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Zeitschrift Flugsport, Heft 04/1920

Auf dieser Seite finden Sie das komplette Heft 04/1920 der Zeitschrift „Flugsport“ in Textform (vgl. Übersicht). In der von Oskar Ursinus herausgegebenen illustrierten, flugtechnischen Zeitschrift für das gesamte Flugwesen wurde über die Luftfahrt sowie den Luftsport zur damaligen Zeit berichtet. Der gesamte Inhalt steht Ihnen nachstehend kostenlos und barrierefrei zur Verfügung. Beachten Sie bitte, dass es bei der Digitalisierung und Texterkennung zu Textfehlern gekommen ist. Diese Fehler sind in den verfügbaren PDF Dokumenten (Abbild der Originalzeitschrift) natürlich nicht vorhanden.

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Jllustrierte

M . technische Zeitschrift und Anzeiger

NO. 4 0 pr. Quart. M. 9.-

18 Februar fiir das Kesamte Ausland

,„:,„„. x, „Flugwesen" 3~

unter Mitwirkung bedeutender Fachmänner herausgegeben von

Telef. Hansa 4557. Oskar UrslJlUS, Civilingenieup. Tel.-Adr.: Ursinus.

Brief-Adr.: Redaktion und Verlag „Flugsport" Frankfurt a. M., Bahnhofsplatz 8.

— Erscheint regelmäßig Mtägig. — == Zu beziehen durch alle Buchhandlungen, die Post und den Verlag. ^= Der Nachdruck unserer Artikel ist, .soweit nicht mit „Nachdruck verboten" versehen, nur mit gonauor Quollonangabe ^estattot.

Die nächste Nummer des „Flugsport" erscheint am 3. März.

Einkehr.

Die früheron Veröffentlichungen und Studien, insbesondere solche über den Vogel fing, werden von unseren sogenannten modernen Wissenschaftlern meistenteils mit einem geringschätzigen Achselzucken abgetan. Nebenbei bemerkt, was bezeichnet sich als Wissenschaftler ? Meistenteils sind es nur solche, die nicht zu den Konstrukteuren der Fabriken zählen. Die Fabrikkonstrukteure, die in Wirklichkeit die wundervollen Konstruktionen geschaffen haben, die stehen im Hintergrund, ihre Namen verzeichnet kein Heldenbuch. — —

Wenn man etwas mit geringschätzigem Achselzucken abtun müßto, so sind es die Laienphaiitasien über die Luftverkehrsmöglichkeiten mit den nach den Kriegserfordernissen gebauten Flugzeugen. 1914 war unser Gesichtsfeld noch nicht so beeinflußt wie heute, wo eine große Masse von Flugwesenbegeisterten, aus der Kriegsschule Hervorgegangenen, nach Luftverkohr schreien. Sie wissen es nicht anders und handeln im besten Glauben, der guten Sache zu nützen. Hier heißt es oben aufklären.

Welche Krfolge mit den vorhandenen Kriegsflugzougen im Luftverkehr möglich sind, zeigen die Vorgänge und Resultate in England und Frankreich. Wir sagten es bereits früher einmal. Es war ein Glück für Deutschland, daß es mit Friedenschlnß nicht mit beiden Beinen in den Luftverkehr hineinspringen durfte. Wir haben die Betriebsmittel gespart. Das "Wichtigste, was uns erhalten geblieben ist, ist das Vertrauen der breiteren Kreise und in der Hauptsache der Geldgeber, der Finanz.

Ein Flugzeug, das mit «SO km Laiidiingxgesohwmdigkeit in den Lufthafen heroinsaust, ist kein Verkehrsflugzeug. Bei einer Notaußon-

»Seile 78__„FLUGSPORT". Na. 4

landung muß es unweigerlich in Trümmer gehen. Die Verminderung der Landungsgeschwindigkeit mindestens bis auf dio Hälfte, ist Ilanpt-erfordornis. Gleiohwichtig ist das Strcbon nach Ermäßigung der Motorkraft. Diese Momente lassen erkennen, daß wir uns in einer Sackgasse bofinden. Man sieht auch keinen Weg, herauszukommen. Ein Blick zum Himmel, wo dio Geschöpfe der Natur uns mit ihren wunderbaren Flugleistnngen beschämen, ruft uns in die Wirklichkeit zurück. Es muß andero Möglichkeiten geben, zu dem

Ziele üu gelangen.--Dio Natur sklavisch nachzuahmen, dazu sind wir

zu große Stümper, aber das Buch der Natur zu studieren, dazu zählen auch dio Forschungen der ältesten Flugtechniker von Leonardo angefangen, darf nicht mehr als Laienphantasterei angesehen werden.

Es ist merkwürdig. Still ist es in den Hochburgen der flugtechnischen Wissenschaft - — wo sind jetzt die wissenschaftlichen Propheten, die unseren nach Betätigung dürstenden Flugbegoisterten einen Weg zeigen?

Sie versagen! Und das dürfen wir auch später einmal nicht vergessen. Man wird wieder von ihnen hören, wenn es an etwas Geschaffenem zu kritisieren gibt. Dieso Art der Arbeit ist, um sachlich zu bleiben, für unseren Fortschritt unerläßlich.---Aber auch nur

das!—Richtlinien kann und darf die noch in imgewisscn Formensich bewegende Flugwissenschaft nicht geben. Der Blick nach aufwärts muß frei bleiben. Das Problem ist noch ungelöst. Die Natur zeigt es uns tagtäglich, das Fliegen, Segeln, Kreisen erfordert keine großen Kraftleistungen. Nur wenn wir uns frei machen von der alten Schablone und versuchen tastend neuen, vielleicht im ersten Anfang unbequem gangbar erscheinenden Wegen nachzuspüren, wird es uns einst gelingen, mit ein Paar Flügeln zu l.eiden Soiten und einem kaum hörbar laufenden Motor an der Brust die Erde zu verlassen.

l>' H.'GS PO KT

Nu. I

Wiener Karosserie- und Flugzeugfabrik Dr. W. v. Gutmann.

(Nachtrug zu ilwrt Artikel Jci.nil- unil Spurlfingzcuge.!

Der Hau von h'lugzougen dun:h die Wiener Karosserie- inul Klugzeugfabrik hängt insofern init. dein deutschen Flugzeugbau zu summen, als dieso Firma zunächst. Lloyd-Flugzeuge gebaut hat. welche auf dio deutschen 1). I'\ W,-Flugzeuge zurückgehen.

Im Sommer l'.HT wurde als Zwangslizenz der Oesterreiehisoli-Ungarischcn Flugzeugfabrik „Aviatik" die in Abb. 87 dargestellte Type K3 gebaut. Infolge der wonig günstigen Kr fahrungen mit dieser Maschine im Felde wurde sie mohrfach versuchsweise als Ein- und auf Zweisitzer, zuletzt schließlich auf Photo-Einsitzer umgebaut. Die l'.HT IS gebauten österreichischen Aviatik-Einsitzer zeigen im wesentlichen dio gleiche konstruktive Durchbildung. Auffallend ist, daß zwischen den b.ridon unteren Tragdecks ein Teil f'reibleibt und die Flächen dort in einer Weise ausgebildet sind, dio einen vorteilhaften Ströinungsverlauf an dieser Stelle nicht zulassen durfte. Der Kühler ist als Abschluß des Rumpfes nach vorn ausgebildet. Bemerkenswert ist, wie bei diesem Typ die Vorwindungsklappfin in ihren äußeron Teilen besonders stark aufgebogen sind. Das Oberdeck besteht aus einem Teil, die VerSpannung geschieht mit zwei Trag- und zwei I iegonkabeln.

Den weiteren Einsitzern der Wiener Karosserie- und Flugzeug-fabrik ist der Kielrumpf charakteristisch. Dieser gestattet, die unteren Hacken nnraittolbar aneinander anschließen zu lassen, ohne boi den Fläehenansatzstellen unerwünschte Wirbelbildungen zu veranlassen. Außerdem wird eine Bauhöhe des "Rumpfes erzielt, die den senkrechten Einbau einer !K) cm-Kamera ermöglicht. Dio Verwendung des Photo-Einsitzers wurde in Oesterreich intensiver als in Deutschland betrieben. Ferner ist es möglich, dio Motoiachso gegen den Führersitz tiefer zu legon, wodurch dio Sicht über den Motor sowie die obsro Fläche hinweg verbessert wird. Das Fahrgestell der W. K. F.-Flug-zeuge, soweit sie hier beschrieben sind, ist ein verspannungsloscs Streben-fahrgcstell, dessen Bau durch den Kielrumpf bedingt ist. Die Konstruktion

No. I

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dieses' Fahrgestells liat sieh selbst bei halten Landungen gut bewährt. Es finden t> Streben Verwendung, von denen die beiden mittleren seitlich, die beiden vorderen und die beiden hinteren Paare atn Kiel des Rumpfes angreifen.

[m Herbst 15)17 entstand der Entwurf für den in Abb. SS dargestellten Dreidecker-Kampfeinsitzer, der mit dem 200 PS-Austro-Daimler-Motor ausgerüstet war. Da dioser Motor für dio österreichischen Kinsitzer eine, ähnliche Bedeutung besitzt wie etwa der 160 PS-Mercedes-Motor lür die deutschen Einsitzer, so seien hier dio

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FLOG SP OUT".

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I lau|)Ulati>,n dos 2<*> I.'S-Daim'ov-Motors gtmannt. Zumal or bislior in Deutschland wenig bekannt geworden ist.

Bohrung ! 35 lrun Zylinderzahl (>

Hub 175 mm Ventilzahl je Zyl. 1

Maximale Betriobstouronzahl 1500/min. (Janzo Längo 1737inm

Benzinverbrauch VÜOgr/PSSld. Ganze Höhe 1.135 min

(»Ölverbrauch !5gr/PSSfd. Gewicht BIO kg

Dieser Dreideckor stellt eine, interessante Versuchsmaschine dar, der für die Front eine besondere Bedoutung nicht zugefallen ist. Teils infolge ungünstiger Siclitverhältnisse, teils weil der folgende Typ bessere Leistungen erzielte. Der Kielrnmpf findet in einer Prop^llorhaube seinen Abschluß. Die Motoren Verschalung paßt sieh gleichfalls völlig dor Linienführung des Rumpfes an. Den Flächen ist charakteristisch, daß sie mit Fournier bespannt sind. Die drei Flächen stehen auf jeder Seite durch einen Stiel in Verbindung, der schräg nach außen steht und in seiner Anordnung an die des Sopwith-Dreideekers erinnert. Zur Vorspannung dienen beiderseits zwei Tragkabel, die an den Bo-festignngsstellen dar vordersten Fahrgestellstrebon ansitzen und somit ein besonderes Stirnkabel erübrigen. Außerdem sind zwei Gegenkabol auf jeder Seite vorhanden, die in der Höhe der mittleren Fläche am Rumpf angreifen. Vorwindungsklappen sind im oberen und im mittleren Tragdeck vorhanden. Ihre Betätigung erfolgt durch flabol, dio in der bekannten Weise auf dio Querruder der mittleren Fläche wirken. Eino Strebe dient beiderseits zur Verbindung der unteren mit der oberen Vorwindungsklappo. Die, Querruder selbst sind nicht ausgeglichen. Ffaeh außen sind sie aufwärts gezogen. Der Kühler liegt in der Höho des obersten Tragdecks. Interessant ist die Vorwendung einer vierflügeligen Luftschraube, bei der die Blätter nicht im rechten Winkel zueinander stehen. Veranlaßt war diese Konstruktion durch Schwierigkeiten, dio sonst durch die Schüsse der Maschinen-Gewehre entstanden wären. Es findet ein ausgesprochener Schmalblattpropeller Vorwendung.

Ferner entstand das Versuchs!] ugzeug 80.0G B im Herbst 1917, das die Abb. 89 zeigt. Es ist ein Kampfeiusitzer-Doppeidecker, in den zunächst der vorher erwähnte '200 PS-Daimler-Motor, später der 230 PS-HieroMotor (normal komprimiert) zum Einbau gelangte. Auch die Bedeutung dieses Motors rechtfeitigt, im Zusammenhang mit den österreichischen Jagdflugzeugen hier seine llauptdaten anzuführen: Durchschnittsleistung 235 PS Zylinderzahl (S

Bohrung 140 mm Ventilzahl je Zyl. 4

Hub ISO mm Ganze Hange 1742 mm

lietriebsuindrehungszahl iiOOmin. Ganzo Bauhöhe 1055 mm

Benzinverbrauch 230 gr.'ps Stcl. Gewicht 335 kg.

