch nicht bekannt gegeben. Daß insbesondere die Steigfähigkeit beachtlich ist, beweist jedoch der zweite Platz im Steig- und Sturzflugwettbewerb Zürich.

Heinkel-Jagdeinsitzer „He 112".

Wie alle neueren Heinkel-Konstruktionen, ist auch dieses Muster als freitragender Tiefdecker mit sorgfältiger aerodynamischer Durchbildung entworfen. Charakteristisch ist wieder der vom Rumpf aus heruntergezogene Flügel mit elliptischem Umriß.

Ganzmetallflügel mit versenkter Nietung, überlappte Blechstöße sind zur Erzielung einer hochwertigen Oberfläche vollkommen vermieden. Innerhalb der schmalen Querruder Landeklappen.

Rumpf in Leichtmetall-Schalenbau, ovaler Querschnitt. Führersitz durch eine Schiebehaube, die auch gute Sicht nach hinterL gewährt, überdacht. Leitwerk freitragend, ebenfalls Metallbau.

Fahrwerk in zwei getrennten Hälften. Die Räder sitzen unter dem. Flügelknick an je einer freitragenden Federstrebe. Sie werden nach außen in den Flügel eingeklappt. Neuartig ist die Abdeckung der Oeffnung in der Flügeldruckseite. Die Klappe sitzt nicht am Fahrwerk, sondern am Flügel, und schlägt beim Ausfahren nach außen. Bekanntlich bietet die Abdeckung der unteren Hälfte des Rades mit einer am

Heinkel-Jagdeinsitzer „He 112" mit „Jumo 210 Ea" von 650 PS. werkbüd*

Jagdeinsitzer Heinkel „He 112". Werkbild

Fahrwerk angebrachten Klappe infolge der verwickelten Kinematik Schwierigkeiten, die bei mehreren Baumustern zum Verzicht auf die restlose Abdeckung geführt hat. Das schwenkbare Spornrad ist nach hinten in den Rumpf einziehbar.

Triebwerk: ein wassergekühlter Zwölfzylinder „Jumo 210 Ea" von 685 PS Nennleistung in 3600 m Höhe. Der einziehbare Kühler sitzt unter dem Motor, Eintrittsquerschnitt etwa unter der Flügelnase.

Bestückung: 2 MG, durch den Schraubenkreis feuernd, 2 Maschinenkanonen im Flügel außerhalb der Schrauben liegend. Der Schnittpunkt der Geschoßgarbe kann auf 200—400 m vor der Mündung eingestellt werden. Bei der Verwendung der Maschine für Bodenangriffe können unter dem Flügel 6 Splitterbomben von je 10 kg aufgehängt werden.

Spannweite 9,2 m, Länge 9 m, Höhe 3,7 m, Leergewicht 1600 kg, Fluggewicht 2230 kg, Höchstgeschwindigkeit 485 km/h in 3600 m Höhe, Reisegeschw. 445 km/h, Steigzeit auf 1000 m 1,2 min, Steiggeschwindigkeit 14 m/sec. Dienstgipfelhöhe 8000 m, Reichweite 1100 km.

Junkers-Großraumflugzeug „Ju 90".

Die vor einigen Tagen erstmalig in der Oeffentlichkeit gezeigte Neukonstruktion der Junkers Flugzeug- und Motorenwerke war bereits auf den Ausstellungen in Brüssel und Haag im Modell zu sehen. Eine kurze Beschreibung haben wir in diesem Zusammenhang auf S. 304 dieses Jahrganges gebracht.

Der viermotorige, freitragende Ganzmetall-Tiefdecker stellt eine Weiterentwicklung der Baumuster „G 38" und „Ju 86" dar. Die Maschine kann sowohl für den Passagier- oder Frachtdienst, als auch für kombinierte Verwendung eingesetzt werden. In ihrem konstruktiven Aufbau weist sie die bekannten Merkmale der älteren Junkerstypen

Junkers Ju 90 „Der Große Dessauer" im Fluge.

Werkbild, freigegeben durch RLM JFM/Dessau Nr. 74298—301.

auf. Als Werkstoff ist in der Hauptsache Duralumin verwendet, die Hautbleche -bestehen aus plattiertem Material.

Der freitragende Flügel ist fünfteilig ausgeführt, wobei die Verbindung der einzelnen Teile durch Kugelverschraubungen mit Ueber-wurfmuttern geschieht. Das Mittelstück besitzt die Breite des Rumpfes und ist mit diesem fest verbunden. Die beiden Zwischenteile sind schmal gehalten und tragen je einen Motor. Die Außenmotoren sind wie bei den Baumustern „Ju 52" und „Ju 86" am Flügel befestigt. Die Biegekräfte werden in der Hauptsache von 5 Trägern aufgenommen (in der Zeichnung I, II, III, IV und V), die nicht mehr ausschließlich aus geschlossenen Rohrgurten, sondern vorzugsweise aus offenen Profilen bestehen. Die Außenflügel sind mit V-Stellung an die Zwischenstücke angesetzt, die Vorderkante ist vom Rumpf aus scharf nach hinten gezogen. Die Hinterkante ist bei den Zwischenstücken und im Außenteil des Flügels gerade, im Bereich der Außenmotoren nach hinten gezogen, so daß sich für die Auftriebsmittellinie eine kräftige Pfeilform ergibt. Der Außenflügel ist mit Junkers-Doppelflügeln, deren äußere Hälften als Querruder dienen, ausgerüstet. Bei der Landung werden die inneren Teile dieser Doppelflügel nach unten ausgeschlagen. Eine Auftriebserhöhung an den Zwischenstücken und unter dem Rumpf wird durch Spreizklappen erzielt

Junker-: - G; o 0 r a u m- r lugz e u j

Das Gesicht des „Großen Dessauer". Man beachte die sorgfältige Verkleidung der Motoren und Kühler mit regelbarem Ein- und Austrittsquerschnitt.

Werkbild

Der Rumpf ist in Schalenbau ausgeführt und weist fast kreisrunden Querschnitt auf. Führerraum mit zwei nebeneinanderliegenden Sitzen und Doppelsteuerung, überdacht und mit einer reichhaltigen Instrumentierung versehen. U. a. sind Blindflugeinrichtung, Blindlande-gerät und eine Siemens-Kurssteuerung vorhanden. Im rückwärtigen Teil des Führerraumes ist die FT-Station untergebracht. Nach hinten schließt sich dann eine Mitropa-Küche mit Kühlschrank, eine Anrichte, ein Vorratsraum, Platz für die Stewards und ein Raum für Kleidung und Gepäck an.

Die Fluggastkabine für 40 Passagiere besitzt bei einer Länge von 10,3 m und einer lichten Breite von rd. 3 m einen Rauminhalt von 55 m3. Die fünf Abteile enthalten je vier gepolsterte Bänke mit je zwei Sitzplätzen. Ein Mittelgang verbindet die Abteile miteinander. Die beiden vorderen, als Raucherabteile ausgeführt, sind durch eine Tür vom hinteren Raum getrennt. Jedes Abteil weist vier Fenster, zwischen den Sitzen verstellbare Tische, an den Zwischenwänden Gepäckhalter

Junkers „Ju 90" in der Montagehalle. Links auf dem Bilde erkennt man das über der Höhenflosse liegende Höhenruder. Werkbild

Ein Abteil der Fluggastkabine des Großraumflugzeuges „Ju 90". Werkbild

und unter den Sitzen Taschenablagen auf. Eine Warmluftheizung sorgt in Verbindung mit einer Entlüftung, die allgemein und individuell regelbar ist, für angenehme Aufenthaltsbedingungen. In Zahlen ausgedrückt, stehen jedem Fluggast 1,38 m3 Raum und 20 m3 Frischluft je Minute zur Verfügung.

Unter der Kabine befinden sich im Flügelmittelstück Gepäckräume von 10 m3 Inhalt. Der Zugang hierzu erfolgt von außen durch Klappen.

Nach hinten schließen sich an die Kabine ein Vorraum, ein Postraum von 3,5 m3, zwei Toiletten mit Waschgelegenheit, eine Kleiderablage und ein weiterer Gepäckraum von 4 m3 an. In den Vorraum, der mit der Kabine durch eine Schiebetür verbunden ist, münden zwei Einsteigtüren.

Das Leitwerk ist freitragend ausgeführt und besteht aus einer auf dem Rumpfrücken gelagerten, verstellbaren Höhenflosse mit einem Spaltruder und zwei Endscheiben-Seitenleitwerken. Alle Ruder, auch die Verwindungsklappen, besitzen Trimmklappen.

Das zweiteilige Fahrwerk von 7,3 m Spurweite sitzt unter den Innenmotoren. Die Räder sind zwischen je zwei Federstreben gelagert

Raumaufteilung der „Ju 90". 1. Führer- und FT-Raum, 2. Anrichte, 3. Vorderer Gepäckraum, 4. Kleiderablage, 5. Fluggastkabine, Raucherabteil, 6. Nichtraucherabteil, 7. Vorraum, 8. und 9. WC, 10 Kleiderablage, 11. Postraum, 12. Trimmgepäckraum, 13. 14. und 15. Gepäckräume, 16. Besatzungsgepäck, 17. Klappsitz.

Werkzeichnung

Links: Ein Hauptholm der „Ju 90" in der Bauvorrichtung. Rechts oben dieKugel-verschraubung für den Anschluß des Obergurtes an das Flügelzwischenstück. Rechts: Das leichte Pfetten- und Spantengerüst des Rumpfendes vor dem Aufbringen der Glattblechhaut. Werkbilder

und werden hydraulisch nach hinten in die Motorverkleidungen eingezogen. Das Spornrad ist gleichfalls einziehbar.

Triebwerk: 4 wasser- oder luftgekühlte Motoren von je 800 PS oder darüber. Dreiflügelige Versteilschrauben. Die erste Maschine, die in Kürze einer eingehenden Flugerprobung unterzogen wird, besitzt Daimler-Benz-Motoren von je 880 PS. Von flüssiggekühlten Baumustern kommt weiter der „Jumo 211", der eine Startleistung von 1100 PS aufweist, oder ein etwas schwächerer Dieselmotor in Betracht.

