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Zeitschrift Flugsport, Heft 08/1924

Auf dieser Seite finden Sie das komplette Heft 08/1924 der Zeitschrift „Flugsport“ in Textform (vgl. Übersicht). In der von Oskar Ursinus herausgegebenen illustrierten, flugtechnischen Zeitschrift für das gesamte Flugwesen wurde über die Luftfahrt sowie den Luftsport zur damaligen Zeit berichtet. Der gesamte Inhalt steht Ihnen nachstehend kostenlos und barrierefrei zur Verfügung. Beachten Sie bitte, dass es bei der Digitalisierung und Texterkennung zu Textfehlern gekommen ist. Diese Fehler sind in den verfügbaren PDF Dokumenten (Abbild der Originalzeitschrift) natürlich nicht vorhanden.

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Illustrierte technische Zeitschrift und Anzeiger für das gesamte Flugwesen

Brief-Adr.; Redaktion u. Verlag „F 1 u k s p o r t", Frankfurt a. M., Bahnliofsplatz 3

Telefon: Hansa 4557 — Telegramm-Adresse: Ursiiius - - Postscheck-Konto Frankfurt (Main) 7701

Nr. 8

30. April 1924

XVI.

Jahrg.

Tür das Inland zu

Bezugspreis für Deutschland per Nr. 80 Goldpfennig.

beziehen durch alle Buch band Inn Ken und Pos tau stalten, (iir das Buchhandel und Verlag nach besonderer Preisstell unx

Ausland

durch den

Der Nachdruck unserer Artikel ist, so weil nicht mit ..Nachdruck verboten11 vergehen, n u r mit genauer Quellenangabe gestattet

Rhönsegelflugförderung,

Die herrlichen Segelflugerfolge, vollbracht von jungen Deulsclit'ii, haben die stanze Welt aufhorchen lassen. Deutschland hat den Anstoß für Elugforschuiigsarbeit nach einer neuen Richtung gegeben. Die Segelflugforschung ist der erste Schritt nach der neuen Richtung. Der zweite wird die Entwicklung des Leichtflugzeuges sein. Der Mensch muß statt mit 50 PS mit 5 PS stundenlang fliegen können. Erst wenn diese Aufgabe restlos gelost ist, wird das Plugzeug Allgemeingut werden. Durch die Errungenschaften der letzten Jahre, die glänzenden Leistungen unserer Rhönflieger ist die Segelflugforschung einen, großen Schritt vorwärts gekommen und ebenso hat die Entwicklung des Leichtflugzeuges eingesetzt. Das Ziel ist greifbar nahe. Helft weiter streben! Jeder muß helfen! Jeder Deutsche muß nach seinen Kräften beisteuern.

Beiträge sind zu richten an:

Rhönsegelflug. Postscheckkonto Nr. 49 055 oder Darmstädter und Nationalbank, Konto „Rhönsegelflug" Erankfurt a. M.

Seite I.«

.F LUQSPOR I""

Nr. 8

Zum Segelflug,

Im Flugsport Nr. d, 1924, ersucht R. Wulpillier um Meinungsäußerungen über dessen Aufsatz „Der Segelflug".

Nach meinem Dafürhalten beruht seine Anschauung auf einem Trugschluß. Auch noch so sinnreich angeordnete Spannungsänderun-gen innerhalb einem fließenden System (Vogel oder Flugzeug) können irgend einen Einfluß auf die Lage der (iesaintwirkungsliuie des Systems ausüben. Sie können dieselbe nicht periodisch vorziehend ina- ' chen, was bei jeder kleinen oder großen Windanschwelhmg der Fall sein müßte, um das zu erzielen, was man dynamisches Segeln heißt.*)

Bei einer elastischen, das heißt nachgiebigen und wieder ausdehnbaren Oberfläche am Rumpf und an den Flügeln ist es etwas Anderes. Hier treten Querschnittsändcrungeu, also Formänderungen des Systems bei An- und Abschwellen des Windes ein. Also auch Querschnittsändcrungeu der Luftströmung, welche das System umgibt. Der Anschauung Wilhelm Frölichs in seinem Aufsatz „Lieber den Segelflug mit Berücksichtigung biologischer Gesichtspunkte im Flugsport 4—5 1924" muß ich aber insofern widersprechen, daß die jeweils vorziehende Wirkung einer Entspannung des „Kleingefieders" zu verdanken sei, die „beim Abschwellen des Windes erfolge, indem Luft in der entgegen- »

gesetzten Richtung beschleunigt wird, was den Vogel in der Fingrichtung beschleunigt".

Wir begegnen auch hier einem Trugschluß. Wenn die in Betracht kommende Luftmasse Energie zur Spannung der Deckfedern abgibt und logischerweise wieder gleich viel bei der Entspannung zurückerhält, wo wird dann die Arbeit hergenommen, die zur Ueberwindnng des Flugwiderstandes, also zum dynamischen Segeln nötig ist?

Etwas Anderes ergibt sich, wenn man von solchen Spannungsenergien absieht, bezw. sie nur als Begleitvorkommnisse betrachtet und dafür davon ausgeht, daß die Möglichkeit einer günstigen Querschnitts-veränderung infolge elastischer Oberfläche, günstige, jeweils Vortrieb erzeugende Druckzustände auf dieser hervorbringt, wobei eben keine v

Energie an die Luft wieder besonders abgegeben würde und damit verloren ginge. Der Vortrieb würde nach meiner Anschauung dann bei der Windanschwellung und nicht bei der Abschwellung erfolgen.

Bezüglich der elastischen Oberfläche muß man mit Frölich annehmen, daß sie in gewissem Maße durchlässig sei, damit ihr Luft entzogen werden kann zwecks Querschnittverkleinerung von Rumpf und Flügeln. Wenn sie undurchlässig wäre (elastische Qummihaut z. B.), so würden (nach unseren Kenntnissen über Druckzustände) bei Windanschwellungen die Querschnitte größer werden statt kleiner.

Der beste Segler, den wir kennen, der Albatros, der ausschließlich segelt, ist von der Natur am splendidesten mit Deckfedern ausgestattet worden. Ein kleiner Bruchteil seiner Flügelflächen, nur die äußere Hälfte der relativ zum ganzen Flügel sehr kurzen Handscliwiugeu, sind .

davon frei. Am Rumpf erreichen sie bei größeren Exemplaren stellenweise eine Tiefe (bis zur Haut) von 5 bis 6 cm.

*) Im Bulletin des Schwei/. Aeroclnbs, Heft II), 1017. machle Unterzeichnelcr anlmerksam aui die Wichtigkeit einer elastischen l^nnipfonerfläche hir den dynamischen ScKulflux

Nr. 8

„FLUOSPüR T"

Seile 139

Dürfte nicht ein eingehendes Studium dieser Veränderlichkeit der Systeuiiiueischnitte eine Brücke schlagen von der Losung des statischen Segelfhigs, der an Hangwind gebunden ist, zum dynamischen Segelfltig, der jede Art Turbulenz ausnützt und daher nicht mehr an besonders günstige B6deuformatioueu gebunden wäre?

Kilchberg b. Zürich. C. Steiger.

Englisches Zweimotoren-Leichtflugboot.