(.»Ölverbrauch i 0 gr L'SSld.

die Leistungen dieses Flugzeugs übertrafen die anderen österreioliisokon Einsitzer j->ner Zeit, so laß es in Serieuherstellung als Bauart 85 gelangte. Dio Abliefe) ung an die Front wurde durch den Waffenstillstand verhindert. Bei kriegsmäßiger Belastung besaß die Maschine J9(i km Stcl. Gesehwindigkeit und stieg in IS Min. auf 5000 m Beiderseits ist ein ausgeki'enztes Stielpaar vorhanden, in dessen Fbene, dio Verbindiingsslrebo der oben und nuten vorhaudonen Verwiudung-i-klappen liegt. Zur Vorspannung dienen beiderseits zwei schräg nach

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vorn laufende Tragkabol und zwei an den hinteren Baldachinpunkt jeder Seite laufende Gegenkabel. Somit übernehmen dieso Kabel sowohl die Funktion des Stirnkabels als dio des Gegenkabels. Die Steuerflächen, alle durch Kabel betätigt, sind nioht ausgeglichen. Horizontale und vertikale Däinpfnngsfläche sind gegeneinander verstrebt. Das Seitenstener schließt sich sowohl an die Kielfläche, als an die vertikale Rnmpfschncide, als an die Spornträger an. Der Kühler entspricht dem des Dreideckers.

Bemerkenswert ist die Ausrüstung dieses Flugzeugs. Die Maschinen-Gewehre sind so eingebaut, daß Ladehemmungen leicht im Flug beseitigt werden können. Die Patronenkästen geniigen für je 1O00 Patronen. Hintor dem Führer war der senkrechte Einbau einer 90 om Kamera vorgesehen, die für Aufnahmen ans 5000 m Höhe genügte. Der Piattenwechsel wurde durch den Führer mittels eines Repetior-hebels besorgt, der dio Fallwechselkassetten — einen Platten-Automaten betätigte. Das .Richten auf das zu photographieren.de Objekt erfolgte teils durch Schaulöcher im Pilotonsitz, teils mit Hilfe eines sogen. Soloskopes. Dieser Apparat ist seitlich am Flugzeug oingebaut und läßt das überflogcne Gelände in der Flugriehtung in einem Sucher erscheinen. Alle Maschinen waren mit Empfangs-Stationen für drahtlose Signale ausgerüstet. Für die Führer-Flugzeuge war außerdem oine Station zum Geben eingebaut. Hierbei war die Antenne mit einer Haspel verschon, deren Antrieb zum Auf- oder

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Abwickolli durch .«in woiulbtiras Solialo.iikrouz geschah. Ferner waren Einbauten für das elektrische Zielgerät sowie für oin Zielfernrohr vorgesehen. Der Fnhi ersitz war für die ! iiilerbringung des als Silz-|iolslicr dienenden Fallschirmes entsprechend vertieft. Durch dio tiefe Lii^'O des Benzintanks, die vor allem der Kielrumpf.' gestattet, ist erreicht, dal! im Kall« eines I 'rundes Führer und Fallschirm zunächst nicht vmi den Flammen betroffen werden

In dio Entstelningszoil des W. K. F. Dreideekors und des Typs Sil.Üb Ii fallt auch die Kousl ruktion eines Vorsnchsf lugzeuges SO.Ol, (s. Abb. HO u. 91) das kurz vor dem Waffenstillstand zum Hau eiuos sehr brauchbaren .lagdzweisitzers führte Das mit dem '200 PS-Daimler-Motor ausgerüstete Vorsuehsflugzoug ist ein Doppeideoker, der sich anßer durch die Verwendung von Sperrholzfläehen dadurch auszeichnet, daß statt der Vorspannungen der Fläohenzello zwei Zug- und zwei Druckst reboit verwendet werden. Der Mo <>r ist vollständig eingekapselt. Als Kühler findet ein Sfirnk übler Verwendung. Die Sieht ist durch den hohen Vorbau beschränkt. Den österreichischen Flugzeugen jener Zeit charakteristisch ist die nicht getrennte Unterbringung des Führers und Beobachters, von der man jedoch auch bei den späteren Maschinen wieder abgegangen ist.

Neuerdings sind bei der Wiener Karosserie- und Flugzeugfabrik bereits Sportflugzeuge, mit großer Reichweite und Motoren von ;!() .",5 PS entstanden, dio dem Typ «(um! B in manchen Punkten nicht unähnlich sind. 'Vergl. Flugsport Nr. 10 S, 'AW KU!».)

Konstruktions-Einzelheiten.

Kino neuartige Kronenmiitter

ist von der englischen Firma Montage, 1 lolyoke and < .'o auf den Markt gebracht worden. Die Mutter besteht wie dio nebenstoh. Abbildungen zeigen aus oinom Flansch mit den Gewindeteil verstrebenden kreuzförmig angeordnet onRippen. Dadurch war es möglieh, das Gewicht der Mutter auf die Hälfte zu reduzieren, ohne die Festigkeit derselben zu beeinträchtigen. Durch den breiten Flansch verteilt sieb der Auflagedruck auf eine sehr große Fläche, wodurch sie sieh zur Verbindung mit Holzteilen besonders eignet. T.Jntorlege-sclieiben sind überflüssig. Zum Anziehen dienen die in der Abb. skizzier!en Steckschlüssel.

St uff bin hsenlose Ken/inpumpe. Knie (lij- I lauptschwierigkeit ml und lonuigonohinston Eigenschaften ist. die Abdichtung beziv. (bis Keeken der Antriebs welle bei Benzinpumpen. Die. Schwierigkeiten bat die Austin Motors Kdt. in origineller Weise beb. ibi-n. Diu Konstruktion der Pumpe zeigt die noben-slebendi' Abb. Die in Kugellagern hi ii linde, den Propeller tragende

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„FLU g S P 0 R T

Seile hfi

Antriohswelle besitzt eine Kurbel A. Indem Kurbelzapfenloch ist das kugelförmige Wellenende ß eingeschlossen in einer Hülse C gelagert. Die Hülse C ist andererseits mit dem Gummischlauch

D benzindicht verbunden. Auf die Pumpwelle wird mithin eine Drehbewegung übertragen, ohne daß das Wellonende B mit der Propellerwelle in direkter Verbindung steht. Die Abnutzung bezw. Beanspruchung des Gummischlauches D ist äußerst gering und hat aur Betriebsstörung keinerlei Anlaß gegeben.

Die Zukunft des deutschen Flugwesens behandelte in einem Vortrag im Auftrag des akademischen Ausschusses der Technischen Hochschule Karlsrahe Herr Reg.-Baumeister Roland Eisenlohr. Nachdem der Vortragende zuerst kurz die unbedingte Ueberlegenheit des deutschen Flugzeugbaues bis zum Schluß des Krieges und die großen Erfolge Unsens Motorenbaues gestreift hatte, ging er dav.u über, die Entwicklungsmoglichkeiien nach dem Friedensvertrag von Ver-.sailles zu würdigen. Man muß leider sagen, daß die Absichten unserer Gegner sich verwhklichen, die einen Zusammenbruch der deutschen Flugzeugindustrie herbeiführen wollen. Selbst wenn wir mit Zusatz ungeheurer Geldmittel einen Luftverkehr innerhalb der heutigen Grenzen einrichten, wird der Bedarf an Flugzeugen nicht so groß sein, daß sioo dabei Flugzeuge und Flugmotoren weiterentwickeln können. Zu gleicher Zeir kann das feindliche Ausland, dem ganz andere Geldmittel zur Verfügung stehen und das sich in fremden Ländern Absatzgebiete verschafft, die uns durch den Friedensvertrag für 30 Jahre verschlossen sind, seine Flugzeuge und Motoren auf dem von uns ausgelieferten vorbildlichen Flugzeugmaterial aufbauend ungehindert weiterentwickeln. Mit anderen Worten: die Konkurrenzmöglichkeit wird unserer Industrie für immer genommen. Wenn min einmal später internationale Flugwege über deutsches Gebiet Trin-wegführen, werden wir dafür gar keine Flugzeuge aufbringen können, die denen des Auslandes ebenbürtig wären. Wir dürfen uns in dieser Hinsicht keinen Illusionen hingeben! Hier wäre eine optimistische Anschauung nicht am Platze. Der einzige Staat, der aller Voraussicht nach überhaupt nur eine blühende Flugzeugindustrie wird aufrecht erhalten können, ist England, das, nachdem es Frankreich zu Tode konkurriert hat, in Europa die unumschränkte Herrschaft in der Luft ausüben wird. Ihm werden alle wichtigen Festlandspunkte (Gibraltar, Suez, Konstantinopel u. s. \v.), alle Meere und Kolonien, ihm das Luftreieh gehören!

Auch für den Flugsport werden bei uns keine Mittel zur Verfügung stehen. Aber auch in England und Frankreich wird ein privater Flugsport sich nicht in erhoffter Weise entwickeln. Mau wird dabei immer auf berufsmäßige Flieger angewiesen sein, denn ohne äußerer! .ntlith viele Liebling und Erfahrung läßt sich nun einmal ein gutes und sich', res Fliegen nicht ermöglichen, Vor allem gehören auch sehr weitgehende | ec.lu,,sehe und meteorologische Kenntnisse zu einem richtigen Flieger. Der Flieder darf sich nicht nur auf den Konstrukteur und der Fluggast wieder auf den FH^er verlassen dürfen. Es ist daher eine unbedingte Notwendigkeit, daß an .uiutcii Hochschulen der theoretische und praktische Flugzeugbau gelehrt wird. Geniale, wo die Fliegerei so stark in ihrer Ausübung gehemmt ist, muß die flugtechnische Wissenschaft umso eifriger und gründlicher betriehen werden. Em Teil der zukünftigen Aussichten auf eine Besserung im deutschen Flugwesen liegt also im Interesse, das die Studierenden '"•ler Flugwissensc.liaft •'utgc-gcnbriitgiTi begründet.

Die vielen Redereien über iitiitrveii deutschen Luftverkehr ergeben im all-

Inland.

„FLUGSPORT".

gemeinen ein falsches Bild. Daß sich bis jetzt noch keines dieser Unternehmungen, allerdings auch nicht im Ausland, rentiert hat, wird meist ganz verschwiegen, oder wenigstens nicht klar ausgedrückt. Besonders wurde in dein Vortrag auf die durch die Unterbringung in Hallen, den Transport auf dem Flugplatz durch Bedienungspersonal und die Betriebsstoffe entstehenden und durch den Kartenverkauf nicht zu deckenden Kosten des Flugbetriebes hingewiesen. Audi wurde vom Vortragenden die Verwendung von Wasserflugzeugen als noch weniger aussichtsreich hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit als von Landflugzeugen dargelegt. An Hand der Lichtbilder ließ sich der tiefgreifende Einfluß insbesondere der deutschen Großflugzeugbauarten auf die z Z. erfolgreichen englischen Großflugzeuge erkennen. So sehen wir, wie England heute schon aus den uns durch den Frieden abgezwungenen geistigen deutschen Errungenschaften Kapital schlägt.

Eine große Lichtbilderreihe veranschaulichte die Eindrücke, die Erde, Wasser, Wolken, Berge und Städte die sich dem Insassen des Flugzeuges bieten.

Entente-Fliegeroffiziere in Deutschland. Einige Mitglieder der Entenle-Ueberwachungskommission trafen, wie die L. N. Nachr. mitteilen, zur Besichtigung der Dessauer Flugzeugwerke in Dessau ein. Ein von einem belgischen Offizier geführtes und mit zwei französischen Offizieren besetztes Automobil überfuhr in Roßlau ein fünfjähriges Kind. Die Insassen des Autos kümmerten sich nicht um das Opfer und fuhren in verstärktem Tempo weiter. Der Kraftwagen wurde von einem Manne, der das Schreien gehört hatte, mit vorgehaltenem Revolver zum Stehen gebracht. Der Lenker des Wagens konnte schließlich zur Feststellung seiner Personalien der Polizei zugeführt werden.