Spannweite 35 m, Länge 26,3 m, Fläche (ohne Mittelstück) rd. 160 m2, Fluggewicht 21—23 t, Flächenbelastung rd. 143 kg/m2, Höchstgeschwindigkeit mit „Jumo 211" 410 km/h, Reisegeschw. 350 km/h, Landegeschw. 90 km/h, Steiggeschw. am Boden rd. 5,6 m/sec, Steigzeit auf 1000 m 3 Min., Gipfelhöhe 6500 m, mit drei Motoren 4000 m, Reichweite 3000 km.

Langstreckenflugzeug Heinkel „He 116".

Der freitragende Tiefdecker ist für Post- und Frachtflüge über größere Entfernungen vorgesehen.

Flügel in einem Stück gebaut, zweiholmige Holzkonstruktion. Elliptischer Umriß, leichte V-Form, Landeklappen.

Rumpf in Schalenbauweise ausgeführt und durch Dichtnietung schwimmfähig gestaltet. Der geschlossene Führerraum mit Doppelsteuerung liegt sehr weit vorn, wodurch eine ausgezeichnete Sicht nach schräg unten erreicht wird. Die Besatzung besteht aus 2 Führern, einem Funker und einem Navigator. Hinter dem Raum mit den Funk-und Navigationsgeräten ein Laderaum für die Nutzlast. Zur ständigen Ausrüstung gehören u. a. Schwimmwesten, Notproviant und ein Schlauchboot.

Leitwerk freitragend, elliptischer Umriß.

Fahrwerk unter den inneren Motoren, nach hinten in deren Verkleidung einziehbar. Die Räder sitzen außen an halbfreitragenden Federbeinen. Schwenkbares Spornrad.

Triebwerk: vier luftgekühlte Achtzylinder-V-Motoren Hirth „HM 508 B" von je 240 PS nebeneinander vor dem Flügel. Zweiflügelige, verstellbare Holzschrauben. Der Brennstoffvorrat von ins-

WSm

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Langstrecken-Post- und Frachtflugzeug „He 116".

Bilder: Rüge, freigegeben durch RLM 3032 u. 3038

gesamt 2600 1 ist in den beiden Flügelhälften in je 4 Tanks untergebracht.

Spannweite 22 m, Länge 13,7 m, Höhe 3,3 m, Fläche 63 m2, Leergewicht 3760 kg, Fluggewicht 6930 kg, Flächenbelastung 110 kg/m2, Leistungsbelastung 7,2 kg/PS. Höchstgeschwindigkeit 330 km/h, Reisegeschw. 303 km/h, Landegeschw. 110 km/h, Steigzeit auf 1000 m 4,5 min, Steiggeschwindigkeit am Boden rd. 3,9 m/sec, praktische Gipfelhöhe 4400 m, Reichweite 4500 km.

Daimler-Benz-Flugmotor „DB 600".

Durch die Erfolge der mit diesem Motor ausgerüsteten Flugzeuge von Dornier und Messerschmitt beim Züricher Flugmeeting ist diese Neukonstruktion in den Mittelpunkt des Interesses gerückt.

Die zwölf Zylinder sind hängend in zwei um 60° gegeneinander geneigten Reihen angeordnet und besitzen einen Gesamthubraum von 33,9 1. Je 6 Zylinder sind in einem Block aus Silumin-Gamma-Legie-rung untergebracht. Stahllaufbüchsen, warm eingezogen und verschraubt. Die Betätigung der Ventile (2 Einlaß- und 2 Auslaßventile je Zylinder) erfolgt durch eine über den Zylindern gelagerte Nockenwelle unter Zwischenschaltung von Schwinghebeln, wobei der gleiche Nokken nacheinander ein Ein- und ein Auslaßventil bedient. Die Nockenwellen werden durch Königswellen und Kegelräder angetrieben.

Leichtmetallkolben mit schwimmend gelagerten Bolzen und Pilzen. Kurbelwelle aus einem Stück geschmiedet. Das vordere Ende trägt eine Keilverzahnung für die Aufnahme des Ritzels für das Untersetzungsgetriebe, hinten sitzt ein federndes Antriebsrad für Steuerung und Hilfsgeräte und eine Klaue für den Anlasser.

Untersetzungsgetriebe mit Stirnverzahnung, rollengelagert. Propellerwelle mit Flanschnabe, je nach Wunsch 1 : 1,88 oder 1 : 1,55 untersetzt.

Kurbelgehäuse in einem Stück gegossen. 5 Querwände tragen die Hauptlager der Kurbelwelle. Werkstoff: Silumin-Gamma.

4 Doppelvergaser mit zwei Schwimmergehäusen zwischen den Zylinderreihen. Jeder Vergaser versorgt drei Zylinder. Die Drossel-

DIN Normblätter Luftfahrt

1937

Nr. 1

Inhalt: DIN L 1, 2, 3, 4, 5, 8, 9, 11, 12, 14, 21, 22, 23, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 32, 33, 34, 35, 36, 37, 38, 41, 42, 47, 48, 49, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 61, 62, 67, 68, 69, 70, 71, 72, 75, 76, 77, 82, 84, 85, 86, 87, 88, 89, 92, 93, 94, 97, 101, 110, 111, 112, 113, 114, 120, 121, 122, 130, 131, 132, 140, 141, 142, 162, 163.

Vorwort

Die vorliegende Sammlung ist im Einvernehmen mit dem Fachnormenausschuß für Luftfahrt FALU beim Reichsverband der Deutschen Luftfahrt-Industrie zusammengestellt. Sie ist eine Inhaltsangabe der bisher erschienenen Luftfahrtnormen und soll nicht etwa den Gebrauch der Normblätter ersetzen oder einschränken, sondern den in der Luftfahrt arbeitenden Stellen, in erster Linie dem angehenden Konstrukteur, einen Ueberblick geben, was an fertigen Normblättern auf diesem Gebiet vorliegt, und welche Vorteile durch ihre Anwendung erzielt werden können.

Normen heißt vereinheitlichen. Normen sind das Ergebnis gemeinschaftlicher Arbeit von Erzeugern, Händlern, Verbrauchern, Behörden und Wissenschaft. Genormt werden insbesondere Vorschriften, Werkstoffe, Halbzeuge und Fertigteile. Fertigteile können Einzelteile und aus mehreren Einzelteilen zusammengesetzte Bauteile sein. Normen ermöglichen, größere Stückzahlen zu fertigen, kurze Lieferzeiten, wahllosen und schnellen Austausch von Ersatzteilen und einfachere Lagerhaltung.

Die zusammenfassende Stelle für alle deutschen Normungsarbeiten ist der Deutsche Normenausschuß, Berlin NW 7, Dorothenstraße 40. Das deutsche NormenwTerk ist vorbildlich für die gesamte Weltwirtschaft und umfaßt augenblicklich über 7000 Normblätter der verschiedensten Gebiete.

Die vom Deutschen Normenausschuß oder in seinem Auftrage herausgegebenen Normblätter führen das eingetragene Warenzeichen DIN (DAS IST NORM). Für das deutsche Normenwerk arbeiten etwa 50 Fachnormenausschüsse. Der Fachnormenausschuß für Luftfahrt (FALU), Berlin W 35, Tirpitz-Ufer 90, bearbeitet das gesamte Gebiet der deutschen Luftfahrt. Die deutschen Luftfahrtnormen haben das Kennzeichen DIN L.

Die internationale Luftfahrt-Normung ist im ISA-Komitee 20 — Luftfahrt — zusammengefaßt (International Federation of the National Standardizing Association = Internationale Vereinigung der nationalen Normenausschüsse). Dieses Komitee wird vom FALU geleitet. Es arbeiten mit: Belgien, Deutschland, England, Finnland, Frankreich, Italien, Niederlande, Polen, Schweden, Schweiz, Spanien, Tschechoslowakei, Rußland, Ungarn und die Vereinigten Staaten von Nordamerika.

Maßgebend für das Inkrafttreten eines Normblattes ist das über dem Nummernfeld stehende Ausgabedatum. Die Normblätter werden vom Beuth-Verlag, Berlin SW 19, Dresdener Straße 97, vertrieben. Das Normblatt auf weißem Papier kostet RM —.75. Farbige sowie mehrseitige Normblätter haben Sonderpreise.

Das deutsche Normenwerk besteht seit 20 Jahren. Trotzdem sind die Normen nicht in dem Umfange bekannt, wie sie es ihrer Bedeutung nach verdienen. Persönliche Trägheit, Unvernunft und Eigenbrödelei, weiterhin mangelnde Aufklärung des Nachwuchses, die bisher der Verbreitung des Normgedankens im Wege standen, darf es heute nicht mehr geben.

Entsprechend den laufenden Arbeiten des Fachnormenausschusses für Luftfahrt werden wir im „Flugsport" in Abständen von etwa 6 Monaten jeweils einen Nachtrag veröffentlichen, der die seit Erscheinen der vorhergehenden Sammlung neu erschienenen Normblätter umfaßt. Die Veröffentlichung geschieht ohne Gewähr.

D I N L 1 Steuerung und Trimmung

Bewegungsrichtungen. (Hierzu weitere 3 Zeichnungen)

Angabe der Bewegungsrichtung von Handrad, Steuerknüppel und Fußhebel für jede Bewe-wegungsrichtung des Flugzeuges.

D I N L 2 Linsensenkholzschrauben,

Auswahl DIN 95.

Angaben über Maße und Werkstoffe. 9 Durchmesser von 1,3 bis 4 mm, 10 Längen von .5 bis 50 mm, insgesamt 33 Größen.

D I N L 3 Halbrundholzschrauben,

Auswahl DIN 96.

Angaben über Maße und Werkstoffe. Anzahl der Größen, Bereich von Durchmesser und Länge wie DIN L 2.

D I N L 4 Senkholzsehrauben,

Auswahl DIN 97.

Angaben über Maße und Werkstoffe. 13 Durchmesser von 1,3 bis 7 mm, 14 Längen von 5 bis 90 mm, insgesamt 49 Größen.

DIN L5 Kennfarben für RohrSeitun

gen.

Kenwfairbe Veirwendumg für

rot Feuerlöschmittel Kennzeichnung von Rohrlei-grün Wasser tungen durch Anstrich, bei blau Luft besonderen Flüssigkeiten gelb Kraftstoff wie Glykol, Bremsöl usw. braun Schmierstoff neben der Grundfarbe anschwarz Abgas dersfarbige Ringe.

DIN L8 Spannlitzen.

