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Zeitschrift Flugsport, Heft 13/1924

Auf dieser Seite finden Sie das komplette Heft 13/1924 der Zeitschrift „Flugsport“ in Textform (vgl. Übersicht). In der von Oskar Ursinus herausgegebenen illustrierten, flugtechnischen Zeitschrift für das gesamte Flugwesen wurde über die Luftfahrt sowie den Luftsport zur damaligen Zeit berichtet. Der gesamte Inhalt steht Ihnen nachstehend kostenlos und barrierefrei zur Verfügung. Beachten Sie bitte, dass es bei der Digitalisierung und Texterkennung zu Textfehlern gekommen ist. Diese Fehler sind in den verfügbaren PDF Dokumenten (Abbild der Originalzeitschrift) natürlich nicht vorhanden.

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Illustrierte technische Zeitschrift und Anzeiger für das gesamte Flugwesen

Brief-Adr.: Redaktion u. Verlag „Fl ugsport", Frankfurt a. M., Bahnliofsplatz S

Telefon: Hansa 4557 — Telegramm-Adresse: Ursinus - Postscheck-Konto Frankfurt (Main) 7701

Nr. 13 15. Juli 1924 XVI. Jahrg.

Bezugspreis für Deutschland per Nr. 80 Goldpfennig.

Für das Inland zu beziehen durch alle Buchhandlungen und Postanstalten, für das Ausland durch den Buchhandel und Verlag nach besonderer Preisstellung Der Nachdruck unserer Artikel ist, soweit nicht mit „Nachdruck verboten" versehen, nur mit genauer Quellenangabe gestattet.

Bekanntmachung III zur Ausschreibung des Rhön-Segelflug-Wettbewerbs 1924.

1. Zeiteinteilung:

15. Juli, 12 Uhr mittags: Meldeschluß für den Wettbewerb.

30. Juli, 12 Uhr mittags: Nachmeldescliluß (außer Nenngeld Mk. 50.— Nachmeldegebühr).

4.—14. August: Flüge vor dem Wettbewerb, Führerprüfungen, Zulassungsprüfungen; vor der Zulassungsprüfung ist Nachtrag I der Meldung dem Technischen Ausschuß einzureichen.

14. August abends: Schluß des Vorfliegcus, Schlußtermin für die Ablegung der Führerprüfungen für Segelflugzeuge o h n e Motor.

15.—31. August: Wettbewerb.

15.—20. August: Zulassungsprüfungen; vor der Prüfung ist Antrag 1 dem Technischen Ausschuß einzureichen; vor Eintritt in den Wettbewerb ist Nachtrag 11 dein Technischen Ausschuß, und Nachtrag III der Sportleitung einzureichen.

24. August (Zielflug nach Kissingen (§ 8 Gruppe HB.).

30. August: Zusammentritt des Preisgerichts.

31. August: Fliegergcdenktag.

1. September: Entscheidung des Preisgerichts.

2. Vor der Zulassungsprüfung ist eine Fabrikbesclieinigung (Ty-penbescheiuigung) des Motors dem Technischen Ausschuß einzureichen.

3. Es wird darauf hingewiesen, daß beim Start um die Flöhenpreise die Mitnahme von Barographen auf den Flug erforderlich ist. Da nur eine beschränkte Anzahl Barographen verfügbar ist, sollen

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die Bewerber nach Möglichkeit selbst für die Beschaffung von Barographen sorgen.

4. Die im Lager wohnenden Teilnehmer des Wettbewerbs haben für Eßbestecke, sdwJj Handtücher und nach Möglichkeit für Decken selbst zu sorgen. Eßgeschirr ist gegen I linterleguugsgebiihr im Lager erhältlich.

5. Der voraussichtliche Termin des Eintreffens auf der Wasserkuppe ist 14 Tage vorher der Geschäftsstelle mitzuteilen.

6. Der letzte Absatz des § 10 der Ausschreibung wird infolge der Urnwandlung der Segelflug ü. in. b. II. wie folgt geändert:

..Gegen die Entscheidung des Preisgerichts gibt es eine Berufung an den Deutschen Luftrat, die unter Beifügung eines Betrages von Mk. 50.—, der in jedem Lalle für die Luftfalirerfürsorgc verfällt, innerhalb von 10 Tagen nach Bekanntgabe der Preisge-richtsentscheidung bei der Geschäftsstelle des Deutschen Luftrates, Berlin W. 35, Blumeshof 17. eingegangen sein muß." Ebenso ist in § 8 Gruppe III statt „Genehmigung der Segelflug ü. in. b. EL", „Genehmigung des Deutschen Luftrats" zu setzen, und § 4 Absatz 8 muß nunmehr lauten: „Von der Scgelflug G. in. b. EI. bezw. dem Deutschen Luftrat Disqualifizierte werden weder als Bewerber noch als Flugzeugführer zugelassen."

Die Veranstalter des Rhöu-Segelflug-Wettbcwerbs 1924.

Der schädliche Widerstand von Tragflächen. *)

Von Dr. Ing. Eck, Aachen.

In Nr. 10 Seite 180 dieser Zeitschrift machen Herr Halle und Lilienthal den vagen Versuch, eine Verringerung des Profilwiderstandes dadurch zu konstruieren, daß sie bei stark gekrümmten Profilen den bei kleinen bezw. negativen Anstellwinkeln sich ablösenden Wirbel als eine Walze betrachten, auf der der Flügel sich abrollt. Die bei geschlossener Strömung auftretende gleitende Reibung soll dadurch in eine Art rollende Reibung verwandelt werden, eine Anordnung, die den Zweck haben soll, den Widerstand des Flügels zu verringern. Soweit der Widerstand nur aus einer Reibung an der Unterseite eines Flügels besteht, ist diese Auffassung richtig. In Bezug auf den üesarntwiderstand wird jedoch durch einen solchen Wirbel eine wesentliche Verschlechterung erzielt.

Für die Beurteilung eines Profiles zieht man im Allgemeinen die Ca - Cn-Kurve (Polare) heran, wie sie in unseren Versuchsanstalten für alle vorkommenden Profile aufgenommen worden sind. Der Widerstand, der aus induziertem und Profilwidcrstand besteht, kann aus diesen Diagrammen getrennt abgelesen werden, indem die wagerechte Entfernung von Polare und Parabeln den Profilwiderstand angibt. Wenn stark gekrümmte Flügel für kleine Anstellwinkel einen kleinen Widerstand hätten, so müßte das aus diesen Polaren einwandfrei her-

) Den Artikel in Nr. 10 haben wir mit Kirniisclitcii Oeiülilen nur auf Drangen des Verfassers zum Abdruck gebracht; dafi derselbe niehl unwidersprochen bliebe, hatten wir mit ISesliumithcit erwartet. Wir wiesen in einer Fußnote (in die versehentlich eine Ziffer l hmeingerutscht ist) auch darauf hin. Die Redaktion.

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vorgehen. Vergleichen wir zu diesem Zwecke einen stark gekrümmten und einen normalen Flügel (GcTinger Berichte Nr. 3b') und 3S5). Die Polaren sind aus dem Gottinger tieft entnommen. Trotzdem der Unterschied der Krümmung der beiden Flügel ein sehr geringer ist, zeigen sich schon merkliche Abweichungen im Widerstand, die bei stärker gekrümmten Profilen noch grosser ausfallen.