Deutsche Fliegeroffiziere und Kontrollkommission. Wie mitgeteilt wurde, halten es auf Grund der Auslieferungsforderung diejenigen Offiziere, welche von der Inspektion der Fliegertruppen der dem Reichswehrministerium angegliederten Luttfahrt-Friedenskommission unterstellt waren mit der Aufgabe, die Ententekontrollkommissionen auf Ihren Besuchsreisen durch die einschlägigen Industriewerke zu begleiten, mit ihrer Würde für unvereinbar, ihre Tätigkeit weiter auszuüben, nachdem ihre Kameraden von der Entente zur Befriedigung ihres Rachedurstes gefordert werden. Damit muß die erwähnte Tätigkeit der Kontrollkommissionen aufhören, da sie laut Friedensvertrag nur in Begleitung eines deutschen Beamten ausgeführt werden darf.

Die Grade-Motorenwerke bei Magdeburg wurden am 9. Februar abends durch Großfeuer vollständig vernichtet.

Verbot der Polizeiflugzeugstaffeln. Die Botschafterkonferenz soll das Verlangen der deutschen Regierung einen Luftdienst zu Polizeizwecken beizubehalten, als gegen den Versailler Vertrag verstoßend abgelehnt haben. Dieser Beschluß hat auch Geltung für die österreichische Regierung. (In zwei Jahren wird die Luftweltgemeinschaft Polizeiflugstaffeln verlangen, aber es ist auch gut so. Die Red.) _

Ausland.

18 französische Flogregimenter. Die Neue Züricher Ze... -•• meldet aus Paris, daß der neue französische Heeresetat für Luftstreitkräfte die Umwandlung der bisherigen Fluggeschwader in Regimenter vorsieht. Es sollen 7 Regimenter Beobachtungsflugzeuge, 3 Regimenter Jagdflugzeuge und 8 Regimenter Bombenflugzeuge gebildet werden. Algier und Marokko erhalten je 1 Regiment. Jedes Regiment soll in 4 Bataillone zerfallen. Jedes Bataillon umfaßt wieder 3 Fliegerabteilungen.

Ungewißheit über Poulet's Schicksal. Der bekannte französische Flieger Etienne Poulet, der bekanntlich versuchte, von Paris nach Australien zu fliegen, und in der Nähe von Rangoon im Sturm niedergehen mußte, hat seit Monaten nichts Uber sein Schicksal verlauten lassen. Nach der einen Meldung erwartet er mit seinem Mechaniker Benoist die Ankunft einer neuen Maschine, Die Agentur Havas brachte am 30. Januar die Meldung, daß Poulet mit seinem Begleiter bereits in Marseilles eingetroffen sei. Diese Nachricht scheint jedoch ziemlich dunkel zu sein, denn allen Bemühungen vei schiedener französischer Reporter ist es nicht gelungen, in Marseilles die Spuren von t-'oiiht ausfindig zu machen.

De Pischojf hat eine kleine Sporlniaschine, die nur 9000 Fi wll,

herausgebracht. Motor 16 kg, Tragflüclienbelustu/ig 22 kg " s > . 'zc...j, ist

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„ F L U GSP0 RTJ

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ganz aus Stahlrohr gebaut. Der Motor braucht für 100 km (i I Benzin. Geschw. 100 km, Landungsgeschwindigkeit 40 km, Gewicht betriebsfertig mit 2 Std. Betriebsstoff 95 kg.

Französische Liga der Pilotes-Aviateurs. L. P. A. hielt vorige Woche in Paris eine Sitzung ab, während welcher ausschließlich über die trostlose Lage der Civilflieger beraten wurde.

Für die bei Paris landenden Flieger ist es wichtig zu wissen, daß das hilfsbereite Bureau der Vereinigung sich Rue Taitbout Nr 1 befindet.

Für Monacco haben gemeldet: Donnet D 10 Rumpf-Doppeldecker, zwei Motoren Hispano-Suiza; Caudron D 37 Doppeldecker, Motor Le Rhone.

Englische Flugzeuge für Polen. Die englische Regierung hat nach „Dz. Bydgoski" Polen 30 Flugzeuge geschenkt, davon 10 für den Kundschafter-dinnst, 10 Kampfflugzeuge und 10 Bombenwerfer.

Kairo—Südafrika. Drei englische Flugzeuge, die der südafrikanischen Regierung gehören, sollten Anfang dieses Monats von Kairo nach dem Kap starten. Es handelt sich um die beiden Vickers Vimy-Maschinen „Silver Queen" „Airco d. Ii. 14" und eine Handley Page-Maschine. „Silver Queen" landete am 7. Februar 1920 in Rom und Handley Page in Brindisi, während „Airco" sich auf dem Wege nach Kairo befindet. Ein viertes Flugzeug ist angemeldet. Eine Vickers Vimy-Maschine startete am 7 Februar 1920 von Kairo nach dem Kap mit Dr. Chalmer Mitchell.

10 000 Pfund-Preis für den England-Indien-Flug. Daily Expreß hat einen 1000O Pfund-Preis für einen Flug von England nach Indien und zurück ausgesetzt. Dieser Preis wird demjenigen Wettbewerber ausgezahlt, dem es zuerst gelingt, 1200 lb als Ladung mit einem Flugzeuge von England nach Indien und wieder zurück zu transportieren. An dem Wettbewerb können sich auch Mitglieder anderer Nationalitäten beteiligen, die einem Aero-Klub angehören, der mit der Föderation Aeronautique Internationale in Verbindung steht. Der Flug muß ausgeführt sein zwischen dem 1. Mai 1920 und dem 31. Oktober des gleichen Jahres. Die Flugdauer, sowohl für den Flug nach Indien wie auch für den Flug zurück darf 288 Stunden oder 12 Tage nicht überschreiten. Die Rückreise muß 15 Tage nach der Ankunft in Indien angetreten werden. Die Auswahl der Ladung ist dem Wettbewerber vollständig überlassen Am Wettbeweib teilnehmen können Landflugzeuge, Wasserflugzeuge und Luftschiffe. Landungsstation in Indien ist Karachi.

Interessengemeinschaft in der englischen Flugzeugindustrie. Der Not gehorchend, beabsichtigen eine Reihe bedeutender Flugzeugfirmen sich zusammenzutun, um nach Amerika und möglicherweise auch Südafrika regelmäßige Luftverbindungen herzustellen. Die Anregung ging ursprünglich von General Seely aus, der vor einiger Zeit eine Versammlung aller am Flugzeugbau interessierten Firmen in das Luftministerium berief, um über die Aussichten des Luftverkehrs für kaufmännischeZwecke zu beraten. Es fanden daraufhin Besprechungen zwischen Vickers, Arm-strong-Whitwort, Beardmore und Short statt, die den Ankauf der Flugzeuge aus behördlichen Restbeständen und den Bau neuer Flugzeuge zwecks Einrichtung eines regelmäßigen Luftverkehrs zuerst nur nach Skandinavien und später nach entlegeneren Plätzen, wie New-York und Kapstadt zur Grundlage hatten.

New-York-Kuba. Eine Luftpost-linieist zwischen New-York und Kuba zustande gekommen, in die Atlantic-City-Norfolk, Savarmoh, Jacksonville, Daytona, Palmbcach, Key-West eingeschlossen werden. Von New-York geht die Fluglinie über See nach Kuba Die Dauer des Fluges beträgt ungefähr 28 Std. Weitere Pläne über die Ausführung von zwei neuen Luftlinien

Iral. l'lujihiint. Fratelli Itici, .Motor :!(><> PS.

Seit.- KS „FLUGSPOR T ". No. 4

sind bereits entworfen. Die erste Verbindung wird zwischen Boston und Atlantic mit Zwischenlundungsplützen New-York, Philadelphia, Washington und Charlotte errichtet, die andere soll Jokohama mit Sumatra verbinden. Die Linie geht über Korea, Mukden, Peking, Schanghei, Hongkong, Saigon und Bangkok.

Fluglinie Amerika—Philippinen. Wie uns aus Amerika berichtet wird, ist ein Flugboot Typ Curtiss nach den Philippinen geflogen, um die Flugverkehrsmöglichkeiten zwischen Inselgruppen zu zeigen. Der Gouverneur Burion Harrison nahm an dem Flug von der Manila-Bucht nach dem stillen Ozean teil. Die Ergebnisse waren sehr zufriedenstellend. Der in Aussicht genommene Flugplan ist folgender :

Manila-Aparri . . 31/« Uhr Manila-Samar ... 4 Uhr „ Hoilo . . 4 „ Leyte . . . 41/, „

Cebu . . 5 „ „ Palawan . . 5

Bohol . . 5Vj „ „ Legaspi . . 3

Die Philippinen sollen ferner als Ausgangspunkt einer Fernfluglinie nach Peking dienen. Curtiss beabsichtigt damit seine Flugzeuge in China einzuführen.

Die auf den Philippinen zu errichtende Curtiss-Fliegerschule steht unter der Leitung von Maj. Stevenot und Flieg. Croft, welche früher der amerikanischen Fliegertruppe angehörten.

Ist Betriebsstoff aus Grosny zu erwarten ? Nachdem die Industrie bereits im März 1919 zum zweiten Male unter heftigen Feuerschäden gelitten hatte, die zehn Quellen mit allen Ausrüstungen und einige Millionen Pud Rohöl vernichteten, brach in der Nacht vom 5. zum 6. September abermals ein Feuerschaden aus, der 24 Becken mit einem Gesamtinhalt von 5B94 000 Pud und in der Umgegend von 10 Werst alle Eisenbahnbauten nebst Lokomotiven usw. zerstörte. Zur Zeit betragen die Vorräte an Rohöl in Grosny 18500000 Pud, die Vorräte an Petroleum 703000 und an Benzin 9000000 Pud. Nachstehende Ueber-sicht zeigt die Ausfuhr aus Grosny in den letzten Monaten:

Naphtha- Transport über die gewinnung Wladikawtas. Bahn

Februar........ 860000 740000

April......... 2200200 1 735000

Juli.......... 2820000 1 460000

September....... 2 070000 1 255000

Da die Benzinlieferung auf die inneren Märkte höchstens 100 bis 120000 Pud monatlich beträgt, ist ein weiteres Wachsen der Vorräte zu erwarten, die voraussichtlich über Noworossijsk ausgeführt werden.

Die Erdölgewinnung der Vereinigten Staaten betrug im Jahre 1919 nach einem im „New York Journal of Commerce, abgedruckten Bericht des U. S. Geological Survey annähernd 376 Millionen Barrels, was eine Zunahme von 20 Mill. Barrels gegen das Jahr 1918 bedeutet. Vorräte an heimischem Petroleum beim Produzenten und Händler werden gegen Ende des Jihres 1919 auf 132 Mill. Barrels geschätzt, eine Zunahme von 10 Mill. Barrels gegenüber den Vorräten am Ende des Vorjahres. Der Ueberschuß der Einfuhr über die Ausfuhr betrug im Jahre 1919 annähernd 47 Mill. Barrels.

Der Wettbewerb um den Luftverkehr in Argentinien. Eine britische Militärmission, die im Auftrage der Handley-Page-Co. nach Buenos-Aires gekommen ist und aus 8 Offizieren und 20 Mechanikern unter Führung des Majors Hodgson steht, beabsichtigt, ihre Tätigkeit im Frühjahr dieses Jahres aufzunehmen. Die Ziele dieses Unternehmens sind: 1) Gründung einer Fliegerschule; 2) die Einführung der hauptsächlichsten britischen Maschinen auf dem südamerikanischen Markt; 3) die Errichtung eines Luftdienstes für Passagiere, Post und Güter. Die Handley-Page-Co. bringt folgende Typen nach Buenos-Aires : Handley-Page, Avros, D. H. 9., Norman Thompson Flying boats, S. E. 5. F. E. 2B. Im Jahre 1919 nahmen die Italiener und Franzosen die Gelegenheit, den Argentiniern ebenfalls ihre Flugleistungen und Apparate vorzufühlen.