Nenndurchmesser 1,5 bis 12,6 mm, Anzahl der Drähte je Litze 7, 19, 37 oder 61. Drahtdurchmesser 0,5 bis 1,4 mm, um je 0,1 mm abgestuft. Bruchlast der Litze bei 200 kg/mm2 Werkstoffestigkeit 270 bis 18 780 kg. Angaben über Querschnitt, Gewicht, Drehrichtung der Drähte, zulässige Abweichungen von der vorgeschriebenen Festigkeit usw.

DIN L9 Drahtseile.

(mit Baumwoll-, Faserstoff- oder Hanfeinlage)

Seildurchmesser 1,8 bis 20 mm, Anzahl der Litzen 6, Anzahl der Drähte je Litze 7, 19 oder 37, Bruchlast bei 160 kg/mm2 Werkstoffestigkeit 210 bis 22590 kg. Angaben über Drahtdurchmesser (0,2 bis 0,9 mm), Querschnitt, Gewicht, Festigkeitsabweichunn-, Drehrichtung usw.

D I N L 11 Nahtlose Präzisionsstahlrohre, kaltgezogen

(DIN 2391 gekürzt und erweitert) Maße, zulässige Abweichungen von 153 Größen. Außendurchmesser bis 4 bis 120 mm. Wanddicke 0,5 bis 2,5 mm.

(Beiblatt)

Gewichte und statische Werte (Querschnitt, äquatoriales Trägheitsmoment, Widerstandsmoment, Trägheitshalbmesser).

DI N L 12 Metrische Gewinde (Auswahl)

mm Gewinde - Durchmesser

Tabelle über metrische Gewinde nach DIN 13 und 14 und metrische Feingewinde mit 0,75, 1, 1,5, 2 und 3 mm Steigung. Kennzeichnung von Größen, die zu bevorzugen oder nach Möglichkeit zu vermeiden sind.

DI N L 14 ISA-Passungen im

Werksbau. (Auswahl)

Flug-

Abmaße bei Lehren für Bohrungen und Wellen (Einheitsbohrungen). Durchmesserbereich 1 bis 180 mm.

DIN L 21 Vor

norm

Bespannstoffe

Unterteilung in drei Sorten (A leicht, B mittel, C schwer). Angaben über Stoffbreite, Fadendichte, Gewicht, Reißfestigkeit, Dehnung, Prüfung und Werkstoff.

D I N L 22 Gewichtszerlegung

(Blatt 1, Haupignippen) Aufteilung des Fluggewichtes in 7 Hauptgruppen, Erläuterung der Begriffe Rüstgewicht, Leergewicht usw.

(Blatt 2, Beispiele weiterer Unterteilung) Angaben über die weitere Unterteilung der Hauptgruppen.

DI N L 23 Tafeln, Bleche aus Aluminium-Legierung

Angaben über Maße, zulässige Abweichungen, Gewichte, Werkstoffe und Ausführungen von Tafeln bis 30 mm Dicke und bis 1500 mm Breite.

D I N L 25 Bänder, Bleche aus Aluminium-Legierung

Angaben über Maße, zulässige Abweichungen, Gewichte, Werkstoffe und Ausführung von Bändern bis 3 mm Dicke und bis 750 mm Breite.

D I N L 26 Nennweiten für Rohrleitungen und Armaturen

Auswahl DIN 2402, gekürzt und erweitert.

Nennweiten und Verwendungszweck, 25 Größen, Bereich 1 bis 100 mm.

DIN L27 Drahtstifte (rund, Flachkopf, Senkkopf).

(Auswahl DIN 1151.)

Abmessungen runder Drahtstifte mit Flach- und Senkkopf. Kennzeichnung der für die Luftfahrt genormten Größen. Werkstoff: Hartmessing, geriffelt bzw. Flußstahl, vermessingt. Drahtstärke 0,7 bis 1,3 mm, Länge 7 bis 25 mm für Flachkopfstifte, 1,4 und 1,6 mm bzw. 25 und 30 mm für Senkkopfstifte.

D I N L 28 Drahtstifte, rund, Stauchkopf

Auswahl DIN 1152.

E

Verpackung für 2,2 mm, Länge 7

Abmessungen, zulässige Abweichungen, Werkstoff, Angaben über

10 Größen. Durchmesser 0,7 bis

bis 55 mm.

D I N L29 Drahtstifte mit Halbrundkopf

^3

Auswahl DIN 1155. ' Abmessungen, zulässige Abweichungen, Werkstoff, Angaben über Verpackung für 7 Größen. Durchmesser 0,7 bis 1,4 mm, Länge 7 bis 25 mm.

DI N L30 Anzeigegeräte

(Blatt 1, Gehäuse)

Zifferblatt») DIN U 30 Blatt 2 Elnlegarlng5)\

äl 1

-ro.5:

 

"o" I

 

5,5'"

 

2 GrtOi

XJ

 

WA

Verschraubung

Abmessungen und Toleranzangaben für die Gehäuse vom Nenndurchmesser 57 und 80 mm.

Angaben über Abmessungen, Beschriftung, Zeigerform, Drehsinn usw.

(Blatt 2, Zifferblätter und Zeiger)

20(R'

(Blatt 3, Einlegeringe, Dicht ringe, Glasscheiben, Schraubringe)

ESn!egering

—1^,5-^5-

Dichtring Glassch&'sbe

Schraubring

Angaben über Werkstoffe.

DI N L 32 Vomorm Druckmesser.

—1 10

KltinttmaB

(Hierzu weitere 2 Zeichnungen)

Anzeigegeräte von 57 mm Nenndurchmesser, Meßbereiche von 0—0,5; 0—5 und 0—10 kg/cm2 in je vier verschiedenen Bauarten, Angabe von Normalleitungslängen, Zifferblattaufschriften usw.

DI N L 33 Vomorm Thermometer.

— 40 bis +40°C Meßbereich

(Hierzu weitere Zeichnungen)

Einteilung in drei Bauarten (Dampfdruck, Ausdehnung, elektrische Anzeige), zwei Nenndurchmesser und drei Meßbereiche (für Kühl- und Schmierstoff, Sonderkühlstoff und Luft). Einteilung der Ableseskalen.

DI N L 34 Vomorm Vorratsmesser.

Unterteilung in Bauart A (pneumatisch) und B (elektrisch) und in zwei Größen mit den Nenndurchmessern 57 und 80 mm. Abmessungen der Anschlüsse.

DIN L 35 Vor,

Drehzahlmesser.

5S]-

D I N L 42 Vornorm Rundstangen aus

Aluminium-Legierung, gepreßt, gewalzt, geschmiedet

Durchmesser, Querschnitt, Gewicht und zulässige Abweichungen von 15 Größen. Durchmesser 55 bis 150 mm. Hinweis auf Kennzeichnung.

(Hierzu weitere 6 Zeichnungen)

Unterteilung in drei Bauarten (luftbetrieben, mechanisch oder elektrisch), drei Meßbereiche (300—1800, 500—2400 und 600—3000 U/min)) und drei Untersetzungen (1 : 1,1 : 2 und 1 : 4), Abmessungen für Anschlüsse, Angaben über Zifferblatteinteilung.

DIN L 47 Vomorm Spannungen elek-frischer Anlagen. Gleichspannung

DIN VDE 1 u. 2 gekürzt u. erweitert. Angabe von vier Nennspannungen, Festlegung des Begriffes Nennspannung, Hinweis auf Stromkreise, die von der Hauptanlage getrennt sind.

DIN L 36 Von

Fahrtmesser.

D I N L 48 Vomorm Sechskantmuttern

DIN Kr 751 (KrK 113) gekürzt und erweitert.

Maße und Gewichte von 22 Größen. Gewinde M 3 bis ' M 45 X 1,5.

(Hierzu weitere 5 Zeichnungen) Unterteilung in 6 Meßbereiche (30—150 bis 120—750 km/h) (zwei davon mit Saugdüse, 4 mit Staurohr). Angaben über Zifferblatt und Anschluß.

DIN L 37 Vomorm Höhenmesser.

Kegel1:15

D I N L 49 Vomorm Niedrige Sechs-kantmuttern

DIN Kr 752 (KrK 115) gekürzt und erweitert.

Maße und Gewichte von 19 Größen. Gewinde M 6 bis M 45 X 1,5.

(Hierzu weitere 5 Zeichnungen)

Unterteilung in 6 Meßbereiche (0—1 bis 0—12 km), Angaben über Beschriftung usw.

D I N L 50 Vomorm Kronenmuttern

DIN Kr 753 (KrK 117) gekürzt und erweitert.

Ms «45*1,5.

DIN L 38 Vomorm Variometer.

Angaben über Maße, Gewichte, zugehörige Splinte für 19 Größen. Gewinde M 6 bis M 45X1,5.

(Hierzu weitere 4 Zeichnungen) Unterteilung in 3 Meßbereiche, Angaben über Zifferblattausführung.

D I N L 51 Vomorm Niedrige Kronen-muttern

DIN Kr 754 (KrK 119) gekürzt und erweitert.

D I N L 41 Vomorm Rundstangen aus

Aluminium-Legierung, gezogen

Durchmesser, Querschnitt, Gewicht und zulässige Abweichungen für 27 Größen. Durchmesser von 6 bis 50 mm. Hinweis auf Kennzeichnung.

Angaben über Maße, Gewichte, zugehörige Splinte für 19 Größen. Gewinde M 6 bis M 45X1,5.

D I N L 52 Vomorm Linsenschrauben

Auswahl DIN 85. ITH Abmessungen für 45 Größen.

Durchmesser 3, 4 u. 5 mm, Länge 4 bis 50 mm.

D I N L 67 Vomorm Profildrähte.

D I N L 53 Linsenbolzen

w (VW) Maße, zul. Abm. und Gewicht für 108 Größen. Durchmesser 6 bis 12 mm, Schaftlänge 4 bis 100 mm.

D I N L 54 Vomorm Sechskanfbolzen

Konstruktionsblatt.

Maße für Bolzen von Schaftdurchmesser 6 bis 45 mm. Gewinde M 6 bis M 38X1,5, Schaftlängen sind nicht festgelegt.

D I N L 55 Vomorm Sechskantschrau-ben

DIN 931. DIN Kr 551 (KrK 131, 133) gekürzt und erweitert.

Maße für Schrauben im Bereich von M 6 bis M 24 X 1,5 und von 18 bis 220 mm Länge. Hinweis auf Kennzeichnung hochwertiger Schrauben und Zwischenstufen für Längen.

DIN L61 Seilrollen.

Angaben über Maße, Gewichte, zulässige Abweichungen. Unterteilung in vier Größen von 50, 80, 110 und 140 mm Durchmesser.