Die theoretische Erklärung des vergrößerten Widerstandes bei stark gekrümmten Profilen im Bereiche von kleinen Anstellwinkeln ist trivial. Der unter dem Flügel sich bildende Wirbel kann ebenso wenig wie der Wirbel im Flügel selbst blind enden, sondern wird wie dieser an den Enden der Flügel oder je nach der Auftriebsverteilung teilweise schon früher sich nach hinten in sogenannten Wirbelzöpfcn ablösen. Dies bedingt aber wieder eine Art induzierten Widerstand, der den Gesamtwiderstand vergrößert. Denn die in den ablösenden Wirbeln enthaltene Energie muß letzten Endes vom Flügel aufgebracht werden.

Jedoch außer dem Widerstande wird auch der Auftrieb verschlechtert. Der untere Wirbel hat entgegengesetzte Drehung wie der Wirbel im Flügel selbst. Da nun für den Auftrieb die üesarntzirkula-tion maßgebend ist, ist die Zirkulation des unteren Wirbels von der des oberen abzuziehen. Es wird also der Auftrieb abnehmen proportional der Stärke des unteren Wirbels.

Die weitere Behauptung, daß durch Aufrauhung der Unterfläche eine Verbesserung erzielt werden könne, ist ebenfalls durch die üöt-tinger Versuche widerlegt. Durch eine solche Maßnahme wird eine langsame, keilförmig ansteigende Verdickung der Grenzschicht bis zur Flügelspitze erzielt. Es zeigte sich, daß ein derartiger Flügel vollständig aequivalent ist einem solchen, dessen untere Fläche eine keilförmige Verdickung hat, die der Dicke der durch die Aufrauhuiig vergrößerten Grenzschicht entspricht. Der Effekt ist also lediglicli der, daß durch eine Aufrauhung der effektive Anstellwinkel vergrößert wird.

Ich kann nicht umhin, mit Herrn Lilienthal darin übereinzustimmen, daß es unter diesen Umständen vermessen erscheint, die Trag-flächentheorie korrigieren zu wollen.

Leichtflugzeug „Habicht" 14 PS.

Dipl.-lug. Blume und Deutzen haben in aller Stille in ihrer Ver-suchswerkstatt Adlershof ein Leichtflugzeug als Hochdecker von 12 m Spannweite und 11 m8 Fläche gebaut. Die schnittige moderne Form

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„FLU US PORT"

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Leichtflugzeug „Habicht" Motor 750 cm* Siemens 2 Zylinder V-Form Fahrradmotor. Spannweite 12 ni, Fläche 11 nr.

läßt die Rhönerfahrung erkennen. Zum Betriebe dient ein 750 cur Zweizylinder-Fahrradmotor in V-Forrn von Siemens u. Halske, der effektiv 14 PS leistet. Zwecks Kühlung tritt die Kühlluft an der Rumpf-spitze ein, umspült den Motor und strömt wieder durch Kiemen aus, die seitlich an den Rumpfwänden angebracht sind. Das Vorderteil des Flügels, Rumpf, Fahrgestell und Räder sind mit Sperrholz beplankt. Seine Fläche ist ähnlich der des „Vampyr" und des „üreif" gehalten, an deren Konstruktion die beiden Erbauer beteiligt waren. Die Rückenlehne des Führersitzes ist zum bequemen Einsteigen herunterklappbar und fällt dadurch auch der übliche Flächeuausschnitt oberhalb des Sitzes weg. Durch seine wohl bestandenen Probeflüge, auf die einige Stundenflüge mit erreichten Höhen von über 2000 in folgten, hat sich das Flugzeug als Anwärter auf die Ausschreibung des Aero-Clubs und des D. L. V. für Kleinflugzeuge fähig gezeigt. Bei diesen Flügen fiel vor allem die vorzügliche Steigfähigkeit und Wendigkeit, kurzer leichter Start und Landung auf. Gegenüber den bisherigen Leichtflugzeugen hat es noch den Vorteil, daß es vollkommen aus deutschem Material, einschließlich Motor, gebaut ist.

Nieuport-Delage 37 C—1.

Als Jagdflugzeug ist dieser Auderthalbdecker mit einem S-Zyliuder (140X150) Hispano-Suiza-Motor von 320 PS und 1800 Umdr./Miu. ausgerüstet. Der Motor ist mit einem Turbo-Kompressor Rateau versehen und ist vollständig geschlossen im vorderen Rumpfteil angeordnet. Die Motorachse liegt 330 mm unter der Rumpfachse und hat der etwas hinten sitzende Führer freien Blick über den Motor und zugleich durch günstigen Flügelausschuitt guten Rundblick. Der aus einem Stück be-

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,F LUGS P O R T

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stehende Flügel geht, im Grundriß gesehen, kreisbo-genförnüg zum Rumpf über und ist mit diesem durch Holzen an sechs Punkten befestigt und seitlich noch durch Streben in V-Form gestützt. Die untere, ebenfalls zum Tragen bestimmte kleinere Flache liegt vor der oberen in Radmitten-Iiöhe. Sie ist mit dem Rumpf ebenfalls durch Streben verbunden und trägt für die Räder Einschnitte. Hinter dem

Führer ist der Tank für 240 1 angeordnet. — Die Flugzeugabmessungen sind: Länge 7,160 in, Höhe 2,970 m, Spannweite 11,800 tn, Flügeltiefe der Hauptfläche 2 m, Tragfläche 21,18 m2, worin 2 in2 Ouersteuer, aber nicht der Teil über dem Rumpf enthalten ist. Untere Tragfläche 5,02 nr, Gesamttragfläche 26,20 m2, vertikale Schwanzfläche 1,28 irr, enthaltend ein Seitensteuer von 0,68 m2 und eine Flosse von 0,60 nr, horizontale Schwanzfläche 4,85 in2, enthaltend einen festen Teil von 3,02 nr und ein Höhensteuer von 1,83 nr, Leergewicht 980 kg, Nutzlast 220 kg, Brennstoff 180 kg, Gesamtgewicht 1430 kg, Belastung pro nr 54,600 kg, pro PS 4,46 kg.

Nieuport Delage .37 C - I

Französ. Jagdflugzeug Bernard C—1.

Dieser Ganz-Metall-Eindecker, von welchem wir bereits in Nr. 24—26 1922 und Nr. 1 Jahrg. 1923 berichteten, besteht aus Duraluminium und ist mit einem 300 PS Hispano-Suiza-Motor ausgerüstet. Die nach den Spitzen zu an Stärke abnehmenden dicken Flügeln bestehen ans 3 Gitterholmen. Die oberen und unteren Stege aus Aluminiuniblech bilden gleichzeitig den Flügelbelag (s. Abb.). Das Mittelstück ist mit dem Fahrgestell durch Schraubenbolzen verbunden. Das Fahrgestell besteht aus einem Hauptträger in Gitterkoustruktion mit Alumiiiiumver-klcidung. Die Benzintanks von 260 1 sind in den unteren Flügelteilen in Schwerpunktsnähe, der Oelbehaltcr im oberen Teil des Fahrgestelles

Seile 242

„FLU (ISP ORT"

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. Ölbehälter

kg, 315

untergebracht. Die Tlauptabmessungen des Flugzeuges sind:

Spannweite 10,2(1 in, Länge 6,60 in, Höhe 2,75 in, Flügeltiefe in 0,50 m Entfernung von der Mittellinie 2,10 rn, an den Spitzen 1,58 tn, Ouersteuerlänge 2.20 in, Spannweite der Schwanzfläche 3,20 in, Tragfläche 17 nf, Oiiersteuer 0,150 nf, Schwaiizfläehe 1,356 nf, Höhensteuer 1,29 nf, Flosse 0,36 nf, Seitensteuer 0,65 in2, üesamtge wicht 1200 Belastung pro nf 70 kg, pro PS 4 kg, Geschwindigkeit am Boden kin/Std., erreichbare Höhe 5800—6000 m.