Luftpostdienst in Italien. Infolge des Verkehrsstreiks in Italien ist die Frage der Einrichtung eines Luftpostdienstes, die immer noch der Lösung harrte, wieder lebendig geworden. Die Generaldirektion für Luftschiffahrt hat sich den durch den Streik stillgelegten Verkehrsressort für den Postdienst zur Verfügung gestellt. Seit dem 23. Januar ist zwischen Mailand und Rom der Luftpostdienst bereits im Betrieb, und zwar einstweilen nur für den staatlichen Bedarf. Eine Hauptlinie von Mailand über Pisa, Rom, Neapel, Foggia nach Brindisi wird in

„FLUGSPORT

den allernächsten Tagen in Betrieb genommen. Die Flugzeuge werden jeden Morgen um 10 Uhr Mailand verlassen und (nach kurzem Aufenthalt in Pisa) um 3 Uhr nachmittags in Rom eintreffen. Am nächsten Morgen um 8 Uhr werden sie mit der aufgenommenen Postladung weiterfliegen und um 9.30 Uhr in Neapel, um 11 Uhr in Foggia und um 1 Uhr nachmittags in Brindisi ankommen. In umgekehrter Richtung sollen jeden Morgen um 8 Utir Flugzeuge von Brindisi abfliegen, die um 9.30 Uhr in Foggia, um 11 Uhr in Neapel und um 1 Uhr nachmittags in Rom eintreffen. Am nächsten Morgen um 8 Uhr werden sie von Rom weiterfliegen und nach kurzem Aufenthalt in Pisa um 1 Uhr nachmittags in Mailand eintreffen. Gleich zeitig werden folgende Zweiglinien in Betrieb gesetzt: I. Genua, Spezia, Livorno, Marina di Pisa; II. Neapel, Messina, Milazzo, Palermo, Trapani (I und II mit Wasserflugzeugen der königlichen Marine); III. Taranto - Brindisi; IV. Venedig—Mailand; V. Mailand—Turin. Der Verkehr auf den Strecken III—V soll mit den lenkbaren Luftschiffen F6, Ml und PI ausgeführt werden. Das Herablassen der Briefpost auf Zwischenstationen mittels Fallschirmen unterliegt noch der näheren Prüfung. Nach den angestellten Berechnungen können die Flugzeuge je 3 D.-Z. befördern, was einer Anzahl von etwa 20 000 Briefen entspricht. Man rechnet damit, daß dieser Luftpostdienst einträglich für den Staat sein wird, obgleich die für die Beförderung der Briefe erhobene Spezialtaxe nicht sehr hoch sein wird. Es ist daher anzuehmen, daß dieser Luftpostdienst auch nach Beendigung des Verkehrsstreiks beibehalten wird.

Die Ergebnisse der nordischen Luftfahrt-Konferenz. In Kopenhagen ist im Anfang Februar eine nordische Luftfahrt-Konferenz abgehalten worden, woran Vertreter der Regierungen von Dänemark, Schweden, Norwegen und Finnland teilnahmen. Auch Vertreter der Schweiz und von Holland waren zugegen Zur Erörterung stand u. a. die Frage der Stellung der neutralen Länder zu der internationalen Luftkonvention, die von der Fliedenskonferenz beschlossn war, und dadurch Schwierigkeiten schafft, daß zwischen denjenigen Ländern, die der Konvention beitreten, und Deutschland so lange kein Flugverkehr stattfinden darf, bis Deutschland selbst dem Völkerbund beitreten kann. Es hat sich auf

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LnwsMii Wekelnsllu^vcn!.' tiii1 i'li Passablen' Flo^ \ uti MUunnkei' ti \Y;ishiii^toii zurück.

der Konferenz gezeigt, dali die Neutralen ihre eigenen Wege gehen wollen. Ein Entwurf zu einer Luftfahrt-Konvention für die vier nordischen Länder wurde ausgearbeitet, worin allgemeine Bestimmungen und (irinulsütze für Luftfahrten in jedem der vier Länder, sowie Vorschriften über Schadenersatz usw. enthalten sind. Ferner einigte man sich über gleichmäßige Regeln für Prüfung und Gut-lieiliung von Luftfahrzeugen. Außerdem wurden Vorschläge über Zollbestimmtingen und ähnliche gesetzliche Vorschriften gemacht. Die Verhandlungen in Kopenhagen knüpften an die Luftfahrtkonferenz an, die seiner Zeit im Haag stattfand, und man erörterte u. a. die zu schaffenden Luftlinien, die Zahl der Flugzeuge, die in den verschiedenen Linien in Betrieb kommen, sowie die Strecken, die täglich auf den Linien zuzückgelegt werden sollen.

Nordischer Luftfahrt-Versicherungs-Pool. Die leitenden Persönlichkeiten des nordischen Pools für Luftfahrtsversichcrung, dem 20 dänische, schwedische, finnische und norwegische Versicherungsgesellschaften angehören, haben eine Sitzung in Kopenhagen abgehalten. So wurde die Registrierung und Klassifizierung der Luftfahrzeuge und Führer für ganz Skandinavien in ein System gebracht; es soll nun eine Einrichtung geschaffen werden, die hinsichtlich des Luftverkehrs die sämtlichen Funktionen ausübt, die der englische Lloyd und ähnliche Einrichtungen hinsichtlich der Seefahrt haben. Der Pool, der bereits mit verschiedenen Versichertingsinstitutionen in Europa und Amerika zusammenarbeitet, will Experten nach England und Amerika entsenden, die auf eine größtmögliche Gleichmäßigkeit in der Behandlung der Luftverkehrsverhältnisse hinwirken sollen.

Patentwesen.

Patent-Anmeldungen

77.1, .7, S. 17 17:;. Wieaial-Gesellsehnfl in. Ii. II. kiel. Kinnehtuiia: zur Inoannseizun < von A]i|i:lr;iti'ii auf .Schwebevornchtiin<re.n. 1- 12. 17.

77li, «. I,. ,|6M»7. Christian I.wiism:», Berlin - Neukölln. Kirimr.l|>l. Iii. Sa)«- für verstellbare IVepeller. -2.7. 4. 18.

77h, ». I). 105«. Otwi-Wurko m. I,. II., Bremen. Wasser Hiijrm-iie • KaliirgiwMI. n;. ;■!. 1«.

77h, 9. |{. 43223. Riiuipler-Werke (i. m. Ii. IL. Berlin Johannisthal. Fahrfrvsti-Il-abfederunj; für Kliurzpnse. 15. S. I«.

77h. 5. I,. Hill. Luftverkehrsgesellschaft in. Ii. II, Berlin Johannisthal. Kliie-zeng mit einem vorderen und einem hinteren Hüliensteiier. 22. 4. 111.

77h, n. K. fi<Jon7. Dr. Raiimiud Nhuführ, Wien und .1. Kiiuppich. Auosburo, Knili-lichslr. 8. Voriiehtinicr zur selbslntioen .Stabilisierune,- von Fluozciioen. 3,8. 14.

77h, 5. II. 72 (144. Hannoversche WaSK'onfahrik A.-(L, Hannover landen. lleklei-(luno- für zwei oder ifielir Klii£zeugverspannini<(soro;aiie. 17. 8. 17.

77h, 5. L. 47 001. Luftverkehrs Gesellschaft in. Ii. 14 , Keiiin-Jnhannistha]. Sohal-l.an^ der Brennst!,ffleitun^cri bei von Sehulzliehalterii um-'eben i' lireutistoffliftlr.iltcr fi'ir Flugzeuge. 31). 8. 18.

77h. It. 44770. Iteinliohl Richter, Berlin-Friedenau. WiesbaalcnerstraUe 5. Flinr. 2eu<Ti-iiin}if mit rinol'örinigeui Qucrspanten. 1. 8. 17.

77h, 5. .Seh. 53711. Rudolf Schulze, Leipzig, Ariultsrr. 3.7. Beweglicher Kliiirzeno-silz. 31. 8. 18.

77h. 5 1!. S2J28. Zeppelin-Werk Lindau II. m. Ii. II. in I.indan-Reutin i. II. and Dipl.-In^-. Clandiiis Dornier in Kriedrielistinfcn a. H. I''iuoz'uo 11. 0. Ii;

77h. 5. 11.43222 Uiirnpler - \\ erke IJ. in. Ii. II., Berlin - Johannisthal, plii^zellf» 13. 5. IB.

77h, 5. Ii. 44 208. Ruinp'.or Werke (L in. h. IL. Berlin Johannisthal. Steuerruder laeernn^ für LMuo;7.cu<re. 12- 3 17.

77h, 5. '11. H21». Üiunpler-W'erke (1. m 1). II., Berlin-Johannisthal, ijuerspaut fiir Fhi'jzeuov. Zus. z. I'at. 270 01.. 12. 3. 17.

77h, 5. Z. 100115. Zeppelin Werk Lindau (i. in. Ii. II. und Dipl.ln^. Claudius Dur nier, Lindau-Reutin. Flii^zeuo. 2:'.. K. 17.

77h, Ii. R. t7008. Hans Reil.'.inr. Berlin Wilmersdorf, Wittels],achorstr. 18. Stell-.spiridelaiitrieh für verstellbare l'ropeller. 1(1. 1. 10.

77h, 5. R. 43 8t;i;. Ruinplrr-Werke (i.in. Ii. IL, IU'llin .Johannisthal. K.al.ielbefe.stij;uiiu an I-du^ziMi^helinen. 20. 10. 10.

77!i, 7. Z. lO3i;0. Zeppelin Werk Linilau (L in. Ii. II. n. Dipl. lim. ('. Dornier, Lindau-Keutin i. B. Yorriehtiuio" zur Befestienn^ von Bespannniiessloffeii. insbesondere für Lnftfalir-•zenee; Zus. z. I'at. 308520. 30. 3. IM.

77h. Ii. T. 22 502. Uillicliii 4'bürsain. Berlin, Iuiiseimfor St, n. Hans Bartnold. Neukölln, Harzerstr. OM. Federimo, iusbesomlero für Fahl ".otclle mui Lluozeiioou. 28. 1. 10.

77h. ,V II. 0,1 :;ilO. ,\|o\.....ler Albert Holle, Slaere Hoiiso eilst.. Holland: Yertr :

Albert Elliot, Pat. - Anw., Merlin S\V. 48. Gelenkiger Holm für faltbare Tragflächen von Flugzeugen. .-iL I. 13. GrolJbrit.auriien 31. 1. 12.

771», 0. Seh. 40 02Ö. Eduard Schnebel, Ihilberstadt. Vorrichtung zum Kegeln des Motors außerhalb des Flugzeugrwnpfes. 22. 4. 1(1.

77h, j- F. 44 230. Fabrik explosimiwlierer Gefäße G in. b. I!., Salzkotten i. W. Vorrichtung zum Feuerlösehen a.ii!' I aiftfnhrzeugen mittels LösehHehaum. 17. 2. Ii'.

77h, ö. R. 87 247. Albert Hi-ehm, Neukölln, Mainzerstr. f». Vorrichtung zum Anziehen der Verspaimungen des Inneufachwerks von Flugzeugflügelii. 28. 8. 18.

77h. .7. R 43 H7;i. Kumpler-Werke G. m. b Ii., Heriii) - Johannisthal. TragHüehcn-hohiBverinnilnng mit Kajonettverschluß für Flugzeuge. 21- 10. 10.

77h, ,r). II. 71 130. Hansa- und Brandenburgisehe Flugzeugwerke, ,\ G.. M.audcn borg. Havel, Flugplatz liriest b. Plane- Tragtläehenverspaunung für Doppeldecker. 17. 10. 10.

77b. 5. G. -13 *»5r.. Martin Gierling, Göhl a. Rh., Friedricbstr. 43. Flugzeug mit unter der Mitte der Tragflächen angeordneter Gondel. 2ö. 1. IT».

77h, .rK H. 74 101. Hohert Hilgenberg, Leipzig Marienhöhc, Naunhoferstr. 3. Ana-puffgefäß für Fugzeugnintore. 8. 4. ls.

