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Zeitschrift Flugsport, Heft 22/1921

Auf dieser Seite finden Sie das komplette Heft 22/1921 der Zeitschrift „Flugsport“ in Textform (vgl. Übersicht). In der von Oskar Ursinus herausgegebenen illustrierten, flugtechnischen Zeitschrift für das gesamte Flugwesen wurde über die Luftfahrt sowie den Luftsport zur damaligen Zeit berichtet. Der gesamte Inhalt steht Ihnen nachstehend kostenlos und barrierefrei zur Verfügung. Beachten Sie bitte, dass es bei der Digitalisierung und Texterkennung zu Textfehlern gekommen ist. Diese Fehler sind in den verfügbaren PDF Dokumenten (Abbild der Originalzeitschrift) natürlich nicht vorhanden.

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Na. 22

Jllustrierte B6zU„sllreis

---- — , < • i ., , .r, , » . für Deutschland

26. okiober technische Zeitschrift und Anzeiger und oe«.^«*

l92l.Jahrg.XIII. für das gesamte anzZ'.'".'J.-

Telef. Hansa 4557. PIlKVWacOtl" Postscheck-Conto !

Tcl.-Adr.: Ursinus. HriU^ WCöCIl Frankfurt (Main) 7701.

ßrief-Adr. Redaktion und Verlag „Flugsport" Frankfurt a. M., Bahnhofsplatz 8.

= Zu beziehen durch alle Buchhandlungen, die Post und den Verlag. =

— Erscheint regelmäßig 14tägig. —

Der Nachdruck unserer Artikel ist, soweit nicht mit „Nachdruck verboten" versehen, nur mit genauer Quellenangabe gestattet.

Die nächste Nummer des „Flugsport" erscheint am 9. November.

Wegnahme von deutschen Friedens-Flugzeugen.

In der Sitzung; lies Unterhauses am '20. Oktober erklärte der Unterstaul.s-sekretär im Luftfahrtministerium, da Ii die deutsche Regierung zustimmte, den Alliierten alle Flugzeuge auszuliefern, die in Deutschland in privaten Fabriken seit dem Inkrafttreten des Versailler Vertrags erbaut wurden. Deren Zahl belauft sich auf ungefähr 250. Die Allierten glauben, dal! hier eine Verletzung des Versailler Vertrags vorliegt. Der Unterstaatssekrelär fügte hinzu, daß die. Konstruktion von Flugzeugen Deutschland verboten sei bis die interalliierte Kontrollkommission die erwähnten 250 Flugzeuge in Empfang genommen habe.

Die Deutsohe Regierung stimmte zu, — — — wurde gezwungen zuzustimmen ! — Hohn —. Im Innern manchen Konstrukteurs mag es krampten und zucken. —

Wehe dem, der sein Gut mehret mit fremden Gut! Wie lange wird es währen ? —

Das Kleinflugboot Dornier Libelle 1921.

Das Kleinflugboot Dornier Libelle ist mit Ausnahme des hinteren Drittels der Fläche und der Steuerflächen vollständig aus Metall hergestellt. Irgendwelche VerSpannungen sind nicht vorhanden. Die Bausicherheit ist mehr als 8 fach im Falle A und B der deutschen Bau- und Lieferungsvorschriften.

Der oben vorne eingebaute Motor ist ein 7 Cylinder luftgekühlter Stern-Standmotor der Firma Siemens & Halske von 80 PS. Seine Be

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„FLUGSPORT".

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dienuDg und Wartung ist denkbar einfach. Durch die Lage des Propellers vorn sind Unfälle durch Propellerexplosionen infolge Hineinfliegens von Gegenständen ausgeschlossen. Bei evtl. Propellerbrüchen können keine vitalen Teile des Flugzeuges wie Stcuerkabel, Flächen etc.

Das Boot hat drei Sitze, zwei sind vorne nebeneinander angeordnet, der dritte Sitz liegt hinter diesen beiden. Es ist Doppelsteuerung zum Schulen vorhanden.

Die Flugeigenschaften sind ausgezeichnet. Der Start vollzieht sich spielend in 20—40 Sekunden. Mit dem zur Zeit eingebauten 5 Cylindermotor von 50,60 PS wurde mit 3 Personen und Betriebsmitteln für 130 km in 400 m Höhe über dem Meere mühelos gestartet. Spannweite 8,4 m, Flügeltiefe 1,6 m.

Das flugfertige Boot wiegt ca. 350 kg. Es kann bequem von einigen Mann getragen werden. Um die Unterbringung des Bootes zu erleichtern, sind die Flügel auf einfachste Weise zusammenklappbar. Der Platzbedarf für das zusammengeklappte Boot ist 6,8X3,2X2,3 m. Das Zusammenklappen erfolgt auch von ungeübten Leuten in 1,5 Min. das Aufklappen in 2,5 Min. Beides kann im Wasser erfolgen. Das Boot 'aßt sich im zusammengeklapptem Zustand wie ein Motorboot manövrieren.

Höchstgeschwindigkeit 130km; Reisegeschwindigkeit 115 km je Stunde.

beschädigt werden.

KorniiT KU'UiIIm&I.....I UMIr IMI.

Nu. aa

F L U G S P 0 R T

Seite 17s

Kluiiillitifiioul Diirnluv Ulitillc HIKI. Oben: Start. Slittr: Vorilvmmirbt. Kocht« uiul unten: KiixumniciiKeklaitpf.

Sportflugzeug Gabriel P 5.

Das Sportflugzeug „Gabriel P 5" besitzt eine Spannweite von 5 m. Die Länge beträgt von Propeller bis Hinterkante Seitensteuer 4 m. Das Gewicht der flugTertigen Maschine beträgt 125 kg.

Die Fläche ist ganz aus Sperrholz hergestellt und ist freitragend und nach den Enden abgeschrankt. Die Verwindnngsklappen sind auffallend klein und nicht ausgeglichen. Die Fläche hat 6 qm Flächengehalt. Das Boot, ist aus Sperrholz. Die Steuerflächen sind ausgeglichen und nach einem neuen Verfahren mit Sperrholz bekleidet. Das Fahrgestell ist aus Stahlrohr hergestellt.

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Motor -> CyMIaat-ku :» PS.

Zum Antriebe der Maschine dient ein 30.PS luftgekühlter 2 Cylinder llaacke Motor, welcher mit einem Gabriel Propeller der Maschine eine Stundengeschwindigkeit von 150 km verleiht. Die Flugdauer beträgt 2'/., Smndeo, Gipfelhöhe 88Ö0 m. Die guten Flugeigenschaften wurden hauptsächlich durch das dicke Tragflächenproiil und durch die günstigen Luftabführungen in der Bootskonstruktion erreicht. Die Maschine ist in 5 Min. zum Abtransport ummontiert und wird mit längs des Bootes liegender Fläche mit dem Motorrade transportiert.

'.^Das Flugzeug ist das erste Sportflugzeug mit freitragender Sperrholzfläche und hat sämtliche bisherigen Flugleistungen, welche mit Kleinflugzeugen gemacht wurden, überboten. Es wird beabsichtigt, den Serienbau dieser Maschine aufzunehmen.

Amerikanischer N C1 Renn-Eindecker.

Dieser Renn-Eindecker, gebaut von der Pacific Airplane & Supply Company in Venice, Californien war für das „National Air Tournament" bestimmt. Der Flugzeugban in Amerika macht in letzter Zeit auffallend große Fort-schrittte. Bei allen Firmen sind zur Zeit Flugzeuge mit freitragenden Flügeln auch in der Formgebung nach deutschem Muster im Bau. Der vorliegende \meiik. sei Kenn Kiittleoivei. Eindecker besitzt

Nu. '£>

„V UUGSPQ.RT-

Seite 4W)

7 m Spannweite. Gesamtlänge 6 m. Die Tragdeektiefe am Rumpf beträgt 2,1 m und an der Flügelspitze 1,2 m. Die Flügelkonstruktion ist nach bekanntem deutschem Muster, Kastenholme aus Sperrholz, Rippen aus Sporrholz mit Sprucestreifen, die Rippen in 250 mm Abstand, ausgeführt. Die Verwindungsklappon sind auf Stahlrohre montiert, die direkt nach dem Rumpf führen. Der Rumpf ist mit Sperrholz beplankt und durch sieben Schotten versteift. Das Gewicht des Flugzeuges belastet beträgt 550 kg.