Im Auftrage eines australischen Flugbegeisterten haben die Short Bros, in Rochester ein Leichtflugboot mit zwei Blackburne-Motoren zu beiden Seiten des Rumpfes angeordnet, im Bau. Das Flugboot ist bis auf die Flügel-bespannung vollständig aus Dur-ahiminium hergestellt. Short Bros, besitzt im Metallbau durch die Konstruktion früherer Metallniaschineu, Silver Streak usw., etwas Erfahrung. Die \Motoren mußten wegen der (ie-

wiehtsvcrteiluug auf der Oberseite des Flügels weit nach hinten gerückt und zwischen Motor und vom liegendem Propeller eine Ue-bertragnngswelle eingeschaltet werden. Der Aufbau der Maschine geht aus der nebenstehenden Abbildung hervor. Schwierigkeiten ergaben sich bei der Abdichtung des Bootes, welches kaum wasserdicht zu bekommen war. — Von den Abmessungen sind folgende Daten bekannt geworden: Spannweite KW m, Gesamtlänge 7,6 m. Tragdecktiefe 1,82 in, Verwindungsklappen 4,,34 in2, Höhensteuer 1.385 nr. Hö-liendäinpfuugsfläclie 2,12 nr. Seitensteuer (1463 nr. Gewicht belastet 400 kg. geschätzte Geschwindigkeit bei 2500 Touren, Propeller mit der Touren/alil des Motors laufend, 110 km.

Sliorl-Metall

-CiLlitfliitfbnol in. zwei Motoren.

burne-

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,V LUGSPORT

Nr. 8

Helix-Luftsch raube.

Vom Dr.-In«. K. Mades. Die Hclix-Maschineubaugcs., Berlin S\V. 61, Blüchersir. I, ist seit 1916 international die erste Finna, die das Problem der einstellbaren und umsteuerbaren Luftschrauben durch ausgeführte, flugerprobte Konstruktionen gelöst hat. Umfassende Versuche haben erwiesen, daß der Wirkungsgrad beim Verdrehen einer mathematischen Schraube innerhalb der Grenzen von plus und minus 30 Prozent Steigiingsänderung praktisch konstant bleibt, so daß die Veränderung der Steigung das idealste Mittel darstellt für Leistungs- und Drehzahlanpassung.

Abb. l.

Abb.

Die Abteilung „Luftschrauben" der Hclix-Maschinenbauges. hat ihre neuesten Konstruktionen auf Grund siebenjähriger Erfahrungen normalisiert und baut zu allen in- und ausländischen Motorentypen passende Luftschrauben. Die urnsteuerbaren Helix-Luftschrauben sind regulierbar entsprechend der Luftdichte oder zur Konstanthaltung der Drehzahl — wichtig für kurzen Start und Steig- und Uöhenlcistungcn.

Abb. 1 zeigt eines der Staakener Riesenflugzeuge von 43 m Spannweite, mit Kompressoranlage für Höhenflüge ausgerüstet, mit 4 Helix-Vcrstellpropellern für 4X260 PS, Drehzahl untersetzt auf 760. Durchmesser 4800 mm. Abb. 2 zeigt einen ausgeführten Helix-Umsteuer-propeller für 240 PS, Drehzahl untersetzt auf 538, Durchmesser 5200 min.

Abb. 3 zeigt einen 1916 erbauten Verstcllpropeller auf dem Prüf-standc der D. V. L„ Adlershof. Abbildung 4 zeigt einen Urnsteuerpropeller für Flugzeuge, 260 PS bei 1400 Umdrehungen direkt gekuppelt, Durciun. 3200 nun.

1. Die einstellbaren Helix-Luftschrauben mit Holzflügeln (Abb. 5) besitzen Staliluaben. die den verschiedenartigsten

Abb. 4.

Abb. 3

Nr. s

„F LUQSPOR T"

Seite 141

Einstellbar Bauart ]924 Umsteuerbar

Abb.

Abb. 6

Motoren angepaßt werden können; die Naben sind normalisiert. Die Propcllcrflügel werden aus bestem, astfreiem Fschcnholz lamellierfc, mit bestem Lederleim verleimt, hergestellt, und sind in den Nabenkörper so eingesetzt, daß sie sich bei stillstehendem Motor in wenigen Augenblicken für jede beliebige Steigung entsprechend der Betriebsbela-stung einstellen lassen, in jeder Lage ausbalanciert sind und vollkommen erschütterungsfrei laufen.

2. Die einstellbaren lielix-Luftschrauben mit Metallflügeln haben die gleiche Nabenkonstruktion wie unter 1. Die in die Stahlnabe eingesetzten Flügel bestehen aus Metall und besitzen genau die Profile, die unter gleichen Verhältnissen Holzluftschrauben erhalten würden. Die Metallflügel haben bei absoluter Tropenfähigkeit hohe Widerstandsfähigkeit gegen Sand- und Steinschlag, sowie dauernd glatte Oberfläche, insbesondere an der am meisten in Anspruch genommenen Fintrittskante an der Saugseite.

3. Die umsteuerbaren Helix-Luftschrauben (Abb. 6) werden nach dem gleichen Konstruktions-Prinzjp wie die unter 1 und 2 genannten Luftschrauben mit Holz- oder Metallflügeln gebaut, jedoch mit einer Nabenkonstruktion, die es ermöglicht, bei laufendem Motor und im Fluge nach einer Skala im Führersitz feinstufig den Propeller in der Steigung zu verändern, je nachdem es die Betriebsverhältnisse, entsprechend der Belastung oder der Luftdichte (Kompressorflugzeuge) erfordern, und ferner umzusteuern, also für Vorwärtsgang, Stoppstcllung und Rückwärtsgang einzustellen. Die Einstellung erfordert keine Kraftan-strengung und bleibt in der einmal eingestellten Lage absolut sicher gesperrt stehen; in den Grcnzlagen verhindern einstellbare Anschläge ein Ueberstcuern. Die Befestigung der Naben auf den Motorwellen geschieht in der gleichen Weise wie bei den bisherigen Luftschrauben. Die Fernbedienung geschieht durch eine dünne Welle, die an das Getriebe angeschlossen ist und nach jeder beltcbi-

Abb

Seile 1 I

„FLU GSP OKI"

Nr. cS

.41;ii Siehe des Fahrzeuges zu dem NaiKlsleiierapparat geleitet werden kann. Das Umsteuergetriebe ist vollständig gekapselt, an allen Stellen mil Kugellagern ausgerüstet und läuft unbelastet mit.

1 , X

II \

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Abb 8.

Als letztes Ergebnis der rastlosen Fortentwicklung, trotz der Beschränkung der deutschen Flugindustrie, zeigt Abb. 7 die neueste I lelix-lJauart auf dem Prüfstand der I). V. L., Adlershof, wobei die Uinsteuer-Luftschrauhe, die für 240 PS bei 1400 Umdrehungen gebaut ist, mit 1700 Umdrehungen geschleudert und hierbei mit 419 PS belastet wurde. Die aufgenommene Leistungs- und Zug-Kurve ergibt die gleichen Ergebnisse wie bei festen Propellern, jedoch hier den gewalligen Vorteil der Einstellbarkeit bis zur Umsteuerbarkeit. Nebenstehende Hauart zeigt als Neuerung insbesondere die absolute Kontrolle über die Fitigelsteigung auf dein Zeigerwerk des Stcuerapparates, au dem sich auch die Endbegrcnzung befindet. Die Reibung beim Steuern ist dadurch ausgeschaltet, daß das Getriebe dauernd, aber unbelastet ... mitläuft. Die Praxis hat ge-

zeigt, daß dies der einzige // Weg ist, tun die gewaltigen

// > Centrifugalkräfte der Flüge!, rw ' x/ , die beim Schleudern der Luft-

ig fi" ' schraube bis zu 22 000 kg pro

' Flügel betragen, zu beherrschen.

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Ahl

Ein weiteres wichtiges Anwendungsgebiet für Verstell-und Umstetterschrauben ist der Gleitbootbau, der in neuester Zeit nicht nur schnellfahrende Gleitboote (Abb. S) umfaßt, sondern auch Transport-Fahrzeuge auf Flüssen mit geringer Tiefe (Abb. 9). Da der Wirkungsgrad der Luft-

Nr. N

,F LUOSP 0 R I"

Seile l-l.i

schraube bei Iclzlcicn nur sehr gering sein kann, wird der Brennstoffverbrauch hoch sein; im Allgemeinen spielt bei solchen Transporten der Brennstoffverbrauch nur eine unbedeutende Rolle gegenüber dem Nutzen durch Erschließen sonst unbenutzter Wasserstraßen.