77h, f>. B. 77513. Ernst Iii lefeld, Hamburg, Borstehnamisweg 175. Selbsttragender Lnfftfahrzeiigkörper. 23. .V 1-1.

77h, 5. F. 4f.r)->0. Paul Fischer. Berlin- Karlshorst, Prinz Adiilbertstr. 18. Flugzeug mit einer tief nach liint.'n sieb erstreckenden Tragfläche, deren Krüininurig in der Fhigrichtung nach außen mehr und mehr zunimmt. 3. ö. 10.

77h, f). St. 20 101. Siemens - Schnckertwerke G. m. Ij. 11.. Sieniensstndt b. Merlin. Einrichtung zur Versteifung der Spannseile an Flugzeugen- 00. 11. 14.

7"i11. 0 (>. 10 77'.). Otwi-Werke in. h. 11.. Bremen. Vorrichtung zum Füllen der .Sehenkel hydraulischer Fahrgestelle für Flugzeuge. Iii. 10. 18.

77h, ö. I[. 7:1177. Hellmuth 11. Frua Ilernnann, Dresden. Wintcrgartenstr. 02. Luft fahrzeuge aller Art, einschließlich Wasserflugzeuge. 20. Jl. 17.

77h. 1;. \l. 40.t13. I.)r.-hig. Hans Keißner. Merlin-Wilmersdorf, Wittolsbacherstr. 1J-Stellz.eug für verstellbare, Propeller. 21. '.). 18.

77h. 7. F. (US7. Emil Frthel u. Heinrie.li Tains, Herlin, Gr. Frankfurterstr. 138. Befestigung der Bespannung an Flugzeugtraglläe.heu. 15- ö. 18.

77b, V. Z. 10471. Zeppelin Werk Lindau (.'. 111. h. II. n. Dipl. lug, ('■ Dornier. Limhiu - Keutin i. B. Flugi>out mit freitragender Flosse. 17, 0. 18.

77h. (*>. L. -10 0.:». Phristiau Lorenzen, Neukölln, Michardpl. 10. Ilolzllügell.efesti-gung flir Propeller mit Mctallnabe. '2- IS-

77h, IT). P. 30 ii")2. .Julius 1 'infseh A. -<■'•., Herlin. Kinriehtnng zum Hekeln <les Torpedoiieigungswinkels beim Schießen vmi Torpedos von Flugzeugen aus. 10. 1. ls.

77h."ö. ' \V. 4(i 000. Kushmoir Win.il. Hrooklyn, V. St. A.: Verlr. (>' Fehler», O. Loubier. Fr. Ilarmsen, E. M eil.'» 11 er u. Dr.-lug. G. Breitling, Pat. - Anwälte, Merlin SW. Ol. St abilisierungs Vorrichtung für Luftfahrzeuge mittels eines zweiarmigen, im Massensch wer-pimkt aufgehängten Pendels. 5. 0. \.r>.

77h, 9. Ii. 4:H2!. Kumpler-Werko G. in. b. II., Berlin .Johaimisthal. Schwimmer-gestell l'iir Wasserflugzeuge- 0, 7. 10.

77li, ö. W. 40012. Hermann Werner, Kiel. 1 lansastr. 70. Mit Hohlraum versehener Flügel (Tr,;)glläche, Selu-auhentlügelI für Flugzeuge. 21. 7. 14.

77h. f>. \V. 51070. Dr.-lng. Ludwig Wolf u. Max Stein, Wien, Oswald Stein u. Rudolf Stein, Oed, N.-<>r>t.: \'ertr.: G. De!reiL\, A. Weiekmann 11. II. Kauffmanii, Fat.-Anwälte, Muriehen. Mrennstol'fbehälter für Luftfahrzeuge. 5 7. 18. Oesterreich IL T>. 18.

77h, ö. L. -17002. Luftverkehrsgesellschaft, Berlin.Ii.hainiistlial. Schwanzloses Flugzeug. !». 1. 19.

77h, 0. I). ;U7.r>0. Deutsche Autornaten Handelsgesellschaft 111. b. IL, Merlin. Pro-pellemabe. i'O. 7. 18.

77h, 7. G- U(J30. Dijil. lug. Haus -Josef Goebbel. Spever a. Uli. Fliigzeugtrugdevk. 1. r>. U.

77b, 7. G. 1700,-). Di|iL-lng. Haus -loset (Joebbel, S|.ever a. Ith. Flugzeugtragdeck. Zus. y. Anm. (J. -II 030. 5. 8. 18.

77h, 7. N. 17084. Frau Gei trade N'ähcr. Pforzheim. Gaiwerstr. lt'>. Nach unten gewöllite Tragfläche mit vorn aufwiirfs gebogener Führuugsfläche. H. 12. 17.

77h, I). II. 7:S0:il. Ilofinaunsche Lnftfeüerim ;■ G- m. b. II-, Herlin. Federung für hlitgzeugfahrgestelle. lö. M. IS.

77h, ü. G- 40:i()0. Grimberg & Kurda, Oharlottenburg. Sperrvorrichtung für (Jen Anlaßschalter von Flugzeugmotoren. 10. 2. 18.

77b. 5. .1. 1852'J. Dr.-lug. Hugo Junkers. Aachen, Fraiike.nburg. Gi'jianzerter Kumpf tiir Flugzeuge. 21. 12. 17.

77h. 5. S. 4:! Wi. Keinhard Maimesmaun, Ivcinscheiil. Flugzevig mit mehreren Propellern. 10. 2. 1.7.

77h. .7, S. 4.'i ST 1. Keinhard Malinesin Mim, Homscheid. S reuen orricht.img für den Antrieb von Flugzeugen mit mehreren .Antriobsmasehinen. 7. T>. lf>.

77h. 4. :'1770I. Zeppelin Werk Lindau G. m b. II., Lindau Kcutin 11. I.):pl.-lng. Gl- Dornier, I^riedriehshafeii a. H. Haustoff für Luftabführungsbleidie an HaiiteNen für Luftfahrzeuge. 1. 0. 10. H. 82:io:;.

77b, .V :U777d. Franz Selmcider, Seegefeld b. Spandau. Höhen- und (Jm-rlage-StiMitjrnng für Lul'tfalirzenge. 21). 12. 10. Seh. ÖOS70.

77h, 6. 300 190 „KLL. Christian Lorenzen, Ni-iituilln, Münchenerstr. 10. Blechhesclilag für Luftschrauben; Ym. ■/.. Pllt. 290122. IC !». Iii. I.. 11537.

77h, B. 317 7-13. Arnold Krurker. Stuttgart, Silbcrbiirgstr. 126. tuftsobraubenanlriol.. für Flugzeuge o. 'tgl. 30. Ii. IS. 1!. SB 721.

77ti, 5. I,. 10229. Luftschiffbau Schütte-1 anz, Mamilieim-Pheinau. Leitwerk für Flugzeuge mit geteiltem lliiliensteuer uml verstellbarer Stubilisieruiigsliosse. 25. 2. LS.

77li, Ii. lt. ■112,10. Dr. Ing. Hans Hrillncr, Borlin-I'hnrloltcnburg, Ortclsburgnllec 2 Hohler HIeeh[ire|>eller mit mehrschichtiger Wandung in der Nahe der Nahe; Zus. z. Put. .-',04 23«. l'.l. 2. 17.

77h, 7. K. 02629. ladtYeikelirs-GcscllschaH m. h. lt., BerlinJohannisthal. Kippe für Fhigzcugllügel. H- 7. IC.

Zurücknahme von Anmeldungen.

(Das Datum bedeutet den Tag der Bekanntmachung der Anmeldung im Reiehsanzeigcr. Die Wekimgen des einstweiligen Schutzes gelten als nielit eingetreten.) 771i. I.. 43356. Federung für Geführte, insbesondere für die Fahrgestelle von Flugzeugen. 18. 6. 1».

77h. P. 2111136. .Stabilisator für Flugzeuge mit einem oder mehreren freien Kreiseln. 22. 5. 19.

77Ii. Seil- 5173.1. Verfahren zur Herstellung von Metaltpropellern. 2. 6. l'.l.

77h. Seh. 44391. Propeller, dessen Flügel infolge der Zentrifugalkraft entgegen einer M'derwirkiing naeli uuUen bewegt und gleichzeitig um P're Längsachse gedreht weiden 2. 7. II.

77h. B. S5716. Anordnung des Scheinwerfers auf Flugzeugen. 2. Ii. III. 77h. Seh. 50Mtl. Pioriholir für Luftfahrzeuge. 3. 7. Ii).

Verlängerung der Schutzfrist.

77h. 656063. Deutsche Flugzeugwerke G. in. b. It., Lindeuthal b. Leipzig. Schar -nier usw. 1. 11. Hl. D. 30324. 23. 10! Iii.

77h. 064271. Gothaer Waggonfabrik A. G., Gotha. Verschluß für Schwimmer nsw 16. 11. 16. G. 39 9!)«. 24. 10. 19.

77h. 656844. Hofmaiinsche Luftfederung G. in. b. II,, Berlin. Fahrgestell usw. 16. 11. 16. H, 72736. 1. II. l'.l.

77h. 656887. Dipl.-Ing. Hans Bühler, Ettlingen a. N. Klastisches Zwischenglied Iiis" Festschnallgürtel usw. 14. 11. 16. II. 71)025. 28. 10. 19.

77h. B57199. Dipl.-Ing. Hans liüliler, Eßlingen a. N. Haftenteil usw. 21. 11. 1«. I!. 76064. 1. 11. 19.

77h. 680100. Albatros-Gesellschaft für Fltlgzeugimteriiebmiuigen m. I>. II., Berlin-Johannislhal. Verbindungsstück für F^ederungszüge. 21. 12. 16. A. 26594. 20. 12. 19.

77h. 664 427. August Filier, Frankfiu t a. M., Flirsthausstr. 104. Acleeiilagerung usw. 21. 10. 16. E. 22796. 3. 10. 19.

77h. 682 722. Luftschiffbau Zeppelin G. m. b. II. u. Dipl.lug. Graf Alfred v. Sodeii-Fraunhofen, Friedrichshafen a. B. Fliigelbcfestigung für Luftschrauben. 30. 10. 16. L. 38 363. 20. 10. 19.

77h. 682723. Luftschiffbau Zeppelin G. m. b U. u. Dipl.-lng. Graf Alfred v. Koden-Fraiinhofeu, F>iedriehshafeu a. B. Flügelbefestignng für Luftschrauben. 30. 10.16. L. 39753. 20. 10. 19.

77h. 720302. Runipler-Werke Akt.-Ges., Iicrlin-Johauni.sthal. Fahrgestell für Flugzeuge. 20. 12. 15. K. 47 171. 8. I. 19.

77h. 720621. Walter Druhm, Berlin, Bauhnfstr. 2. Sicheiheitsvorrichtung au Flugzeugen usw. 6. 3. 13. D. 21550. 7. 10. 19.

Aenderung in der Person des Inhabers.

77h. 30«440. Karl .Stahl, I'l-iedrichshafeii a. B., Seestr. 37.

77h. 315526. Luftfahrzeugball Sohütte-Lanz, Mannheim-Rheinau.

Gebrauchsmuster.

77h, 5. 310 670 „K". Gnthaer Waggonfabrik A.-G.. Gotha, Bewaffnetes Flugzeu" mit drei Alotoren. 9. 1. IS. G. 46 093.

77h, 5. 317 5S2. Allgemeine F.lektricitats-Gesellscliuft Berlin. Flügclkhippe mit lIRi'ssteue.rllächen an Flugzeugen. 10. 2. 18. A. 30 169.

77h, 5. 317 622. MärkischeImlu tri«; - Werke G. m. b. lt., Golm, Mark. Rohrlciiungs-ku|il)!ung für ubwe 1'baie llenziuliehültcr. 5. II. IS. M. 61271.

77 h, T). 317 623. Kuinpler - Werke. G. in. b. II, Berlin-Johannisthal, Flugzeug mit äuget iiier Höhenflosse. 13. 3. 17. R 41 -297.

77h, 9. 305 527. „K". Gothaer Waggonfabrik A. - (':., Gotha. Fahrgeslellabfedeniug, insbesondere für Flugzeuge. 23. 10. 17. G. 15 77H.