Amerikanischer Watermann Renn-Eindecker

Dieser Eindecker, gebaut von der Watermann Aircraft Co., Venice, Californien, besitzt einen Ourtiß 0X5 Motor von 90 PS. Bemerkenswerte Neuerungen zeigt die Maschine nicht. Der hohe Rumpf besitzt oben einen niedrigen Spannturm und zu beiden Seiten sind je zwei Streben an dem Flügel aufgehängt. Das Fahrgestell besitzt keinerlei Vorspannung, sondern ist durch eine Strebe versteift.

Sämtliche Streben sind aus Stahlrohr. Die Abmessungen sind folgende: Spannweite

6.5 m, Gesamtlänge

5.6 m, Flügeltiefe 1,54 m, Höhe 2,15 m. Flügelschnitt U. S. A. 15, Leergewicht 300 kg, voll belastet 520 kg, Mininimal-gesch windigkeit 95 km,

maximal 200 km. Amerik, WiUcra.imi Kuim-Kiiiderkcr

Amerikanischer Longren-Zweisätzer.

Die von der Longron Aircraft Corporation in Topeka, 'Kansas) herausgebrachte neue Sportmaschine zeigt in der Rumpfform Aehn-liehkeit mit „Sabi;1-Einsitzer. Der Rumpf hat Stromlinienform und ist aus vulkanisiertem, feuersicherem Fibvo hergestellt, welches nicht

Seile 1S1

.FLUGSPORT".

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LONG«F,N

den Nachteil der Sperrholzrümpfe, die Splittergefahr, besitzt. Die Steuerflächen zoigen dickes Profil, nur zwei Streben sind zur Versteifung verwendet. Die Ruderhebel sind eingeschlossen.

Die tropfenförmig profilierten Fahrgestellstreben laufen in zwei Stoßfängern aus. Auf der einfachen Achse sitzen Duraluminräder.

Zum Einbau gelangt teils ein 6 Zylinder 60 PS luftgekühlter Anzant Sternmotor, teils auch der bekannte 3 Zylinder Lawrence-Motor. Aus der Verschalung ragen nur die Zylinderköpfe heraus.

Die Sitze könne durch eine kleine Rumpftüre seitlich bestiegen werden. Die Sitze selbst sind nach der englischen „side by side" Art gebaut. Unter den Sitzen befindet sich ein Gepäckraum. Die Aluminium-Instrumentenwand trägt alle Instrumente und Motorbedienungshebel. Die Art der Zellenverstrebung ist die schon 1911 von Albatros gebrauchte. Pfeilform und Staffelung ist nicht vorhanden, jedoch V-Form in beiden Flächen. Die Flügel können ähnlich wie beim A. E. G. zurückgeklappt worden. Demontage oder Nachver-spannung ist nicht erforderlich. Verwendet wird das TJ. S. A. Nr. 2 Profil. Querruder befinden sich nur im Überflügel. Das Baldachinstück über den Sitzen wird durch vier Streben gestützt. Ein schräger V-förmiger Strebenteil ersetzt die Verspannung.

V. IL, Philadelphia.

Aero Jagdflugzeuge.

Der Flugzeugbau in Oesterreich segelt jetzt unter tschecho-slovakischer Flagge. Unter der Einwirkung der Entente sind in diesem Jahre auch noch Kriegsflugzeuge, keinerlei Verkehrsflugzeuge entstanden. Jedenfalls steht die tschecho-slovakische Kriegsmaschine den französischen und] englischen in keiner Weise nach. Umsomehr, da deutsche Konstruktionsarbeit diese Typen geschaffen haben.

Bei der am 11. und 18. September in Prag stattgefundenen

Patentsammlung

1921

des

No. 7

Inhalt: Die deutschen Patentschriften:

303 H2s ; 338 :W>; 337067; 339:i>

330OO*, 707, >; 334-"»OH.

Ol>7: 340778, :v.W; 33fitti; 337831 ;

Rumpf und Zelle.

Pat. :;:J600r>, vom 1-1 1. -20 ab, veroff. 20. i. ji, Societe des IRotenrs Salmson (Systeme Canton Unne), Paris. I <ir diese Anmeldung ist gemäß dem l Tri in ns vertrage vom 2. Juni 1911 die Priorität auf Grund der Anmeldung in Frankreich vom II. Febr. 1910 beansprucht. Gegenstand derErfindung ist eine Zelle für Drachenflieger mit wenigstens zwei Flächen, die dadurch gekennzeichnet ist, daß diese Flächen durch gekreuzte Stiele verbunden sind, die wieder unter sieh an ihrem Krenzimgspuukt in Verbindung stehen, hie Zeichnung veranschaulicht sehematisch eine Anaführungfforni der Erfindung. Abb- 1 ist eine schematische Vorderansieht eines Zellen-teiles und Abb. 2 ist eine Seitenansicht hierzu. Hei der dargestellten Ausfuhruugsfovni wird die Zelle von zwei Flügeln oder Flächen a und b gebildet, deren vordere Holme cl und c'2 und deren hintere Holme d' und d- durch gekreuzte stiele e und f verbunden sind, die wieder in ihren Mitten g miteinander in Ver-

bindung stehen. Line der Vorteile dieser Anordnung bestellt darin, daß der Teil der Stiele, der auf Knickung beansprucht, wird, kleiner als der Abstand der beiden Flügel ist. Hierdurch wird es möglich, die Anzahl der Spanndrahte rzu verringi rn, ja, selbst die \Vegzulassung und die Kreuzungspnukte g der Stiele als Träger für den Räderkasten, die Propeller, den Korb, die Gehälter usw. zu benutzen. Patentanspruch: Flugzeug mit zwei oder mehreren übereinanderliegenden Fläelien, dadurch gekennzeichnet, daß die vorderen Längsholme dieser Flächen oder Flügel durch schräge und sich kreuzende Stiele, oder Stäbe unier sich verbunden sind, wobei diese Stiele wieder an ihren Kreuzungs-punkten miteinander in Verbindung .stehen und die hinteren Längshohne der Flächen in derselben Weise wie die Vnrderholme unter sieh verbunden sind.

Pat. ;-WC,707 vom 1. ."». 17 ab, veroff. lO.n.rM. Siemens Schnckertwerke Gm h H, in Siemensstailt n. Berlin. Antrieb von F!ug-'/engen großer Leistung, bei denen mehrere

   
   
   
 

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im Flug-zeugrumpl' angeordnete Motoren auf mehrere Propeller arbeiten- Die Zerlegung dc^ Antriebes in mehrere selbständige (!nippen ist derart, daß die eine. Gruppe die Haupt-mutoren und llauptpropeller großer Leistung für große Fahrt umfaßt, während weitere Gruppen aus Nebenmotoreu und Propellern kleiner Leistungen für Marsrhhfahrt und kleine Fahrt bestehen. Jedem llauptpropellor ist ein Nebenpropeller gleichachsig zugeordnet Die llauptpropeller werden von im Flugzeug tiefliegenden Motoren mit schrägen Gebertra-gnngsmitteln angetrieben, die Nebenpropeller dagegen Motoren in gleicher Höhenlage wie die Propeller. Die llauptmotoren mit ihrer Läugserstrecknng sind längs zum Flugzeug-n.inpf, die Nebenmotoi eu quer zum Flugzeeg-runinf augeordnet.

Pat. :-»:l*i^l^7, vom Ii». i>. 15 ab, veroff. li>. :■. 21. Allgemeine Elektriciiäts-Gesell-

schaff in Berlin. Flugzeug mit. mehreren Motoren und Luftschrauben, die in mehrere gleichwertige Teilkräl'te zerlegt sind. Die Motoren- und die Sei raiibenkrat't ist so unterteilt, daß eine oder mehrere Schrauben teilkräl'te eine]- oder mehreren Motorteilkräfteu

gleichwertig sind und jeder Motor allein oder gleichzeitig mit anderen Motoien auf jedes gleichachsige Schraubenpaar odev die zentriach liegende Schraube zwecks Ausnutzung ihrer Höchstleistung arbeiten kam«.

Steuereinrichtungen.