••• • -

Or

Bernard C— 1 Oben: Flügelholme. Unten: Fahrgestell.

Hanriot H. D. 15.

IL 1). 15 ist ein zweisitziges französ. Militärflugzeug aus Dnralu-miniuni. Der Motor ist weit vorn im Rumpf gelagert. Der etwas über

Hernard C 1 Unten: Mittelslnck und Fahrgestell.

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„FLUOSP 0 R T

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Hanriot D 15

dein Rumpf liegende obere Flügel hat an der Stelle des hinter dem Motor befindlichen Führersitzes einen kreisförmigen Ausschnitt. Der untere Flügel mit derselben Spannweite schneidet mit dem Rumpf ab. Beide Flügel sind durch ein Kreuz-Streben-System, wie es in Deutschland bereits während des Krieges zuerst von Hcinkel angewandt wurde, mit dem Rumpf verbunden. Hinter dein Führer ist der Beobachtersitz mit zwei Maschinengewehren angeordnet.

Die Hauptabmessiingen sind: Flügelspannweite 10,70 tu, Oesamtspannweite 11,40 m, Flügeltiefe 1,40 rn, Länge 7,60 m, Höhe 2,950 m, Tragfläche 28 in2, Leergewicht 825 kg, Brennstoff 325 kg, Nutzlast 400 kg, Geschwindigkeit am Boden 172 km, in 7000 m 230 km/Std., erreichbare Höhe 10250 m, Steigzeit für 7000 in 20 Min.

Flug-Rundschau.

Inland.

Bekanntmachung I. Deutscher Luftrat

(Beschluß vom 19. 6. 24.) Im Einverständnis mit dem D. L. V. ist der Luftrat nunmehr die Luftsportbchörde. welche den gesamten deutschen Luftsport beaufsichtigt. Es bedürfen daher der Genehmigung des Lnftrats: alle Veranstaltungen im Dienste des Wettbewerbs oder der Schaulust, au denen Luftschiffe, Flugzeuge, Segelflugzeuge oder Ballone oder sonstige Flug-gerätc beteiligt sind, gleichgültig, ob Preise ausgesetzt und „Ausschreibungen" veröffentlicht sind.*)

*) Flöge, die lediglich der Personen- oder SaclieiibcfßrderiuiK dienen, berühren den Luftrat nicht.

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Ausgenommen sind solche Veranstaltungen, die von dein Besitzer der teilnehmenden Flugzeuge veranstaltet sind.

Falls bei einer Veranstaltung Preise ausgesetzt sind, ist in der Ausschreibung eine Berufung an den Luftrat über die Preiszuteilung ausdrücklich vorzusehen.

In der Ausschreibung eines jeden Wettbewerbs ist ferner zu vermerken, daß dieser mit Genehmigung des Luftrates stattfindet.

Wer eine öffentliche Veranstaltung ohne Genehmigung des Luftrats veranstaltet oder bei einer solchen mitwirkt, setzt sich der Disqualifikation aus, d. h. kann von der Teilnahme an allen luftsportlichen Veranstaltungen durch den Luftrat auf Zeit oder Dauer ausgeschlossen werden.

Dieser Beschluß tritt am 1. August 1924 in Kraft. Für Freiballon-Veranstaltungen ist bis auf weiteres die Freiballon-Abteilung des D. L. V. zuständig. Der Vorsitzende: Kotzenberg.

Satzungen des Deutschen Luftrats.

§ 1. Der Luftrat ist eine Vereinigung von Mitgliedern sämtlicher der an der Luftfahrt interessierten Kreise. Der Deutsche Luftrat ist die oberste deutsche Luftsportbehörde.

§ 2. Der Deutsche Luftrat besteht bei seiner Gründung aus folgenden Persönlichkeiten: s. 1, Protokoll P, Punkt 1.

§ 3. Der Deutsche Luftrat erklärt sieh für folgende Angelegenheiten zuständig:

1. gutachtliche Tätigkeit gegenüber Behörden.

2. Genehmigung von Veranstaltungen,

3. Förderung von Flngschulen,

4. Ausstellung und Entziehung von sportlichen Lizenzen,*)

5. Berufungsinstanz für Preisgerichtscntscheidungeu,

fi. Erteilung von Lizenzen für Teilnahme an ausländischen Veranstaltungen,

7. Ernennung von Bevollmächtigten für internationale Luftfahrt,

8. Verteilung von Stiftungen und staatlichen Zuschüssen, Fragen, soweit sie dem Luftrat zur Verfügung gestellt werden,

9. Aufsicht über die Luftfahrerfürsorge.

§ 4. Der Luftrat ergänzt sich bei Ausscheiden von Mitgliedern durch Zuwahl nach vorherigem Benehmen mit derjenigen Organisation, der der Ausscheidende ursprünglich entnommen war. Erforderlich ist Yi Majorität der anwesenden Stimmen. Dsgl. können mit % Majorität der anwesenden Stimmen Mitglieder des Luftrats ausgeschieden werden.

§ 5. Der Luftrat wählt aus seiner Mitte einen Vorsitzenden. Der Vorsitzende ist ermächtigt. Herreu mit der Bearbeitung bestimmter Arbeitsgebiete zu beauftragen.

§ 6. Regelmäßige Beiträge werden nicht erhoben.

§ 7. Die Auflösung des Luftrats kann nur mit einfacher Majorität in einer zu diesem Zwecke einberufenen Mitgliederversammlung und mit Zustimmung des Reiclisverkelirsministcriums erfolgen.

') Niehl zu verwechseln mit den amtlichen Fübrcrzcugnisseu. - In Bezug auf Lizeiiif.cn ist in der 1. Versammlung beschlossen worden, daß bis auf weiteres Se.gelfliigzengfiihrer-Lizcuzeu vom Modell- und Segelfhig-Vcrhand. Freihallonführc! -Lizenzen vom Deutschen Luftfahrt-Verband ausgestellt werden.

PATE NTSAM M LU N G

1924 | des ^^^^^ | No. 4

Inhalt: Die deutschen Patentschriften: 379303; 383524; 387433; 388401, 537; 389139, 277; 390219, 782, 989; 391280; 39ö850-

Steuereinrichtungen.

Pat. 379303 vom 13. 8. 18, veröff. 21. 8. 23. Ernst Kurt Hermann, Leipzig. Flugzeug mit verstellbarer Leitfläche, wobei nicht die ganz-.

Fläche, sondern nur die Anblaskante verstellbar ist. Diese Vorrichtimg ist z. B. beim Aufstieg oder beim Landen vorteilhaft, um den Führer vom ständigen Ge-

braiich des Höhensteuers zu entlasten, in unserer Abbildung besitzt /.. B. die Dämpfungsilosse (a) mit Höhenruder (b) an der Vorderkante den beweglichen Ansatz (d), der um die wagerechte Achse (g) schwingbar und durch ein nach dem Fiihrerstand gehendes Gestänge zu vej stellen ist.