77h, 9. 3O5 610 „K". Deutsche Flugzeug- Werke, G. m. b. II., Leipzig - 1 .indenthul. Liilrichtiliig zur Vcrseirkung der Laufradaehsen von Flugzeugfahrgestellcn. 30. 8. 17. I). 33 681.

77h. 9. 3llf, 618 ,,K". Oesterr. - inig. Fhigzeugfahrik „Aviatik" G. in. I). II.. Wien; Vertr.; W. Ziminei inann u. I)i[il. - Ing. F. Jonnlan. I'al. Anwälte. Berlin. Sehleifkulenstütze; gelöscht am 21. In. 19. 22. 5. 17. (I. 10 255.

-1 ,, K 1, Ii (, .-• f Ü H T Seite 93

77h. Tä>:»H. Itimipler-Werk« Akt-«cw., Herlin - Johannisthal. Fabrg«»ti'Il für FhiKZCiiKC. 20. 12. IT). H. 47 171.

771i. 720 021. Walter Druliiu, Berlin, Hauliof.str. 2. Sieherheit.s\ urrielituug in Form von ebenen Flächen afl Flugzeugen. Ii. Ii. 13. I) 24 05(1.

77h. 721 lSö. Flugzeugbau Fricilrielisliafen (I. m. Ii. 11., Frieilriclisliafen a. II. Vorrichtung Zinn selbsttätigen Kräfleausgleicli, insbe.s. heim .Steuern von 1 aiftfnlirzougeu. in. io is F. :ir> 904.

77h. 721 192. .Marko Golz, Chemnitz, Ado l'er.str. II. Aus einem mittels Sperrung .stillzusitzenden gezähnten Laufrade tiesteliende ISreinsvorrichlung für Flugzeuoc. 17. 3. l'.t. a. 1-1 ISO.

77h. 721 '.141. Daimler - Motoren - Ue ellscliaft, .Stuttgart - IJntcrtürklieiin. Einrichtung zur Verbindung des .Motors mit dem Knm|>t' eines Flugzeuges. 17. 7. 17. I). 30 S97-.

77h. (iösoiH. Franz Selmi iiier, Iterlin-Wilmersdorf', IJrandenburgische.str. hj. Fuh-halter usw. 15. 12. 1« Seil. 57 745. 25. 11. 1«.

77h. 724 7tiK. Joseph K.Soll.. Breslau. Fnderstr. 22. Fänzelrippe für 'rragtlürhcn von 1'roUhugz.eugen. 1. 3. U'. Iv. 74 522.

77li. ' 72i illil. Ludwig Ilausfelder, Bork, .Mark. Flugzeug. 22. 7. in. H. 7« 391.

77h. 725 417. Deutsche Flugzeugwerke "i. h. II.. Grol-izschoclier. Kninbenaus-liiscvorr clitnng. 10. 8 IS. D. 32 239

77h. 72544S. Deutsche KlngBriijrw«rkr (i. m. Ii. II.. Großzschocher. Kombenab-wuu (Vorrichtung, in. S. 18. 1). 32 240.

77b. 725 452. Deutsohe Flugzeugwerke G. m. b. II.. Großzschocher. Koinbenab-w iirfvorrirlitiing. 2. 11. IS. D. 3.2 511'..

T7Ii. 725 157. Deutsche Flugzeugwerke G. m. b. II.. Großzschocher. rrnglläeJicn-kiililer. 31. 5. IIb I). 33470.

Firmennachrichten.

Linke-Hofmann-Werke, A.-G. Der Aufsichtsrat beantragte eine Erhöhung des Grundkapitals um 16 Millionen auf 32 Millionen Mark. Die neuen Akten sollen zu 150 Prozent im Verhältnis von 1: 1 angeboten werden.

Daimler-Motoren-Aktiengesellschaft in Stuttgart-Untertürkheim : Dipl.-lng. Richard Lang in Stuttgart, dessen Prokura erloschen ist, ist zum stellvertretenden Vorstandsmitglied mit der Maßgabe bestellt, daß er zur Vertretung der Gesellschaft in Gemeinschaft mit einem weiteren Vorstandsmitglied oder einem Prokuristen befugt ist. Emil Hohenemser, Kfm. in Stuttgart, Hermann Kreß, Kfm.. Stuttgart-Cannstatt, und Max Seiler, Obering., Eßlingen ist je Gesamtprokura erteilt. Die Prokura ist auf die Hauptniederlassung in Stuttgart-Untertürkheim beschränkt. Jeder der drei Prokuristen ist in Gemeinschalt mit einem Vorstandsmitglied oder mit einem Prokuristen zur Vertretung derGesellschaft befugt.

Gothaer Waggonfabrik A. G. in Gotha mit einer Zweigniederlassung „Bayerische Waggon- & Flugzeugwerke, Zweigniederlassung der Gothaer Waggonfabrik Aktiengesellschaft in Gotha zu Fürth" in Fürth in das Handelsregister eingetragen worden ist. Die Prokura des Obering. Bruno Limberg in Gotha ist erloschen.

Ernst Kern Fahr- und Flugzeugbau-Bedarf, Berlin: Die Firma lautet jetzt Ernst Kern. Prokurist ist Bruno Sucker, Berlin.

Literatur.

Fliegerleutnant Heinrich Gontermann. Nach seinen Aufzeichnungen und Briefen zusammengestellt von Pfarrer cm. D, Leonhard Müller. Geb. M. 6. — . Westdeutscher Jünglingsbund A.-G, Buchhdlg., Barmen. Das Buch ist der deutschen Jugend gewidmet. Dies in seiner Schreibweise wohltuende Werkchen unterscheidet sich vorteilhaft von vielen ähnlichen Veröffentlichungen.

„Aus Technik und Wirtschaft" Bd. 4; C F. Keel, „Das Acetylen im Autoino-bilbetrieb. — 72 Seiten mit 26 Abbildungen. — 1919, Zürich. Rascher & Co. Brosch. Fr. 3.90.

Dr. Georg Hauberrisser. „Wie erlangt man brillante Negative und schöne Abdrücke. 18-20. Auflage mit 26 Abb. II Kuntbeilage-Seiten und Belichtungstafeln mit 7 Utnegativen. Preis M. 2.25. Ed. Liesegang's Verlag, M. Eger, Leipzig 13, Gabelsbergerstr. 4.

Das vorliegende Buch bildet einen vortrefflichen Leitfaden für diejenigen, welche in die Technik des Photographierens eindringen wollen.

Technisches Archiv. Sammlung von Ansichtskarten aus dem Gebiete der Technik. Reihe I. Eisenbahnwesen Nr. 1 — 10. Reihe II. Luftverkehr Nr. I -10. Preis für je 5 Karten 1.50 M. Pallas-Verlag, Dr. S. v. Jezewski, Jena, Sternweg 8.

Abbildungen von Flugzeugbaunrten der Luft-Vcrkehrs-Gesellschaft, der Deutschen Flugzeug-Werke und der Gothaer Waggonfabrik mit kurzen Angaben über Abmessungen, Leistungen, B Satzung und Gewicht.

Flugtechnik vor vierhundert Jahren. Leonardo da Vinci.

Im Verhältnis zur heutigen Zeit war das Rüstzeug der Wissenschaft und Technik vor 400 Jahren auch in seinem Fundamentalbegriff' noch ziemlich primitiv. Man kann den damaligen geistigen Köpfen höchste Achtung nicht versagen, wenn man aus den Studien erkennt, wie gewissenhaft diese Männer, wie Leonardo da Vinci, versucht haben, dor Natur ihre Konstruktionen abzulauschen.

Heute im Zeitalter der Maschine wissen wir, daß der Mensch anders konstruiert und sich die Kräfte nutzbar macht als die Natur. Die Skizzen von Leonardo als Beispiel befinden sich in jedem modernen Kunst-Geschichtsbuch, vielen sind sie auch nicht bekannt. Nebenstehend geben wir dio markantesten. Sie sollen nicht als Konstruktionsbeispiel dienen, sondern nur zeigen, daß wir seit dieser Zeit im Verhältnis herzlich wenig Fortschritte in der Beobachtung der Natur gemacht haben.

Skizzen von Ti.....tardo rla Vinei. In der Mitte: A. Mit Federkraft betriebene Flug

maaehine, IV I'ropeller, (!. Schwingentlieger mit Fuübetrieb, D. Sehlagtlügler. F. Flügel rippenhefostigung, C. Fluglage, II. it. h. Selnienkonstruktion, I. Fallschirm, K. Doppolllügel, [.. Das Gewicht wirrt durch Auftriebssehwingen vermindert, M. Flugzeug mit Fußbetrieb.

50C00 Frs. für motorlose Flugzeuge in Frankreich. Wie aus den Berichten in dieser Zeitschrift hervorgeht, hat man den motorlosen Flugzeugen in FYankreich besondere Beachtung geschenkt. Neuerdings wurde ein 50000 Frs-Preis gestiftet, der demjenigen zufällt, der mit einein motorlosen Flugzeug einen Flug von 10 m Hohe und Länge ausführt.

Von den Naturflugzeugen. Steinadler und Albatros segeln bei mittlerem Wind ausgezeichnet. Die Flügelbelastung beträgt beim Steinadler 123 g pro qdetn, beim Albatros 07 g (oder 0,7 kg pro um). Die Fliigel-belastung beträgt bei den meisten Vögeln 30 bis 40 g proqdcm. (Schwalbe 15 g, Habicht und Wanderfalke ca. 60 g, Zwergsteißfuß 100 g, Rebhuhn 110 g, Fasan 120 g. Reiherente 120 g und Mittelsäger 138 g. Die Schwche-belastung liegt zwischen 20 und 30 g, sie ändert sich ähnlich. Schwalbe 11 g, ReiherenU 83, Mittel sage r8!lg pniudcm

Poulain macht, im Bois de Bolongne Sprunge \ (in 1.") rn.

Vereinsnachrichten.

Gründung des „Tiroler Fliegerverbandes 11 Am 22. Jan. 1. d.s. wurde in InnsbruckTirol tlureb FliegeH >bevin». Hummel der „Tiroler Fliegerverbami" gegründet, der für die Entwicklung des Fremdenverkehrs in Tirol folgendes Programm ;inf^nstellt hat :

1. Stellungnahme zur Errichtung eines VerkehrsMughafcns in Innsbruck und Fühlungnahme durch einen technischen Ausschuß mit der Tiroler Landesregierung und den Sfadt-gemeindeu Innsbruck und Hall zur Errichtung desselben.

2. Einwirkung auf dir einzelnen Verwaltungen gröberer Städte und Markte obgenannter Landesteile iNorib, Oeidschsüdtirol und Voralbcrg) zur Errichtung kleinerer Landungsplätze insbesondere für Sportllugzenge.

3. Beschäftigung der Mitglieder-

4. Forderung des VerkehrslIugweMCns durch Errichtung vmi Passagier- und Flugpnst-linien mit Anschluß au .Salzburg. Bayern, Württemberg-, Baden, Schweiz und Italien, wobei Inn.sbrnck als Zentralstation ausgebaut wird.

;">. Belehrung und Aufklärung" über den Stand und Wert des Flugwesens durch Zeitmigsni tikcl, LieUl hilder- und allgemeine Vortrüge.

i>. Ablialt"ng von Ausbihluugsknrsen für Flugzeugführer, Apparatchnuffeurc. Mot'ireu-wärter u. s. w.

7. Schaffung einer eigenen Kportflug- und Modellllugahteilung zur Hebung des [u teri'sses.

Schaffung einer eigenen Abteilung zur Unterstützung des alpinen Kettlingsweseu^. i>. Veranstaltung von Schau- und Wettlingen und Beteiligung an iiatimialrn und internationalen Wettbewerben mit Masellinen heimischer Erzeugung.

10. Veranstaltung von Flügen zur Landesaufnahme, Propaganda- und Auschauimgs-zwecke zur Rückgewinnung Deutschsüdtirols. Herstellung von (leländebikleru für Fremdenführer —- neue Projekte -- Wasserkraftaulagen — Bahnen, Reklame für Kur- und Wintersport platze, Herstellung wissenschaftlicher, flugtechnischer, hoc Ii alpiner Films zur Aufführung in Lichtspieltheatern u, s. w.