Pat. 34077*, vom 21. 12. 10 ab, veroff. 16. \). 21, Herrn. Werner, Kiel, Flugzeug mit Stouernngsklappenpaareu, die durch die .Steuerung gespreizt oder auch einzeln verstellt werden können, dadurch gekennzeichnet, datt die beiderseitig entgegengesetzt erfolgende

Finzelverstellung der Klappen durch unmittelbar an den Klappen angreifende Stenerkahel erfolgt, wobei die in den anderen Steuer kabeln auftretende Schlaffheit durch die An Ordnung von mit Hubbegrenzung versehenen Federbällen aufgehoben wird, während das einseitige oder auch beiderseitige Spreizen der Klappen durch mit Ansehlägen an den Steuerkabcln zusammenarbeitende Klüsen o- dgl. bewirkt wird.

Pat. ;;iOaü;i, vom II. 12. 18 ab, veroff. l:.'. '>. 21, Daimler-DIotorea-Gesellschait, Stnttgart-Üntertürkheiw. Der Gegenstand der Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Verwinden der Tragflächen von Flugzeugen, bei der die Vor Windung unter Vermittlung von die Tragflächen mit dem Rumpf verbindender Streben erfolgt. Von den bekannten Anordnungen dieser Art unterscheidet sich der Erfindungsgegenstand dadurch, da Ii beide Stieben, deren jede mit einem Tragfläehen-endc verbunden int. an einem vom Steuer hebel bewegten Gliedc so sitzen, daß durch Bewegung dieses Gliedes die entgegengesetzte ßewegnng der Streben erfolgt Diese Bauart hat neben d„an Vorzug großer Ein- . fachheit auch uoe.U den weiteren Vorteil im Gefolge, daß die Tragflächen gut abgestützt sein können.

Anspruch: ,,Vorrichtung zum Verwinden

der Tragriärheii von Flugzeugen mittels die TragfläVhe mit dem Rumpf verbindender Streben, dadurch gezeichnet, daß beide Streben, deren jede mit einem Tragflächen-ende verbunden ist, an einem vom Hand Steuerhebel aus hin und her bewegbaren GHede angelenkf sind.

l'af. 33505;-*, Zusatz zum Patent 330251, vom 17. 2. 20 ab, veroff. 23. 3. 21, Allgemeine Elektricitats-üesellschaft in Berlin.

llilfsklappensteuerung für Flugzeuge nach

Patent :'.20251. Vergl. Flugsport l'at. Sammlung Nr, 10/ 1920. Die Verbindungsstangen der beiden Hohen- oder auch der beiden Seitenstcuer tragen je ein (Gelenk, an welches das zu der Ililfsklappe rührend«' Gestänge angeschlossen ist.

Pat. 33783t vom 15. n. 13 ab, veroff. H. 21, Charles Rnilollih Wiltemauii und Adolph Ditriech Wittemaun in Richmontl,

V. S|. A. Flugzeug mit beim Nichtgebrauch

V- 'j - * i*

.-.eiikreeht stehenden, oberhalb der Trugflächenenden schwingbar angeordneten Stabi-lisievungsfläehen, dadurch gekennzeichnet, daß die gemeinsam verstellbaren Stabili-sieiungsfläelicii oben nach außen derart gebogen sind, daß die Ablüegung sich nach hinten verstärkt,

Kühler.

Fat. 303328, Zusatz zum Patent yyj 71)i>, vom H. 3. 17 ab, veroff. 14. 4. 21, Hugo Jankers» Dessan Patent-Ansprüche lauten: 1. Kühleranordnung für Luft- und andere Fahrzeuge nach Patent 70'J (vergl. Flug-Hport Psit-Saiiiinlung Nr. -4/ 1921), dadurch gekennzeichnet, d;iß auf die die Luft zum und \-oni Kühler führende Ummantelnng infolge ihres Kiubaues mit zur Fahrtrichtung geneigter, dabei vorn höher liegender Achse oder infolge solcher Formgebung, daß die Mittellinie ihren in Fahrtrichtung geführten senkrechten Schnittes einen nach oben ge-

krümmten Verlauf hat, derStrnnuingsdrnrk der Luft bei wagerechter Fahrt derart einwirkt, daß eine senkrechte Komponente auftritt

2. Kühlerauordnung nach Anspruch l, da* durch gekennzeichnet, daß die ITrainantelung zum Teil oder ganz durch am Flugzeug vorhandene Wunde derart gebildet wird, daß die Mittellinie des .senkrechten (Schnittes der I 'niuKintelung nach oben gekrümmt ist oder geneigt zur Fahrtrichtung u'rläuf't.

'■'>. Kühlerunon'nung nach Anspruch 1 u. dadurch gekennzeichnet, daU die Kcgrenznngs

^iiude von Tragflügeln, Üümpfen und Steuer Machen <>■ dergl. als Teil der Ummantehuig dienen.

4. Kühlerauordnung nucli Anspruch 1 u. 3' dadurch gekennzeichnet, daü der Kühler in einem mit Kanälen zur Lnl'tzu- und abfuhr ausgestatteten Tragflügel eingebaut ist.

Pat. 338350, vom 13, »',. 18 ab, veroff. 17. 0. 21, Norddeutsche Kühlerfabrik G. tu. b. H Berlin, Patentansprüche: i. Kühler mit Leitflüchen, bei denen zur Umlenkuug der durch den Propeller oder ein sonstiges Antriebs-

mittel erzeugten, ipier vor dem Kühler vorbei strömenden Luft eine Leitfliiche :in dem von der Querlufüdrünmng zuletzt erreichten Kühlerteil angeordnet ist.

2. Es können auch in der Richtung auf die von der Qierluftstiömung zuerst erreichte Kühlerkante hin staffelfbrmig kleiner wer dende Leitilächen an der Knhlen'orderHäehe angebracht sein.

3. Ferner kann ein Spitzkühler, d. h. ein sehiffslmgartig von der Mitte nach den Seiten zurück tretender Kühler zur Verwendung kommen, der nur an der von dem Querluft-stroine zuletzt erreichten Kiihlerhälfte eine oder mehrere Leitfläclien trägt, während die andere Kühlerhälfte vermöge ihrer Sehräg-stellnng den ipier strömenden Propellerwind richtig auffängt.

4. .Schließlich kann die. Küldervoiderlläche entgegengesetzt zur ^uerluitstroinung geneigt angeordnet sein, so d;iß die Leittiäehen durch die Lamellen- oder Röhrenmiindungen des Kiihlblockes gebildet sind.

Hilfsmittel der Insassen beim Fluge.

P,it. 337ii(>7, vom 1). 7. 20 ab, veroff. 4. r>. 21, Arthur Hnghes Parroit, Harold RonnA in Birmingham und Robert Henry Davis inLonAou. Sehutzpolster füvFahrzeug , insbesondere Flugzeug teile, mit denen ein Insasse bei einem i'nfall zusammenstoßen kann. Kin Gummischwamm a ist mit einer luftundurchlässigen hiegsauien Hülse e umgeben, die mit einer Oel't'nutig versehen ist, welch«- das Kntweieheuvnn Luft aus dem Innern d(^ l'olsters in beschränktem Mal/m

gestattet. DusSeliutzpolster kannaiiMnehrercn Kindel polstern, die auf einer gemeinsamen, mit Durchbohrungen für den Durchtritt der ans dein Innenraum der Polster entweichenden Luft versehenen Unterlage angeordnet sind, zusammengesetzt sein-

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;uich diese I )racheu mit zwei seit lieh go' richteten Tragflächen und mit schräg nach innen gestellten Wandflachen ausgerüstet. Diese schräg nach innen gerichteten Wand flachen bilden dann einen Kiel, der sieh an die Tragflächen unten ansetzt.

Die Erfindung besteht in der Art der Verbindung dieses Drachens mit dein Flugzeug. Um eine Stabilität der Hilfst rag fläehe mit Bezug auf die Ilaiipttragfliiehe zu verbürgen, ist zwischen diesen beiden Tragflächen eine dreifache Verbindung vorgesehen. Kin Seil geht vom Variierende des Wind

Sonderarten von Luftfahrzeugen.