Pat. 383524 vom 30. 10. 17, veröff. 13. lü. 23. Anton Flettner, Berlin-Schöneberg. Anordnung von hilfsflächen, die rnit einern Hebelarm auf die J'iauptsteuerflächen wirken

zur Lrzieiung einer leichteren Steuerarbeit. Die Ver-stellvorrichtung bewegt zunächst nur das Hilfssteuer und nimmt erst nach einem gewissen Wege das Haupt-steuer mit. Die Bewegung des Hilfssleuers gegen das Hauptsteuer wird durch Anschläge begrenzt. Die Au-schlagspunkte sind auf einem um einen Punkt des liilfs-steiierhebelarmes drehbar gelagerten Hebel angeordnet, der mit Hilfe eines Parallelverschiebungsgestänges senkrecht zur Flugrichtung gehalten ist. Verschiedene Aus-fiihi ungsbeispiele zeigen die Abfindungen. Bei einer geringen Verstellung des Vieriachhebels (e) (s, Abb. D dr.reh (d± oder d2) wird das Hilfssteiier (a) über die Züge f2) verstellt und hiermit mittelbar unter Zuhilfenahme des Winddruckes das Hauptsteuer <c). Bei einer weiteren Bewegung der Vcrstellorgane stößt der Hebel (g) an einen der Anschläge (h,, h._>), der das Hauptsteuer mitnimmt. Während sich hierbei der Anschlag bei der Hauptsteiiertläche befindet, ist er in Abbildung 2 bei der Hilfsilaclie. Der Ansch!agbogen (q) ist mit der Hilfs[Iiiehe verbunden und schlägt an das auf dem Hebel (l) des HilF^steucrs dichhar angeordneten Anschlaggegenstück (i) an. Die Parallelfüliruiigsstaiige (k) hält das Gegenstück (i) urinu-i '.enkrecht zur Wind-

richtung und verhindert dadurch ein Verdrehen des Hilfssteuers aus seiner Mittellage über ein gewisses Maß hinaus. Abb. 3 zeigt zwei hintereinander geschaltete Hilfssteuer (a, aA) nach Abb. 1 und Abb. 4 ebenfalls zwei nach Abb. 2. Zur Dämpfung der Bewegung ist hierbei in die Zugvorrichtung ein Doppelhebel (in) mit den Federn (n, o) eingeschaltet. In Abb. 5 befindet siel; die Hilfsfläche vor dem flauptsleuer bezw, vor der Drehachse (p) des auf das Hauptsteuer wirkenden Hebelarmes (l).

Pat. 387433 vom 2. 9. 22, veröff. 3. 1. 24. Hannoversche Waggonfabrik A.-G., Hannover-Linden. Im Innern der Trag/Wiche angeordnete Vertvindungsüorrichtnng. Die in der

Flugriehtung liegende, mehrfach gekröpfte Kurbelwelle (c), die bei (a und h) s-chwingbar gelagert ist, überträgt ihre durch (h) über (i) betätigte Bewegung auf elastische Leisten (rn, n), die ihrerseits wieder auf die elastischen Hinterteile der Flugeinppen (r, /, r") im Sinne eines Querruders wirken. Die Leisten (m. n) sind au einer festen, starren Kippe hei (%) strahlenförmig befestigt und er möglich cu ohne Falienbilduiig ein Ansbiegtn der Fliigetober- und Unterbaut mit gerader Biegekante <s, t). Die Außeni ippc des FlügeK erhält eine stegartige.

eIns11sc11e Ausfüllung (k). die sich dem Wandern der Rin'cnnurte anpaßt.

Pat. 388401 vom 9. 6. 22, veröff. 12. t. 24. Ernst Heinkel, Travemünde. Leitßäche für

Höhensteuet. Diese I.eitfläche oder Höhenflosse (h) ist Hin ein Scharnier (a), au dem der Hauptholm (i) an-

Pal. 388537 vom 1. .1 18, veröff. 15. 1. 24. Anton Flettner, Berlin. Steuereinrichtung für

i.llfl- und Wasserflugzeuge, bei der zur Verringerung der Steuerarbeit der Hauptsteuerfläche (a) zwei /in- Steuerung oder Konipensierung dienender Hilfs-sttiierflächeu (g, h) zugeordnet sind, von denen die eine bei der Sleuerbewegung in einem Sinne, die andere im anderen Sinne wirkt. Die Hilfsflaeh.cn sind an Hebelarmen (b und c) des Hauptsteuers angelcnkl und werden durch die mit Nasen (ni, n) versehenen Hebel (f) und Standen (c, 1) durch Winkelhebcl (d) bewegt. Wird 7.. R. der Hebel (d) durch (i) angezogen, so wird die Steuerfläche (h) durch (1 und rn) gedreht und übt mit dein Hebel (c) auf das Hauptsteucr ein Drehmoment aus. Da die Nase (n) entfernt und die Fläche (g) lose im Fahrtwind hängt, vermag sie dagegen kein Drehmoment auszuüben. Abb. 2 zeigt, wie sich die Hilfssteuerein-richtung mit der Hanptsteuerverstelhing verbinden läLit, um deren Bedienung zu erleichtern. Bei Verwendung dt'i Hil [sflächen zur Kompeusierung kann man auch (Abb. ,3) die Lenkstangen (c. 1) weglassen und die Nasen (m, n) fest mit den Hebeln (b, e) verbinden. /. B. bei Zug auf (i) legt sich die Hilsfläclic (Ii) gegen (m), nimmt also Druck ans dem Fahrtwind auf und kompensiert das Drelmionienl. das der Sietierbetätigung entgegenwirkt.

Abb. Z

greift und um das Citelenk <b) des I hdicnsteuen obres (k) sclnvinghar und kann mit dem augelcukten Hoheustcuer (p) aufgeklappt und an den Rumpf (<■) gelegt werden Als FeststcÜvnrnchtung fiir die I .eil Hachen dirnt cnw am Schwanz gelagerte, mit Handhebel (d) und Speir-vorriclitung (s) versehene Stande (r) oder dergl., die mit an ihren Enden angeordneten An/.ugslläclien (v) in Hülsen (c) eingreift. Die Feststellhnlse jeder I.eitfläche sitzt an der Untcrgurtung desjenigen Lcitflächcnhnlrnes. /in dessen Obcrgurtung sitJi dir Scliai nieraiiorduuiig (a) licfindel-

Pat. 389139 vom 5. 11. 21, veröff. 26. 1. 24. Frcderiek Handley Page und Handley Page Limited, Cricklewood, Middlesex, England.

VeriviudungSOOrrichtung. Durch diese Erfindung wird die Steigerung des Tragvermögens eines Tragdecks durch Ilimliirehstreichcu von Luit durch einen von der Unter- nach der Oberseile des Decks gellenden Kanals ausgenutzt Die Zeichnungen zeigen vier Aus-fühningsbeispiele. und /war wird Ijci Ahb. 1. 2, .1 das Oefiiieu und Sciilndicn des Kanals heim Drehen der Kkippr ilnndi gegcnsei11s,es Verteilen der Kuualu ande

eryidt. Am hinteren Holm (2) .des Tragdecks (1) ist die Ver wiuduugsklappe (3) hei (4) mittels an den Holintm befestigten Malter (5) angelculiL (b) ist ein gesehweif-icr Teil, dessen unterer IciL (7) in Bezug auf die Oberkante (8) verschoben ist. Beim Auslühnings bei spiel (Abb. -I, 5, u) liegt der Kanal in der Verwindungsklappe und uird durch den Schieber {') mit Fiihrungsstück 10) i'.eoftnct oder geschlossen. In Abb. 7, 8, 9 liegt der Kanal ebenfalls, in der Verwindungsklappe und wird mittels einer bei (12) an gelenkten Klappe (11) Reöffnet oder geschlossen. Zur Betätigung der Klappe dient die in (16) gelagerte Verbindiingsstauge (15) mit Schlitz (14), in den der Hebel (13 mit Feder 17) eingreift. Die Feder halt den Kanal geschlossen und nur in der Stellung (Abb. 9) bewegt die Verbindungsstange den Hebel (13) gegen den Feierdruck und öffnet die Klappe. Abb. 10, 11, 12 zeigt ebenfalls den Kanal am hinteren Fmtie der Tragfläche, der durch den mit einem Schlitz (18) versehenen Schieber (9) geöffnet oder geschlossen wird.