Die vorstehend beschriebeneu Luftschrauben-Bauarten sind durch Patente geschützt.

Ludolph-Flugzeugkompasse.

Die Kriegs/.eit mit ihren eisernen Notwendigkeiten hat auf dem (iebiete der Luftfahrttechnik eine Entwicklung im Eil/.ugtempo erzwungen, die sich nicht allein auf Flugzeuge und Moloreu, sondern auch auf alle für die Führung von Flugzeugen notwendigen Instrumente und Apparate erstreckte. Zu diesen Instrumenten gehörte der Kompaß, der dem Flieger durch Nacht und Nebel oder unsichtiges Welter sicher den Weg zum Ziele wies.

Während des Krieges war zu einer stetigen Fortentwicklung gerade dieses wichtigen Instrumentes keine Zeit. Als aber das Versnillcr Diktat die gesamte Luftfahrttechnik in Deutschland zur Untätigkeit verdammte, da hatte auch der deutsche KompaßfabrikautMuße zumSichteii der gesammelten Erfahrungen und zum weiteren, ruhigen Forsehen.

Von den deutschen Kompaßfirmen hat sich offensichtlich die W. Lndolph A.-U., Bremerhaven, dereti enge-Beziehungen zur deutschen Seeschiffahrt allgemein bekannt sind, mit besonderem Eifer der Herstellung eines brauchbaren Magnetkompasses für Flugzeuge und Luftschiffe gewidmet. Wie wir hören, mit bestem Erfolge: denn sowohl das Amerika-Luftschiff der Luftschiffbau Zeppelin (i. in. b. Ii. als auch die Flugboote, mit welchen Roald Amundsen in diesem fahre den Nordpol überfliegen will, erhalten Ludolph-Konipasse. Ein kleiner Kompaß der gleichen Type für Segelflugzeuge, gestiftet als Dreis, erhielt 192,5 das Segelflugzeug Schlägel und Eisen.

Der uns vorliegende Katalog der W. Ludolph A.-G. in Bremerhaven zeigt in Wort und Bild alle in der Nachkriegszeit neu entstandenen Kompaßtypen dieser Gesellschaft.

l.utl()li)li-Süuii.l-Kc>iN|)jl.i t" K I

i lU'Ju'iikiimpal; T K

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„FL U (1 SPORT'

Nr.

Unser besonderes litleres.se haben die unter der Bezeichnung Lu-dolph F. K. 1—4 abgebildeten Kompasse erregt. Schon die äußere Formeugebung gerade dieser Konipaßtypen läßt nach unserer Meinung auf verblüffende Vorzüge derselben gegenüber allen älteren Konstruktionen schließen. Die Kompasse Lutlolph P.K. 1—4 haben ungefähre Kugelgestalt. Die vorstehende Abbildung zeigt die Typen U.K. 1 und F. K. 2, F. K. .i und F. K. 4 gleichen in der Form den Typen 1 und 2. hu Innern des kugelförmigen Kompaßkessels befindet sich der zylindrische Schwimmer, welcher die Rosenteiliiug auf seinem Rand trägt. Fin rundes, vollkommen dicht aufgeschliffenes Ablesefeustcr paßt sich dem kugelförmigen Außenkörper in geschickter Weise au. Durch die Wölbung dieses Ablesefcnsters wird in Verbindung mit der Alkohol-füllung eine optische Wirkung erzielt, welche einmal die Roseuteilung erheblich vergrößert, dann aber auch den Abstand zwischen Rose und Steuerstricli so stark scheinbar verringert, daß es aussieht, als tangiere derSteuerstrich die Rose. Dadurch ist die Ablesung praktisch parallaxefrei und selbst bei seitlicher Stellung genau. Nach dem Bericht der W. Ludolph A.-G. ist es gelungen, das Magnetsystein dieser Kompasse so zu gestalten, daß die Sehwiugungs- und Mitschleppiingsverhaltuis.se geradezu ideal zu nennen sind. Dies wird auch aus den uns vorliegenden Zeugnissen der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt F. V., des Westfalcnwerkcs in Münster und des Stahlwerks Mark, Breslau, bestätigt. — Für die Anbringung dieser Kompasse im Flugzeug ist eine Konsole mit doppelter Filzdämpfiiug vorgesehen. Der Fuß dieser Konsole paßt in einen konischen Schlitten, welcher fest mit dem Körper des Flugzeugs verbunden wird. Durch Verwendung dieses konischen Schlittens ist die Montage ungemein erleichtert und kann selbst von einem Ungeübten in einigen Sekunden erfolgen. Für Nachtflüge ist der Kompaß elektrisch beleuchtet. Die Kompasse Type Ludolph F.K. 1—4 sind im In- und Auslände zum Patent angemeldet.

Die Erzeugung von Ranchvorhängen durch Abblasen von Staub und Gasen ist von Großmächten bereits während des Krieges viel studiert und versucht worden. Zur Zeit werden in Amerika Rauch-abblas - Versuche vom Flugzeug aus unternommen, mit deren Tlilfe kleinere Bewegungsoperationen von Schiffen etc.. die kurze Zeit hindurch dem Feinde verborgen bleiben sollen, unbeobachtet ausgeführt

Erzeugung von Rauchvorhängen.

1 'trzeiiyjiiiK. von Ruuclivorhäiitfcn ;\uf See

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„F L U 0 S P 0 R T"

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werden können. I He rauchbildcude Substanz wird unter Druck aus einer Spiraldüse ausgestoßen, so dar! der Strahl in Rotation versetzt wird und sich schnell ausdehnt. Die Versuche ergaben, daß das Flugzeug in 300 tu Höhe yiueu Wolkeuschleier von 4 km Ausdehnung, der 8—10 Min. anhält, zu verbreiten vermochte. Indessen soll eine 1000 kg-Bonibe imstande sein, diesen Sehleier sofort zu zerreißen.

Konstru^tions-Einzelhcitcn.

Amerikanischer Rohransehluß.

Der in Europa übliche Rohransehluß mit Konus und Ueberwurf-uiutter wird in Amerika nur wenig verwendet. Selbst die besten Wagen weisen Poliraiischlnß auf, wie einer in nebenstehender Abbildung skizziert ist. Anstelle eines aufgelöteten Konus erhält das Röhrende nur eine konische Erweiterung, die als Dichtung dient. Diese Art von Rohransehluß ist vollständig betriebssicher, dabei aber wesent- Amcnk. Rohranschinii lieh billiger als eine solche mit aufgelötetem ohne Komis.

Konus, da nicht nur die Arbeit des Lötens, sondern auch das teure Silberlot erspart wird.

Der Ricardokopf.

Vor kurzem schien es noch, als ob in Nordamerika der ,,L"-Kopf-Motor vollständig durch den Motor mit hängenden Ventilen verdrängt werden würde. Durch eigenartige Ausbildung des Verbrenntingsraumes beim „L"-Kopf gelang es aber, den thermischen Wirkungsgrad derart zu erhöhen, daß dem Motor mit hängenden Ventilen ein schwerer Konkurrent entstand. Der Vorteil der neuen Konstruktion, die nach dem Erfinder Ricardo benannt ist, besteht darin, daß man einerseits das Kompressionsvcrhältnis besser beherrscht, andererseits eine bessere Dtirch-wirbelung und daher auch bessere Verbrennung des Gasgentisches erzielt. Es ist nicht uninteressant, daß auf diese im Dampfmn-scliinenbau längst bekannte Konstruktion ein Patent erteilt wurde. Ing. Schieferl. Kicardo-Kopf

Ungarisches Flugwesen.