Tat. 359331) vom 17. % 18 ab, verOff. ü. 7. 21. Hntaert Speich und der Erben des Theodor Franz in Gevelsberg- Fallschirm-entfalter, mit durch an einem festen Gestell angeordnete Winkelhebel fg) die nach selbsttätiger Entriegelung einer Feder (d) unter Wirkung diese Feder ausgeschwenkt werden. Die Winkelhebel mit Nocken (n) sind xnr Begrenzung ihres Ausschlags verschen. Auf

die freien Schenkel der Winkelhebel sind Uolire aufgesetzt, die durch Seile mit dein liande des Fallschirmes in Verbindung stehen.

Fat. #11008, vom 21. f. U ab, verölf. 14. 21, George Raymond Lawrence, Chicago, V. St. A, (jegenstaml der Erfindung ist eine Verbesserung au Flugzeugen. Es sind bereits Flugzeuge bekannt, deren Tragflächen dnreli Verbindung mit den Trug-lläeheu von Drachen vergrößert sind und die auf diese Weise eine größere Stabilität, besonders bei (ifgenwiud besitzen, als jene Flugzeuge, die nur mit den gewölmlii-hen Trag- und Kteuerllächcn ausgerüstet sind.

Aehnlieh dem Ansitau der Flugzeuge sind

kieies nach einem Mittelpunkt der Haupt tragfläehe und zwei andere Keile gehen vom rückwärtigen Ende des Windkieles nach zwei Funkten auf der Hau|ittragfläehe. welche gleieh weit von der Fängsmittellinie dieser Fläehe entfernt liegen.

Die Patentansprüche lauten:

1. Flugzeug, mit tiefen Cestell eine oder mehrere Drachenflächen verbunden sind, welche sich aus wagerechten Tragflächen und aus Windkielen zusammensetzen, dadurch gekennzeichnet, daß jeder dieser Drachen durch drei Zugglieder mit dem eigentlichen Flugzeug in Verbindung steht, indem ein Verbindnngsseil (II) am Vorderende des Windkieles sich nach einem Funkt der Fang-mittellinie der Tragfläche hin erstreckt, während von der Schnittkante des Wind kieies am rückwärtigen Endo ein Doppel seil (12) nach zu beiden Seiten der Längs mittellinie der Haupt tragt' lache gelegen' ti Punkten geht.

2. Flugzeug nach Aiisprucli 1 ■ dadurch gekennzeichnet, da Ii der mir dem Wind kiel versehene Hilfsdrächen durch eine, für gewöhnlich lose Verbindung mit einem iin Flugzeug gefalteten Fallschirm verbunden ist, su da 13 bei Trennung des Flugzeuges von dem Fallschirm und nach Lösung der Befest igungsseile (II, 1-) der Ilillsilraelien die für gewöhnlich lese Verbindung zwjsrimn Fallschirm und Ililfsdraehen spannt und zur rascheren Ausbreitung und Entfaltung des Fallschirme* dient-

Pat,-Sammlung 7 wurde im „Flugsport" XIII, Heft22, am 26.10.1921 veröffentlicht.

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Seile -4.S2

Fhigveranstaltung sind die Typen der Prager Aero - Werke Ae O. 2 und Ae 0. 4 mehrfach als Preisträger hervorgegangen. Der

A e O. 2 Einsitzer ist mit einem 220 PS Hispano-Suiza Motor ausgerüstet.

Gegenüber der normalen Ausführung ist bei dieser Maschine der Hauptbenzin behälter an der Fahrgesteüachse abwerf bar eingebaut. Das Flugzeug hat bei dem Wettbewerb in dem Geschwindigkeitsrennen auf 1 km, offiziell gestoppt nach den Vorschriften der F. A. I., eine Geschwindigkeit vou 222 km erzielt, ferner hat diese Maschine, ohne daß irgend welche Aenderungen in der Tragflächeneinstellung vorgenommen worden sind, in dem Wettbewerb für Wendigkeit u. z. bezog derselbe sich auf das Zerstören zweier hintereinander aufgelassener Ballons, den ersten Preis erzielt.

Das Resultat des Wettbewerbs ist an anderer Stelle i'Vergl. Flugtechnische Rundschau Ausland) wiedergegeben.

Die Type

Ae O 4,

welche den ersten Preis im Wett-Höhenflug erzielt, ist erst im Laufe dieses Jahres entstanden und zwar auf Grund der gegenüber den früheren Anforderungen bedeutend verschärften Bedingungen der Luftfaurtabtg. des Prager Verteidigungs-Ministeriums.

Diesen erhöhten Bedingungen entspricht die Type vollkommen, so daß sie die bisherigen Kampfflugzeuge hinsichtlich Bausicherheit, Tragfähigkeit, Steigvermögen und Geschwindigkeit übertrifft.

Das Flugzeug ist ein einsitziges Kampfflugzeug, welches zu allererst als Jäger, dann auch als Späher gleich gute Verwendung finden kann. Zu diesem Zwecke ist es mit zwei Maschinengewehren

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„FLUGSPORT".

Nu. 22

und mit einer Photokamera ausgerüstet. Die boidon M.-G. sind zum Feuern nach vorn oberhalb des Motors zu beiden Seiten festeingebaut, werden vom Motor gesteuert und mittels Bowdenzüge vom Knüppelgriff aus bedient.

Die 50 cm Photokamera ist hinter dem Sitz des Piloten so eingebaut, daß sie auch vom Führer bedient werden kann.

Das Flugzeug ist mit einem 185 PS überkomprimierten BMW-Motor ausgerüstet.

Die Abmessunngen des Flugzeugs sind folgende: Spannweite oben 7,70 m, Spannweite unten 6,70 m, größte Länge 5,60 m, Höhe

2,90 m, Bausicherheit siebenfach.

Leergewicht...........<>20 kg

Zuladung: Betriebstofi'e

Benzin für 2>l., Std..... !J0 kg

Oel . . . ...... 8 kg

Wasser........ 12 kg

110 kg

Führer und milit. Ausrüstung 140 kg 250 kg Gesamtgewicht 870 kg

Die Leistungen des Flugzeuges sind : Maximale Geschwindigkeit 220 km rund, Steigvermögen 5000 m in 15 Min., Gipfelhöhe 8200 m. Aktionsradius 500 km.

Die Flugeigenschaften sind außergewöhnlich gute. Das Flugzeug steigt in der Kurve und reagiert scharf auf den kleinsten Steuerausschlag, auch bei herabgeminderter Landungsgeschwindigkeit. Diese Eigenschaften sowie ein hervorragende.--- Gleitvermögen machen das Flugzeug geeignet, von jedem Flieger geflogen werden zu können. Die Startlänge ist etwa 25 bis HO m, der Auslauf sehr kurz.

Ein besonderer Vorteil ist noch die Anordnung des Hauptbenzinbehälters unter dem Rumpf als Teil desselben und zwar derart, daß er in jedem Augenblick bei Brandgefahr abgeworfen werden kann, so daß auch in dieser Hinsicht wesentlich zur Erhöhung der Sicherheit des Fliegers beigetragen wurde.

„Aom" l-'luezciicu-rrke l'm» \f 1)1 mit 1« l'S It.M.W, Mulm.

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Flugzeuge von ilcr FlugverwiKtaltiuift l'rag. S.M. M.it.M i-t\V> llii-r...

Der Kumpf selbst ist aus unbrennbarem Material und zwar aus Stahl und Duraluminröhren hergestellt. Die Fiächenholme sind nirgends durch Schraubenlöcher angebohrt, sondern werden durch umfassende Beschläge, welche gegen Versehieben gesichert sind, mit den Streben und der Vorspannung verbunden. Die Vorspannung besteht aus Doppelseilen, ebenso werden sämtliche Steuerorgane mit Doppelseilen bodient.

Klurj'/.cu^e vnii uYr Klubveranstaltung l'rag. Avia B. II 1 iSl'SCiniini.

Seile im

F L U G S IJ U R T

Nu.

Konstruktions-Einzelheiten.

Sicherung gegen Bruch der Ventillager im Le Rhönemotor.

In Nr. 12 des „Flugsport" brachten wir eine Verordnung des englischen Ministeriums über die Verstärkung des Ventilhebelbocks im Le Rhönemotor. Das eidge-nössige Luftverkehrsamt in der Schweiz hat aus Sicherheitsgründen vorgeschrieben, daß diese Aenderungen an allen in der Schweia befindlichen Le Rhünemotoren anzubringen sind. Iu nebenstehender Abbildung bringen wir eine Skizze, wie die ßandagierung bezw. Verstärkung vorgeschrieben ist.