Pat. 389277 vom 24. 7. IS, veröff. 28. 1. 24. Zusatz zum Pat. 388537. Anton Flettner, Ber-

lin-Schöneberg. Steuereinrichtung für Luft-

und Wasserflugzeuge mit zwei sich in entgegen-gr setztem Sinne bewegenden I lauptstenerf lachen, wobei die eine Hilfssteuerfläche (d) mit der Haiiptsteuerfläche (b) und die Hilfsftäche (e) mit der Haiiptsteuerfläche (c) verbunden ist. Die Feder (n) dient zur Sperrung und zur schwachen Austeilung der ausgeschalteten Hjlfsflä-ehen. Die Nase (o) begrenzt die Einstellung der Hilfs-flächc mittels der Feder.

Pat. 390219 vom 8. 11. 18, veröff. 20. 1. 24. Zusatz zum Pat. 3S9277. Anton Flettner, Berlin. HitfssteuerailOrdriung. Bei der unterhalb der Hanntsteuerfläche (f) liegenden Hilfssteuerfläche (h) ist die obere Seite (o) nach außen gewölbt, während die untere (p) ilach ist. Durch diese Anordnung wird z. B. die Wirkung der Erfindung im Pal. 389 277 verstärkt.

Die an der Innenseite der Kurve liegende Hiifssteuer-iläche übt hiernach bei einem Kui vcnfluge einen größeren Widerstand aus als die auf der Außenseite liegende, wodurch die Bewegung in die Kurve erleichtert wird, umgekehrt übt bei einem Uebergelicn aus der Kurve in die gerade Richtung das auf der Kurvenaußenscite liegende Hilfssteuer eine größere Bremswirkung aus als das andere.

Pat. 390782 vom 26. 10. 21, veröff. 23. 2. 24. Societe Anonyme des Ateliers d'Aviation Louis Breguet, Paris, ümkhtppbarer Steuer-

Stciflder für Flugzeuge u. dgl., z. B. bei nebeneinander angeordneten Führersitzen, ermöglicht eine Drehung des Ständers um die Antriebs- oder Verwindungsachse, ohne daß sich diese Achse mitdreht. Der Ständer (c), in dem das Handrad (v) mit den Uebertraguugsr ädern (b) drehbar ist, ist an einem weiteren Rohr (e1) befestigt, das zu einem, die VerWindung beeinflussenden und sich um die gemeinsame Achse drehbaren engeren Keine (d), gleichachsig ist und bei seiner Längs Verschiebung eine Muffe mitnimmt, die die durch Ketten (i) mit den Kettenrädern (b) des Handrades verbundc-uiMi Kettenräder (g) trägt und auf dem engeren Rohre

l'AMM SAMMLUNG des FLUliSI'ORT

No. 4

(d) mit Lhug^keil vurfeducliliar isi U.is wi-tterc Rohr

(e1) ist in einer lhil.se U) vcrscliielib.ii, an deren unterem Ann ein unter Fe der druck stchc-uder Rii-gel ih) angeordnet ist, der in beiden Endlagen in etilsprechende Locher eines festen Teils einschnappen kann.

Pat. 390989 vom 12. 7. 22, verüfJ. 3. 3. 24. Zusatz zum Pat. 388401. Ernst HeinKel, Travemünde. Weitere Ausbildung der Leitfläche

für Höhensteuer, die zusammen aufgeklappt werden kiuineu. Am Scharnier (w) der f.eilHache (Ji) ist cFcr Birgel (u) schwingbar befestigt, der in einer Führung (x) des Flugzeugschwanzes (e) gleitet und hei Erreichung Jer oberen Endstellung der LeitfliUlie unter der Wirkung der Feder (y) mit einem Schlitz (s) in den

Zapien (z) «reift. Durch Lüften des Bügels tritt der Zapfen wieder aus dem Schlitz heraus und die Leit-fläche kann wieder niedergelegt werden.

Pat. .191280 vom 31. 3. 22, verölt. I. 3. 24. The de Havillaud Aireraft Company Limited, Edgware, Middlesex, EnKland. Flugzeugsteuerung zur Erziehmg einer verstärkten

Quersteuerung, hei der die Tatsache nutzbar gern.tc fit wird, da II der aufwärts gedrehte EI ügel wirksamer ist als der abwärts gedrehte und weniger Kraft zu dieser Verschiebung iiber den in Eiagc stehenden Winkel Inn aus verlangt. Die Flüge! (10) werden um Arme (12) bewect. die um senkrechte Achsen dreh Isar sind mid hei NiWislellung der Flügel im spitzen Winkel (17) zur Richtung ihrer Kraftübertragung (11) stehen. Wird nun ß. der Steuerhebel (15) nach links gedreht, so werden beide Arme (12) im Sinne des Uhrzeigers gedreht, und /war so, daß der sich naeh seiner Tot-punkislage hm bewegende Arm den ziiKehorigen Flügel proportional der Sirecke (19) abwärts und der sieh von der Totpimktslage entfernende Arm seinen Flügel proportional der größeren Strecke (18) aufwärts bewegt, ltder Arm (U) sitzt am Ende einer vom Rnhmcnwerk de.s Flügels getragenen senkrechten Welle (24). die am andei en Ende ein Kettenrad (13) für die die beiden Flügel verbindende Kette (14) trägt, deren beide '['rums dutch ein Hcbelgestänge (37, 36, 35) mit den Enden eines vom Steuerknüppel (32) geschwungenen Doppelhebels (34) verbunden sind.

Pat. 396850 vom 23. 12. 22, veröff. 25. 6. 24. August Nesemann, Pinneberg i. Holst. Verwindbare Steuerfläche, wobei die starre, in der flaupttragflnche gelenkig gelagerte Steuerfläche (a) durch obere (b) und untere (d) Decken, die über die An-lenkungsslellcn der Steuerfläche bis fast an ihre hintere Kante ragen, dernrt überdeckt u ird. daß die Decken

durch ihren eigenen elastischen Druck oder zugleich durch Federn oder üurnmischniiren (c) fest an die .starre Steuerfläche angelegt werden, um einen Knick in der Fläche zu vermeiden.

Pat.-Samrnl. wurde im „H-UOSPORT" XVI., Heft 13, am 15. 7. \924 veröfienllicht.

Nr. 1.5 „FLUGSPORT" Seite ZW

Mitglieder des Luftrates.

Dem Luftrat gehören an: Vorsitzender Kntzenberg, v. Abereron, Baeumker, v. EberhaKlt, Fugberding, Everlirig, Fischer, v. Freyberg, Fricke, Fuchs, Georgii, Herr, Hoff. Kasinger, v. Kehler, Krupp, v. Könitz, Linke, v. Massenbaeh, Messerschmitt, Mosncr, Miililig-Hoffmanu, Muttray, Nobitsch, Offerrnann, Paschl, Ritter, Schliuk, Sehmiedel, Sta-delmayr, Student, v. Tscliudi, Ursinus, Wagenfiilir, Wilberg, Ziminer-Vorliaus.