D I N L 62 Vomorm Bolzen (Splintbolzen)

Auswahl DIN 1434 gekürzt.

Unterteilung in Bolzen mit und ohne Splintloch. Angaben über Maße, dazugehörige Splinte und vverKstoff für 96 Größen. Schaftdurchmesser 3 bis 12 mm, Länge 6 bis 60 mm.

9zen Spli

Linksgewinde

Maße, Toleranzen, Querschnitte, Gewichte und Bruchbelastungen für 15 verschiedene Drähte von 4 bis 24 mm Durchmesser (Bruchlast 650—27 000 kg).

D I N L 68 Vomorm Splisse

Angaben über Längenzugabe, Anzahl der Durchzüge und der zum Durchziehen verwendeten Lagen, Spleißrichtung und Wickellitze für 27 Größen. (Drahtlitzen 1,5 bis 10,8 mm, Drahtseil mit Fasereinlage 1,8 bis 7 mm, Drahtseil mit Drahteinlage 13 bis 18 mm Durchmesser.) Hinweis auf Einzelheiten beim Spleißen.

DIN L 69 Kauschen.

Abmessungen der fertigen Kausche und des Halbzeuges, Gewicht, Werkstoff, Angaben über dazugehörige Drahtlitzen und Seile (Rillenweite von 2 bis 22 mm).

DI N L 70 Vomorm Wickellitzen

Abmessungen und Gewichte von 4 Größen. Durchmesser 0,6 bis 1,2 mm. Hinweis auf Ausführung,

mm

Werkstoff und Lieferart.

D I N L 71 Vornorm Halbrundniete

Maße und zul. Abw. für 164 Größen. Durchmesser 2 bis 9 mm, Länge 3 bis 45 mm. Hinweis auf auf Kennzeichnung bei Verwendung von Aluminiumlegierungen.

DIN L72 Gelenkbänder.

(Blatt 1, Halb senge)

Unterteilung in drei Breiten. Maße, Toleranzen, Gewichte für Band und Stift. Ausführung Flußstahl oder Leichtmetall.

(Blatt 2, Fertigt eile)

Gelenkbänder (mit Stift)

(Hierzu 2 Einzelteilzeichnungen) .Zuschneidemaße für fertige Bänder.

D I N L 75 Vomorm Spannschloßmut-

tern f. Spannschlösser

Linksgewinde

4-

Rechtsgewinde

-4 -cT-

Wände/ 0,5 [nur an dieser Seite)

Maße und zul. Abw. für 10 Größen. Gewinde M 3 bis M 18X1,5. Hinweis auf Werkstoffe.

D I N L 76 Vomorm Oesenspann-schrauben f. Spannschlösser

Rechts-oder Linksgewinde

Maße und zul. Abw. für 10 Qrö-Werkstoff.

D I N L 77 Vomorm Gabelspaiin-

schrauben f. Spannschlösser

Itr_.

Maße und zul. Abw. für 10 Größen. Hinweis auf Werkstoffe.

D I N L 82 Vomorm Bedienfeile

Anordnung

Angaben über die Anordnung von Bedienteilen in «in- und zweisitzigen Führerräumen. Festlegung der Begriffe (Zweck der einzelnen Bedienteile).

DI N L 84 Gabelspannmutfern.

Rechts- oder Linksgewinde w (v)

-——if**—J L,3J.

Kante gebrochen

Gewinde bis auf Gewindedurchmesaer auagesenkt

Unterteilung in 15 Größen mit Anschlußgewinde M 4 bis M 24 X 1,5. Maße, Toleranzen, Gewichte und Bruchbelastungen (Bruchlast 650—27 000 kg).

D I N L 85 Vomorm Spannschlösser,

Uebersicht

Unterteilung in drei Formen, A mit 2 Oesenspann-schrauben, B mit 1 Oesenspannschraube und 1 Gabelspannschraube, C mit 2 Gabelspannschrauben. Abmessungen und Bruchbelastung für 10 Größen. Gewinde M 3 bis M 18 X 1,5. Hinweis auf DIN Vor-norm L 75, 76, 77, 86 und 87.

D I N L 86 Vomorm Ermittlung der Zu-Ordnung von Spannschlössern zu Seil, Litze oder Draht

Durch Beispiele erläutertes Schaubild über die Belastung von Spannschlössern nach DIN L 85 und Seilen Litzen und Drähten nach DIN L 8 u. 9. Bei der Zuordnung wird der Festigkeitsverlust bei den üblichen Verbindungsarten, wie Spliß, gelötete Oese, gezogene Hülse berücksichtigt.

D I N L 87 Bindedrahtsicherungen

f. Spannschlösser

Für SpannschloB Form A

Sicherungadrähte durch Ösen geführt

Angaben über Länge und Gewicht der Bindedrähte für Spannschlösser nach DIN L 85. Hinweis auf Herstellung der Sicherung.

D I N L 88 Vornorm Spanndraht.

Unterteilung in 7 Größen von 0,8 bis 3,2 mm Durchmesser. Abmessungen, Toleranzen, Gewicht, Bruchlast (115—1410 kg), Biegezahl.

DIN L89 Querlager (Kugellager).

Unterteilung in Querlager, Pendellager, Pendellager mit breitem Innenring und Querlager mit kleinen Kugeln. Abmessungen und Gewichte von insgesamt 42 Lagern (Durchmesserbereich 3 bis 60 mm). (Beiblatt)

Angaben über die Tragfähigkeit der Lager nach DIN L 89 bei pendelnden Bewegungen.

DI N L 94 Vomorm Runddrähte.

II

JCTT V^AoV—

Rechtsgewinde

Linksgewinde

Rechtsgewinde

Abmessungen, Querschnitt, Gewicht und Bruchlast von 15 Drähten (Durchmesser 4 bis 24 mm, Last 650 bis 27 000 kg).

DIN L 97 Vomorm Rohrniete.

Flachkopf

tu4

Rundkopf

Aufteilung in 23 Größen (12 Außendurchmesser). Querschnitt und Gewicht des Schaftes. (Angaben für Kopfabmessungen und Längen folgen)

DIN L92 Profilrohre.

Abmessungen von 39 Rohren (Breite b 13 bis 167 mm, Wanddicke 0,5 bis 2,5 mm, Ausgangsrohr 10 X 0,5 bis 120 X 3 mm).

(Beiblatt)

Querschnitt, Gewicht, Widerstands- und Trägheitsmoment und Trägheitshalbmesser (W, I und i für beide Achsen) für die Rohre nach DIN L 92.

D I N L 93 Vomorm Gabelgelenke,

Grundmaße

In

j. Maße u. zul. Abw. j3, Größen. Durchmessei

für 17 3 bis

45 mm.

(Beiblatt)

(Hierzu weitere ■f 5 Zeichnungen.) Bezeichnung von Knotenpunkten, Stäben und Koordinaten bei einem mehrgurtigen Raumfachwerk, von Rippenanschluß-Querschnitten, Hauptabmessungen, Teilstrecken, Kräften und Verschiebungen bei einem Holm, von Punkten und Stäben bei einem Doppeldecker-Tragwerk, von Knotenpunkten, Stäben, Längen, Winkeln und äußeren Kräften bei einem ebenen, zweigurtigen Fachwerk, von äußeren Kräften und Verschiebungen bei einem ebenen zweigurtigen Fachwerk, von positiven Kräften, Momenten und Drehungen bei Stäben.

DI N L 101 Vomorm Bezeichnungen in der Flugzeugstatik.

Festlegung von Kennzeichen für verschiedene Begriffe. Aufteilung: I. Grundzeichen. A. Form; B. Kräfte und Momente, Formänderungen, Elastizitätsgleichungen. IL Beizeichen. A. Lage; B. Abgeleitete Begriffe; C. Statisch unbestimmte Rechnungen; D. Beanspruchungs-zustände.

DIN L 110 Vomorm Hochdruckreifen,

Aufteilung in vier Reifengrößen (600X100 bis L300X300). Abmessungen mit Toleranzen, Tragfähigkeit, Luftdruck, Bezeichnung der dazugehörigen Flachbettfelgen.

DI N L 111 Vomorm Felgenformen.

von Rädern mit Hochdruckreifen.

Abmessungen

und

$a \ Toleranzen für vier Felgengrößen.

D I N L 112 Vomorm Naben

von Rädern mit Hochdruckreifen.

^-}

_2L

Abmessungen, Toleranzen von 5 Größen. Angabe des dazugehörigen Reifens.

DI N L 113 Vomorm Schlauchventile.

Gerade Ventilkbrper.

Hanle gebrochen

Angaben über Gewinde, Werkstoff, Oberflächenschutz von zwei Ausführungen.

DI N L 114 Vomorm Schlauchventile.

Winkel- Ventilkörper

(Hierzu weitere 2 Zeichnungen für größere Abmessungen)

Angaben über Gewinde, W erkstoff, Oberflächenschutz j von drei Ausführungen.

DI N L 120 Vomorm Ballonreifen.

Autteilung in 12 Größen.

Angaben über Abmessungen, Toleranzen, Tragfähigkeit, Luftdruck, dazugehörige Felgen.

DI N L 121 Vomorm Felgen

von Rädern mit Ballonreifen.

Profil

A Flachbettfelge 260x85, 380x150 und V^JSjL bl» 1450x5004)

„ .,,_Kordel "1,6

Abmessungen und Toleranzen für 12 Größen.

DIN L 122 Vomorm Naben

von Rädern mit Ballonreifen.

Abmessungen, Toleranzen und Angabe der dazugehörigen Reifen für 7 Größen.

D I N L 130 Vomorm Hochleistungs-reifen für Laufräder

Maße zul. Abw., Luftdruck und Tragfähigkeit für vier Größen. (545 X 150 bis 690 X 200). Hinweis auf Kennzeichnung.

DI N L 131 Vomorm Felgenformen

von Rädern mit Hochleistungsreifen.

Aufteilung in zwei Größen für vier Reifen nach DIN L 130. Aömessungen und Toleranzen.

DI N L 132Vomorm Nabenbohrungen

von Rädern mit Hochleistungsreifen.

Abmessungen und Toleranzangaben für zwei Nabengrößen (Gleitlager, Angaben für Wälzlager folgen).

DIN L 140 Vomorm Reifen

für Spornräder.

Abmessungen, Toleranzen, Tragfähigkeit, Luftdruck und dazugehörige Felge für 8 Reifengrößen q (250 X 85 bis 630 X 220).