Führung für Kabel.

Für die Führung von Kabeln wurden bisher Röhrchen aus Metall oder Vulkanfiber verwendet.

BleclilH'MCliklg z. Verstiukiiiigit. Wutilli<'bell»oeks ;im Lr Klu.ucinutoi. J-{e{ einem verlegten

Seilzug, wo die Enden meistenteils zu Kauschen verspleißt sind, war es unmöglich, eine weitere Führung unterzubringen. Man war daher gezwungen, die Röhrchenführung aus zwei Teilen gefaßt in einer Sehelle zu verlagern. Nebenstehende Abbildung zeigt eine zweiteilige Röhrchenführung von Williams in Philadelphia, bei welcher gleichzeitig ein Lagerbock dazu dient, die zweiteilige Hälfte zu fassen und in ihrer Lage zu halten. Beim Einbau wird erst eine Hälfte von oben in den geschlitzten Lagerbock und dann die andere eingeführt, hiernach gedreht und dann mittels Bindedraht verbunden.

flugtecbnififie tRundfdjau.

Inland.

Segeliliige in Deutschlands äußerstem Westen. Am Montag, den 3. Oktober nachmittags wurden vom Aerodynamischen Institut und der Flugwisscu-scbaftlirhcn Vereinigung der Technischen I luchsrlmlc Aachen, in dem untersten deutschen Zipfel, in der Gegend der Ortschaft Orsbach, in der Nahe von Aachen, einige recht wohl gelungene Minulentlüge auf der „blauen Mau-" vorgeführt.

No. 22

Die Flüge erweckten lebhaftes Interesse beim Publikum, unter dem man eine ganze Reihe Aachener Hochschul-Professorcn bemerken konnte. Obwohl das Gelände nur eine sehr flache Neigung von insgesamt nur etwa 50 m zur Verfügung stellendes Gefälle aufwies und durch zahlreiche Hohlwege, Hecken und Zäune unterbrochen war, und die Flüge überdies durch Regenschauer beeinträchtig! wurden, nahmen sie einen sehr befriedigenden Verlauf und bewiesen, daß infolge der großen Betriebssicherheit der Maschine die Anforderungen an Gelände und Wetter nur sehr bescheidene sind. Die Windstärke betrug 4—7 ni/sek. Die Flugstrecken hielten sich in der Gegend von 500 m. Besonderes Interesse erweckte der auffallend kurze Start und große Höhengewinn sofort nach dem Start, der anscheinend einem Energiegewinn aus einem Wirbel zu danken war, welcher an dem obersten Hohlweg seinen Ursprung zu nehmen schien. Auch die Krähen hielten sich oberhalb dieses Hohlwegs auf. Sobald das Flugzeug aus dieser Region herauszutreten gezwungen war, mußte es in Gleitflug übergehen. Die Landungen erfolgten sämtlich äußerst glatt, die letzte ca. 200 in von der holländischen Grenze entfernt. Die Flugwissenschaftliche Vereinigung beabsichtigt, die Versuche weiterzuführen, sodal.i zu erwarten steht, daß auch in Deutschlands äußerstem Weslen. sich ein reger Gleitflugsport entwickeln wird.

Ehrentafel der im Flugdienst gefallenen Offiziere. Die im März 1020 von der ehemaligen lnspektion der Fliegertruppen herausgegebene „Fhrentnfel der im Flugdienst während des Weltkrieges gefallenen Offiziere der deutschen Fliegerverbände" ist nicht vollständig. Das Reichswehrininisteriiiin beabsichtigt daher die Herausgabe eines Nachtrages und bittet etwaige Ergänzungen an das „Reichswehrmiriisterium, Organisations-Abteilung, Berlin W. 10, Königin Atigusta-straße 38" möglichst bald mitzuteilen. Erwünscht sind folgende Angaben: Vor- und Zuname, Dienstgrad, aktiv oder Reserve, Flugzeugführer oder Beobachter. Flicger-forrnation, Todestag, Ort der tödlichen Verwundung, letzte Ruhestätte.

Die September-Statistik des Rumpler-Luftverkehrs zeigt, daß trotz des schiechten Wetters (Nebel, Regen) nur ganz wenige Flüge ausfielen und das Zutrauen der Passagiere zum Flugzeuge immer größer wird. Aus nachfolgender Tabelle sind die Einzel-Resultate der verschiedenen Strecken zu ersehen.

V 1 ii g - S t r c c k e

g = < tp

<D

SE 1(111

I q Geflogene

£ '53

N

Q Std.

1

Anzahl der t Passagiere

<D

V 22 <u

j Zuverlässigkeit in on

Berlin—Leipzig

30

4500

-1050

1 i:'

12

190

90

Leipzig -Berlin

30

4500

4200

1

11

28

i)3,3

Augsburg—München—FürttwNbg.

30

6180

0163

!•'•"

07

30

1)0

Furth/Nbg.—Leipzig

30

6840

b'156

91:1

26

29

HO

Leipzig— Für th/Nbg.

30

6840

6030

 

20

150

88

Fürth/Nbg.—München—Augsburg

30

0180

5678

!■'»

74

150

91,0

Insgesamt:

 

35040

32277

 

213

580

92

Einstellung der deutschen Luftpostbeihilfen.

Der Reichsverkehrsminister. Berlin W. 8, den 7. Oktober 1921.

Nr. L. 81 834/21 J. Wilhelmstr. 72.

Die Erfahrungen, die im letzten Winter im Luftverkehr gemacht sind, haben bewiesen, daß zum Teil die Flugzeuge wie auch der Stand der Bodenorganisation den Anforderungen eines Winterluftverkehrs noch nicht in erwünschtem Umfange genügen. Mit Rücksicht auf die geringe Zahl der dem deutschen Luftverkehr zur Verfügung stehenden Flugzeuge und Motoren, ferner mit Rücksicht auf die Unmöglichkeit der Ergänzung von Flugzeugen, solange das Bauverbot läuft, habe ich mich nach Benehmen mit dem Reichspostministeriuin entschlossen, dem Antrage der Konvention der Luftverkehrsgesellschaften beim Verband Deutscher Luftfahrzeug-Industrieller, dem fast sämtliche Gesellschaften angeschlossen sind, stattzugeben und die Subventiouierung des regelmäßigen Luftverkehrs auf allen

„['' M. GS PO KT

Strecken mit Ablauf des 31. Oktoiter d. J. eiu/usiellcu, wie dies seiner/eil bei Bekanntgabe der Bedingungen in Aussicht genommen wurde. Ich behalte mir vor,

1. den Tag" der Wiedereröffnung des regelniat'iigeii, subventionierten Luftverkehrs zu bestimmen,

2. vorher die im nächsten Jahre zu beiliegenden Strecken festzulegen. Ich benutze diese Gelegenheit, den Luftverkehrsunternehiuen meine volle

Anerkennung für die im letzten Jahre erreichte hervorragende Kegelinaliigkoit im Betriebe ihrer Strecken auszusprechen und gebe der i loffuung Ausdruck, dati auch im kommenden Jahre der Luftverkehr in zunehmendem Maße Anhänger finden möge. hu Auftrage: Bredow.

Ausland.

Die erste FTugveranstaltune in Prag vom II. bis Im. September winde organisiert von dem tschechoslovakischen Aero-Club in Prag unter dem Protek lorat des Präsidenten der Republik Dr. T. G. Masuryk.

Nationaler H i'i h e u w e 11 h e w o r b.

I. Nr. 25. Pilol R. Polanecky Hg/. Ae. 04 Motor BMW 1X5 PS i >."!(!] n>

II. ., 14. „ A. lezek ' „ Sm. 2 Maybach 301 „ 0157 ..

III. „ IS. „ N. J. Novak „ Sru. 1 Hiero '230 „

mit 200 kg Nutzlast .1239 ., Nationaler Schne11igkeitswe11bewerb über I km.

I. Nr. 4. I.Skala Spad Hispauo ISO 32,77 219,51 km

II. „ 1. J. Novak Ae 02 Hispano 21X) 33,78 2I!>,65 „ III. „ 25. R. Polanecky Ae 04 BMW. 185 32,85 219.18 „

Nationaler Wettbewerb, Zerstörung von ßnlUmetts. I. Nr. 1. |. Novak Ae 02 Hispano 20(1 2 Min. 50,8 Sek.