Südwestdeutsche Luftverkehrs-A.-ü. Daß die Stadl Frankfurt a. M. ihrer Lage und ihrer wirtschaftlichen Bedeutung nacli eine große Zukunft im europäischen Luftverkehrsnetz haben wird, ist von Männern ans allen Kreisen der Bürgerschaft und vom Magistrat der Stadt Frankfurt seit Jahren erkannt worden, und es ist keine Mühe gescheut worden, um den Luftverkehr i» Frankfurt heimisch zu machen. Diese Bemühungen, für die der Dank späterer (leueratinuen nicht ausbleiben wird, haben jetzt zu einem schonen ßrinlg Kcfiilirl. Am 1. Juli d. J.v ist in den Raunten der Frankfurter Handelskammer die Südwestdeutsche Luft-verkehrs-A.-G. gegründet worden. Es ist kein Zufall, daß die Gchurtsstaltc dieser neuen Gesellschaft die Handelskammer ist. Fs dokumentiert sieh dadurch Sinn und Zweck der neuen Gesellschaft: Luftverkehr zur Förderung von Handel und Verkehr. — Die neu gegründete Südwestdeutsche Luf tverkehrs-A.-G. betreibt ihre Strecken im Verbände der Transcuropa-Union. Es ist dies eine Arbeits- und Betriebsgemeinschaft von 9 Luftverkelirs-Gesellscliaiten Deutschlands, Oesterreichs, Ungarns und der Schweiz. Die Transenropa-Uninn besteht seit 2 Jahren und hat gezeigt, daß sie flugtechnisch und organisatorisch in der Lage ist, ihr internationales Programm durchzuführen. Sicherheit, Regelmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit sind die Hauptgesiclitspuukte, unter denen der Luftverkehr dieser Bctricbsgcineiuschaft durchgeführt wird, und wir sind fest überzeugt, daß der Beitritt der in Frankfurt gegründeten Gesellschaft der Trauscuropa-Union nicht nur ein in .gleichem Sinne mitarbeitendes Mitglied zugeführt hat. sondern daß der gesunde kaufmännische Geist Frankfurts noch weiter befruchtend auf die Ausgestaltung der Transeuropa-Union wirken wird. — lieber die Zukuuftspläne der

Frankfurter Flughafen, Flugplatz Kcbsfock

Seite 25t)

„FLUGS P0 KT

Nr. U

Südwcsldculschcn Luftverkehrs-A.-G. werden wir in einer der nächsten Nummern berichten. Der neuen Gesellschaft ein fröhliches Wachsen und Gedeihen! Wir hoffen, daß. sie ihre großen Ziele verwirklichen wird zum Nutzen des gesamten Verkehrs und zum Wohle unserer Stadt Frankfurt.

Für die Ausgestaltung des Fiililsbiittler-Fliighafens sind staatsseitig 98 000 Mk. bewilligt worden. Diese Beiträge werden hauptsächlich zur Entwässerung des Flugplatzgeländes durch Verbesserung der Drainage und Herstellung einer Pumpenanlage, zur Schaffung eines Verbindungsweges zwischen den beiden Toren. Verbreiterung der Zufahrtsstraße, Beleuchtung der Funkemnastcu während der Nacht, Instandsetzung und Ueberholuug sämtlicher Gebäude verwendet.

Leistung einer Udet-Limousine. Udet flog am 3. 7. mit seiner mit 100 PS Siemens-Motor ausgerüsteten und für .1 Passagiere vorgesehenen Udet-Limousine die 594 km.-Strecke München -Berlin, mit Zwischenlandung in Fürth, bei MI km/Std. in 4 Std. 12 Min. (D-Zug-Zeil 12 Std.). Die Limousine war für den Deutschen Aero-Lloyd bestimmt, der Udet-l.iniousincn auf den Strecken Hamburg- ■■ Hannover und Bremen — Hannover verwendet.

Ergebnisse der „Deruluit" auf der Luftverkehrsstrecke Königsberg-Moskau. Im Mai wurden in vierwöchentlichem Dienst in 28 Flügen ,1.1 0(10 km. zurückgelegt und 42 Passagiere, 119kg. Post und 3 051 kg. andere Ladung befördert. Im Juni wurden in werktäglichem Dienst in 49 Flügen 5« WH) km. zurückgelegt und 03 Passagiere. 210 kg. Post und .3 739 kg. andere Lasten befördert.

Postflug Berlin Angora. Am 5. 7. startete für diesen ersten Flug auf dem Tempelhoferfeld eine Junkers-Liinousine nach Dessau, um dein von hier startenden .hinkers-Wasserflugzeug 1) 603, mit Pilot Zimmermann. Post zuzuführen. Das Flugzeug kam, möglichst den großen Slromläufen folgend, mit einer Zwischenlandung in Budapest, am 6. früh S Uhr in Konslantinopel an. Hier wurde für die Landflugstrecke nach Angora die Schwimmer mit dem an Bord mitgenommenen Fahrgestell vertauscht. Für die za. 2 250 km.-Strecke Dessau — Konslantinopel wurden 14 Stunden benötigt und für die Gesanttflugstrecke Berlin — Angora ungefähr 27 Std.

Eine Arbeitsgemeinschaft zur Förderung von Flugsport und Flugtechnik in linterfranken wurde mit dem Sitz in Würzlmrg gegründet. Am 29. 6. fand die Eröffnung der Flugsport-Schule auf dem Flugplatz Galgenberg bei Würzburg statt.

Hamburger Flugtag. Ergebnisse der vom Hamburger und Altonaer Verein für Luftfahrt zum 1. fi. ausgeschriebenen Geschicklichkeits-Wettbewerbe:

1. Bäumer auf Dielrich-Gobiet I). P. IIa., 70 PS S. H. 20 Punkte,

2. Rienau auf Dietrich-Gobiet I). P. II. 70 PS S. H. 17 Punkte.

3. Förster auf Fokker D. VII., 185 PS B. M. W. Ifi Punkte,

4. Miiuich auf Fokker I). VII.. 185 PS B. M. W. 15 Punkte,

5. Carganico auf Mark R. III., 30 PS Haacke, 8 Punkte,

fi. Schulz auf Dictrich-Oobiet 1). P. IL, 70 PS S. H„ 7 Punkte,

7. Bohne auf Dietrich-Gobiet D. P. L, SO PS Gnome. 0 Punkte,

8. Tüxcn auf Mark R. IV a 23, 45 PS Haacke. 5 Punkte,

9. Kohler auf Dietrich-Gobiet D. P. IL, 80 PS S. H.. 4 Punkte. Hamburg-Hannover. Flugplan: Hamburg ab 10.00, Hannover an 11.30, Hannover ab 15.50, Hamburg an 17.10,

Bremen-Hannover. Flugplan: Bremen ab 1 LIM), Hannover an 12.00, Hannover ab 15.15, Bremen an 16.15.