Nach einem Berichte des ungar. Handelsministeriums besaß Ungarn während des Krieges drei Ehigzeugfabrikeu: I. Ung. Flugzcugfabrik A.-G. (Uffag), die heutige Neuschloß-Lichtig Flugzeugbau A.-G.. Al-bertfalva; 2. All«. Ung. Maschinenfabrik A.-G., Mag, Matyasfökl: 3. Ung. Lloyd Flugzengfabrik, Aszöd, und drei Eltigzeugutotorcn-Werke: I. Mag, Matyasfökl, 2. Ganz-Fiat Elnguiotorenfabrik A.-G., Budapest, 3. Marta, Arad. Sie fertigten während des Krieges 20J9 Flugzeuge und 1146 Fhigmotore.

Nach Aufhebung des der ung. Luftfalirzeiigindustrie infolge des Triauoncr Friedensschlusses auferlegten ISauverbotes am 17. Nov. I'J22,

Seile I-IO

„F L U Q S P O R I"

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nahm nur dir I Ine,. 1' 11l.uzcnvrfabvik unter dein Namen Neuschloß-Licldiii Mn.uzeujifabrik A.-<i. ihren Fhuizeujrbau wieder auf. Iirwälinenswcrt sind zwei von Ingenieur Szebcny-Cravelz konslruierte Schult) usrzeuije. T.s sind I lochdeeker mit durchgehender Tragfläche und Sperrholz-riimpf. Liu Vcrkchrsilue,zciii; „Feiro I" erbauten die Ingenieure Feiid und Kolter. Auch dieses rius/euK ist ein 1 lochdeeker mit geteilter Tragfläche und geschmackvoll ausgestatteter Kabine für zwei Flug-üäslc. I He frühere Fhigiuolorcuiuduslrie nahm ihren Betrieb nicht Wiedel' auf. Ks entstand ein neues Unternehmen, die uug. Blcciimolorcn A.-(i. (Magyar Lcniczmotorgyar) in Budapest. Sie brachte den erslen Nachkriegsfluginotor heraus, der von Lugen Fejes konstruiert, statt der Uuf'eiscu- und Alunhniiunbestaudteile, nur in Ungarn erzeugte Kiseu-iind Stahlbleche mit größerer Festigkeit und Zähigkeit verwendet.

Der einzigen Behörde tili' Luftfalirtangelegeuheiteu, der Sektion II des uni;. Handelsministeriums in Budapest, !. tluuyadi Tinos ut. I, unterstehen die Flughafciiverwaltuugeu in Budapest-Malvasföld, Szeged, Miskole und Szotubatclv. Sektionsleiter ist der Lnftverkehrsdirektot" Karl Vassel.

Unter den Litftfahrtvcreiiiijiuiuien steht der l'JI l ucurüntletc in ig'. Aero-Verband F. V. mit 3200 Mitgliedern an erster Stelle. Kiu Flug-zeugführerkursus wurde an der Teehn. Hochschule, und ein Lehrgang für Flugzeug- und Flugmotoreuvvarte wurde au der Technologischen Schule abschalten.

SegelfliiKwesen pflegt der 1021 ijesrriindete Segelflugverein der Teehu. Hochschule in Budapest mit 200 Mitgliedern.

Au Verkehrsiinternehmeii entstanden die Ung. Luftverke)irs-A.-(i. (Magyar Legiforgahni r. t.) mit Fokker F 11! Flugzeugen. Sie eröffnete am 3. 4. 23 den Verkehr und führte einen planmäßigen Verkohl" zwischen Budapest und' Wien von 16. 6 bis 30. 10. 23 aus. Als zweites Unternehmen ist die Ungar. Aero-Fxpreß A.-(i. in Budapest mit .liui-kers-Flugzeugen zu nennen, die zuerst Propaganda- und kurze Rundflüge ausführte. Spater trat sie der Trans-Furopa-Union bei und nahm vom 16. 7. bis 2. 10. 23 den Verkehr auf der Strecke Budapest—Wien mit Wasserflugzeugen auf. Neben diesen nahm noch die franz. Franeo-Roumaine vom 17. 2. bis 16. 11. als Verbindung mit ihrer großen Linie Paris--konstantinopel den Verkehr auf der Strecke Wien—Budapest-Belgrad auf. Die Betriebser.irebnis.se dieser Unternehmungen waren: 1. Ungarische Aero-Fxpreß A.-O. (Useag):

a) Rundflüge

368 I'l Liute

1228 Fluggäste

1)) Planfliige

134 „

306

c) (ielegeiiheilsflüge

24 ,.

109

 

526 Flüge

1643 Fluggäste

l liigarisclic Luftverkehrs - A.-<

i. <Ulag):

 

a) Rundflüge

256 Flüge

985 Fluggäste

b) Planfliige

151

309

e) (ickgeulicitsflüge

19 .,

78

 

426 Flüge

1432 Fluggäste

Franco-Rouiuaine:

   

a) Rundflüge

58 Flüge

35 Fluggäste

b) Planfliige

958 ,.

892

c) (jelegeiiheilsthige

1

1

 

1017 Fliiue

928 Fluggaste

Nr. N

„FLUGS PO RV

Seite 1-17

Flug-Rundschau.

Inland.

Saiiilaiid-KüstuiitliiK.

Unlcr dieser IJc/.cithmuiK rindet im Auftrage des Deutschen I .iillialn (Verbandes, veranstaltet vom UsIprcuUischen Verein im l.uitialirl, im Ausclilul! an <len /.weilen KiiMeii-Scuclflin: ein Kleiiiflugzeugwcii hevvcrl) stau. Der Wcltbcwcrb ist ein nationaler, d. Ii. die Bewerber und Flugzeugführer nnissen Rciclisdculseile1 sein, ebenso uudl das benutzte Fluggerat mit Ausnabme Lies Motors in Deutschland hergestellt sein. Zugelassen sind alle Einsitzer bis zu 411 PS und alle Zweisitzer bis zn Sl) |'S viii.scliließlicli. "er Wettbewerb, der atn IS. Mai auf dem Flugplätze l>c-van bei Königsberg slattfindet, besteht aus einem Ruudfhig (140 km Fluglaiigc). einem AnfslicK- und I .und iiiiks Wettbewerb, einer McLInngsabwurf-Koiikiureuz und einem Kuustfliegcu. (iewertei wiid bei dem Riuidfluge nach der Formel: (iescbwin-digkeil X Zuladung: Brennsloftverbranch. beim Auislicg- tuitl Landiinuswcübewci b nach der Formel:

Anlauf f Auslaut H- Motorstärke PS X III ■'■ Siei.ezeil auf 100U in. 2t) Zuladung

Mir den McIduiiKsnbwiirf werden Einzelheiten von der SportlcitunK be-..tiunnl, das Kunstfliegen wird naeb freiem Ermessen des Preisgerichtes pniinncr'.. OcKcn die Entscheidungen des Preisgerichts sibt es eine Bcruiimg an ein Schiedsgericht, das sich wie folgt zusammensetzt: Major a. I). von I sclnrdi. Prof. Dr. Hoff, Prof. Hr. Everding, sämtlich Berlin, und Dr. in«. Fachmann. GötlhiKcn