II. ,. 3. I. Skala Spad „ 180 4 „ 41,4 „

III. „ 19. Fr. Divis „ „ 180 4 „ 7.4,8 ., Nationaler Schnelligkcits Wettbewerb Prag—Pardu bit/., ca. 180 km.

I. Nr. 4. |. Skala Spad Hispano 180 58 Min. 0,08 Sek.

II. ,1. ). Novak Ae 02 ., 200 58 „ 0,20 ..

III. „ 10. V. Prochnska Spad ., 180 07 „ 17.00 „ N a ti o u al e r Dau er we tt b e w e rb, Prag—O I m ü I z—B r es I a n—OI m fi tz.—Prag.

I. Nr. 2. R. Munzar Avia B. H. 1 Gnom '18 9 Std. 37,32 Min. „ 15. A. Jezek Sh. Hiero 230 8 „ 43,41 „

„ 23. M. Sniahel Sh. Hiero 230 8 „ 29,37 .,

II. „ 18. J. Novak S. M. Maybach 2«) 8 „ 59,41 „

Förderung des FJugmodellwesens in Frankreich. In Frankreich beginnt man in neuerer Zeit dem Flugmodellwesen, bezw. den Arbeiten der jungen Modellbauer und Erfinder Beachtung zu schenken. Die Association Francaise Aerienne hatte mehrere Wettbewerbe ausgeschrieben. Am 25. September fand ein Modellwettbewerb statt, bei welchem Abrial de Pega mit einer zweimotorigen Ente von 1,20 in Spannweite einen Flug von 33% Sek. zurücklegte. Die längste Entfernung in gerader Linie erreichte eine einmotorige Ente von Pega mit 130 in. Fan weiterer Eindecker von 2,80 m Spannweite von dem gleichen Konstrukteur soll, so berichtet Los Ailes, einen Rundflug von 281 in in 48 Sek. ausgefürt haben. (Diese Angabe laßt erkennen, dal.) sie nicht ernst zu nehmen sind, da man eine solche Entfernung nicht einwandfrei kontrollieren kann. Die Red.)

Am 8; Oktober fand ein Wettbewerb mit Drachen und sonstigen lufttechnischen Erfindungen statt. Au einein Drachen waren FJurichtungen für Luft-photographie vorgesehen. Von den verschiedenartigen zum Wettbewerb gemeldeten Maschinen und Einrichtungen sind zu nennen: ein neuer Propeller von Denglos, Fallschirm von Frantzen, Aviette von Thebault, Flugzeug mit schwacher Motorkraft von Nesslet.

Am 9. Oktober fand gleichfalls in Saint Cyr die Vorführung der Gleitflug-Modelle statt. Die Modelle wurden von einem Fesselballon aus 150 m Höhe gestartet. Von den 18 gemeldeten Modellen seien folgende erfüllte Leistungen genannt: 1. Alrial de Pega. Fünf-FTächner 90 Sek., 2. Peyret, Eindecker '5 Sek., .3. Chnbonat, Drcidecker 75 Sek. Das Peyret'sche Modell wog 4 kg pro qm, die beiden anderen waren bedeutend leichter.

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Ready 12444 m Höhe. Der amerikanische Leutnant Jolin Mac Ready stellte auf Lepere Doppeldecker im Höhenflug mit 12,444 in einen neuen Weltrekord vor Sportzeugen auf und schlug damit die von Schröder am 'lt. Februar 1920 erreichte Höhe von II),OIU um über 21») in.

Vom französischen Kongreß und Wettbewerb für motorlosen Flug. Der Kongreß für motorlosen Flug soll nunmehr am 26. und 27. November im Grand Palais in Paris stattfinden. Für den Wettbewerb mit motorlosen Flugzeugen 19254 ist die Zeit vom 6. bis 20. Juli in Aussicht genommen, zwar sollen vom 6. bis 13. Juli die Montage der Maschinen und das Einfliegen derselben stattfinden. Der offizielle Wettbewerb beginnt am 13. Juli (i Uhr morgens und dauert bis zum 20. Juli.

Die Einladung zum Kongreß enthalt folgendes Programm :

Ziel des Kongresses: Der dieses Jahr in Deutschland organisierte Segelflug-Wettbewerb ergab äußerst interessante Resultat»;. Ausgestattet mit 100 0OO Mark Preisen, vereinigte er 45 Konkurrenten, welche bemerkenswerte Leistungen vollbrachten. Vor diesen Leistungen hatte sich das Land des Mouillard nicht von dein Land des Lilientluil überflügeln lassen.

Die Association Franchise Aerienne organisiert vom (i. bis '20. Juli 1922 einen Wettbewerb für motorlose Flugzeuge, welcher die Arbeiten der französischen Ingenieure und Erfinder auf diesem Gebiete der Aeronaiitik fördern soll. Die Association Fraucaise Aerienne lallt diesem Wettbewerb einen Kongreß vorangehen, dessen Aufgabe es ist, Richtlinien für Untersuchungen des motorlosen Fluges festzusetzen, die Grenzen der Entwickhingsuiöglichkeiten zu erwägen und das Programm für den Wettbewerb aufzustellen.

Datum und Ort. Der Kongreß des motorlosen Flugwesens steht unter dem Protektorat des französischen Uuterstaatssekretärs für Luftfahrt und findet in Anlehnung an den Internationalen Kongreß der Navigation Aerienne am Samstag und Sonntag, den 20. und 27. November im Grand Palais statt. Der Kongreß umschließt mindestens drei Sitzungen: Am 20. 1 Uhr mittags, den 27. 10 Uhr vormittags und 3 Uhr nachmittags.

Teilnahme am Kongreß. Der Kongreß für motorlosen Flug ist offen allen Franzosen, Aliierten und Neutralen, die der Federation international angehören. Die Zulassung zum Kongreß erfolgt nur unter folgenden Bedingungen. 1. Sich bei dem General-Sekretär vor dem nächsten 5. November einschreiben zu lassen und 2. sich verpflichten, vor diesem Datum eine technische Mitteilung einzusenden oder aber sich verpflichten am Kongreß bei der technischen Diskussion teilzunehmen.

Mitteilungen. Die Mitteilungen können folgende Themata haben: 1. Theorie und Anwendung des motorlosen Fluges, 2. Art der Versuche, J. Belehrungen über den Rhön-Wettbewerb, 4. Reglementierung und Organisation des französischen Wettbewerbes 1922, 5. Winke, den Wettbewerb betreffend, Lage und Grenze der Prüfungen usw.

Die Mitteilungen müssen auf Kanzleiformat leserlich geschrieben sein und 1200 Worte nicht überschreiten. Jede Mitteilung, die der Sekretär erhält, wird augenblicklich einem Lesekomitee übergeben, welches sein Rcsume daraus zieht oder dieselbe auszugsweise veröffentlicht. Die Mitteilung oder das Resume wird darauf von der Zeitschrift Les Ailes veröffentlicht. Im Fall, daß diese Veröffentlichung nicht mehr vor dem 24. November stattfinden kann, werden dieselben gedruckt und allen Kongreßmitgliedern übersandt.

Diskussion. Sobald eine Mitteilung veröffentlicht ist, werden die Teilnehmer am Kongreß gebeten, dieselbe zu studieren, und anzumerken, damit alle Veröffentlichungen bei Beginn des Kongrelies schon bekannt sind und gleich zur Diskussion geschritten werden kann. Diese sich ergebenden Resultate sollen dann die Richtlinien für die Entwicklung des motorlosen Fluges bilden.

Firmennachrichten.

Aero Plug-Q. m. b. H. Leipzig. Der Gesellschaftsvertrag ist am 12. Sept, 1921 abgeschlossen und am 27. Sept. 1921 abgeändert worden. Gegenstand des Unternehmens ist die Konstruktion und Verwertung von flugtechnischen oder ähnlichen Projekten und, unter Beachtung gesetzlicher Faktoren, gegebenenfalls

„FLUGSPORT".