Ein verhängnisvoller Fallschirmabsprung ereignete sieh am 22. 6. anläßlich des Schau- und Sporlfliegens der Leipziger Luftsehifthafen- und Flugplatz-A.-G. Das bekannte Flugzeugartistenpaar Fritz und Mia Schiudler wollte ebenfalls seine Künste zeigen; dabei wagte Frau Schindler einen Absprung aus 200 m Höbe, der jedoch durch zu spätes Rutfalten (30 m über dem Boden) des Fallschirmes ihren Tod herbeiführte. An und für sich isi die Höhe von 200 m für einen Fallschirmabsprung nicht zu gering, und dürfte der Grund des Versagens wohl darin zu suchen sein, dal! Frau Schindler vom Tragdeck abgesprungen ist. wodurch die Verwiekbmgsgefahr größer wird und andererseits darin, daß Herr Schindler nicht

Nr. 13 „FLUGSPORT" Seite 251

die Abreißschnüre benutzte, sondern den Fallschirm mil der Hand aus dem Verpackungssack herausgezogen hat. Gewöhnlich wird die Aufziehleine am Flugzeug befestigt und dauert der Vorgang der Entwicklung des Fallschirmes ungefähr 2—2,5 sec. vom Zeitpunkte des Absprunges aus gerechnet. Wird nun der mechanische Auflösungsvorgang mit der Hand vorgenommen, so besteht die Oefahr, daß der Fallschirm nur zum Teil ans dem Verpackungssack herausgezogen wird, wenn die Aufzicbleine auch nur eine halbe Sekunde zu früh losgelassen wird, wodurch der Fallschirm, hesonders bei niedriger Höhe, zu spät zur Entfaltung kommt. Im Allgemeinen kommt ein Fallschirmverkauf nur nach eingehendsten Unterweisungen der Finna über den Gebrauch desselben zu Stande. Bei dem von Frau Schindler benutzten Schirm handelte es sich jedoch um einen für die Türkei bestimmten, aber auf dem Transport abhanden gekommenen Schirm, der wohl auf Urnwegen in ihren Besitz gekommen ist.

Zngverbindungen nach der Rhön. Für Tagesausflüge nach der Rhön sind Zugverbindungen vorhanden: P. täglich Frankfurt a. M. ab 4.52 vorm.. Uersfeld an 10.29 vorm. Zurück: P. täglich Uersfeld ab 5.30 nachm., Frankfurt a. M. an 10.33 nachm. P. und f.). Sonntags: Uersfeld ab 8.26 nachm., Frankfurt a. M. an 11.09 nachm. Außer diesen Zügen sind noch weitere Fahrgelegenheiten nach der Rhön, bei längerer Aufenthaltsdauer vorhanden: P. Werktags: Frankfurt a. M. ab 3.24 nachm., Gersfeld an 8.21 nachm. P. Sonntags: Frankfurt a. M. ab 11.20 vorm., Uersfeld an 6.18 nachm.

Ausland.

Engl. Leichtflugzeug-Wettbewerb. Auf dem Flugplatz Lympnc bei London veranstaltet der engl. Acro-Club vorn 8.—13. 9. einen Wettbewerb für Flugzeuge mit Motoren unter 1100 cm3.

Weltrekorde, die von der Föderation Aeronautiquc Internationale anerkannt sind: Klasse C. Flugzeuge: Höhenrekord von 8 980 m mit 250 kg Nutzlast, (Vereinigte Staaten von Amerika) Lt. H. R. Harris, auf TP 1., 400 PS Liberty am 27. 3. 24 auf Me Cook Field, Dayton, Ohio. Dauerrekord von 1 Std. 48 Min. 19.4 Sec. mit 250 kg Nutzlast (V. St. v. A.) Lt. H. R. Harris, auf TP I.. 4(10 PS Liberty am 27. 3. 24 auf Me Cook Field, Dayton, Ohio. K 1 a s s e C 1 : Wasserflugzeuge. Höhenrekord von 2.130 in. mit 1 500 kg. Nutzlast (Frankreich) Lt. Pelletier Doisy, Blnnchnrd Wasserflugzeug, 2. Hispano-Suiza 300 PS am 17. 4. 24. in St. Raphael. Klasse O: Hubschrauber. Entfernung s f I u g (Luftlinie) am 14. 4. 24 Henrichen (Frankr.) mit Oeiniehen Hubschrauber, 4 Propeller. Le Rhone 180 PS in Valentigny. 360 m., derselbe am 17. 4. 1924, 525 rn, am 18. 4. 24 Pescara (Frankr.) mit Pescara Hubschrauber, 2 Propeller, Hispano-Suiza 180 PS in Issy-les-Mouiineaux, 736 m.

Nach dem neuen franz. Luitgesetz Sinti akrobatische Kunststücke mit dem Flugzeug untersagt.

Die engl. „Imperial Air Transport Navigation", die durch Verschmelzung der vier privaten Flugverkehrsunternehniungen Handley Page Ltd.. Instone Air Ltd., Daimler Hire und Britisch Air Navigation mit einem Aktienkapital von I 000 000 Pfund Sterling gegründet wurde, erhält 10 Jahre hindurch eine staatliche Unterstützung von insgesamt I 000 000 Pfund Sterling.

Paris-Konstantinopel. Flugplan: Paris ab 8.30, Straßburg an 11.30, ab 12.00. Prag an 17.00, Prag ab 7.30, Wien an 9.30. ab 10.00, Budapest an 11.45. ab 12.15. Belgrad an 14.45. ab 15 15, Bukarest an 21.15. Bukarest ab 9.00. Konstantiuopel an 13.00. - Konstantinopel ab 12.00, Bukarest au 10.00. Bukarest ab 4.00, Belgrad an 9.00,ab 9.30, Budapest an 12.00, ab 12.30. Wien an 14.15, ab 14.45, Prag an 16.45. Piag ab 9.00, Straßburg an 12.00, ab 16.00, Paris an 17.45.

Prag-Warschau. Flugplan: Prag ab 9.00. Warschau an 13.00 - Warschau ab 12.00, Prag an 16.00.

Prag-Kaschau. Flugplan: Prag ab 13.00, Prclibnrg an 15.50, ah 16.00, Kaschau an 19.00 — Kaschau ab 13.00, Preßburg an 16.00, ab 16.15, Prag an 19.00.

Seite 252

„F LUQSPORT'

Nr.

TasesiliiK New York San Francisco. Dem Lenin. Kussel Mughan ist es bei seinem dritten Versuche gelungen, diese 4 575 km lange Strecke, unter verschiede-"en Zwischenlandungen zur Betriebsstoffaufnalune etc., in 18 Std. 2b'i Min. reiner Flugzeit und 21 Std. 48^ Min. üesamtflugdaucr zu durchfliegen. Die Durchschnittsgeschwindigkeit des einsitzigen Curtissflugzcuges mit 375 PS-Curtissmomr betrug 240 km/Std.

Die Rohrhach Mctal Aeroplane Co. in Kopenhagen baut zur Zeit für die japanische Regierung eine Zwölfsitzer-Maschine. . . -

Deutscher Modell- und Segelflugverbaiid.

Fs liegt Veranlassung vor darauf hinzuweisen, daß alle Schriftstücke betreffend den Rhönwettbewerb zweckmäßig unmittelbar an die Geschäftsstelle des Rhönsegelflugwettbewerbcs Frankfurt a. M., Robert Maycrslr. 2, geleitet werden.

Weiterhin wird daran erinnert, daß das Flugzeug vor der Meldung durch einen von den Veranstaltern ermächtigten Prüfer auf Baufestig-keit geprüft sein muß (S 5 der Ausschreibung). Prüfer vorschlagen oder bei der Geschäftsstelle anfordern!

Vor der Meldung muß gegebenen Falles um Ermäßigung des Nenngeldes nachgesucht werden.

Am 15. Juli 1 924 1 2 Uhr mittags war Meldeschluß. Nacli-meldungen bis zum 30. Juli 1924, 12 Uhr, verursachen besondere Kosten. Nachmeldegebühr 50 Mk. außer dein Nenngeld!

Die Führerprüfuug (Ausweis B des Segelfliegerausweises: 2 Flüge von mindestens 45 Sek. Dauer und 1 Flug von 60 Sek. Dauer mit S-Schleife) muß vor dem Wettbewerb abgelegt sein. Gelegenheit hierzu bietet das Vorfliegen vom 4.—14. August (§ 7 der Ausschreibung). Wie im vergangenen Jahre bitten wir wiederum Wimpel der Vereine zur Kennzeichnung der Zelte nach der Rhön mitzubringen.

gez. Prof. Georgii.