Für diese Veranstaltung sind folgende Preise ausgesetzt: Für den Rundung 4011(1 M., fiir den Aufstiegs- und Landungswcttbewerb 15(10. M , für den Meldougs-abwnrf umd das Kimstfliegcn je 1001) AI. Die Geldpreise sind alle durch private Stiftungen in osipreiiliisehen Kreisen aufgebracht worden. Zu den einzelnen Konkurrenzen sind wesentliche Ausfübniugsbeslüninuugcn erlassen. Es ist erlaubt. Motore und andere "Feile der Flugzeuge auszuwechseln, .sowie Ausbesserungen an Motoren und Flugzeugen vorzunehmen, sofern hierdurch le-ine weseutlieli anderen Verhältnisse geschaffen werden, als sie in cb-r Meldung angegeben sind. Für den Aidsticg- und Landungsvvctlbcwerb sind die zu stcdlendeu Butogi nphen bis zum 10 Mai der deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt in Adlershof zwecks Vornahme der Kiellinie einzuliefern. Es müssen Barographen verwendet werden, deren Trun:-niclumlaufszeit maximal eine Stunde betragt. -- Die tauge des Anlaufes wird gc-messen zwischen den Mittelpunkten des vordersten Raderpaares and demjenigen Punkt, au dem die letzte Berührung des Bodens sichtbar ist, wahrend die Lünne des Auslautes gemessen wird von dem Punkt, au welchem das Flugzeug zu völligem Stillstand gekommen ist. rückwärts der Sr.-ur folgend Iiis zu dem Punkt, au welchem Jas Flugzeug zuerst den Boden berührt hat. Die Benutzung voll Bremsen •sl nnlnrgemäti nielil geslatlcl Beim Rundling wird geweitet die zwischen Ueber-flicgen der Ziel- und Siarllinie liegend1.' Zeit nach Fiinitelsckimdcn (fliegender Sinn) und die Hohe, Vor dein Start und na'Ii der Laadnng wird die Zuladung' und die Pireuustoffincnge noch besonder-, gewogen und knnt roll iert Zwischenlandungen sind meld «es tat Irl. Unter Zuladung ist u> auf der amtlichen Zul assungsb .-sehei-nignug des gemeldeten Flugzeuges vermerkte zulässige I leinst im.-, zu verstehen Eine höhere Zuladung isl nicht gestaltet.

Metall-FluKzciiKC auf der Aluminium-Ausstellnm; in Berlin. Auf diesei von der Beraliingsslellc des Melallwirlscliaitsbiuulcs im Warenhaus Werthcim veran-slallelen Ausstellung isl auch ein (ianzmeiallflngzeug von IS ui Spannweite zu sehen,

(">enf lind Ittidapcst München Frankfurt I dt m Ictzlci Zeil gefiihrlen Verhandlungen filier einen Anselilull von Franklin! an eie von der Trans-Knropa-Uiiinn in Betrieh genommene Fluglinie (icnf Züiicl Miinelien Wien, und die ab I. Mai gcplanlc Linie Wien liiidapesl isl zu einem günstigen Resultat ge-

Seite 148

„PLUG SP 0 R V

Nr. 8

kommen. Ali 1. Mai verkcln cn diu Ilnxzcilgc zwischen Lninkfinl und Miiiiclien wie folgt:

8.30 ab Frankfurt an -1.311

10.15 an Fürth ab 2.45

10.40 ab „ an 2.30

12.00 an Manchen ab 1.00

Her Flugplan der Ostermontag in Betrieb genommenen Linie (ienf-Wien ist folKender:

11.45 ab Oenf an 1.30

1.45 an Zürich ab 11.30

9.45 2.15 ab „ an 11.00 2.45

12.00 4.30 an München ab 8.45 12.30

9.00 12.30 ab „ an 11.45 3.00

12.0(1 2.30 an Wien ab 8.30 11.45

Ab 1. Mai tritt der Wien-Bndapester Flugplan in Kraft. Wasser Land Land Wasser

9.00 1.00 ab Wien an 11.30 6.00

10.45 2.45 an Budapest ab 9.50 4.00

Mit Ausnahme von Sonntags und Pfingstmontag finden die Flüge täglich statt.

Luftverkehr zwischen Deutschland und Rußland, beginnend am I. Mai 1921.

1. Flugtage: Dienstag, Donnerstag und Sonnabend in jeder Richtung. (Wird voraussichtlich auf werktäglichen Dienst ergänzt.)

2. Flugpreis: zwecks Propagierung für einen Passagier und einen Flug zwischen Königsberg und Moskau oder Moskau und' Königsberg $ 125.—.

3. Freigepäck: für jeden Passagier 5 kg; für jedes angefangene kg IJeber-fracht werden 10 (iohlmark berechnet.

3a. Luftfrachtgüler werden mit 10 Goldmark für jedes angefangene kg berechnet. — Versicherung ist nicht mit eingeschlossen, jedoch besteht die Möglichkeit, auf den Flugplätzen und bei den Agenturen diese abzuschließen.

4. Passagier-Annahme: in Deutschland: Llarnburg-Amerika-Linie, Berlin W. 8, Unter den Linden 8. - - Deutsch-Russische Lager- und Transportgesellschaft, Berlin SW. 68, Lindenstr. 25 und 1 Limburg, Statlthausbrückc 17. — Russisch-Baltischer Lloyd. Berlin W., Tauentzienslrn ße 12. - Robert Meyhöfer, Königsberg i. Pr. — In Fnglaud: Win. LI. Müller, London SW. 1, üreeuer Flouse, 66/68 Hay-market. -— In Frankreich: Societe Anonyme d'Fscalcs, Paris, Rue Scribc 9. — In Dänemark: Dansk Reisebureau, Kopenhagen. - ■ In Schweden: Aktiebolaget Nor-disk Rcscbureau, Göteborg. - In Rußland: Denlsch-Russische Lager- und Transportgesellschaft, Moskau, Petroska 8. - - Denlsch-Russische Luftverkehrsgesellschaft, Moskau, Wcglynnyproczd 10, Unart. 8.

5. Fracht wird' vorläufig nur für den Hinflug (Königsberg—Moskau) angenommen, und zwar bei sämtlichen Niederlassungen der Deutsch-Russischcu Lagerund Transportgesellschaft. Hamburg, Stadthausbrücke 17 und bei der Fa. Robert Meyhöfer. Königsberg i. Pr.

6. Die Fluggäste erhalten von der Passage-Agentur einen Flugschein, auf ihren Namen ausgestellt. Auf dem Flugschein ist das genaue Gewicht des mitzufahrenden Gepäcks anzugeben. Die Fluggäste sind in ihrem ureigensten Interesse zu ersuchen, das Gepäck einschl. des Freigepäcks, welches sie mitzufahren wünschen, genau anzugeben. Das Gepäck wird in Königsberg bezw. Moskau vor dem Abflug gewogen und laufen die Fluggäste Gefahr, ilaß Gepäck, welches das im Flugschein aufgegebene Gewicht übersteigt, zurückgelassen werden muH.

7. Die milziifiilireniie Nnlzl.ist eines Dcrulult-Flugzeuges beträgt ca. 400 kg. Die Passage-Agenturen werden gebeten, für ein Flugzeug vorläufig nicht mehr als einen Fluggast zu buchen, da der restliche I aderaum für Gepäck, Po^t und Frachten in Anspruch genommen wird. Die Passage-Agenturen, außer der llapag in Berlin, sind verpflichtet, vor Belegung eines PI itzes bei der Hupag in Berlin an-

Nr. S

„F L U Ü S P 0 R T"

Seite 149

zuiragcu, da diese für die riclitiKC l'latzbelenime der Dcniiuft gegenüber verantwortlich ist. - Im übriKcii wird aui die beiliegenden UcfördcruiiKsbcüiiiÄiiiiscii für den Passagier- and Frachtverkehr hingewiesen.