11. Veranstaltung lokaler Kundlluge zur Hebung des Fremdenverkehrs und

1.2. Fühlungnahme mit den heimischen Industriezweigen, GroLigasthöfen, Kurverwaltungen u. dir!, zur Unterstützung in bilanzieller Hinsieht-

Diese. Arbeiten werden durch einen Iiauptaussclmli und »'inen technischen AussrhuiS erledigt. Dem Hauptniissehub gehören an: 1. Vor>itz. Flieg.-I.»bering. Oskar Hummel, II. \ orsitz. Flngzf. Chizzali, I. Schriftführer Flugzf- P. I 'nterweger, IL Schriftlührer Flngzf. Schröder, Schatzmeister Bankbeamter Scliallaschek, Beiräte: lug. Wildomer (Bregenz für Vnralberg), Flugxf. Hölzl (JLiltj, Flug/.i'- Cazz.oiuelli und Teclm. Weiter. Alle, mit Ausnahme der nwi:i Beiräte, in Innsbruck. Der technische .\usschidi besteht aus Vorsilz. Flieg-Obering. Hummel. Stvllv. Flugzl". Chizzali, Protokollführer Techniker und Flugzf. ,1. ('nterweger, IS-iiäte: Flugzf. IIölzl (Hall; und Bankbeamter Scliallaschek.

Zur Aufnahme, des Flughctriobes im Mai l. .1 beabsichtigt der Verband die Gründung einer .,Tiroler Fliegen erhaud G. tu. b. IL1" mit heimischem Kapital, zu der auch im Ausland amassige, Tiroler beitreten können. Die entsprechenden Arbeitern wurden durch den technischen Ausschult bereits aufgenommen und >ind wesenfliehe Kapitalien bereits gesichert.

Die Gesellschaft Schweizerischer Militar-Ftieger hielt am l . Jan. in Zürich eine Generalversammlung ab. Die Schweizer sind auf dem richtigen Wege Hoffentlich fahren .sie *,t l\>n. Ackermann wurde dir |«»:M wiederum als Präsiden! he

Statist. Als Vice-rrusident und Sekretär wurde einsrinunio Wuhrmaim in seinem bisherigen Amte belassen. Als weitere Mitglieder des Vorstandes wurden Schnedler (Kassier), Zimmermann und Koschel gewählt.

Nack Erledigung der'Wahlen, sprach Präsident Ackermann über die Wahl zwischen Berufs- und Sportverband. Er suchte das aufkeimende Verlangen nach einem Berufsverbande zu ersticken und schlug vor, in den bisherigen Stufen weiter zu marschieren. Trotzdem bereits einige unserer Mitglieder berufjich dem Fliegen obliegen, so soll neben der Interessenvertretung dieser Piloten, in der Förderung der Aviatik als Sport das Ideal der Gesellschaft erblickt werden. Denn mit der Weiterentwicklung des Flugsportes ist auch das Gedeihen eines späteren Luftverkehrs tsowie auch ein kräftiges Anwachsen unserer National-Aviatik innigst verbunden. Nach einer ziemlich lebhaften Diskussion wurde beschlossen, die beruflichen und sportlichen Interessen zu vereinen und mit etwas mehr Nachdruck als biser nach beiden Seiten hin fortschrittlich zu arbeiten. (Das sind sehr gesunde Ansichten. Die Red.)

Zur Bewertung von Modellflügen.

Bestimmung des Energievorrates von Gummi-Motoren. Von W. Klemperer. Die von mir in Heft 20 des „Flugsport" 1919 veröffentlichten Formeln zur Bestimmung des Energievorrates von Gummi-Motoren, welche zu einer gerechten Bewertung von Modellflügen erforderlich ist, haben vielleicht den Nachteil, daß sie einige Rechenarbeit erfordern und infolgedessen eine glatte Abwicklung des Startes bei großer Zahl der Bewerber behindern. Ich folge daher gern einer Anregung des Herrn Nordhoff, Berliner Flugverein, zur Aufstellung eines Kurvenblattes, welches geeignet ist, die Berechnung des Energievorrates aus den Daten des Motors zu vereinfachen und für den praktischen Startbetrieb zu vervollkommnen.

In dem beigedruckten Kurvenblatt ist die in der oben genannten Nr. 20 des „Flugsport" 1919 wiedergegebene Kurve für die Beziehungen zwischen spezifischer Ladung „e" und Spannungsfaktor „c" ebenfalls eingezeichnet. In der darunter gezeichneten Tafel ist nun ein Diagramm gegeben, welches den Spannungsfaktor ans der Gummimenge, dem Hakenabstand und der Aufwindungszahl abzuleiten gestattet. Zu diesem Zweck geht man folgendermaßen vor:

Man sucht in der horizontalen Skala die der Gummimenge in Gramm entsprechende Ziffer auf und geht von da senkrecht herunter bis zur Höhe derjenigen Zahl, welche die Stranglänge (Hakenabstand) in Centimeter angibt. Die Hakeuabstands/.iffern sind längs der senkrechten Achse in der rechten Kolonne verzeichnet. Den so erhaltenen Diagramm-Punkt verbinde man durch Anlegen eines Liniais mit dem O-Punkt des Diagramms. Wo dieser Strahl die Höhe schneidet, welche nach der linken Vertikal-Kolonne der Aufwindungszahl am Gummihaken entspricht, wird senkrecht bis zu der oberen Kurve hinaufgegangen. Vom Schnittpunkt dieser Vertikalen mit der Ladungskurve führt die horizontale nach links zum Maßstab, wo die spezifische Ladung ,,e" abgelesen werden kann und zwar 2 mm bedeutet eine Einheit (kgem/kg). Statt den Punkt, welcher üummimenge und Hakenabstand im unteren Diagramm entspricht, tatsächlich mit dem O-Punkt zu verbinden, genügt es auch, in entsprechendem Abstand zwischen den beiden benachbarten, das Diagramm durchsetzenden schrägen O-Strahlen schräg hinauf oder herunter bis zur Höhe der angewendeten Aufwin-(lungszahl zu Kuhen.

Nach einiger Uebung wird es nicht schwer fallen, das Diagramm in der angegebenen Weise zu verwenden. Eine noch einfachere exakte Bestimmung des Energievorrates ist wegen der verwickelten Beziehungen am Gummi-Motor eben leider nicht möglich. Die Ermittelung der angegebenen Wertziffern erfolgt nun nach den angegebenen Formeln folgendermaßen:

_ , , ... . ... Gesamtgewicht Flugstrecke G s

Formel I: Wertziffer — =------r=—rrr •---—j- = - • -

Gummigewicht spez. Ladung g e

Formel II:

... , .., Gesamtgewicht . r-ettt:—L~i—;—TT Flugdauer

Wertziffer = -—^-r— • V 3Pez- Flächenbelastung--5l__-

Gummigewicht * spez. Ladung

g V F e

gemessen werden Gesamtgewicht und Gummigewicht in Gramm, spezifische Flächenbelastung in gr. pro qdm, Flugstrecke in m, Flugdauer in sek.

Für die praktische Durchführung der Wertzifferberechnung beim Start

empfiehlt es sich, den ersten Teil der Formel, nämlich ^ bezw.— \l G, wel-

K K V F

eher für jedes Modell, solange die Gummimenge nicht verändert wird, einen kon stanten Wert darstellt, ein für alle mal auszurechnen und beim Start lediglich" die nach dem Diagramm bestimmte spezifische Ladutnr „e" und nach der Landung die Flugdauer bezw. die Flugstrecke zu notieren. Einer der Flugprüfer kann dann regelmäßig nach dem Fluge diese drei Werte der Formel gemäß zur Berechnung der Wertziffer verwenden, was keine großen rechnerischen Schwierigkeiten mehr verursachen wird.

Beispiel: Gummigewicht 40 g, Stranglänge 80 cm, Aufziehzahl 400 : ergibt Spannungfsaktor 3,55 bezw. spezifische: Ladung 27. Darnach Wertziffer

nach Formel 1 bei Annahme von — = 5 und Flugstrecke — 80 m. Also Wert-

g

Ziffer nach Formel 1

5 . 80 : 27 = 15;

Wertziffer nach Formel II bei Annahme einer zpezifischen Flächenbelastung von 16 g pro qdm und einer Flugdauer von 15 sek.:

Wertziffer = 5 . Vlö . 15 : 27 == 11.

Schließlich möchte ich noch darauf hinweisen, daß die Berechnung des Spannungsfaktors „c" auch ohne dieses beigedruckte Kurvenblatt infolge des originellen Zusammentreffens ähnlicher mathematischer Beziehungen auch mit dem von mir berechneten von der Firma M.Braune, Leipzig-R. herausgegebenen und im „Flugsport" Heft 19, 1919 veröffentlichten Flugzeug-Rechenschiebers möglich ist. Man verfährt zu diesem Zwecke folgendermaßen.:

Man stellt die das Gummigewicht in Gramm angebende Ziffer der Flächeninhalts-Skala des Schiebers „a" senkrecht unter die Ziffer der Skala Fluggewicht, welche das 20-fache der Stranglänge in cm angibt. Dann zeigt der O-Ptinkt der Steigleistungsreserveskala ohne weiteres auf der darunter befindlichen PS-Skala das Verhältnis zwischen Aufwindungszahl und Spannungsfaktor an. Ferner ist auch noch zu beachten, daß bei gleicher Einstellung die zulässige Aufziehzahl und die Zerreißzahl abgelesen werden kann; nämlich zulässige Aufziehzahl unge-schmiert (Spannungsfaktor 2,5) wird angezeigt bei 60 % Steigleistungsreserve; bei geschmiertem Gummi (Spannnngsfaktor 4) bei 75 X Steigleistungsreserve. Die Zerreißaufzi hzBhl wird angezeigt bei ungeschmiertem Gummi (Spannungsfaktor ca. 3) bei 65 °/„ Steigleistungsreserve und bei geschmiertem Gummi (Spannungsfaktor 5) bei 80 °/0 Steigleistungsreserve. Vorausgesetzt sind normale Gummi-Qualitäten.

Ein Beispiel möge dies erläutern:

Gegeben Gummilänge 90 cm, Gummigewicht 50 g. gesucht zulässige Aufziehzahl bei geschmiertem Gummi und Spannnngsfaktor bei Aufziehzahl 425.

Antwort: Zulässige Aufziehzahl (bei 75 "/„: 480 Umdrehungen; Spannungsfaktor bei 425 Umdrehungen — 425: 121 3,5.

Nun ist noch zu bemerken, daß bei Verwendung von Uerersetzungen des Propellers oder übersetzter Aufziehvorrichtungen die Aufwindungszalil des

50

<j: Gesamtgewicht

m gr l: Hakonabstand

in cm Q: Gummigewicht

in gr. n . Aufwindungs -

zahl C Spannrings-

faktor e Spezi f. Ladung

in kg cm/kg s : Flugstrecke

in m t Flugdauer

in sec.

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5 Spannuntjsfakror C OoGummimenqe gingr

Tafel

zur

Bewertung von

Modellflügen mit

Gummimotor

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tiummistranges einzusetzen ist. Bei paralleler Schaltung von Motoren sind die Energievorriite der ein/.elneu Motore zu addieren. Wird der Gutriinistrurig in gedehntem Zustande aufgezogen, so ist die Redehnte Länge während des Aufziehens einzusetzen. Wird die Dehnung während des Aufziehens verändert, so muß eine mittlere Lange während des Aufziehvorganges in die Rechnung eingesetzt werden, allerdings ist in diese.n Falle eine sehr genaue Erfassung des Etiergievorrates nicht möglich

Das abgedruckte Kurveiihlatt versende ich, auf Millimeterpapier aligezogen an Interessenten gegen Einsendung von Mk. 1 Iii) in Briefmarken.

Flugtechnischer Verein Dresden, Geschäftsstelle: Rragerstr. 32. Bei Auflösung lies Deutschen I' higteohmschon \ erbandes Jierlin hat iler Flugtechnische Verein Dresden als iibhndunsssumme M. 0000.— erhalten. Der Verein setzt Preise für Modcllllüga uus. /anmebst kommen tunf Preise :i 10 M. fin Flüge von 5» m zur Austragung utiil weitere werden nach Vv ertpunkteu vorteil!, die nach einer Bewertuiigsforuie! berechnet werden.