Vereinsnachrichien.

Berliner Seselilug-Verein, Geschäftsstelle P. Schlak, N. 58, Pappel-Allee 15. DerB.S.V. veranstaltete am 14. Juni in seiner Werkstatt in der chein. Train-Kaserne atn Ringbahnhof Tempelhof eine Besichtigimg seiner diesjährigen Arbeiten, zu der alle Berliner flugsportl. Vereine und interessierte Kreise geladen waren und auch zahlreich erschienen.

Fs wurden n. a. gezeigt der erst kürzlich aus Pinnow in sehr überholungs-hedürftigem Znstande zurückgekommene Findcckcr 6. F. der auch im vorjährigen Rhüuwcltbewerb war. Dann sah mau den neuen Schnldoppeldccker, der jetzt ziemlich fertiggestellt ist. Per Doppeldecker hat ein sehr stabiles Untergestell und fiel durch die besonders gefällige Form des Leitwerkes auf. '

Die Arbeitsgruppe „Sperber", eine Gruppe von 4 Mitgliedern llolimiilli, Drude, Schlak und Prüßing, hat ein 10 PS Leichtflugzeug im Bau und konnte die fertige Fläche zeigen, deren saubere Werkstaltarbeit allgemeine Beachtung fand. Der Motor hierzu, konstruiert von unseren Mitgliedern Prüßing und Sleuerscn, wurde im Stand laufend vorgeführt und erregte allgemeine Bewunderung. Derselbe ist ein Zweizylinder-Motor und leistet bei 1 SOO Umdrehungen 10 PS. Der Motor besteht in der Hauptsache aus Plektron und hat für einen Zweitakt-Motor einen außerordentlich geringen Benzin-Verbrauch von 240 gr/PS. Stunde. Das Gewicht bcträgl incl. angegossenem Ocltauk ca. 17 kg.

Dem Ilersisclieii Verein für Luftfahrt wurden die Fliegcrgnippen Barmen, Ronsdorf. Remscheid und Hagen angegliedert. Anfang März konnte der Verein mit 2 Segelflugzeugen (wovon 1 Gruppe Flbcrlekl und 1 Gruppe Ronsdorf baute) und 2

r

Nr. 13 „FLUGSPORT" Seite 253

Oben: Segelflugzeug Ronsdorf, 18 m Spannweite. Unten: Segelflugzeug Elberfeld

Hüugegleitcrn der Gruppe Barmen an die Oeffentlichkcit treten. Die Ausstellung hatte regen Besuch zu verzeichnen. Der Eröffnung wohnten Herren der Industrie, Vertreter der Presse und an Stelle des verhindeten Oberbürgermeisters, Beigeordneter Dr. Neelc bei. Letzterer vollzog die Taufe des Flugzeuges der Elberfelder Gruppe auf den Namen „Elberfeld". Im Laufe vorigen Monats wurden nun mit den beiden Segelflugzeugen verschiedene Flugversuche gemacht und wurden, trotz des hiesigen ungünstigen Geländes, besonders mit der Elberfeld gute Erfolge erzielt. Gruppe Elberfeld hat jetzt eine weitere Maschine im Bau, welche noch zum diesjährigen Wettbewerb fertiggestellt werden soll. In dem Verzeichnis des Deutschen Modell- und Segelflugverbandes, Frankfurt ist der alte Namen „Flugtechnische Verein des Berg. Landes" in den neuen .,Bergischer Verein für Luftfahrt" umzuändern.

Eine Vereinsgruppe Oberfranken im Deutschen Flugverband wurde durch Zusammenschluß aller flugfördenrder oberfränkischer Vereine in Koburg aufgestellt. Als Flugplatz soll die Brandensteinsebenc, nahe der Feste Koburg, wieder hergerichtet werden.

Literatur.

Die Flugzeughandsehrift des Melchior Bauer von 1764. 1. Heft der Faksimiledrücke des Thüringer Staatsarchiv. Grcifenverlag Rudolstadt i. Thür.

Dieses Heft bringt den Faksimile-Druck einer anscheinend eigenhändig geschriebenen Eingabe eines Mannes, der seinen erfinderischen Einfällen nach seinen damaligen Zeitgenossen weit vorausgeeilt war. In seiner Eingabe wendet er sieb zwecks Unterstützung zum Bau seines Gleit-Luftfahrzeuges an verschiedene regierende Häupter, wurde aber überall wegen seiner „Narrheit" abgewiesen. Hätte Melchior Bauer seinen Apparat gebaut, so halle er aller Wahrscheinlichkeit nach auch Erfolge gehabt. In der mit Skizzen versehenen Eingabe besehreibt er z. B. den Bau seines Apparates so ausführlich, dal! ein Dresdner Student darnach ein gutes Modell bauen konnte.

Pestalozzi-Modelle Nr. 32: Der Monoplan. Zerlegbares Modell zum Zwecke der Selbstbclehrnng und für den Unterriebt an gewerblichen Fachschulen. Von lug. .1. Clairmont. Preis 2 Mk. Pestalozzi-Verlagsanstult, Wiesbaden.

Zur Darstellung kam der Etrich-Runiplcr-Euideeker mit (inome-Motor. Ansichten, aufklappbare Schnitte und die notwendigsten Beschreibungen gewähren befriedigeirden Einblick in die Konstruktion eines solchen Flugzeuges.

Seite 254

„FLUGSPORT

Nr. 13

Die Erweiterung des Hauses der Technik.

So bedeutsam das Haus der Technik in seiner bisherigen Gestalt bereits ist, bildet es doch nur den Grundstock einer umfassenden, einheitlieh erdachten, Kroßen Anlage. Zu deren Verwirklichung wird nun der erste Schritt getan, indem zur Herbstmesse 1924 (21.—27. September) einer der nach dem Messebahnhof gelegenen Seitenflügel erstellt werden wird. Mit dem Bau ist begonnen, die Ausführung der Hallenkonstruktion besorgt wiederum die M. A. N„ Werk Gustavsburg. Es handelt sich wiederum um eine 3-schiffige Halle, des Mittelschiff rund 20 in breit, 10 ni hoch an der Traufe, ea. 14 m im First. Die Seitenschiffe je rund 10 m breit, mit einer Galerie versehen. Die Mittelhalle ist vorgesehen für einen 3 t Laufkran,

unter den Galerien je eine Bahn für eine 2 t Laufkatze. Das Mittelschiff ist zu einem Vorbau durchgeführt, in den das Zufuhigcleis einmündet. Von diesem können die Ausstellungsgüter unmittelbar vom Kran oder von den Laufkatzen abbefördert werden, während für die Galerien wieder zwei Schwenkkrane vom Eisenbahnwagen abheben und oben ausladen können. Der Vorbau läßt noch Kaum für einen Ouerverbindungssteg. Sonst bedingt natürlich die Aehnlichkeit der Aufgabe ähnliche Konstruktion, wie bei der bestehenden .Haupthalle. Und doch ist sie nicht einfach nur auf den kleineren Maßstab übertragen.

Die Frankfurter Messe ist mit dem Haus der Technik vorbildlich geworden. Möge seine Beschickung durch die technischen Firmen weiter gepflegt werden, weiterhin zu schönen Erfolgen für die Industrie führen und der Frankfurter Messe weiteren Aufstieg bringen.

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