 

•S. Flu.gplaii:

     
 

8.00

ab

London

an

4.30

 

11.1)5

au

Amsterdam

ab

2.05

 

11 „15

ab

 

an

1.33

 

2.30

an

Hannover

ab

12.00

 

3.00

ab

,,

an

11.30

 

4.30

an

Berlin

ab

111.00

5.49

 

all

Berlin Hilf. l''riedrielistr.

an

 

(i.l5

 

all

Berlin Seliles. Hhf.

an

 

5.52

 

an

Königsberg

ab

 
 

7.30

ab

.,

an

3.1 5

 

4.45

an

Moskau

ab

6.00

 

(R. Z. 6.45)

 

(R

Z. S.l

7.14 6.48 7.37

Hie Gesellschaft behält sich vor, auf den auf litauischem, lettischem and russischem 'lerritoriimi vorbereiteten Flugplätzen zwischenzulanden. Hie Fluggäste müssen daher ordmmgsmalii.ge Durch- und Einreisevisa fnr 'die in Finge koinincii-den Länder besitzen.

Voraussichtlich wird der 5.49 Uhr Berlin Hilf. FriedrichstiaRe verlassende D-Zug' ab 1. Juni schon 5.26 Uhr (statt 5.52 Uhr) in KölliKSber* eintreffen, so daR der Slart des Flugzeugs von Königsberg schon um 7 Uhr stattfinden kann und auch die Ankunft in Moskau '.-i Stunde fniher erfolgt.

Ausland.

Der 6. Internationale Kongreß für Rechtsfragen des Luftverkehrs wurde am 22. 4. auf dem Kapitol zu Rom eröffnet. 27 Staaten hatten ihre Vertreter geschickt.

Instone Air Line, die bekannte englische Luftvcrkehrs-Gcsellschaft, hat von der internationalen Rheinlandkomnussion die 'Erlaubnis erteilt bekommen, die Luftlinie Londou---Kö'u- Saarbrücken in Betrieb zu nehmen.

Ein ZiisainmenstoU zweier amerikanischer D. H.-FhiRzeiiRe fand auf dem Corry L'ield bei der Flug-station Pensacola iii 450 m Hohe statt, wobei das eine Flugzeug vollständig zerstört und die Insassen getötet wurden, während die Insassen des zweilcn vollkommen unbeschädigt blieben.

William Beardrnore & Son, Ltd. England beabsichtigt, wie wir der „Aviation" entnehmen, die Lizenz zum Bau von Melalllhigzeugen von Dr. Rohrbae.li zu erwerben.

Die französische FliiKzensansfuhr 1923 belief sich auf 18 746 000 Frcs.. gegenüber 14 351 IHK) Eres, im Vorjahre.

Eine italienische Fluglinie Turin Triest, vorläufig zum Postverkehr, später auch zum Passagiervcrkchr bestimmt, wird von einer italienischen Gesellschaft in Betrieb genommen.

Rohrbach-Metall-Aeioplau Co. in Kopenhagen hat verschiedene japanische Auftrüge erhalten. Zur Zeil ist in den dortigen Werken eine japanische Slndicn-komnüssiou.

Eine Fluglinie in Peru: Tnmbes —Morpiecua beabsichtigt der Amerikaner Faticoü mit Curtil.LI )rio]cs-b'lngzciigen einzurichten.

Tschechoslowakische Luftialirtiiesellscliafl. linier diesem I ilel soll in Präs mit einem Kapital von 10 15 Millionen Kronen eine Gesellschaft gegründet werden. Es sind folgende Linien geplant: 1. Prag Brüne 2. Prag Pi eliburg. 3. Brünn Krakau, 4. Prcllburg Pislvun, 5. Preßbnre Czcrnowitz (Rumänien) Kiew (Ukraine).

Die Dobrolct Company von Moskau baute seit Beendigung des Kiiegcs das erste Flugzeug in K'nBLiml und zwar einen Viersitzer.

Seile 15(1

.FLUGSPORT"

Nr. S

Amerikanische Flugzeuge im Dienste des Ackerbaus. In besonders unzugänglichen (legenden wie z. 11 auf der Insel Hawaii wurde mil Erfol« versuelil, \ ihm Flugzeug aus zu säen. In .1 Slunden wurde ein (icbicl von 2000 Hektar cr-Icdigl. I )ii' Arbeit war durch die 'dortigen I >odi nheschaflcnhciten, durch die in diesen Regionen besonders heftigen Windstöße und durch die niedere Flughöhe von ca. 3(1 m sehr schwierig. Die Körner wurden diiich einen am Hoden des Flugzeuges befindlichen Trichlcr ausgeschüttet.

Militärischer Flugzeug- "nd Flugpersonalhcsland nach einer amerikanischen Slatislik. Darnach hat'. Frankreich 1502 Flugzeuge und Xi 7.«) Mann, Fnglaud IIIS Flugzeuge und ,53(1(10 Manu, Vereinigte Staaten von Amerika 030 Flugzeuge und 14 400 Manu, Italien 370 Flugzeuge und Mino Mann und Japan 330 Flugzeuge und Shllll Mann.

Aui der englischen Reichs-AiisslelliinK in Wembley ist eine Spezialabteilung für das Lufliahrweseu nicht vorgesehen. Nur ..Roval Air Force" ward Typen ihrer derzeitigen Maschinen ausstellen, die allerdings mit wenigen Ausnahmen, wie „Faircy-Fhcatcher", „Fawn" und die ..Blackbni inu iselünen" alle vor 1917 erbaut wurden. Andere Flugzeuge werden zwischen Aiilomobiieu zu finden sein, wie eine .,Fion''-Maschine der Napicr and Sou lad. und ein „Condor" der Rolls-Royce Ltd. Weitere Maschinen werden wahrscheinlich in der Maschinenhalle aufgestellt.

Literatur.

De la Nesnoiisahilite des Compagnies de Navigation Aerienne dans les Acci-denls. \'oii .laques Hatignc, 1923. Verl. Per Orbcm , 4 nie I rrnehet, Paris, brosch. 10 Fr. Der Verfasser wirft darin die ("rage auf über die Verantwortlichkeit der Fluggesellschaften bei Unglücksfällen und nach welchen (icselzen alle Luftfrageu erledigt werden sollen, um .gleichzeitig eine gute Weitcrcnlwieklung des Flugwesens zu erzielen,

Vereinsnachrichten.

Zum „Deutschen Modellilug-Wettbe» erb" in Bad Kissingen.

Samstag, den 31. Mar:

2—6 Uhr: Ausstellung der Modelle im Rcgciiteubau. (Während der Ausstellung

findet die Banprüfung statt.) 8 Uhr: Vortrag durch den Vorsitzenden des Deutschen Modell- und Segel-Hugverbandes, Herrn Dr. (ieorgii. im kleinen Saal des Regentenbaues. Nacli dem Vortrag gemütliches Beisammensein in einem noch zu bestimmenden Fokale. Sonntag, den 1. .Inn'r.

9—12 Ulli" Preisflic.gcn der Stab- und Riiinplmodelle. 2--5 Uhr: Rekordmodellc. 8 Uhr: Preisverteilung,

F'us Programm wird noch ergänzt durch motortliegerische Wraust,dluugcu. wie Schaiili'Jgc mit Fallschirmabsprung. Frciballonnufslicg ele., um während dei Flugprüfungcn eine Hruiüdung der Zuschauer zu verhüten. Als Preise kommen in Betracht: Stabiundcll'e: I., 2, .!., 4 Picis. 1 Strcckcnzusalzprcis. I Paiierzusulzprcis und

1 kiirvcnziisaizpreis. Riuupiinodellc: Dasselbe. Rekordinodelle:

I., >.. 3.. -I. Preis für Strecke, 1., 3.. 3., 1 Preis iiir D.uier, !. und 2. Fi mnnieningsprcis. Für alle Klassen sodann noch Trostpreise, leder Preisträger erhält ein Diplom. Die Preise bcslehun aus Wert- und Iieldpieisen.