DI N L 141 Vomorm Felgen

für Spornräder. Zeichnung für Flach- und Tiefbettfelge wie bei DIN L 121.

Unterteilung in 6 Größen für 8 Bereifungen. Abmessungen und Toleranzen.

DI N L 142 Vomorm Naben

für Spornräder.

Durchmesser, Länge, Toleranzen, Angabe der dazugehörigen Reifen für 6 Größen (Gleitlager, Angaben für Wälzlager folgen).

DI N L 162 Vomorm Gerade Abkan-Hingen.

Angabe von 8 Rundüngshalbmessern (zwischen 0,6 und 15 mm), die bei Abkantungen durch Schienen einzuhalten sind.

D I N L 163 Vomorm Profile aus Blech,

~ Grundmaße

Querschnittsformen

"7

Festlegung der in der Zeichnung enthaltenen Maße. Unterteilung in 6 bis 12 Stufen.

Normblatt-Samml. Nr. 1 wurde im „FLUGSPORT" XXIX., Heft 20 am 29. 9.1937 veröffentl.

Daimler-Benz-Flugmotor „DB 600".

Werkbild

Mappen werden in der üblichen Weise durch Federzug offen gehalten, sie können durch eine Zugstange geschlossen werden. Schleuder-Gebläse mit einstufiger Verdichtung vor dem Vergaser, seitlich hinter einer Zylinderreihe angebaut.

Durch diese Anordnung wird Platz für Antrieb und Lagerung der Hilfsgeräte gewonnen. Automatischer Ladedruckregler.

Zündung durch zwei, mit l,5facher Motordrehzalil, laufende Boschzünder, Schnappkupplung, elektrische Zündzeitpunktverstellung, die mit dem Gashebel und dem Anlasserknopf in Verbindung steht.

Schmierung durch Zahnradpumpen. Eine Druckpumpe, in jedem Zylinderdeckel eine Rückförderpumpe. Bosch-Schwungkraft-Anlasser, elektrisch und von Hand anzutreiben.

Bohrung 150 mm, Hub 160 mm, Hubraum je Zylinder 2,83 1, Gesamthubraum 33,9 1, Verdichtungsverhältnis 1 : 6,5. 5-Minuten-Leistung des Musters „A/B" (mit Bodenlader von 1,22 ata), 1000 PS bei 2400 U/min, Brennstoffverbrauch dabei 235 g/PSh, erhöhte Dauerleistung (für 30 Min. zulässig) 900 PS bei 2300 U/min und 230 g/PSh, Dauerleistung 800 PS bei 2200 U/min. 5-Minuten-Leistung der Ausführung „C/D" (Höhenlader für 4000 m Höhe und 1,15 ata), 910 PS bei 2400 U/min und 240 g/PSh, erhöhte Dauerleistung 850 PS bei 2300 U/min und 220 g/PSh, Dauerleistung 800 PS bei 2200 U/min und 215 g/PSh. Startleistung des Musters „C/D" 950 PS. Schmierstoffverbrauch 8 g/PSh. Mindestoktanzahl 87, Trockengewicht mit Getriebe und Lader, ohne Lichtmaschine, Brennstoffpumpe und Anlasser 545 (A/B) bzw. 555 (C/D) kg. Länge ohne Propellernabe 1720 mm, Breite 712 mm, Höhe 1000 mm. Leistungsgewicht 0,545 kg/PS, Hubraumleistung 29,5 PS/1, Hubraumgewicht 16,1 kg/1, mittl. nutzbarer Druck 11,1 atü.

Sternmotor Bramo 323 J „Fafnir".

Diese neueste Konstruktion der Brandenburgischen Motorenwerke ist ein Neunzylinder mit Gebläse und weist eine Nennleistung von 830 PS in 4200 m Höhe auf.

Die Zylinder bestehen aus einer Stahllaufbuchse und dem durch Aufschrumpfen untrennbar damit verbundenen Leichtmetallkopf. Je ein Einlaß- und Auslaßventil pro Zylinder. Das Auslaßventil ist mit Natrium gefüllt, um eine bessere Wärmeableitung zu erzielen. Der mit einer Hartmetallauflage versehene Sitz dieses Ventils ist gegen Bleibenzin unempfindlich und besitzt eine besonders hohe Lebensdauer.

Leichtmetallgußkolben, 3 Dichtungsringe, 1 Oelabstreifring. Kol-

benbolzen schwimmend gelagert, gegen seitliches Verschieben durch Leichtmetallpilze gesichert.

Ungeteiltes Hauptpleuel, Nebenpleuel in Bronzebüchsen gelagert Schaft in H-Querschnitt ausgeführt, allseitig bearbeitet. Zweiteilige Kurbelwelle, Verbindung durch einen Klemmbolzen, Lagerung zu beiden Seiten der Kröpfung in Rollen, außerdem im vorderen Gehäusedeckel ein Kugellager. Gegengewichte an beiden Kurbelwangen, zur Erzielung einer Schwingungsdämpfung beweglich angeordnet.

Gehäuse sechsteilig. Die beiden Hauptteile mit den Lagern sind aus Leichtmetall geschmiedet, während vorderer und hinterer Deckel Leitschaufelkranz und das Zwischenstück mit den Ansaugluftkanälen in Guß ausgeführt sind.

Ventilbetätigung in der üblichen Weise durch Nockentrommel, Stößel, Stoßstangen und Kipphebel.

Planetenrad-Untersetzungsgetriebe der Bauart Farman-BMW. Drehzahlminderung 1 ; 1,61. Die Propellerwelle ist für den Anschluß einer Flanschnabe ausgeführt und gestattet die Verwendung hydraulisch gesteuerter Verstellpropeller.

Schleudergebläse, von der Kurbelwelle über ein federndes Rad und eine Nebenwelle mit Rutschkupplung im Verhältnis 11,4 : 1 angetrieben.

Doppelvergaser mit Abgasheizung. Selbsttätiger Ladedruckregler und Höhenkorrektur für die Zusammensetzung des Gemisches. Zündung durch einen Bosch-Zwillingszünder mit Handverstellung. Die gesamte Anlage ist mit Störschutz versehen. Schmierung durch zwei Zahnradpumpen, von denen die eine aus zwei unabhängig voneinander arbeitenden Teilen besteht, wovon der eine das Frischöl durch ein Filter nach dem Motor drückt und der andere das Rücklauföl aus dem Sumpf in den Behälter fördert. Die zweite Pumpe sitzt im vorderen Deckel und dient in der Sturzflüglage zur Rückforderung des Oeles aus dem Getriebe,

Bohrung 154 mm, Hub 160 mm, Zylinderzahl 9, Hubraum je Zylinder 2,98 1, Gesamthubraum 26,82 1, Verdichtungsverhältnis 1 :6,4.

Bramo „Fafnir", von hinten gesehen. Am

hinteren Gehäusedeckel sieht man unten den Pallas-Doppelvergaser, links vom Saugstutzen die

Brennstoffpumpe (Maihak), darüber den Zwillingszünder von Bosch mit zwei voneinander unabhängigen Zündsystemen. Die Kabel für die zwei Kerzen je Zylinder werden nach vorn geführt und sind von einem Sammelring aus an den Verkleidungen der Ventilstoßstangen nach dem Zylinderkopf geführt.

Bramo 323 J „Fafnir" von 850 PS Spitzenleistung. Außendurchmesser 1388 mm.

_Werkbild

Erhöhte Kurzleistung am Boden bei 2450 U/min 850 PS (für 1 min zulässig), Kurzleistung (5 min) am Boden 730 PS bei 2350 U/min, in 4200 m 830 PS bei 2550 U/min, erhöhte Dauerleistung am Boden 655 PS bei 2230 U/min (30 min zulässig), in 4200 m 745 PS bei 2230 U/min, Dauerleistung am Boden 585 PS. in 4200 m 665 PS bei 2100 U/ min. Gewicht mit Zubehör ohne Ausrüstung 545 kg, Durchmesser 1388 mm, Länge 1263 mm.

Hubraumleistung 31,7 PS/1, Hubraumgewicht 20,3 kg/1, Einheitsgewicht 0,64 kg/PS, mittl. Druck 11,6 atü.

Doppelsternflugmotor Fiat „A 80 RC 41".

Die 18 luftgekühlten Zylinder sind in der üblichen Weise in zwei Sternen, gegeneinander versetzt, angeordnet.

Kurbelgehäuse dreiteilig, aus Duralumin geschmiedet. Zylinder aus Stahl, mit den Leichtmetallguß-Köpfen verschraubt. Kühlrippen von sehr großer Oberfläche, mit geringem Abstand angeordnet. Jeder Zylinder besitzt ein

Einlaß- und ein [/,' , -_m ****

Auslaßventil. Betätigung durch Stoßstangen und Kipphebel. — Die Steuerung für den hinteren Zylinderstern erfolgt von einer zweiten Nokkentrommel aus. Durch diese Anordnung werden die sonst unvermeidbaren großen Winkelabweichungen zwischen den Rollstößeln und den eigentlichen Stoßstangen für die

Fiat-Doppelsternmotor „A 80 RC 41" 18 Zylinder.

hinteren Zylinder vermieden. Außerdem kann die Kühlluft ungestört zwischen den vorderen Zylindern hindurchfließen. Stoßstangen und Schwinghebel gekapselt.

Kurbelwelle doppelt gekröpft, in einem Stück hergestellt. Rollenlagerung. Untersetzungsgetriebe mit koachsialer Propellerwelle, Kegelräder mit Epizykloidenverzahnung. Drehzahlverhältnis 5 : 8.

Zündung durch zwei Marelli-Magnete mit fester Vorzündung. Die gesamte Zündanlage ist abgeschirmt und gegen Wasser und Oel unempfindlich. Schmierung in der üblichen Weise durch eine Druck-und eine Rückförderpumpe.

Doppelvergaser mit einem einzigen Schwimmergehäuse. Schleudergebläse für Ueberladung.

Der Motor wird mit Leitblechen ausgerüstet, die die Kühlluft nach den hinteren Zylindern führen. Das Anlassen erfolgt mit Druckluft über einen rotierenden Verteiler.