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die Fabrikation von Flugzeugen und deren Ersatzteilen, sowie der Abschluß und die Aufnahme anderer Geschäfte, welche direkt und indirekt hiermit in Zusammenhang zu bringen sind. Die Ges. ist berecht gt, Zweigniederlassungen zu errichten und sich an gleichartigen oder ähnlichen Unternehmungen zu beteiligen oder deren Vertrieb zu übernehmen. Weiterhin soll die Ges. befugt sein, Grundstücke zu erwerben und zu veräußern. Das Stammkapital beträgt fünfzigtausend Mark. Jeder Geschähst, ist zur Vertretung der Ges. allein berechtigt. Zu Geschäftsführern sind bestellt der Generaldirektor Kurt Herrmann und der Kaufmann Willy Härtung, beide in Leipzig.

Aero-Loyd G. m b. H. Dresden, Zweigniederlassung der in München Unter derselben Firma bestehenden Gesellschaft mit beschränkter Haftung: Die Firma ist von Amts wegen gelöscht worden.

„Bremer FIughafen-Betriebsg. m. b H.," Bremen: Gegenstand des Unternehmens ist, in gemeinnütziger Weise den Luftverkehr der Stadt Bremen zu fördern, den vom Bremer Staat zur Verfügung gestellten Flugplatz im Neuenlander Felde zu verwalten und alle damit im Zusammenhang stehenden Angelegenheiten zu erledigen. Das Stammkapital beträgt 75 (XX) Mk. Der Gesellschaftsvertrag ist am 15. September 1921 abgeschlossen. Geschäftsführer sind der Generalsekretär Wilhelm Rudolf Voß und der Syndikus Hermann August Krüer, beide in Bremen. Sind mehrere Geschäftsf. bestellt, so wird die Ges. durch zwei Geschäftsf. oder durch einen Geschäftsf. und einen Prokur. vertreten.

Zum Aufsichtsrat der Gesellschaft wurden bestellt: Bürgermeister Buff, Bankier A. F, Weyhausen, Direktor G. Schurig, Bankier Dr. A. Strube, Lloyddirektor Stadtländer, Fabrikdirektor F. Wallheimer, G. Bergfeld, W. E. Stehn.

„Bayerische Rumplerwerke Aktiengesellschaft", Sitz: Augsburg: Vertretungsbefugnis des Vorstandsmitgliedes Otto Meyer beendet. Als neues Vorstandsmitglied ist bestellt: Albeck, Albert. Dipl.-Ing. Augsburg. Prokura August Hölzle erloschen.

Dr. W. Kampschulte, Aktiengesellschaft Solingen. Die frühere Ges. ist in eine A.-G. umgewandelt worden. Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und der Vertrieb von elektrischen Maschinen sowie von Maschinen, Apparaten, sämtlichen Chemikalien und Materialien für Metallbearbeitung und ferner die Herstellung und der Vertrieb von Flugzeugkabeln und Sportapparaten jeglichen Systems. Das Grundkapital beträgt 1000000 Mk., eingeteilt in 1000 auf den Inhaher lautende Aktien zu je 1000 Mk. Der Gesellschaftsv. ist am 27. Septemper 1921 festgestellt. Der Vorstand besteht aus mehreren Mitgliedern, die durch den Aufsichtsrat ernannt und abberufen werden. Zur Vertretung der Gesellschaft ist die Mitwirkung zweier Mitglieder des Vorstandes oder eines Mitgliedes des Vorstandes und eines Prokur. erforderlich. Vorstandsmitgl. sind: Heinrich Kampschulte, Fabrikant in Solingen, Dr. Wilhelm Kampschulte, Chemiker in Solingen, Karl Schmidt, Fabrikant in Solingen. Dem Obering. Anton Bengestrate in Solingen ist Gesamtprokura erteilt in der Weise, daß er zur Vertretung der Gesellschaft in Gemeinschaft mit einem Mitgliede des Vorstandes oder einem anderen Prokuristen berechtigt ist.

Haw Propeller Comp. m. b. H : Karl August Fischer in Charlottenburg ist Einzelprokura erteilt. Dir. Erst W. M. Hammel ist nicht mehr Geschäftsführer.

Flugzeugbau Friedrichshafen, G. m. b. H. Sitz Mittelbiberach, Zweigniederlassung Friedrichshafen: Durch Gesellschafterbeschluß vom 29. Sept. 1921 wurde die Firma der Zweigniederlasssung Friedrichshafen auf den 30. September 1921 aufgehoben. Die Vertretungsbefugnis des Geschäfts Dir. Emil Heidorn in Manzell und-der beiden Prokur. Hermann Messerschmid und Josef Arnold, beide in Friedrichshafen, ist erloschen.

Sietken & Sander. In das Geschäft ist Adolf Jakob Krogmann, Kaufmann, zu Wandsbek, als Gesellschafter eingetreten.

Die offene Handelsgesellschaft hat am 25. August 1921 begonnen und setzt das Geschäft unter der Firma Hanseatisches Luflverkehrsbüro Siefken & Krogmann fort.

Kraftluftgeselischaft m. b. H.: Die Gesellschaft ist aufgelöst. Liquidator ist der bisherige Geschäftsführer Rudolf Schmidt, Neukölln.

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Mitteilungen des Verbandes deutscher Modell- und Gleitflug-Vereine.

Der Verband Deutscher Modell- und Gleitflug-Vereine hat folgende Segelflieger-Ausweise

verliehen:

Nr. 1 Dipl. Ing. Klentperer, Aachen

., 2 Willi Pelzner, Nürnberg

„ 3 Friedrich Richter, Berlin

., 4 Theodor Bienen, Aachen

„ 5 Karl Fromm, Aachen

„ 6 Karl Koller, München

„ 7 Ferdin. Schulz, Waidensee Ostpr.

.. 8 Paul Brenner, Stuttgart

„ 9 Martin Schrenk, Korntal

Nr. 10 Willi Drude, Berlin „ 11 August Haenlein, Gotha

12 Arthur Martens, Hannover , 13 Horst Muttray, Dresden

14 Spies, Dresden „ 15 Seiferth, Dresden

16 Walter Blume, Hannover .. 17 Kurt Student, Berlin „ 18 Gert Bassenge, Osterode Ostpr

Die Aushändigung erfolgt von der Geschäftsstelle des Verbandes Deutscher Modell- und Gleitflug-Vereine, Frankfurt a. M., Bahnhofsplatz 8. Für die Ausfertigung des Ausweises sind 2 Lichtbilder des Inhabers (Kopfbild) 4 cm breit und 5,5 cm hoch in Dubio einzusenden.

Für die Erwerbung des Segelflieger-Ausweises gellen nachstehende Bestimmungen:

Ein Flug von mindestens 0,3 km Länge oder 30 Sek. Dauer oder mehrere Flüge von je mindestens 0,15 km Länge oder 15 Sek. Dauer mit einem Gesamtbeträge von 0,4 km Länge oder 40 Sek. Dauer.

Als Start gilt das Loslassen der Hilfsmannschaften oder bei eigenem Anlaufen das Beinabheben vom Boden. Bei Startmaschinen die Loslösung von der Starteinrichtung.

Als Landung gilt die erste Bodenberiihrung hezw. Angreifen fremder Hilfe. Die Landungen müssen in normaler Weise vor sich gehen. Das Flugzeug muß flugfähig bleiben. Die Sportzeugen, mindestens zwei, haben in ihrem Bericht die Unistände des Starts und der Landung anzugeben.

Die Sportzeugen müssen vor der Prüfung vom Verbände deutscher Modell-und Gleitflug-Vereine als solche anerkannt sein. Der Antrag auf Ausstellung des Zeugnisses muß durch einen Verbandsverein, dem mindestens einer der Sportzeugen angehört an den Verband eingereicht werden,

Verband deutscher Modell- und Gleitflug-Vereine Frankfurt ;i. M., I. Oktober 1921. gez. Ehrhardt.

Der Verein Fliesrergruppe Mannheim, E. V., ersucht um Aufnahme in den Verband. Etwaige Anschriften der Vereine hierzu sind bis zum 10. November bei der Geschäftsstelle einzureichen. I. A. Ehrhardt.

Deutsche Modell-Rekorde.

Verband Deutscher Modell- und Gleitflugvereine E. V.

Modellarl

Strecke

Dauer

Erreichte Pnnktzakl

Entennioiiell

0. Hangwitz, lleilin. 410 in. 10. 4. 21.

E. Schalk, Nürnberg, 'J0 Hek. 1921.

 

Rnmpimodell

   

H. Elze, Leipzig. 1843 Punkte. 2li. B.31.

Normal Stahmodell

   

H. Schneider, Leipzig.

21171 Punkte. 20 Ii. 21.

Modelle.