F L U Q S P O k I"

Seile 151

Meldebogen z11 ilrni Wettbewerb sind durch Herrn A. Putz, Gnrilz bei Had Kissingen, zu bc-zielien. Die Anmeldungen sind alsdann so schnell als möglich entweder an die vorgenannte Adresse oder an den Deutsel icit, Modell- und Scgclflug' Verband, Frankfurt a. M. zu riehlen,

Deutscher Modell- und Segelf!u,g-Vei band. Abt. Modellbau. Faid Schaaf.

Eine Arbeiter-Elugsportvereiuigiiiig ist in Berlin gegründet worden. Ihr Zweck and Ziel sind, alle ehemaligen Flugzeugführer und Facharbeiter und sonstige Sportsfreunde, die gegenwärtig dem Flugwesen fernstehen müssen, Gciegenhcü zu

geben, sich durch Vorträge über Welter-, , r, , ,

... ,. , , , iii niibner auf Schenk

Flugzeug-, Motorenkunde usw. durch piak-

lischen Flugzeugbau und eventuell durch praktischen Fluguntei rieht ioitzu-bilden und bei etwaiger Bewerbung als Berufsflieger die erforderlichen (iniudlagcii zu schaffen. Eine Ncbciiabteiliuig (.1 ugeiidgruppe) wird sich mit Modellsport und Segelflug befassen. Durch Errichtung von Brudcrvcrcbiiguugen in allen gröberen Orten soll der Arbcitcr-Flugsporlgcdanke und durch flugsportliche Wcllkäinpfe dieser Vereinigungen untereinander soll der Sportgeist hochgehalten werden. Zuschriften betreffs Auskunft oder sonstigen Angelegenheiten sind an Heinz Mertens, Berlin-Johannisthal, Katser-Wilhelm-Straßc 34,1 zu richten.

Flugtechnische Vereinigung Neumünster. In der diesjährigen Gencralvei-sauimbmg wurde der bisherige Vorstand wiedergewählt. W. Wulf ist Vorsitzender, W. Schaaf Kassierer and H. Bock Schriftführer. Anschriften sind zu richten an H. Bock, Neumünster. Klosterstraße 3.

Jahresversammlung der M. A. G. anlälllich der 2. Halberstädter Fliegertagnng vom 23. 30. März 1924 in Haibeistadt.

Anläßlich der Halberstädter Fliegertagung fanden verschiedene wichtige Tagungen statt. Die erste davon war die Jahresversammlung Jcr M. A. (f., Mitteldeutschen Arbeils-Gcmeinsehaft des Deutschen Modell- und ScgclfhiK-Verbandes, die von den Modellbau-Abteilungen der Vereine Hnlberstastt. Magdeburg, Leipzig, Ouedhnburg, Dessau besucht wurde, die weiteren angeschlossenen Vereine Bruun-schweig, Halle, Zeitz und Wernigerode waren leider niclii erschienen, was um so mehr zu bedauern war, als wichtige Beschlüsse gefaßt worden sind.

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des Luftverkehrs Flalbersladl Herrn Steinkraut), Ortsgruppe des Deutschen Luftfahrt-Verbandes, gab der bisherige Vorsitzende der M. A. G., Herr Noack, Leipzig, einen Bericht über da* abgelaufene Jahr der M. A. G., aus dem zuletzt zu entnehmen war, daß die z. Zt. für den Modellflug bestehenden deutschen Höchstleistungen größtenteils sich in den Händen von Mitgliedern der M. A. G. befinden. Die sich dann nötig machende Neuwahl des Vorsitzenden der M. A. G. ergab die Wiederwahl des bisherigen Vorsitzenden Max Noack, Leipzig, Emilienstraße 2, die einstimmig erfolgte. Dann erfolgte die Besetzung der Sportleitung, dieselbe blieb in den bi'sher bewahrten Händen der Herren Thiele. Leipzig, und Wagner, Magdeburg, den Dosten dar Oberaufsicht bei allen M. A. G.-Verarisaltuugen wurde dein Vorsitzenden mit übertragen. Weiter wurde beschlossen, in Zukunft die Jahresversammlung der M. A. (i. ungefähr in die Mitte des Februar zu verlegen und sie somit gewissermaßen als Fortsetzung der Hauptversammlung des Deutschen Modell- und SeKelflmt-Verbandes zu betrachten.

Nach langer Debatte wurde dann ein Beschluß gefaßt, der für das MotleM-flugwesen Mitteldeutschlands von weittragender Bedeutung sein durfte und in Zukunft jedenfalls auch auf das alljährlich stattfindende Deutsche Mndcll-Weltilie-geu des Deutschen Modell- und Se.gelflug-Verbaii.ics Luifluß haben wink es ist.

Seile

„F LUGS PORT'

Nr. 8

„Die Trennung der Wctlllicgcn iiii Zug- und 1 JriK Ii seh ra i iberi-Au pa i ;i U:". 1! i s 1 ■ l- i halle man heule Arien Maschinen gleichmäßig bewertet und damii das Druck-sehrauheuuiodeN he/.w. dessen Soudcrlyp, die sogenannte „Hute", zu großer Leistungsfähigkeit gezüchtet. Dies ist darin begründet, daß beim Druckschraubcn-niodcll, hei dem der IJro|ielle'r in der Flugnchüin.g hinten liegt, der l-'ro|iellci wind frei abströmen kann, ohne an Flächen Widerstand zu vci in Sachen. Aus diesem < irunde ist der Druckschraube.- dem Zugschraubenmodcll theoretisch überlegen: bei geeigneter Konstruktion auch in der LYa.\is. Fs ist daher leicht verständlich, dali hei den Wettfliegeu. bei denen hauptsächlich FlüchsllcisLingcn bewertet werden, die überlegenen Fnleiimodcllc in der Ucberzahl waren, so dnh zahlreiche Modellbauer den Dan von Zugschraubennppar ilen überhaupt vernachlässigten-Dies soll 'durch die neue Fintcilung abgestellt werden und eine Hebung der Zug-schraubenmodclle zum Hochlcistungsniodell anstreben.

Des weiteren wurde das lahresprograuuu für die Veranstaltungen innerhalb der M. A. (1. festgelegt. Außer dem Wettfliegeu für Stalunodelle. das am 2,1 3. auf dem Flugplatz, in Flalhcrstadt stattfand, siehe Sondei berieht, wurde für den 27. 4. ein Ruinpfiuodellweltflicgcu für 1 einzig festgelegt, dann folgt am 31. 5./L (i. in Fad Kissingen das Deutsche Modcll-Wctlflicgen, das auch von Mitgliedern der M. A. G. besucht werden wird, der Vorsitz in der Sportichung für diese deutsche Veranstaltung wurde dem Vorsitzenden dei M. A. (1., Iferin Noack, Leipzig, übertragen. Für die Sommermonate sind keine größeren Veranstaltungen angesetzt, um die Mitglieder für die Segelfliigvrranslalluiigen, besonders den Rhön-Wettbewerb, freizuhalten. FTir den Herbst ist dann das erste ,,Niir-Zugschraubcn-Stab-inodell-Weltfhcgcn" für Magdeburg vorgesehen und ein weiteres Wettfliegeu für Dessau freigehalten. Dann wurde noch der vom Luftvei kehr Halbcrstadt herausgegebene „Flieger" als Nacliriclitenblatt innerhalb der M. A. (i. angenommen.

Mit den besten Wünschen für das .lahr 1924 und in der Hoffnung, daß die neuen Arbeiten der M. A. G. auf dem Gebiete des Modellflugwesens auch im 1). M. und S. V. und somit dem gesamten deutschen Modellfhig Finfhiß haben mögen, wie es schon in den Vorjahren der Fall war, wurde die Sitzung durch Herrn Noack geschlossen. Mitteldeutsche Arbcits-Gcmeinschaft im D. M. und S. V.