Bohrung 140 mm, Hub 165 mm, Hubraum je Zylinder 2,54 1, Gesamthubraum 45,72 1, normale Betriebshöhe 4100 m, Nennleistung in dieser Höhe bei 2100 U/min 1000 PS, ideelle Bodenleistung 1630 PS, Höchstleistung für den Start bei 2200 U/min 1030 PS, Brennstoffverbrauch bei 70% der Nennleistung in 4100 m Höhe 225 g/PSh. Trockengewicht 725 kg. Drehsinn von Kurbel- und Propellerwelle: rechts, auf Wunsch auch links. Der Motor ist für die Verwendung der automatischen Fiat-Verstellschraube (Lizenz Hamilton) eingerichtet.

Leistungsgewicht 0J05 kg/PS, Hubraumleistung 22,5 PS/1, Hubraumgewicht 15,8 kg/1, mittlerer Druck bei Nennleistung 9,4 atü.

Dieser Vierzehnzylinder gleicht im Aufbau dem Muster „A 80 RC 41". Durch eine Erhöhung der Drehzahl ist das Leistungsgewicht gün-

Flugmotor Fiat „Ä 74 RC 38".

stiger ausgefallen. Eine nähere Beschreibung der Einzelteile erübrigt sich mit Rücksicht auf die Ueberein-stimmung mit dem oben behandelten 18-Zylinder.

Bohrung 140

mm, Hub 145 mm, Hubraum je Zylinder 2,23 1, Gesamthubraum 31,25 1, Nennleistung 840 PS in 3800 m Höhe bei 2400 U/min, ideelle Bodenleistung bei der glei-

chen Drehzahl

14-Zylinder-Doppel-sternmotor Fiat

„A 74 RC 38".

Zwischen Vergaser

u. rechtem Magnet der

Anschluß für die Ge-mischvorwärmung.

1320 PS, Höchstleistung für den Start 890 PS bei 2520 U/min, Untersetzungsverhältnis 0,655 : 1, Brennstoffverbrauch bei 70% der Nennleistung in 3800 m Höhe 225 g/PSh, Trockengewicht 570 kg.

Einheitsgewicht 0,64 kg/PS, Hubraumleistung 28,5 PS/1, Hubraumgewicht 18,2 kg/1, mittl. Druck 10,2 atü.

Funkgeräte für den Luftverkehr.

Die Firma Telefunken, Berlin, gibt auf der Mailänder Luftfahrt-Ausstellung einen Einblick in den hohen Stand des deutschen Funkwesens und zeigt dabei einige der besonders für die Fliegerei entwickelten Geräte.

Die sogenannte Kurz-Lang-Station wird in Flugzeuge mit größerer Reichweite eingebaut. Das Gerät vereinigt in einem Sender und Empfänger je einen Kurzwellen- und einen Langwellenteil. Die Verständigung reicht bei Telegraphie mit kurzen Wellen über 1500, mit langen über 500 km. Leistung dabei 40 bzw. 70 Watt.

Für kleinere Maschinen ist eine 7-Watt-Kurzwellen-Telephonie-station geeignet, die bei geringsten Abmessungen und niedrigem Gewicht eine Sprechverbindung über etwa 60 km hinweg gestattet. Wellenbereich 60—85 m.

Ein 20-Watt-Langwellen-Gerät mit 340—945 m Sende- und 300 bis 1000 m Empfangsbereich dient für Entfernungen bis zu 250 km und wird in kleinen und mittleren Maschinen verwendet.

Das Zielfluggerät von Telefunken zeigt dem Flugzeugführer jederzeit an, ob er den gewünschten Kurs einhält. Ein Dauerstrich im Kopfhörer kennzeichnet den richtigen Kurs, beim Abweichen nach links erscheint dagegen das Zeichen Strich-Punkt, nach rechts die Umkehrung, also Punkt-Strich. Das gleiche Gerät ist auch für das Anpeilen von Sendern und für den Nachrichtenempfang zu verwenden.

In der Bodenpeilanlage wurde eine Einrichtung geschaffen, die die Ortsbestimmung von Flugzeugen ohne Bordpeiler durchführt. Um eine sichere Landung ohne Bodensicht zu ermöglichen, wird in größere Maschinen die Schlechtwetter-Landebordanlage eingebaut. Der Flugzeugführer erhält dabei durch ein Zeigerinstrument und über den Kopf-

Links: Kurz-Lang-Flugzeugstation für Flugzeuge großer Reichweite. Rechts: Eine 20-Watt-Station im Führerraum einer Junkers „W 34". In der Mitte des Instrumentenbrettes erkennt man das Hauptgerät mit den Bedienungsdrehknöpfen. Rechts an der Bordwand ist ein mit „G" bezeichnetes Kästchen zu sehen, an dem rechts der Morsetaster sitzt. Darunter die Antennenspule. Werkbilder

Telefunkengeräte für den Luftverkehr. Links: ein Kleinauto der Bodenorganisation, das neben einem Sender einen bis auf 12 m Höhe ausfahrbaren Teleskopmast besitzt. Rechts: 7 Watt-Kurzwellen-Telefoniestation für kleinere Flugzeuge.

Werkbilder

hörer Signale, die die Entfernung vom Flughafen bis zu 40 km angeben. Mit Hilfe der von der Bodenanlage ausgestrahlten Leitlinie wird das Flugzeug bis an den Platz herangebracht. Hier leuchtet beim Ueber-fliegen des Vorsignalsenders eine rote Lampe auf. Der Pilot schaltet nun das Qerät auf „Gleitweg" um und setzt auf der Leitlinie der Richtfunkbake zur Landung an. Dieses Landeverfahren hat sich auf einer Reihe von Flughäfen gut bewährt.

Was eine leistungsfähige Funkausrüstung für ein Flugzeug, insbesondere für eine Verkehrsmaschine bedeutet, braucht hier nicht besonders erörtert zu werden. Bereits die Tatsache, daß eine Fülle hochwertiger Geräte für diese Zwecke entwickelt wurde, beweist die Wichtigkeit dieses Gebietes.

Fliegerangriff auf Berlin. Ein Jagdeinsitzer „Bf 109" startbereit auf einem Flughafen der Reichshauptstadt. Man erkennt unter dem Querruder das stromlinienförmige Gegengewicht, zwischen Querruder und Rumpf die halb ausgeschlagene

Landeklappe. Weltbild

UNDSCHAl

Inland.

Bf 109 erreichte in Zürich eine mittlere Steiggeschwindigkeit von 26,3 m/sec (95 km/h), gemessen zwischen 440 und 3200 m Meereshöhe.

Lufthansa-Fluglinienverkehr 1936: geflogene km 17 881 533, beförderte Fluggäste 286 311.

Kraftfahrzeuge des NS.-Fliegerkorps sind gemäß Anordnung des Reichsfinanzministers von der Kraftfahrzeugsteuer befreit, wenn sie für Dienststellen des Korps und seiner Gliederungen und für die Schulen des Korps zugelassen sind und ausschließlich in deren Dienst verwendet werden.

Ständige Luftfahrt-Ausstellung Hannover zum weiteren Ausbau des Luftfahrtunterrichts in den Schulen in der Lutherschule in Hannover, einer deutschen Oberschule, eingerichtet. Die Ausstellung enthält Schnittmodelle von Motoren, Flugzeugeinzelteile, ferner Windströmungserzeuger zur Untersuchung des Luftdruckes, Strömungsmeßgeräte u. a. m.

Flug an die Deutsche Weinstraße, 9.—10. Oktober. Veranst. Gruppe 11 des NSFK. Offen für zugelassene zweisitzige Landflugzeuge, Flugzeug und Motor deutsches Erzeugnis. Deutsche Führer und Führerinnen müssen im Besitz der Sportlizenz 1937 sein. Höchstteilnehmerzahl 60. Anfragen unter „Flug an die Deutsche Weinstraße" an die Gruppe 11 des NSFK., Darmstadt, Flughafen, Postfach 116.

Winterflugplan 1937/38 beginnt am 3. Okt. im deutschen und internationalen Luftverkehr. Die Deutsche Lufthansa war erfolgreich bemüht, so daß fast alle wichtigen Strecken weiter beflogen werden.

Von diesen sind als besonders bemerkenswert zu nennen: im zwischenstaatlichen Verkehr die Strecken Frankfurt a. M.—Mailand, Berlin—Stockholm, Wien —München—Nürnberg—Frankfurt a. M.—Brüssel—London, Hamburg—Bremen— Amsterdam, Kopenhagen—Hamburg—London, Berlin—Danzig—Königsberg—Kaunas—Riga—Tallinn—Helsingfors; im innerdeutschen Dienst kommen die Verbindungen Mannheim—Berlin, Essen/Mülheim—Berlin, Stuttgart—Berlin (über Nürnberg und Halle/Leipzig) und Düsseldorf—Münster—Braunschweig—Berlin hinzu, während im Post- und Frachtstreckennetz in diesem Winter erstmalig die Strecken Berlin—Breslau und Stuttgart—Frankfurt a. M. neben die vorhandenen, ganzjährig betriebenen Verbindungen treten.

Bei der Auswahl der Linien für den Winterflugplan ist besonders darauf geachtet worden, das bestehende Verkehrsbedürfnis zu befriedigen. Man hat darum die verkehrswichtigsten Strecken, die auch in den Hauptreisezeiten die stärkste Frequenz aufweisen, in erster Linie berücksichtigt. Das ist auch der Grund dafür, daß im Winterflugplan einige Flugplätze, die während des Sommers angeflogen wurden, nicht mehr zu finden sind.

Außer der streckenmäßigen Angleichung des Winterflugplans an den des Sommers ist in diesem Jahre auch die Annäherung der Flugzeiten bemerkens-

Modell des Dornier-Großflugzeuges „Do 19". Typenbeschreibung s. „Flugsport"

1937, S. 434. Werkbild

wert. Während es früher erforderlich war, den Flugbetrieb während der Wintermonate innerhalb der kurzen Tageshelligkeit abzuwickeln, werden in diesem Winter bereits viele der wichtigsten Strecken zum Teil in der Dunkelheit durchgeführt. Dies ist ein besonderer Vorzug des neuen Winterflugplans, der durch die Fortschritte auf dem Gebiet der Flugsicherung und die ständige Schulung der Besatzungen sowie des Bodenpersonals ermöglicht wird. Durch diese Maßnahme gelingt es, besonders beliebte Früh- bzw. Spätverbindungen auch während der Wintermonate beizubehalten, die es dem Fluggast gestatten, Hin- und Rückflug an einem Tage durchzuführen und trotzdem genügend Zeit zur Abwicklung von Geschäften am Ziel zu behalten.