Die erste Verbands-Modellflieger-Prüfung gut bestanden! Nachdem der Leipziger Flug-Verein in Nummer lfi dieser Zeitschrift die erste erfolgte Verbands-Modell-Flugmcistcr-Prüfutig melden konnte, kann heute an dieser Stelle Uber die erste erfolgreiche Verbands-Modellflicger-Prüfung berichtet werden. Karl Michael, Leipzig, meldete sein Modell ordnungsgemäß an und mußte er sich in der Sitzung am 19. 9. wie verlaugl des mündlichen Examens unterziehen.

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Die iinweseiidi'ii Modellflieger mit Ab/.cichcn stellten die verschiedensten Fragen an den Bewerber, seine abgegebene Zeichnung wurde mit dem Modell verglichen und kleine Aenderungen verlangt. Hieraus ist ersichtlich, daß solche Prüfungen von den Leipziger Modellfliegeru sehr genau genommen werden, wie auch bei der praktischen Flugpriifung, die am 25. !•). stattfand, alles genau den Vorschriften (siehe Flugsport Nr. 3) beachtet wird. Es sei hier besonders darauf hingewiesen, daß heim Handstarl-Streckenflug niemals ein Kreis- oder Bogenflug anerkannt wird und weiter die Bodeustarts bei einer solchen Prüfung ganz genau ausgeführt und beobachtet werden. Bei früheren Prüfungen hat schon dieser und jener Bewerber nicht ganz einwandfreie Flüge wiederholen müssen, falls nicht genau gestartet oder geflogen wurde. Herr Michael erledigte die Klassen 1 — 6 bei jedem ersten Fluge, was beweist, daß er vollkommen Herr über sein Modell war; einzig der Höhentlug bereitete ihm einige Schwierigkeiten, da er diesen als letzten ausführen wollte und der Oummimotor nachzulassen anfing. Kr beschädigte hierbei auch das Fahrgestell bei einem Fluge, sodaß von den erreichten Punkten ein Abzug von 5"/,, erfolgen muß.

Leipziger Flug-Verein. 1. A.: Max Noack, 1. Vorsitzender.

Modellflugsport in Halberstadt. Das Herbstwettfliegen der Modellfluggruppe des „Vaterländischen Jugendblindes" Halberstadt fand am Sonntag, den 25. Sept. auf dem Flugplatz statt. Es beteiligten sich außer den Halberstädter und Quedlinburg« Mitgliedern der Gruppe noch Hallenser und Braunschweiger Modellbauer. Das Wetter war in den ersten Stunden recht böig, sodaß zunächst nur leichtere und gut eingeflogene Modelle starten konnten. Die Ente von Fr. Danter flog langsam und sicher in weiten Schleifen und Runden und erreichte 16 Sek. Flugdauer. Gleichmäßig und sicher flog der Stabeindecker von Hans Hennig (Quedlinburg). Die längste Strecke erzielte Erich Rotzoll mit seinem Stabcindecker (nach damaliger Wertung Rekordmaschine) mit einer Leistung von 98 m bei Bodenstart. Die Leistungen der, Rumpfniaschinen waren leider nicht so gut wie im vorigen Jahre. Karl Haarmann erzielte mit einem neuen ver-sparinungslosen Rumpfeindecker 58 m bei Bodenstart. Eine sehr schone Leistung vollbrachte noch Sonnenbnrg (Braunschweig), der mit einem niedlichen Stabeindecker einen Flug von 17 Sek. Dauer schaffte. Die Verteilung der Preise war folgende: I. Preis für Rekordmodelle: E. Rotzoll (98 m). Stabmodelle: 1. Preis: G. Hennig (66 m), 2. Preis: Sonnenberg (32 m). 1. Preis für Rumpfmodelle: K. Haarmarin(58m). Ehrenpreise erhielten : Danter, Hennig, Rotzoll und Sonnenburg. Am Wettfliegen in Halle nahmen Danter, Haarmann, Hennig und Rotzoll teil. E. Rotzoll gelang es, in dem schärfsten Wettbewerb der Klasse der Stabmodelle den 1. Preis mit 1565 Punkten davonzutragen. Sein Modell erzielte mit Bodenstart die hervorragende Strecke von 108 Metern. Den anderen Halberstädtern gelang es leider nicht, einen Preis zu erringen.

Berichtigung.

In dem Artikel „21. Minutenflug" Seite 457 Flugsport Nr. 21 im vorletzten Absatz 5. Zeile ist zu lesen statt „spannungsfähiger", anpassungsfähiger Flügel."

&ß-9osr.

Sperrholz Festigkeit. Die Festigkeit des Sperrholzes schwankt sehr stark |o nach Holzart, Feuchtigkeitsgehalt des Holzes, Schichtrichtung und Alter des fertig verleimten Holzes. Namentlich zeigen Sperrhölzer, die in den letzten Jahren des Krieges hergestellt wurden, eine starke Abnahme der Festigkeit und teilweise ein offen sichtbares Lockern der Schichtverleimung. Um Daten der Berechnung zugrunde zu legen, empfiehlt es sich, einige Holzproben auf der Prüfmaschine zu untersuchen und die erhaltenen VVerte den Berechnungen zugrunde zu legen. (Das Laboratorium der Studiemmstalt für Luftfahrzeugbau in Frankenhausen a'Kyffh. führt solche Untersuchungen für Segelflugzeugbauer kostenlos aus. Ueber die Abmessungen des zur Prüfung einzusendenden Materials ist vor Einsendung dortselbst Erkundigung einzuholen.)

Für dreifach verleimtes Sperrholz mit außen liegenden Parallelfasern und einer Querschicht in der Milte seien nachstehend die für verschiedenes Material gefundene Werte zusammengestellt, fvs sei indessen ausdrücklichst betont, daß

Seih- 492

diese Werte je nach Zustand des Materials sowohl nach oben wie auch nach unten nennenswert abweichen können.

3 fach S p e r rh o I /,

Spec. Gewicht (ofen-trock.)

Mittl.

(Feuchtigkeit

F.lastizitüts-inodul E: Parallel /.Aulienfaser kg/cm5

Elastizität*- j Zugfeslig-

rnodul F.: j keit K« Senkrecht] Parallel /.Aiißcnfa.sor'Z.Aul.icnfase kg/cm' I kg,cin-

Zugfestig-keit K,, Sen Ii rech t /.Aulienfaser kg ein-

parke, gelb Zeder, span. Tanne, echt Kiefer, weil.) Spruce

Pappel, gelb Ahorn, weich

0,07 0,11 0,40 0,42 0,42 0,50 0,57

Ahorn, hart Mahagoni, echt

0,08 0,48

8,5 13,3 8,5 5,4 8,3 9,4 8,9 8,0 11,4

11)2 000

74000 113000 I 12000

98 000 110000 125 000 151 000

89000

14 100 (il)OO 7 100 7 900

7 500

8 200 10400 13 500

8 400

910

370 140 410 400 400 590 790

400

550 240 270 270 380 470 240

340

Kro.

jüngerer Dipl.-Iug. des Schiffbaufaches bevorzugt, zu

sofortigem Eintritt gesucht.

Bewerbungen mit Lebenslauf, Gehaltsforderung und Datum des frühesten Eintritts sind unter 1966 au die Exped. des „Flugsport" zu richten.

Der „Dessauer Hol" bekannt als Luftfahrer-, Autler-, Sportler- und Kü'nstler>Hotel gehört immer noch wie bisher dem Inhaber u. Gründer Max Otto Zimmermann

genannt:„Moz"

Berlin, Königgrätzerstr. 33 zwischen Anhalter- und Potsdamer-Bahnhof. Fernsprecher: Lützow 9073 u. 5873. Telegramm-Adresse: „Mozflug".

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Absolvent eines Technikum, a. g. Farn. m. Werkstattpraxis in Flugzeug- und Automobilbau, organisatorisch u. konstruktiv befähigt, ideenreich,

suchtstellung

im Flugzeug-, Segelflugzeug-, Zyelocar- oder Leiehtmotoren-bau. Gefl. Angeb. unter 1965 an die Fxped. des „Flug-port" erbeten.