Modell-Wettfliegen der M. A. G. anläUlich der Halberstädter Fliegertagung.

Auf dem Flugplatz in Halbcrstadt fand anläßlich derF'licgcrtagungen in Halbcrstadt ein Stall- und Kntcniuodcll-Wettfliegeu der Mitteldeutschen Arbeits-Ge-nicinschaft, M. A. G., statt, zu dem die Fhigvcrcine von Halberstadt, Leipzig, Magdeburg, Quedlinburg, Wernigerode und Dessau Teilnehmer gestellt hatten. Wohl war das Wetter während der Veranstaltung ganz gut, aber der Wind kam leider von der ungünstigsten Seite, so daß viele kleine Apparate durch die auftretenden Böen mehr oder weniger beschädigt wurden und einige sogar restlose Brüche machten, unter den letzteren auch der Sieger der lelzten zwei M. A. (i.-Wettfliegeu, Kropf-Leipzig. Die Abwicklung des Wettbewerbs selbst erfolgte nach der seit zwei .Inhreu bestens bewährten M. A. O.-Art, zueist alte Flüge mit Bodenslart ohne jeden Anstoß und dann anschließend die Flüge mit Handstart.

Scholl in der ersten Abteilung zeigten die Teilnehmer trotz der oben erwähnten mißlichen Begleiterscheinungen ganz hervorragende Leistungen-, Klasse 1 BoJeustartsli ecke: Heinug-Uucdluiburg erzielt mit ,.Fnte," 233 in, was wohl einen neuen Rekord für Nonnalruodcll bedeutet: dann Rotzoll-Halbcrstadt mit „Fnle" 104 m: Lorenz-Leipzig ..Lnte" 155 m: Schneider-Leipzig ,.Lnlc" 130 in. Klasse 2 Biidenstart-Lastflugzcug: Hier bewies Schneider-!.., was mau mit wasseiiselaiftlicii betriebenem Modellbau Wehl erreichen kann, sein Lnlen-Fiudecker von 1115 g Startgewicht trägt als Z.usalz.last 141) g und erzielt bei Bodcnslarl ohne jeden Anstoß in geradem Fluge IOö m Strecke, die sich hieraus ergebene Bewertung dieses einen Fluges ergibl 71100 Punkte, was ohne Zweifel eine hervorragende Rekordleistung bedeute!: 1 Iciniig-Dii. erreicht mit 110 g Stailgewielu und 50 g Last 122 m; in Klasse 3 I löhenfliig hei Bodenstart ohne Anstoß erieieht I Iciinig-Ou. 10 ui und Bonuuun-WYniigerodc S in Höhe.

Nr. 8

„FL UOS PORT'

Seite 153

In der nun folgenden Abieihiug fnr I landslarts erziel 1 c!i in Klasse I 8^1 recken-[lug: Schultz-Magdeburg Zngschraubcn-I luppcldeckcr 155 m. Mennig 132 in, Lorenz 128 in. Klas.se .5, -1u ni-Ziclllug: Schneider 37 in, Lorenz 43 in. Klasse Dauerflug: I1ennig 35,(i Sek., Schultz 23,4 Sek.; und zum Seiduli in Klasse 7, Kreis-flng: Heimle 0,75 Kreise und Schneider und Lorenz je einen Kreis.

Die (jesamtweiiüiii; ergab als überlegenen Sieger mit 8027 l'uuklen (Rekord) Schneider-Leipzig, er gewinnt den eisten hhren- und (ieklpreis und Diplom des L. V. LI. und weiier sein zweites Anrecht auf den Wanderpokal von Braunschweig (der Pokal sieht damit nach sechs M. A. Ci.-Wettflicsten zum fiinften Male uaeli Leipzig); den 2. Preis Linen- und (jeldpreis und Diplom ileiimg-Oucdlinbur.e mit 5551 Punkten; 3. Preis Lhren- nnd tjeldpreis und Diplom Schultz-Magdeburg mit 2888 Punkten; 4. Preis Rotzoll-I lalberstndt 1783 unkle und den 5. Preis Lorenz-Leipzig, 1733 Punkte, je ein (jeldpreis und Diplom.

Diese Krfolee lassen für die drei weiteren M. A. (i.-Wcltfliegen in Leipzig. Magdeburg und Dessau noeli sehr gute Leistungen erwarten. M. A. (i.

Verband Deutscher Flieger in der C. S. R., Ortsgruppe AL-Schönberg. Die Ortsgruppe M.-Schönbcrg wurde im Sonmier in22 von ehemaligen Kriegsflicgcru zur Förderung des Flugwesens in der C. S. R. gegründet, (jleieli im ersten Jahre wurden in den benachbarten deutschen Studien nicht weniger als 27 Lichtbildervorträge gelialten, wobei der bedrängten deutschen Luftfahrt ganz besonders gedacht wurde. Damit die Mitglieder des Verbandes sieh auch praktisch betätigen können, wurde im Jahre 1923 der „Vanipyr" von der Hannoverschen Waggonfabrik gekauft, außerdem wird hier ein Segelcindecker nach Planen des Ing. Kro-mer, Frankenhauseri, gebaut, der in den nächsten Wochen fertig werden dürfte. Der Flügel dieses Sehulgleilcrs bat Profil (jöttingen 441, während der Rumpf der Harth-Mcsserschnütt-Maschinc sehr ähnlich ist. Inzwischen haben wir den Modelfsport in unser Programm aufgenommen. Die ersten größeren Finge brachten wir anläßlich der Siebenhnndertjahrfeier der Stadt Mührisch-Ncustadt mit von Curt Möbius in Hanau gelieferten Runipfeindcckern fertig. Ueberfliegen von 15 m hohen Bäumen und Flugstrecken von 4(10 in waren keine Seltenheit. Im Jänner I. J. wurde hier ein Segelflug-Modell-Wcttbcwerb ausgetragen, bei welchem ein von Curt Möbius gelieferter Segelcindecker mit (iöttinger Profil 441 und einem dem „Konsul" nachgebauten Rumpf erfolgreich war. Dank den hohen Bergen und den starken Aufwinden sind Modell-Segclflüge von 1 km Länge und Uebei fliegen des Aufstiegpunktes um 11)—15 in keine Seltenheit. Wir sind gespannt, zu sehen, welche Leistungen wir mit dem Vampyr und dein Schulflugzeug auf unseren 15HU rn hohen Berg, auf denen ein besonders starker Aufwind herrscht, erzielen werden.

Die Akademische Fliegergruppe der technischen Hochschule Graz hat zwei Schälmaschinen fertiggestellt, einen Doppeldecker und einen Eindecker. Mit letzterem wurde kürzlich ein Flug von A km in ca. 20 Meter Höhe ausgeführt und dabei von Pernthaler eine schöne S-Kurve beschrieben. Das Scliulge-läude ist sehr zerklüftet und stark bewaldet. Die Flieger sind daher fortgesetzt gezwungen, zu kurven und mit den Böen zu manövrieren. Außer diesen beiden Schulflugzeugen befinden sich noch im Ball I Runipfdoppeklceket, 2 Lindecker zu 14 in und 15 tu S| ist ein Hilfsmotor vorgesehen.

Sehalscglei

der Akatl. Fliegergruppe Hochschule tiraz.

der J'cchll.

inuweite, h cilragcud; bei der größereu Maschin'

Seite 15 I

Nr. S

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Verantwortlich für Redaktion und Verlag: Civil-Iuacnieur Oskar U r s i n n s. Druck von H. L B r ö n n e t's D r n cke r e i (F. w. B r e i den sie I n), sfimtlich in Frankfurt n. M