Schließlich sei noch darauf hingewiesen, daß auch der Sonntagsverkehr auf allen bedeutenden deutschen und internationalen Verbindungen in entsprechendem Umfange durchgeführt wird.

Das Reichskriegsministerium gibt die Bedingungen für die Einstellung als Freiwilliger in die Wehrmacht bekannt. Sonderbestimmungen für Heer, Kriegsmarine und Luftwaffe folgen nachstehend:

Für eine freiwillige Meldung ist die genaueste Beachtung nachstehender Bestimmungen erforderlich:

1. Der freiwillige Eintritt in den aktiven Wehrdienst ist für Wehrpflichtige in der Regel vom vollendeten 17. bis zum vollendeten 25'. Lebensjahre möglich. Am beabsichtigten Einstellungstage darf daher das 25. Lebensjahr noch nicht überschritten und muß das 17. Lebensjahr vollendet sein. Als Stichtag für die Flerbsteinstellung 1938 gilt der 15. 10. 1938.

Abweichend hiervon werden eingestellt: a) Beim Heer: Bei den Heeresunter-offizierschulen: Wehrpflichtige vom vollendeten 17. bis zum vollendeten 20. Lebensjahr; b) bei der Kriegsmarine: In den Flottendienst: Wehrpflichtige vom vollendeten 17. bis zum vollendeten 23. Lebensjahr; c) bei der Luftwaffe: bei der Fliegertruppe (einschl. Sanitätsdienst): Wehrpflichtige vom vollendeten 17. bis zum vollendeten 23. Lebensjahr.

2. Bewerber aus den Geburtsjahrgängen 1918 und jüngere dürfen im Jahre 1938 nur dann eingestellt werden, wenn sie besonders geeignet sind und sich zu einer längeren Dienstzeit als zwei Jahre in der Wehrmacht verpflichten. Von einer solchen Verpflichtung zu einer längeren Dienstzeit darf nur bei Bewerbern ab-

Eintritt Freiwilliger in die Luftwaffe.

Langsam-Flugzeug Fieseier „Storch", das in Zürich durch seine vielseitige Verwendungsmöglichkeit auffiel. Das Bild zeigt die Maschine im stationären Langsamflug. Baubeschreibung 1937, S. 432. Werkbild

gesehen werden, denen durch eine spätere Ableistung ihrer Arbeitsdienst- und Wehrpflicht ein beträchtlicher Nachteil für ihre Berufsausbildung (z. B. Abiturienten) erwächst.

3. Lehrlinge in der Berufsausbildung dürfen als Freiwillige nur dann angenommen werden, wenn sie ihre Lehrzeit vor Eintritt in den Reichsarbeitsdienst, also mindestens ein halbes Jahr vor Eintritt in den Wehrdienst, voraussichtlich mit Erfolg beenden werden oder die Einwilligung ihres Lehrherrn zur Lehrzeitverkürzung beibringen.

4. Angehörige des Geburtsjahrganges 1915 und jüngerer Geburtsjahrgänge müssen vor Ableistung des aktiven Wehrdienstes der Arbeitsdienstpflicht genügt haben. Sie werden behördlicherseits zum Reichsarbeitsdienst eingezogen, nachdem ihre Annahme als Freiwilliger bei einer Einheit der Wehrmacht erfolgt ist.

5. Voraussetzung für eine Annahme als Freiwilliger ist es, daß der Bewerber: a) eine Mindestkörpergröße von 160 cm besitzt. (Heeresunteroffizierschulen mindestens 165 cm, schwere Artillerie mindestens 168 cm, Panzerabteilungen höchstens 176 cm); b) die deutsche Staatsangehörigkeit (Reichsangehörigkeit) besitzt; c) wehrwürdig ist; d) tauglich für den Wehrdienst ist; e) nicht unter Wehrpflichtausnahmen fällt; f) nicht Jude ist; g) gerichtlich nicht vorbestraft und auch sonst unbescholten ist; h) unverheiratet ist; i) der minderjährig ist, die Genehmigung des gesetzlichen Vertreters vorlegt; k) notwendige Zahnbehandlungen vor der Einstellung durchführt. Bewerber, die diesen Bestimmungen nicht entsprechen, können als Freiwillige nicht eingestellt werden.

6. Vor der Meldung zum freiwilligen Eintritt haben bei der zuständigen polizeilichen Meldebehörde persönlich zu beantragen: a) nicht gemusterte Bewerber: die Ausstellung eines Freiwilligenscheines zum Eintritt in den aktiven Wehrdienst. Hierzu melden sie sich persönlich bei der zuständigen polizeilichen Meldebehörde zur Anlegung des Wehrstammblattes, Personalpapiere und von Minderjährigen die schriftliche, amtlich beglaubigte Erlaubnis des gesetzlichen Vertreters zum freiwilligen Eintritt sind zur Anmeldung mitzubringen, b) bereits gemusterte Bewerber: Die Ausstellung eines polizeilich beglaubigten Auszuges aus dem Wehrpaß. Vordrucke sind bei der polizeilichen Meldebehörde erhältlich.

Die Luftwaffe auf dem Reichsparteitag 1937. Flugzeugstaffeln über der Tribüne

der Zeppelinwiese. Weltbild

7. Die Wahl des Wehrmachtteiles (Heer, Kriegsmarine, Luftwaffe) der Waffengattung und des Truppen-(Marine-)Teiles steht dem Bewerber mit der Einschränkung frei, daß sie bei Heer und Luftwaffe in der Regel nur bei Truppenteilen möglich ist, deren Standort in der Nähe des dauernden Aufenthaltsortes des Bewerbers liegt. Bei der Kriegsmarine und beim Regiment General Göring können sich Bewerber aus dem ganzen Reich melden, bei letzterem jedoch mit Ausnahme von Ostpreußen. Sind dem Bewerber die für ihn in Betracht kommenden Truppen-(Marine-)Teile nicht bekannt, so kann er sie bei dem für seinen dauernden Aufenthaltsort zuständigen Wehrbezirkskommando oder Wehrmeldeamt erfragen.

8. Die Meldung zum freiwilligen Eintritt darf nur bei einem, und zwar grundsätzlich bei dem Truppen-(Marine-)Teil erfolgen, bei dem der Bewerber eintreten möchte. (Im einzelnen siehe Nr. 9.) Jeder Bewerber hat sich schriftlich zu melden. Dieser Meldung sind beizufügen: a) der Freiwilligenschein oder der beglaubigte Auszug aus dem Wehrpaß (siehe Nr. 6), b) ein handgeschriebener lückenloser Lebenslauf, c) zwei Paßbilder (keine Seitenansicht) in bürgerlicher Kleidung ohne Kopfbedeckung, nicht in Uniform (Größe 3,7X5,2 cm) mit Namensangabe auf der Rückseite.

Sonderbestimmungen für die Luftwaffe.

a) Einstellung von Freiwilligen erfolgt im Oktober 1938.

b) Dienstzeit: Bei der Fliegertruppe und bei der Luftnachrichtentruppe: Viereinhalb Jahre oder zwei Jahre, bei der Flakartillerie und Regiment General Göring: Zwei Jahre.

c) Meldungen sind einzureichen: Für die Fliegertruppe, bei den Fliegerersatzabteilungen, außerdem bei allen anderen Truppenteilen der Fliegertruppe (Fliegergruppen, Schulen usw.). Für die Flakartillerie bei den Flakabteilungen. Für die Luftnachrichtentruppe bei den Luftnachrichtenabteilungen und Luftnachrichten-Ersatzabteilungen sowie bei den selbständigen Luftnachrichtenkompanien und Luftnachrichten-Ersatzkompanien. Für das Regiment General Göring bei diesem Regiment und bei den Stäben der Luftkreiskommandos II bis VII.

d) Bevorzugt eingestellt werden: Handwerker aller Art, besonders aus der Metallindustrie. Inhaber einer Bescheinigung über die Kraftfahrausbildung bei einer Motorsportschule des NSKK. Bewerber, die den Nachweis der Morseausbildung erbringen können (z. B. Morseschein der SA.). Letzteres bei der Luftnachrichtentruppe oder bei den Truppennachrichteneinheiten der Luftwaffe.) Inhaber des Sanitätsscheines des Roten Kreuzes, der SA. oder HJ.

Im Rahmen der großen Berliner Luftschutzwoche fand ein schwerer Bombenangriff statt, bei dem feindliche Flugzeuge zwei Stadtteile erreichten. Unser Bild zeigt Scheinwerfer und Horchgeräte der Abwehrkräfte, die zum „Empfang"

bereit sind. Weltbild

e) Angehörige der fliegerischen Bevölkerung dürfen freiwillig in die Luftwaffe (Fliegertruppe und Luftnachrichtentruppe) eintreten.

Bestimmungen für die fliegerische Bevölkerung.

Der fliegerischen Bevölkerung gehören an:

A) Die aktiven Angehörigen des NSKK. (Nationalsoz. Fliegerkorps) und der Luftsporteinheiten der HJ., die ausgebildet oder in Ausbildung begriffen sind, im Segel- oder Motorflug, im Nachrichtenverbindungsdienst, in handwerksmäßiger Schulung für Flugzeugbau und Flugzeuginstandsetzung und die hierüber eine Bescheinigung des NSKK.-Sturmführers besitzen;

B) Inhaber von Ausweisen über fliegerische Betätigung;

C) Das fliegerische Zivilpersonal: 1. der Luftwaffe; von Luftverkehrsgesellschaften; 3. der Reichsluftfahrtverwaltung; soweit es mit dem Betrieb oder der Instandhaltung von Flugzeugen oder im Nachrichtenverbindungsdienst der Luftwaffe beschäftigt ist und sich hierüber durch einen Vermerk auf den Seiten 6 ff. des Arbeitsbuches oder eine Bescheinigung des Dienststellenleiters über fliegerisch-fachliche Verwendung und die Art seiner Tätigkeit ausweist;

D) Vom Luftfahrtindustriepersonal: 1. Die Facharbeiter, die in den Arbeitsbüchern auf Seite 3, Spalte c, durch einen Vermerk des Arbeitsamtes als Flugzeugspezialarbeiter gekennzeichnet sind; 2. die Facharbeiter und technischen Angestellten, die seit mindestens drei Monaten in Rüstungsbetrieben der Luftwaffe beschäftigt sind. Facharbeiter in diesem Sinne sind lediglich die gelernten und angelernten Arbeiter des Metall- und Holzgewerbes (vergl. Berufsverzeichnis für die Statistik der Arbeitsvermittlung, Gruppen 5 und 12), deren Arbeitsbücher auf Seite 6 ff., Spalte 4, mit einem entsprechenden Vermerk des Betriebsführers ver-

Von der Luftschutzübung in Berlin. Oben: Ein Angriff auf das Propagandaministerium, das dabei in „Brand" geschossen wurde. Unten: Reichskriegsminister Generalfeldmarschall von Blomberg (2. von links), Staatssekretär General der Flieger Milch und Generaloberst Göring auf dem Dach des Reichsluftfahrtministeriums bei der Beobachtung des Fliegerangriffes und der Abwehr.