Der Text der Ausschreibung mit allen näheren Bedingungen ist in der Geschäfts stelle erhältlich, ebenso die auszufüllenden l'rofokonfonnulare. Die Gosehäftsleittiug des Verbandes Deutscher Modell- und Gleit-Ihigvcreine. Sitz Stuttgart, hat uns das Verbaiidspräsidiuin Fiir 1020 angetragen. Das Vereinsabzcichen ist fertig. Ks ist auf nebenst. Abb. in natürlicher Grüße darge stellt und ist als außerordentlieh gut gelungen zu bezeichnen. Der Fachen kränz ist dunkelgrün einaillirt, das Schild weiß mit goldenen Kuclistabc.il, das Dresdner Wappen gohl und schwarz; das Flugzeug, ein moderner freitragender Eindecker mit in die Flachen eingebauten Mutoreu. ist in vergoldeter Bronee. ausgeführt. Bestellungen nimmt die Geschäftsstelle jederzeit entgegen, jedoch wird gebeten, dieselben möglichst bald aufzugehen, damit ein Ueberblick übev die erforderliche Anzahl gewonnen werden kann. Der Preis beträgt pro Stück M. 7.50. Das Abzeichen erhalten nur Mitglieder. Bibliotheks- und Bespveehuugsstunden jeden Sonnabend Ii—7 Uhr in der Realschule Seevorstadt, llandfcrtigkeitsraum, Vitzthumstr. 4.

Der Flugtechnische Verein Dresden. Der Vors. Walther Miiller.

Leipzirjer Flug-Verein. Gesehäftsst. : Fanilienstr. 2. Der Deutsche Flieger-Bund. Ortsgruppe Leipzig, bat in seiner Hauptversammlung am 25. Januar den Nauten in „Leipziger F ing-Verein" umgeändert. Das neue Vereinslokal ist ab 0. l'ebrnar im „Jugend Heim", Topfei-straße. Zusammenkünfte linden jeden Montag Abend von 7 — 10 Uhr statt. Der Mit-gliederbeitrag ist auf Mk. 3.— pro Vierteljahr festgesetzt. Uebung.sliiegeu der Modellbau-Abteilung findet bei günstigem Wetter jeden Sonntag vorm. ab 0 Uhr auf dem Sportplatz, hinter der Kenobalm, statt. — Veranstaltungen fiir Februar: Sitzungen am 0., K>., 23., 1.111. im Jnge.nd-IIeiin ab 7 Uhr. Ilebungslliegen am 8., 15., 22., 25., 29. bei günstigem Wetter.

Leipziger Fl u g-V e r e i n.

Leipziger Grundleistungen für Modelle

und ihre Anwendung bei Bewerben um das Modell-Fl ieg e r- und Modell -Fl ugm eis ter-Ab zeichen.

Nachdem der Leipziger Flugverein bereits in der Nr. 23 von 1919, innerhalb seines Berichtes, "Stellung nahm zu dem höchst wichtigen Thema : „Bewertungsformel", soll heute au dieser Stelle weiteres dazu behandelt werden.

Wie schon in dem fraglichen Berichte angezeigt, haben wir es versucht uns alle nur zu erreichenden Formeln zu verschaffen und dieselbei an Modellen unserer Mitglieder zu versuchen, von denen wir sagen konnten, daß sie über dem allgemeinen Durchschnitt stehen. Bei dieser langwierigen Arbeit haben wir trübe Erfahrungen gemacht. Wir fassen das Resultat unserer Arbeit wie folgt zusammen: Nicht eine der von uns durchgerechneten Formeln erfüllte das, was sie sein sollte, den modellsportlichen Wert zn bestimmen, den ein Modell hat. Die eine Formel war nur auf Weitflug zurechtgelegt; eine andere wieder legte sich mit besonderer Schwere auf den üiimmimotor; die dritte teilte die Modelle in unzählige Klassen ein, je nach vorhandenen Abmessungen und Gewichten und forderte in jeder Klasse andere Leistungen; die nächste verlangte zu ihrer Anwendung neben einer Unmenge Zeit noch besondere Kenntnisse in der Mathematik. Bei einer anderen wieder mußten wir feststellen, daß sie nur auf dem Papier bestehen konnte, denn die Ergebnisse unserer Modelle standen in keinem Verhältnis zu «Ion angeführten Beisnielen. So uiiic es weiter und weiter; wir fragten uns, ist

es nach solchen Formeln unseren Modellbauern ohne Ausnahme möglich, den Wert ihres Modells selbst zu bestimmen und Vergleiche anzustellen >

Es war darum unser Bestreben auf aridere Weise den Pmiktwert eines Modells festzustellen. Wir sind dabei, gestützt auf die Erfahrungen durch unsere Modellllicger-Prüfungen, auf sogenannte Grund- odcrMindestleistungen gekommen. Solche Mindestleistungen bestehen in anderen Sportarten schon seit vor dem Kriege, wir verweisen nur auf die Bewerbung urn das .Deutsche Sport-Abzeichen". Genau so wie hier in den verschiedenen Klassen der Sportarten, Mindestleistungen zu erfüllen sind, genau so verlangen wir von unseren Modellkonstrukteuren, daß sie mit ihren Apparaten so ziemlich alle Arten des Fluges auszuführen haben. Diese, jetzt von uns olfiziell eingeführten Grundleistungen haben noch die gute Seite, daß sie für jeden Ort, resp. Verein, jederzeit nach der Qualität und Quantität der Bewerber anders eingestellt werden können.

Welche guten Erfahrungen wir mit der Einführung solcher Mindestleistungen gemacht haben, kann jeder an Hand der von uns veröffentlichten Flugberichte seit Mitte 1917 ersehen. Wir verweisen auf unsere Veröffentlichungen hier in dieser Zeitschrift und auf die verschiedenen im „Flugsport" beschriebenen erfolgreichen Modelle, die in ihren Erklärungen den oft schwierigen Gang und die Resultate der Prüfung bekannt geben. Jetzt haben wir nach langen Besprechungen und Vorarbeiten innerhalb unserer Sport- und Flugkommission die Prüfungen noch weiter ausgebaut und haben, um die Wirtschaftlichkeit eines Modells noch festzustellen, Prüfungen im Belastungsfluge vorgeschrieben.

Nachdem also unsere seit 1917 bestehenden Bedingungen für das Modell-Flieger-Abzeichen Veranlassung gaben zur Autstellung der in No. 23 1919 veröffentlichten Grundleistungen, haben wir jetzt diese Grundleistungen als Mindestleistungen verwendet hei der Aufstellung der neuen erweiterten Bedingungen zur Erlangung des Modell-Flieger- und Flugmeister-Abzeichens. In einer der nächsten Nummern werden wir ausführlich über den glücklichen Verlauf einer solchen Prüfung berichten.

Nachstehend die erweiterten Bedingungen und Vorschriften:

Vorbemerkungen: Der Bewerb kann zuerst nur um das Modell-Flieger-Abzeichen erfolgen. Für die erste Prüfung ist es freigestellt, Stab- oder Rumpf-Modelle zu verwenden. Beim Bewerb um das Flugmeister-Abzeichen sind jedoch nur Rumpf-Modelle zulässig. Nachbildungen bereits erfolgreicher Modelle sind vom Bewerb ausgeschlossen. Modelle, bei denen der Gumrnihukenabstand größer ist als die Spannweite, sind nicht zugelassen. Zweischrauben-Modelle sind gestattet, sofern sie nicht in die Klasse der Rekordrnodelle fallen, beide Motoren müssen aber bei allen Flügen mit der gleichen Tourenzahl laufen. Den Bewerbern wird bei den Uebungflügen jeder Vorzug gewährt und genießen die weitgehendste Unterstützung

Anmeldung: Die Anmeldung zum Bewerbe muß spätestens acht Tage vor der praktischen Prüfung erfolgen? Von dem betr. Modell ist eine gute Zeichnung ca. 30 X 40 cm groß, mit Pause, darstellend: Seiten-, Vorder- und Drauf-Sicht, mit allen Maßen, Gewichten und Angaben über das verwendete Baumaterial, sowie eine ausführliche Beschreibung, abzugeben. Das Anmeldend beträgt Mk. 3.—

Mündliche Prüfung: Jeder Bewerber hat vor dem praktischen Bewerber eine mündliche Prüfung zu bestehen, vor einer Kommission, die sich aus Mitgliedern zusammensetzt, die das Abzeichen bereits besitzen. Das flugfertige Modell ist dabei zur Kontrolle vorzuführen. Bei Bewerben um das Flugmeister-Abzeichen füllt nur die mündliche Prüfung weg. War die mündliche Prüfung ungenügend und erfolglos, so kann erst nach einer Pause von einem Vierteljahr wieder neu angemeldet werden.

Praktische F I u g-Pr ü fun g: Die zu erfüllenden Mindestleistungen betragen: a) tür Stab-Modelle, b) für Rumpf-Modelle,

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Die vorgeschriebene Mindestleistungen sind soweit als möglich zu überbieten, tun eine recht hohe Punktzahl zu erhalten, die in der mitgegebenen Prüfungs-Urkunde mit vermerkt wird. Wegen dieser Punktbewertung sind alle Klassen des Bewerbes an einem Tage auszufliegen. Die Modelle müssen unsere Modell Abzeichen tragen.

No, 4

1.Weitflug: gewertet wird die gerade Strecke zwischen Start und Landung.

2. Höhenflug: I kann mit dem Dauerflug zusammengelegt weraen. Der

3. Dauerflug: | Start erfolgt aus der Hand mit nur leichtem Abstoß,

4. Kreisflug : verlangt wird vom Stabmodell ein voller Kreis, d. h. in der Startrichtung landend, für Rumpfmodellc nur ein halber Kreis.

5 Bodenstartflug: das Modell muß sich ohne Beihilfe von der glatten Startbahn freimachen; gewertete Strecke wie bei Klasse 1.

6.Zielflug: das Modell soll nach 40 resp. 30 in gerader Strecke landen.

7. Belastungsflug: Bei Bodenstart ohne Abstoß muß das Modell mindestens 10 "l„ seines Gesamtgewichtes noch als Last im Fluge tragen.

Die Mindestleistung jeder Klasse 1—5 wird mit 100 Punkten bewertet, in Klasse 6, wird jedes mehr und weniger prozentual in Abzug gebracht. In der Klasse 7 wird für je 10 "/„ und Meter ein Punkt gutgeschrieben; das Gewicht wird zu vollen Zehnern nach oben abgerundet.

Für gute Ausführung, Materialauswahl und Verbindung, gute Formgebung und für ev. Neuerungen werden weiter noch bis zu 100 Gutpunkten gegeben. Es ist hierdu.ch einem besonders gut und sauber gebanten Modelle möglich kleine Flugfehler auszuwetzen.

Für zuletzt sind noch Abzüge von der erreichten Punktzahl vorgesehen : Jeder Unfall resp. Beschädigung, die das Modell beim Bewerbe erleidet und das eine Reparatur zur Folge hat, bedingt einen Abzug von 5°/« von der erreichten Punktzahl für jeden einzelnen Fall.

In jeder Klasse sind drei angesagte Versuche erlaubt.

Für das FUrgmeister-Abzeichen sind die Bedingungen der Klasse „a" zu erfüllen.

Die Entscheidungen der abnehmenden Kommissionen sind maßgebend. Das erworbene Abzeichen und die Prüfungs-Urkunde verbleiben dein Bewerber. Leipziger-Flug-Verein.

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2 Bosch-Anlaß-Magn.

Stück 180.— Mk.. zu vorkauten.

Tausche auch gegen 5/4 bis 1 PS Benzoloder Gasmotor, oder Modell-FlugzeugBenzinmotor. Anfragen richte man an Leopold Katar, Buer i. W., Königgrätzerstr. 20.

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vom Jahrgang 1910 Heft 1 zum Preise

von M 2.— pro Heft. Verlag „Flugsport" Frankfurt a. M