Weltbild

sehen sind, Der Berechnung der Dauer der Beschäftigung ist der Tag der Musterung oder der Annahmeuntersuchung als Freiwilliger zugrunde zu legen.

Wehrbezirkskommando. Einstellungsanträge bei höheren oder staatlichen Dienststellen sind zwecklos. Sie verzögern nur die Bearbeitung zum Nachteil des Bewerbers. Das für den dauernden Aufenthaltsort des Bewerbers zuständige Wehrbezirkskommando oder Wehrmeldeamt erteilt auf Anfrage weitere Auskünfte. Dort ist auch ein Merkblatt für den Eintritt in den gewünschten Wehrmachtteil (Heer, Kriegsmarine, Luftwaffe), das alles Wissenswerte enthält, kostenlos zu erhalten.

Was gibt es Neues?

4900 m ü. M. segelte Ziller, Sfl.-Hauptlehrer der NSFK.-Reichsschule für Segelflugsport Grünau auf Doppelsitzer „Kranich". Ju 86, 12 Maschinen von Chile bestellt.

Japan. Segelflugstartkommando: Maje! Haschire! Hanase!

Ausziehen! Laufen! Los!

Ausland.

Handley Page „Harrow", ein schwerer Bomber mit zwei Bristol „Pegasus"-Motoren von je 835 PS in 2600 m Höhe, hat bei 262 km/h Reisegeschwindigkeit in 4500 m Höhe eine Reichweite von 2000 km mit normaler Bombenlast. Größte Reichweite 3000 km. Höchstgeschw. 320 km/h. Fluggewicht 10 700 kg.

Bristol Blenheim wird unter Lizenz von Fairchild in Kanada gebaut. Zunächst sollen 18 Maschinen für die Küstenaufklärung bestellt werden.

Blitzschlag vernichtete drei Fesselballons der Stahlnetzsperre der Fliegerstation Cardington bei Bedford in England am 18. 9. Diese an den Ballons hängenden Stahlnetze sollen bekanntlich zum Schutze gegen Fliegerangriffe dienen.

Loire-Nieuport „LN-10", ein Kampf-Wasserflugzeug von 12 t Fluggewicht, 26 m Spannweite, 17 m Länge, 2 Motoren von je 1400 PS und 2000 km Reichweite, wurde soeben in Bau gegeben.

Muskelkraft-Flugversuche wurden mit einer Konstruktion des Franzosen Bandot ausgeführt. Angeblich ist die Maschine mit einem Motor von 5 PS ausgerüstet. Der Sinn der Kombination von 5 Motor-PS und 0,5 Muskel-PS ist nicht recht klar»

Unerklärlicher Leistungsverlust eines Flugmotors, der am Mittelmeer verwendet war, wurde verständlich, als man den Kompressor auseinandernahm und an Stelle des Elektronlaufrades nur noch kurze Stummeln auf der Welle fand. Die Schaufeln waren ein Opfer der Korrosion geworden.

General Valle, der italienische Staatssekretär für Luftfahrt, weihte die neue Fliegerschule in Viterbo mit einem Fallschirmabsprung ein.

Rom-Belgrad-Bukarest-Luftverkehr, erster Versuchsflug mit einer Savoia „S. 73" der Ala Littoria durchgeführt.

Pan American Airways erhielten die Collier-Trophäe, die jedes Jahr für die Leistung vergeben wird, mit der das Ansehen der Vereinigten Staaten am meisten gefördert wurde. Glenn L. Martin, der Konstrukteur der Flugboote, mit denen Pan American Airways in erster Linie die Erfolge, die zur Verleihung der Collier-Trophäe führten, erzielten, war vorher ebenfalls in die engere Wahl gezogen worden.

Vultee-Leichtbomber mit 750 PS, 350 km/h Höchstgeschwindigkeit und 2400 km Reichweite mit 600 km Bombenlast wurde in Lizenz nach Rußland verkauft.

325 km/h über 5000 km mit 1000 kg Nutzlast erreichten die Russen Kokkinaki und Briandinski auf einem Eindecker T. K. B.-26 mit zwei Motoren M-85 von je 800 PS (Lizenz Gnome et Rhone K 14). Damit wurden drei Weltrekorde, die bisher von Frankreich (Caudron) und Amerika (Douglas) gehalten wurden, überboten.

Bolli-Schwingen-Muskelflugzeug wird, wie die „Schweizer Aero-Revue" berichtet, zur Zeit in Zürich versucht. Ein fünfblättriger Flügel, welcher je Sekunde zweimal auf- und abschwingt und auf ein Fahrrad montiert ist, wird durch Pedal angetrieben. Die Vorwärtsgeschwindigkeit soll 25 km/h bei den Versuchen auf der Erde betragen haben.

Dänische Luftverkehrsgesellschaft D. D. L. beabsichtigt, zwei Douglas „DC 3" zu kaufen.

Rumänien bestellte in Italien 30 Uebungszweisitzer „Nardi 305" mit 150-PS-Fiat-Motor.

Türkei hielt Manöver mit 200 Flugzeugen ab.

Segelflug-Wettbewerb in Japan fand vom 30. 7. bis 6. 8. statt. Anwesend waren 375 Teilnehmer mit 33 Flugzeugen.

Port Darwin—Kapstadt flog Mrs. Bonney auf einer Klemm „Kl 32". Der Flug führte in vier Monaten über Java, Siam, Indien, Iran, Aegypten, den Sudan und Britisch-Ostafrika nach der Union. Damit wurde zum ersten Male diese Strecke von ein und demselben Flugzeug zurückgelegt.

Afghanistan bestellte 16 Aufklärungsflugzeuge „Romeo 37" und 6 Maschinen für Kunstflugschulung vom Typ „Brede 25" und „28".

Chile gab in Italien 20 Kampfflugzeuge Breda „Ba 65" und 9 Uebungs-maschinen Piaggio „F. N. 305", weiter 150 Fallschirme in Auftrag.

Technische Rundschau.

NACA-Windkanal für freiliegende Modelle zur Untersuchung von Steuerbarkeit und Böeneinfluß besteht aus einem Gebläse mit anschließendem Kanal, dessen Achse beliebig gegen die Waagerechte geneigt werden kann. Das Modell besitzt bewegliche Ruder, die von außen mittels einer normalen Flugzeugsteuerung betätigt werden (über die Art der Uebertragung ist nichts bekannt). Vor Beginn des Versuches wird es auf eine Plattform im Innern des Kanals gesetzt. Die Windgeschwindigkeit wird soweit gesteigert, bis es sich abhebt und frei schwebt. Die Bewegung des Modells in dem 3,6 m langen Kanal werden photographisch festgehalten.

Literatur.

(Die im Inland erschienenen Bücher können von uns bezogen werden.)

Die Deutsche Luftfahrt, Jahrbuch 1937, herausg. v. Ob.-Reg.-Rat Dr. Heinz Orlovius, Presseref. im RLM, u. Ing. Rieh. Schulz. 400 Seiten m. 24 Kunstdruckblättern. Verlag Fritz Knapp, Frankfurt a. M. Preis: Ganzleinen RM 5.80.

Die 2. Ausgabe dieses Jahrbuches 1937 vermittelt genaue Aufzeichnungen der wichtigsten Ereignisse des Berichtsjahres. Wichtig sind die Aufzeichnungen der Organisation, Manöver und Vorführungen der Luftwaffe 1936, ein Rückblick über die Entstehung der Luftwaffe mit genauen Zeitangaben, sowie eine Ueber-sicht über den Stand der Luftrüstungen im Ausland. Ebenso wichtig sind die Gesetze, Verordnungen, Erlasse und Bekanntmachungen der Reichsluftfahrtverwaltung. Der Fernstehende, der nicht über sämtliche offiziellen Mitteilungen verfügt, findet hier das Wichtigste zusammengetragen, was er wissen muß, oder Angaben, wo er sich weitere Auskünfte holen kann. Unter dem Abschnitt Handelsluftfahrt ist alles Wissenswerte der Deutschen Lufthansa über Organisation, Streckennetz, Flughäfen und außereuropäischen Verkehr zusammengefaßt. Die Aufzeichnungen über den deutschen Luftsport vom 1. 1. 36 bis zur Gründung des Nationalsozialistischen Fliegerkorps, ferner die Gründung des NSFK. mit seinen Erlassen sowie Veranstaltungen des NSFK. und ferner des Aero-Clubs von Deutschland geben einen Einblick in das überaus reiche Betätigungsgebiet. Zum Schluß sind deutsche Luftfahrt-Wissenschaft und -Forschung sowie -Industrie und -Technik und alle einschlägigen Firmen mit Anschriften aufgeführt. Die vorliegende Erscheinung ist ein unentbehrliches Nachschlagebuch, welches in keiner Bücherei fehlen sollte.

Der Mensch fliegt. Von Paul K a r 1 s o n. Verlag Ullstein. Preis geb. RM 7.80, br. RM 6.50.

Eine Geschichte der Fliegerei, die sich nicht auf die Aufzählung äußerlicher Ereignisse beschränkt, sondern die einzelnen Entwicklungsstadien ebenso wie die Forscher ausgezeichnet charakterisiert. Wohl zum ersten Male ist dabei herausgeschält, wann und wo bestimmte wichtige Erkenntnisse auftauchen. Im zweiten Teil ist die Theorie des Flugzeuges behandelt. Auch dies geschieht in einer Form, daß einem beim Lesen nicht das Gefühl der Trockenheit aufkommt. Das Buch wendet sich nicht an den Ingenieur, auch der zweite Teil enthält keine Formeln und Berechnungen, aber trotzdem ist es auch für ihn lesenswert, weil es ihn dazu erziehen kann, sein Fachwissen nicht nur in Form von Gleichungen weiter zu geben.